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Fünf Jahre keine Erhöhung: Berliner Senat einigt sich auf Mietendeckel
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Berlin bringt als erstes Bundesland eine Mieten-Obergrenze auf den Weg. Die rot-rot-grüne Landesregierung will, dass Mieten fünf Jahre nicht erhöht werden dürfen. Doch viele Vermieter haben offenbar schon reagiert.

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Nikko 18.06.2019, 18:46
190. Nur weiter enteignen

Als kleiner Vermieter wird man nun erst recht abgeschreckt sein Geld in Mietwohungen zu investieren.
Viele Leute glauben , man setze sich als Vermieter bequem in den Sessel und höre die Gelder aufs Konto prasseln und blenden vollkommen aus ,was für Riskien der Vermieter trägt :
Mietnomaden mit Kindern , die die Wohungen verwüsten natürlich leinen Cent Mietebezahlen etc .Als Berliner Vermieter würde ich Reparaturen aufs undendliche hinauszögern, geschweige Modernisierungen durchführen. Meinem mühsam gesparten Gelde ,dass ich für ein Haus ausgegeben habe noch weiters hinterherwerfen ?

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DakotaS 18.06.2019, 18:49
191. Grober Keil auf groben Klotz!

Je weiter diese Dinge sich entwickeln desto mehr muss jedem der Wertkonservativer ist klar sein: 1. Keine Investition in Wohnraum in Berlin! 2. Anderswo genau beobachten was passiert, den die Gefahr des " Brandüberschlag " bei der gegenwärtigen politischen Lage, die sich immer deutlicher abzeichnet, ist mehr als groß. 3. Generellen Kapitalabzug aus Deutschland ins Auge fassen, Grund wie vor. Jeder der sich etwas geschaffen hat, umso mehr als er in einem Alter ist wo er das was man ihm nehmen könnte nicht mehr verdienen kann, sollte sich vergegenwärtigen das die sicheren Zeiten bzgl. Eigentum sich in Deutschland dem Ende entgegen neigen. Leider! Aber jeder ist sich dann hier selbst der Nächste. Sollen die Verantwortlichen deren " Beifallklatscher "und letztlich deren Wähler dann eben sehen wie sie damit klar kommen. Diese Sichtweise ist rational zudem völlig legitim. Das schreibt ein so genannter " Kleinvermieter " dem man suggeriert hat das er mit ehrlicher Arbeit, Geld immer in Deutschland versteuert, so seine Altersvorsorge sichern kann was sich inzwischen tendenziell wohl als Lüge herauszustellen scheint. Wer R2G als Vermieter, egal wo jetzt noch traut ist...richtig selbst schuld!

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Haarfoen 18.06.2019, 18:51
192.

Zitat von SPONgeBoy
Erst werden die Vermieter seitens des Staates zu Sanierungen gezwungen (Wärmeschutz, Brandschutz, Heizungsanlagen, usw.) , anschließend wird es ihnen verboten, bzw. nur noch unter Beantragung bei der Behörde erlaubt. Und das Ganze nimmt man dann „Stadtentwicklung“. Einfach nur lächerlich !
Ihre Ausführungen sind lächerlich, mit Verlaub. Ich bin selber Architekt und schütze ihnen die älteste Hütte vor Modernisierungen. Es gibt ein paar Essentials, die nun wirklich nicht viel Geld bedingen, außerdem können Sie die meisten Modernisierungskosten umlegen. Was Sie hier ausführen, ist definitiv falsch und dient nur der Steigerung von Hysterie. Wahrscheinlich gehören Sie auch zu der Klientel, die an ihren Mietern prächtig verdient und anderen "einen Bären aufbinden" will. Ihr Kommentar ist ein Beweis dafür, dass die Vermieterseite mit unlauteren Mitteln kämpft. Klar, wenn man so am Geld klebt ...

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Putenbuch 18.06.2019, 18:54
193. Hatte gestern direkt die Mieterhöhung im Briefkasten :-(

von 230 netto kalt auf 265 netto kalt. +35,00 Euro!

Von 5,83/qm auf 7,43/qm

Das schmerzt!

