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Frühjahrsgutachten: Ökonomen warnen vor Job-Abbau durch Mindestlohn
DPA

Schlechte Nachrichten für Arbeitsministerin Andrea Nahles: Ihre Pläne für einen gesetzlichen Mindeslohn werden im Frühjahrsgutachten von Experten erneut kritisiert. Für die Konjunktur sehen sie mehreren Berichten zufolge aber einen deutlichen Aufschwung voraus.

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metronomfahrer 09.04.2014, 21:37
1.

Mit anderen Worten: 200.000 Arbeitnehmer in Deutschland erhalten einen menschenunwürdigen Lohn. Höchste Zeit solche Zustände, die nebenbei gesagt, dem Staat jährlich Mrd. an Zuschüssen kosten, schleunigst zu beenden.

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kraijjj 09.04.2014, 21:41
2. Also

Zitat von sysop
Schlechte Nachrichten für Arbeitsministerin Andrea Nahles: Ihre Pläne für einen gesetzlichen Mindeslohn werden im Frühjahrsgutachten von Experten erneut kritisiert. Für die Konjunktur sehen sie mehreren Berichten zufolge aber einen deutlichen Aufschwung voraus.
was raten diese Experten? Menschen weiterhin prekär zu beschäftigen? – zu Konditionen die zum leben zu wenig und zum sterben zu viel sind? Das der Staat weiterhin die Gehälter der Angestellten dieser Firmen aufstockt/subventioniert?

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stauner 09.04.2014, 21:47
3. Alle erwähnten Institute

sind nachweislich hauptsächlich arbeitgeberfinanziert. Ein Klick im Web reicht um das von den "Instituten" auf deren Websites selbst bestätigt zu bekommen. Wen wundert es also, dass arbeitgeberfinanzierte Institute zu arbeitgeberfreundlichen Ergebnissen kommen?
gruss
Stauner

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spiegelzelt 09.04.2014, 21:51
4.

Zitat von metronomfahrer
Mit anderen Worten: 200.000 Arbeitnehmer in Deutschland erhalten einen menschenunwürdigen Lohn. Höchste Zeit solche Zustände, die nebenbei gesagt, dem Staat jährlich Mrd. an Zuschüssen kosten, schleunigst zu beenden.
S'wird halt alles teuerer werden müssen: Taxis, Frisöre, Restaurants ...

Man wird sehen ob der Kunde bereit ist, viel tiefer in's Portemonnaie zu greifen. Ansonsten werden eben viele Geringqualifizierte erbarmungslos auf der Straße landen.

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StörMeinung 09.04.2014, 21:52
5.

Zitat von sysop
Schlechte Nachrichten für Arbeitsministerin Andrea Nahles: Ihre Pläne für einen gesetzlichen Mindeslohn werden im Frühjahrsgutachten von Experten erneut kritisiert. Für die Konjunktur sehen sie mehreren Berichten zufolge aber einen deutlichen Aufschwung voraus.
Vielleicht bin ich ja schlecht informiert, aber von all unserern Nachbarländern sind wir doch die einzigen, die noch keinen flächendeckenden Mindestlohn haben.

Wenn Deutschland seine wirtschaftliche Stärke aus Sklavenarbeit ableitet, ist es das, wofür unsere freiheitlich rechtliche Grundordnung steht?

Ich finde es schlimm, dass "Institute" sich zur Handpuppe bestimmter Unternehmen machen lassen, andere Branchen bezahlen nämlich in der Regel gut.

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Fred Clever 09.04.2014, 22:02
6. Lächerliche Diskussion

So lange wir uns nicht alle einig sind, dass die Sklavenhaltung wieder eingeführt wird, sollten solche Gutachten einfach in der Tonne verschwinden. Wer sich keine menschenwürdige Bezahlung seiner Angestellten leisten kann, muss eben dicht machen, so einfach ist das. Gerade den Arbeitgebern sollten die Regeln des Marktes vertraut sein.

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großwolke 09.04.2014, 22:03
7. optional

Da weiß man nicht, worüber man sich mehr Ärgern soll, die sogenannten "Experten", die solche Schmalspur-Äußerungen treffen, oder die sogenannten "Journalisten", die sowas unreflektiert niederschreiben. Nochmal zwei Fakten zu Erinnerung:

Erstens, wie existenzbedrohend ein Mindestlohn für ein Unternehmen ist, bemisst sich nicht an der relativen Lohnsteigerung der Arbeitskräfte, sondern daran, um wieviel sich das Endprodukt für den Konsumenten verteuert. Und da wirds dann auch schon ganz schnell kompliziert. Dazu kommt auch noch, dass Ausbeuter, nur weil sie bis jetzt mit der Ausbeutung durchgekommen sind, nicht auf einmal alle ihre Läden dichtmachen werden, nur weil es jetzt etwas weniger lukrativ wird. Es entsteht ja nicht einmal ein relativer Nachteil zur Konkurrenz.

Und zum zweiten muss man halt auch mal drauf schauen, ob die betroffenen Unternehmen eine Möglichkeit haben, dem Mindestlohn räumlich auszuweichen. Das ist nämlich gerade im Dienstleistungssektor mehrheitlich nicht der Fall. Hier kommt dann auch noch dazu, dass Mindestlohn zu mehr geschäftlicher Teilhabe der bis jetzt Unterbemittelten führen wird, was die Geschäfte der gebeutelten Unternehmer am Ende vielleicht sogar noch ankurbelt! Ich gehe zwar fest davon aus, dass unsere Superduper-Groko und deren Nachfolger es konsequent verschlafen werden, den Mindestlohn an die von ihm selbst ausgelöste Beschleunigung der Inflation anzupassen (von der momentan ohnehin zu wenig da ist, wenn man den Schlagzeilen glauben möchte), aber das steht ja wieder auf einem anderen Blatt.

Mir ist übrigens klar, dass ich etwas einseitig argumentiere, aber das tun die "Experten ja auch...

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charlybird 09.04.2014, 22:12
8. Ich hoffe

die Jobs der Ökonomie Prognostiker werden davon auch nicht ausgenommen, wenn es trotz Mindestlohn weiterboomt. Ich glaube nämlich, diese Experten scheinen mir wenig glaubhaft, wenn man den deutschen Arbeitsmarktmix betrachtet. Aber die Gehälter dieser Experten werden sicherlich von irgendeiner verschwiegenen Zweigstelle der deutschen Wirtschaft neutral vergütet werden, denn dem zukünftigen Reichtum der Mindestlöhner muss doch Einhalt geboten werden.

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OskarVernon 09.04.2014, 22:22
9.

Zitat von großwolke
mal drauf schauen, ob die betroffenen Unternehmen eine Möglichkeit haben, dem Mindestlohn räumlich auszuweichen. Das ist nämlich gerade im Dienstleistungssektor mehrheitlich nicht der Fall.
Stimmt zwar, nutzt aber nix: Wenn's ihnen zu teuer wird, weichen die Kunden aus oder verzichten gar völlig auf die eine oder andere Dienstleistung :p

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