Forum: Wirtschaft
Frühjahrsgutachten: Ökonomen fordern mehr Investitionen in Bildung
DPA

Die führenden Forschungsinstitute bescheinigen der deutschen Wirtschaft stabiles Wachstum. Dennoch solle die Regierung mehr in Bildung investieren - und Arbeitnehmer bei Steuern und Abgaben entlasten.

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docmillerlulu 14.04.2016, 12:56
1. Ah - das Bildungsversprechen.

Sind das die gleichen Ökonomen, die sich für den Verbleib von Steueroasen aussprechen?
Sie fordern: "die Experten. Sie fordern deshalb höhere Ausgaben für Bildung."

Um das bezahlen zu können fordern sie interessanterweise aber: "Steuern und Abgaben senken:"
Ähm - wo soll die Knete herkommen? Schön ist aber der Hinweis, die Rentenkasse nicht mit Versicherungsfremdem Leistungen zu belasten. Dumm nur wenn dann plötzlich auch Beamte, Unternehmer und Selbständige dafür ihr sauer verdientes Geld rausrücken müssten.

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Berg 14.04.2016, 13:10
2.

Und wer soll das Mehr an Geld bekommen? Die Kinder, die Schüler, die Azubis, die Studenten? Doch wohl nicht. Es soll an Lehrmittelhersteller gehen, in Lehrergehälter, in Baufirmen, die Schulen bauen usw. Doch werden von dem Geld die Schüler, Azubis, Stuenten wirklich gebildeter, schlauer, besser?

Es wird Zeit, endlich mal zu fordern: Schüler, Azubis, Studenten, lernt besser und mehr!

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HankDuBois 14.04.2016, 13:15
3.

Ob das die gleichen "Experten" sind, denen wir die unnütze Bologna-Reform zu verdanken haben?
Die auf den Bachelor-Abschluss gedrängt haben und die Leute dann nicht eingestellt haben?

Abgesehen davon gibt die BRD beschämend wenig Geld für Bildung aus.
Auch an den Olympia-Bewerbungen hat man dies gesehen, Hamburg hat kein Geld für eine vollfinanzierte Uni, aber wollte sich Mrd. € für Brot und Spiele gönnen...

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Urlauber2016 14.04.2016, 13:36
4. Ökonomen fordern....

" Dennoch solle die Regierung mehr in Bildung investieren - und Arbeitnehmer bei Steuern und Abgaben entlasten."
Macht sie aber nicht.Die Arbeitgeber werden entlastet,wie man am Einfrieren des Arbeitgeberbeitrages zur GKV feststellen kann.Für die Arbeitnehmer wird schon lange nichts mehr in diesem Staat gemacht,der Arbeitnehmer wird gemolken,gemolken,gemolken.
Warum sollte in Bildung investiert werden?Da könnte doch der Arbeitnehmer schlauer werden und mal das ganze ungerechte System hinterfragen.

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Knack5401 14.04.2016, 13:47
5. Warum bitte

ist bei 45 Jahren Renteneinzahlung die Rente mit 63 angeblich eine versicherungsfremde Leistung? Das hat sich diese Generation verdient. Die heutigen Dauerstudenten kommen natürlich gar nicht mehr in solche Zeiträume für Beitragszahlungen.

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cemi 14.04.2016, 13:48
6.

Zitat von HankDuBois
Ob das die gleichen "Experten" sind, denen wir die unnütze Bologna-Reform zu verdanken haben?
Na, auf jeden Fall sind das Experten, die "der deutschen Wirtschaft ein stabiles Wachstum bescheinigen" (siehe Teaser). Dieses tolle Wachstum kann man sehr schön am Auftragseingag in der Industrie ablesen, hat der Wirtschaftsminister ja gerade auch erst wieder festgestellt:
http://www.flassbeck-economics.de/keine-frage-die-deutsche-wirtschaft-boomt-immer-noch/
Wer solche Experten hat...

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mali123 14.04.2016, 13:53
7. Investitionen in Bildung

dass ich nicht lache! Ich habe in meine eigene Bildung investiert und bis heute keinen, geweige denn, einen gut bezahlten Job, bei dem ich meine Investition jemals zurückbekommen werden aus Studienzeiten.
Bildung ist heute eine Lüge. Man lockt junge Leute in die Bildungsfalle, idem man ihnen vorgaukelt, dass dann die Jobs auf sie warten würden.

In Wahrheit möchte man Kredite an die Jungen vergeben, natürlich verzinst, weil niemand sonst mehr einen Kredit aufnimmt.

Ich warne jeden davor seine Zeit und sein Geld in der Uni zu versenken. Und ich habe kein Exotik-Studium gemacht. Ingenieure trifft es genauso.
Ausgenommen sind nur die, welche schon lange im Job sind, also ältere Semester mit Berufserfahrung, denn die sitzen noch auf den "guten, alten" Verträgen....

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Berg 14.04.2016, 14:06
8.

Zitat von mali123
dass ich nicht lache! Ich habe in meine eigene Bildung investiert und bis heute keinen, geweige denn, einen gut bezahlten Job, bei dem ich meine Investition jemals zurückbekommen werden aus Studienzeiten. Bildung ist heute eine........
Falls es tatsächlich stimmt, dass Ihnen nach einem Uniabschluss in einem "Nichtexotikfach" keine Stelle gegeben wurde, dann sollten Sie die Schuld nicht im Bildungswesen, im gesamten Bildungsbetrieb, in Wirtschaft und Verwaltung suchen, sondern bei sich selber.

Und vom "Job" (irgendeine Gelegenheitsarbeit) sollten Sie sich wegdenken, hin zu einer bestimmten Arbeitsaufgabe an einem speziellen Arbeitsplatz, auf dem ein genau vorgegebenes hochwertiges Arbeitsergebnis erwartet wird, das Sie und nur Sie erbringen können.

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andneu 14.04.2016, 14:41
9. @Berg

Zitat von Berg
Und vom "Job" (irgendeine Gelegenheitsarbeit) sollten Sie sich wegdenken, hin zu einer bestimmten Arbeitsaufgabe an einem speziellen Arbeitsplatz, auf dem ein genau vorgegebenes hochwertiges Arbeitsergebnis erwartet wird, das Sie und nur Sie erbringen können.
Was wirklich nur ein(!) Mensch kann ist äußerst selten.
Kann man noch bei Menschen wie Picasso gelten lassen. Ansonsten gilt: Jeder ist ersetzbar. Auch im Arbeitsleben. In jeder Position.

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