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Führung: Bundesagentur findet offenbar keinen weiblichen Vorstand
DPA

Seit Januar gilt in Deutschland eine gesetzliche Frauenquote - nun tut sich ausgerechnet eine Bundesbehörde bei der Suche nach einer Top-Managerin schwer - und stellt einen männlichen Generalbevollmächtigten ein.

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radioactiveman80 01.04.2016, 09:38
1.

ZITAT: "Die Besetzung des vierten Vorstandspostens ist zur unwürdigen Posse geraten", sagt Arbeitsmarkt-Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Brigitte Pothmer." --- So sieht das also aus, wenn grüne Frauen in der Realität landen. Frau Pothmer würde wohl am liebsten eine ungelernte Reinigungskraft dort hinsetzen, anstatt zu akzeptieren dass scheinbar einfach keine geeignete Frau zu finden war. Es lebe die Quote!

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hotgorn 01.04.2016, 09:38
2. Personalunion

Herr weise der sein können auch beim Bamf unter Beweis stellen konnte Schaft das allein einfach eine nerdbrille aufsetzten und neue PR Berater angagieren. Es gibt zwar fähige Frauen bei der BA eine wurde aber gemobbt und schrieb ein Buch über den Saustall der dort herrscht.

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Irene56 01.04.2016, 09:42
3. Aber es wird

sich doch wohl eine Powerfrau für einen bequemen Sessel im Aufsichtsrat der Behörde finden lassen, es handelt sich ja schließlich nicht um einen Job, wo man Leistungen zeigen muss. Also bitte weitersuchen, vielleicht wird man ja bei der Opposion fündig.

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fredheine 01.04.2016, 09:46
4. Frauenfreie Zonen

Das Problem ist doch, dass vor allem technische Studiengänge frauenfreie Zonen sind. Und zwar deshalb, weil die Frauen nicht wollen. Mein Sohn studiert Informatik: Frauenquote Null.
Mit Hauptfach Kunstgeschichte und Nebenfach Komparatistik erwirbt man halt nur einen kleinen Teil der Kompetenz für die Leitung eines Technik-Marktführers.

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Mathesar 01.04.2016, 09:47
5. Tja...

Wir sind eben nicht in der Politik, wo auch die ungeeignetste Frau, nur weil sie zufälligerweise Möpse hat, verantwortliche Posten einnehmen kann. Es zählt alleine die Eignung, egal welches Geschlecht und eben nicht das Geschlecht.

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seismoid 01.04.2016, 09:47
6. wenn's keine frau gibt?

es geht halt nicht von heute auf morgen frauen in die vorstände zu bringen, wenn kaum eine frau den "normalen" aufstieg durch die hierarchieebenen des management bis an die spitze durchgemacht hat. man müsste die quote schritt für schritt von unten nach oben (oder von der mitte nach oben) über einen zeitraumfür mehrere jahre einführen - dann hätten firmen/behören auch die chance gehabt geeignete kandidatinnen auf den vorstandsposten vorzubereiten.

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zweitegabel 01.04.2016, 09:49
7.

Mit dieser Einschätzung hat Frau Pothmer schon ganz recht, allerdings begann dieser Zustand bereits mit der nicht zielführenden Primatstellung des Gendergedankens bei der Kandidatensuche. Hier zeigt sich doch, was für ein hohes Gefährdungspotential die Frauenquote in Wirklichkeit für die Gleichberechtigung von Frauen darstellt: entweder haben wir schwarz auf weiß, dass es keine qualifizierten(!) weiblichen Kandidaten gibt, oder es werden unqualifizierte Frauen eingestellt und somit zum Scheitern verdammt (womit man dann schwarz auf weiß Präzedenzfälle hätte, aus denen sich konstruieren ließe, dass Frauen weniger leistungsfähig seien als Männer o.ä.).

Die Sache mit der Umbenennung ist tatsächlich recht peinlich, auch da stimme ich Frau Pothmer zu. Die Signalwirkung wäre stärker, wenn die BA begründet(!) einen männlichen Vorstand einstellt. Denn hier läge doch die wahre Aufgabe der Arbeitsmarkt-Sprecherin einer ernstzunehmenden Partei: anstatt den Vorgang so umzuinterpretieren, das hier das böse Patriarchat wieder einen Männerclub aufrechterhält und die armen Frauen in ihren Entfaltungsmöglichkeiten blockiert, sollte doch lieber gefragt werden, warum es keine qualifizierten Bewerberinnen gibt - oder vielleicht sogar, warum sich keine qualifizierte Frau beworben hat...

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gnaeuspompeius 01.04.2016, 10:14
8. Quotierung

Politische Theorie trifft auf Realität... Was nun, Anforderungen senken?

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suedbaden6 01.04.2016, 10:17
9. Wundert sich eigentlich noch jemand,

wenn die Produzenten von Scheinproblemen (Benachteiligung von 0,0001% der Frauen bei der Besetzung von Vorstandsposten) und deren Scheinlösungen (Quotenfrauen) bei den Wahlen - nun sagen wir mal - schlecht wegkommen?
Wenn Politkomikerinnen und -Komiker komplexe Kompetenz zur Lösung inexistenter Probleme vorspiegeln, haben die Leute spätestens dann die Nase voll, wenn die realen Probleme anfangen den Alltag zu bestimmen.

Das ist dann die Stunde der "Produzenten einfacher Lösungen". Die vielleicht auch nicht immer funktionieren, sich aber a) auf reale Probleme beziehen und b) überhaupt ein Versuch sind, sich an Problemlösungen zu versuchen, anstatt an Problemproduktionen.
Wen wundert es, dass die Leute es leid sind, von Brüssel bis Berlin immer die gleichen Slapstickfiguren zu sehen und von Paris bis Peine diejenigen wählen, die wenigstens nicht den EU-genormten Wortmüll absondern?

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