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Fünf Jahre keine Erhöhung: Berliner Senat einigt sich auf Mietendeckel
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Berlin bringt als erstes Bundesland eine Mieten-Obergrenze auf den Weg. Die rot-rot-grüne Landesregierung will, dass Mieten fünf Jahre nicht erhöht werden dürfen. Doch viele Vermieter haben offenbar schon reagiert.

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axstein 18.06.2019, 16:58
120. Mietendeckel ...

hört sich gut an, wird aber absehbar schon mittelfristig zum Gegenteil dessen führen, was er intendiert. Die betroffenen bis zu 1,6 Millionen Wohnungen werden zum Teil erhebliche Bausubstanzeinbußen (unterlassene bzw. um 5 Jahre verschobene Modernisierungen) hinnehmen müssen - mit den entsprechenden Negativfolgen für die Mieter. Ferner werden sich Privatinvestoren im Privatinvestoren im Berliner Wohnungsbau nach und nach zurückziehen, so dass sich der Minderbestand an bezahlbaren Wohnungen gegenüber heute noch vergrößern wird. Ergo: Eine unter dem Strich kontraproduktive Maßnahme, die der rot-rot-grüne Senat da auf den Weg bringt. -

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gctuser 18.06.2019, 16:59
121.

Zitat von maress
Die Linken habe vorher die Wohnungen verkauft und spielen sich jetzt als Retter auf - und Sie fallen darauf rein.
Die Wohnungen wurden in einem Klima verkauft, das geprägt war von Bankenskandal und einer "Der Markt kann das besser"-Ideologie, die ganz sicher nicht von der Linken gepusht worden ist.

Aber so sind sie halt die Markt-Liberalen: Immer erstmal einen auf "smartest guys in the room" machen und nach dem Crash auf die anderen verweisen.

Sie sollten jedenfalls vorsichtig sein - womöglich sind Sie derjenige, der sich verschaukeln lässt.

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ernie-ohne-bert 18.06.2019, 16:59
122. Noch noch verstanden?

Eine Wohnung oder gar Mehrfamilienhaus zu bauen ist etwas anderes als Brötchen backen ... ich verstehe nicht, warum die Mieterversteher nicht endlich mal dafür werben, selbst Wohneigentum zu erwerben, allein schon um
diesem Theater aus dem Weg zu gehen. Deutschland hat so ziemlich die niedrigste Wohneigentumsqoute weltweit und ich finde es traurig, sein Grundbedürfnis wohnen in anderer Leute Wohnung befriedigen zu wollen. Aber hippes Latte-Macchiato-Leben und zwei Urlaube pro Jahr sind manchen ja wohl wichtiger

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xlabuda 18.06.2019, 17:00
123. keine Aufregung - das trifft ja nur die Kaltmiete und die wurde in

99 % aller Fälle sowieso nur alle 10 Jahre erhöht.
Bei allen Umlagen und Services können Sie ja nicht kappen - denn dann haeun sie sich selbst in die Fresse.
Ich habe zum Glück alle Immobilien verkauft und mache mich jetzt auf in die Karibik für 3 Jahre.
Laßt euch doch kaputtmachen von den Linken - selbst schuld.

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apst 18.06.2019, 17:01
124. Populismus pur!

In der Verwaltung nichts hinbekommen und sich dann als Rächer der Enterbten stilisieren... Kopfschüttel...
Man sollte lieber an den Ursachen arbeiten - die Landflucht z.B. Gerade im Osten das Problem schlechthin. Aber das ist vielleicht zu kompliziert...

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spot78 18.06.2019, 17:02
125. Willkommen in der sozialistischen Repubik Deutschland!

Der Staat macht die Fehler (Flüchtlingspolitik, Verkauf von Wohnungsbaugesellschaften an Investoren usw.) und der private Vermieter darf es ausbaden!
Hoffe das Verfassungsgericht kassiert dieses Gesetz!

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pepe83 18.06.2019, 17:02
126. Der Sozialismus kommt zurück

Die DDR ist noch keine 40 Jahre weg und schon haben anscheinend Viele vergessen, wie wunderschön es sich im Sozialismus gewohnt hat. Auch damals waren die Mieten günstig und gedeckelt. Auch damals hat der Staat viele Gebäude selbst verwaltet. Mich wundert es, warum heute so viele Menschen eine Politik toll finden, die einen Teil unseres Landes schon einmal um Jahrzehnte zurückgeworfen hat. Diesen Wunsch vieler Menschen nach immer mehr staatlicher Regulierung kann ich einfach nicht nachvollziehen. Man muss doch auch mal etwas aus der Geschichte lernen.

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andre_36 18.06.2019, 17:03
127.

Zitat von dieter_huber
ich bin ebenfalls dafür, das Rentenniveau oder in Ihrem Fall den Hartz4-Satz gleichfalls auf 10 zu deckeln. Gleiches Recht für alle! Oder warum denken Sie, dass willkürlich eine Gruppe für eine andere bluten sollte?
Machen Sie sich keine Sorgen; bei den äußerst seltenen und geringfügigen Erhöhungen, hätte man den Hartz 4 Satz auch deckeln können.

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Haarfoen 18.06.2019, 17:05
128. Untergangsszenarien - wie beim Mindestlohn

Zitat von FingerinderWunde
... das dürfte dem Thema Mietwohnungen bauen in Berlin mit absoluter Sicherheit den Garaus gemacht haben.
Jetzt üben sich die neoliberalen Claqueure wieder in Untergangsszenarien, genau so wie beim Mindestlohn. Nie wieder wird gebaut werden, die Vermieter werden in die Armut getrieben und müssen dann Raufasertapete essen, einstürzende Altbauten, der Zusammenbruch des Finanzsystems, usw. Klar, bei steigenden Handwerkerpreisen (die meisten Handwerker leben zur Miete und mussten die Preise erhöhen) wird jetzt das unternehmerische, selbstlose Engagement des Vermieters böse bestraft, so wie damals in der DDR. Schämt Euch liebe Vermieter: Es mag lobenswerte Ausnahmen geben, aber die Mietpreisdeckelung in Berlin ist das Ergebnis Eurer hemmungslosen Gier. Der Plan, andere Menschen zur Mehrung Eures Eigentums schuften zu lassen und dabei immer härter die Preisschraube anzuziehen, wird vereitelt. Nichts wird untergehen, aber viele Menschen werden sich befreit fühlen. Befreit vor der täglichen Angst, dass der Vermieter mal wieder die Miete erhöht und ich nicht weiß, wie ich über die Runden kommen soll. Und diese Menschen sind in der Mehrheit.

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swnf 18.06.2019, 17:06
129. Nebenkosten

Zitat von mwroer
Anders wird es nämlich bei sehr vielen kleineren Vermietern nicht gehen. Die großen werden die Mieter weiter über Nebenkosten und andere juristische Löcher ausnehmen.
Wie kann man denn bitte Mieter über die Nebenkosten ausnehmen und wo ist hier das juristische Loch?
Bin selber Mieter und gleichzeitig Vermieter (versch. Städte) und für die Nebenkosten gibt es eine Nebenkostenabrechnung. Am Ende zahlt der Mieter exakt die im Jahr angefallenen Nebenkosten - der Vermieter kann davon jedoch nicht profitieren, sondern hat bei der Abrechnung nur Arbeit. Der Mieter bekommt entweder einen kleinen Betrag zurück, oder muss einen kleinen Betrag nachzahlen (je nachdem, ob die Stadt an den Gebühren etwas geändert hat, ohne dass das in der Vorauszahlung berücksichtigt wurde).

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