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ThomasS79 18.06.2019, 18:57
194. Zum Scheitern verurteilt.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen - oder zumindest schmunzeln. Berlin zeigt dem Kapitalismus die grün-rote Karte. Wie dreist möchte man meinen, nun ändert sich was, könnte man denken! Aber wir leben nun mal in einem System in dem das Geld gewinnt. Und es gewinnt immer. Das hat es mit dem Kapitalismus nun mal so an sich. Wer in Berlin meint, er könne die Regeln des Marktes mit Deckeln und Bremsen aushebeln, der wird sich ziemlich schnell eines Besseren belehrt wissen! Sozialistische Strukturen in einem kapitalistischen System funktionieren nicht! Besitzern die Ermächtigung über sein Eigentum entziehen und damit auch Finanzierungs-, Rendite- und Investitionspläne ruinieren, funktioniert auch nicht! Die Konsequenz: Der Markt reguliert sich entweder in Stillstand und Passivität oder ins Dunkle und Dreckige! Am wahrscheinlichsten eine gefährliche Mischung aus beidem! Quintessenz: Wohnsubstanz wird verfallen, aber nicht billiger werden. Investitionen werden ausbleiben. Mieten werden, wann immer möglich, maximal erhöht - da vom Markt entkoppelt. Von all den kleinen Neckereien und Spielchen die man als Vermieter so treiben kann ganz zu schweigen! Man hat in Berlin nicht verstanden wo die Ursache des Problems liegt. Und viele Mieter in Berlin haben die Realitäten und Machtgefüge nicht verstanden, mit denen habe ich aber perspektivisch auch kein Mitleid mehr. Das Drama der Berliner Wohnungssituation wird sich dadurch nicht lösen oder entschärfen, und es wird weiterhin nur einen Verlierer geben: die Mieter.

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Actionscript 18.06.2019, 18:58
195.

Zitat von BabelHuber
Wenn der Preis nicht mehr fluktuiert, werden Leute, die eine Wohnung mieten wollen aber gucken - denn jetzt bekommt man Wohnungen nur mehr durch Beziehungen und/oder Bestechung. Und wenn eine Wohnung frei wird, dann wird sie so mancher Eigentümer halt an jemanden verkaufen, der da auch selbst einziehen will. Wohnungen bauen ist trotz Sonderregelung nicht empfehlenswert: Wer weiß was sich der irrationale Senat sonst noch einfallen lässt! Wenn dir eine Wohnung gehört, hängst du am Fliegenfänger! Lieber nicht! Damit hat der Senat der Bevölkerung einen Bärendienst erwiesen. Aber wenn sich dann in zwei Jahren herausstellt, dass das ganze nicht geklappt hat, dann wird man nach neuen Regeln schreien - dass die Misere von der Überregelurierung kommt wird ausgeblendet werden. Die Leute, die die Mieter mit solchem Irrsinn schützen wollen haben oft das Herz am rechten Fleck. Doch das bringt leider wenig, wenn das rationale Denken - bzw. das Hirn - nicht mithalten kann...
Schon in Westberlin bekam man gute Wohnungen nur durch Beziehungen. Das war schon immer so. Habe selber mehrmals Wohnungen in Berlin gesucht.

Wenn jemand eine Wohnung kauft, der da einzieht, was ist da Schlimmes dran? Das ist doch genau, was man erreichen will.

Die Wohnungen, die zur Zeit in Berlin gebaut werden, sind für die Meisten unerschwinglich. Auch verdienen sich ausländische Investoren dumm und dämlich. Das sollte wirklich verhindert werden.

Abgesehen davon, beim Mindestlohn kommt auch immer das Argument, dass dann weniger Arbeitnehmer eingestellt werden oder der Unternehmer das nicht bezahlen kann und es weniger Jobs gibt. Das hat sich alles als Humbug herausgestellt.

Was passiert, wenn man unkontrolliert den Wohnungsmarkt laufen lässt, dafür ist London das beste Beispiel, wo eine Garage soviel kostet, wie momentan eine 100m2 Wohnung in Berlin in guter Lage, was schon als zu teuer gesehen wird. Und solche Verhältnisse gilt es, zu verhindern.

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Haarfoen 18.06.2019, 18:58
196.

Zitat von Thomasvon Bröckel
Willkommen im Sozialismus. Durch die Deckelung der Mieten wird keine einzige Wohnung zusätzlich entstehen. Ganz im Gegenteil werden potentielle Investoren abgeschreckt. Vielleicht sollten die ganzen Anhänger von Mietdeckelungen und - Obergrenze einmal vorrechnen lassen, was es kostet, Mietwohnungen zu bauen. Der Staat ist einer der größten Preistreiber beim Wohnungsbau, durch seine ausufernden Vorschriften zur Wärmedämmung etc. Aber wahrscheinlich errichtet RRG jetzt wie in den 60ern und 70ern wieder im großen Stil Großwohnsiedlungen wie die Gropiusstadt und das Märkische Viertel. Die waren ja schon immer besonders beliebt...
Ihre Ausführungen sind eine Kette der totalen Ahnungslosigkeit. Ich weiß ganz genau, was der Wohnungsbau kostet, ich bin täglich an der Front da draußen. Weder die EnEV, noch sonstige Auflagen schlagen ins Kontor: Es sind die Grundstückspreise. Kapitalfonds aus Luxemburg und Hedger bemächtigen sich der Grundstücke, egal zu welchem Preis. Der heimische Wohnungsbau ist alleine aus diesem Grund nicht mehr wettbewerbsfähig. Ihre merkwürdige Abneigung gegen "Großbauprojekte" basiert auf Desinformation: Es gibt viele gescheiterte Projekte, aber auch wehr erfolgreiche: Zum Beispiel das Olympiadorf in München mit der höchsten Akademikerdichte in der Stadt - extrem beliebt. Anstatt hier neoliberale Propaganda zu verbreiten, sollten Sie sich lieber an einer angemessenen und sachlichen Diskussion beteiligen.

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gruen99 18.06.2019, 19:00
197. Das ist erst der Anfang:

In diesen 5 Jahren muss endlich eine tragfähige Finanzierungsbasis her, das Mieter ihre bewohnten Räume auch erwerben können. Es kann vom Mieter nicht verlangt werden, ständig (zumeist durch komunaler und staatlicher Politik verursachte) steigende Zusatzkosten in drr Miete aufzubürden. Gleichzeitig kann vom Vermieter nicht verlangt werden die von politischen Entscheidungen entstandene Misere für den Mieter zu übernehmen.
Alleine schon um den sozialen Frieden willen fordere ich von unseren Politikern, allen voran dem Berliner Vorausstosstrupp nun die 5 Jahre zu nutzen tragfähige Konzepte zu entwerfen, dass die Mietsklaverei aufhört und ein geregelter Transfer von vermieteten Wohnungen zu den Mietern als Eigentum durchgeführt wird. Selbstverständlich zu Marktpreisen ! Es ist dochnicht zuviel verlangt dass unsere Politiker es auf die Reihe bekommen einen fairen Transfer hin zu bekommen. Zur Anfangsfinanzierung teilweise Rentenumwandlung und dannder o.a. Mietkauf. Diese historische Zeit von 5 Jahren wird die letzte sein, solchen Wohnraum zu niedrigen Preisen transferieren zu können.
Und wenn sich die Mieter weigern ihre Bude zu kaufen, sollten Zwangsmassnahmen wie Teilgehaltspfändung, etc. durchgeführt werden.
Es sollten alle Eigner werden können. Zur Not zwangsweise. Aber nicht durch sozialistischen Diebstahl, sondern zur Not erpresster Leistungsbereitschaft. Nur Eigentum macht frei.

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Haarfoen 18.06.2019, 19:02
198.

Zitat von DerBlicker
Das konnte man in der DDR ja besichtigen. Mal sehen, ob es den Menschen dann noch gut gut. Eine vermietete Immobilie muss zumindest mehr als die Kapitalkosten verdienen , sonst macht Vermieten keinen Sinn. Das verlangen übrigens auch die Banken, denn für Verlustgeschäfte gibt es keine Kredite. Wer das nicht versteht, der sollte sich mit dem Thema nicht befassen. Kein Vermieter will ein Zuschussgeschäft betreiben und sich nur auf den Wertzuwachs verlassen.
Jede Wohngenossenschaft erfüllt diese Anforderung. Beste Bonität, perfekte Förderung durch die KfW - transparent und glaubwürdig. Ein Erfolgsmodell, jahrzehntelang bewährt. Tausend mal besser, als irgendwelche dubiosen Investmentfonds, Geldwaschanlagen und sonstige Glücksritter, die die Branche verpesten ... ich weiß genau, wovon ich spreche ...

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Strangelove 18.06.2019, 19:04
199. Das betrifft keine Neubauten, erst nachlesen dann meckern!

Es geht um den Bestand der zum Grossteil nicht mal auf einem so tollen Niveau ist und bei dem hohe Mietsteigerungen, was die Substanz angeht, selten gerechtfertigt sind (außer man findet man soll einen theoretisch gestiegenen Grundstückspreis/wert auf die Miete umlegen). Denn Eigentum soll auch dem Gemeinwohl dienen und das sind nicht nur die Reichen sondern alle Menschen in einem Land (zumindest war das mal die Idee).
Und wer jetzt jammer es wird dann nicht mehr gebaut, nein das ist kein Problem beim Mietendeckel, diese Mieten sind nicht gedeckelt und da kann und darf man eben noch hohe Renditen erzielen. Zudem wäre es sinnvoll etwas Druck aus dem Bauwahn rauszunehmen, so dass sich die völlig überhitzen Preise im Baugewerbe wieder normalisieren und man eine hohe Rendite auch ohne Wuchermiete erzielen kann. Es ist ja schön wenn überall Geld für Handwerksleistungen ausgegeben wird oder werden soll, nur ohne Handwerker macht das wenig Sinn und einige wenige Meister scheffeln sich damit die Taschen voll. Man kann eben nach Jahren bzw. Jahrzehnten des Investitionsversagens an Infrastruktur und Wohnungen nicht alles in 2-3 Jahren nachholen.

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