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Fünf Jahre keine Erhöhung: Berliner Senat einigt sich auf Mietendeckel
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Berlin bringt als erstes Bundesland eine Mieten-Obergrenze auf den Weg. Die rot-rot-grüne Landesregierung will, dass Mieten fünf Jahre nicht erhöht werden dürfen. Doch viele Vermieter haben offenbar schon reagiert.

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enforca 18.06.2019, 15:48
30. Immer dieses "Zieht aufs Land"-Argument

Zitat von Teile1977
Nun, dann werden in Berlin eben keine Wohnungen mehr gebaut, und die bestehenden lässt man verrotten. Die Mieten steigen weil immer mehr Menschen in Berlin wohnen wollen, warum ziehen die nicht in die Einöde? Dort verrottet alles weil keiner in den fast Gratis Häusern wohnen will.
Weil es in der Einöde keine Arbeit und keine Uni gibt. Deswegen.

Niemand möchte aufs Land ziehen und Hartz4 beantragen, nur um eine günstige Wohnung zu haben.

Nein, Pendeln ist auch keine gute Idee. Es ist teuer, kostet viel Zeit und ist Gift fürs Klima.

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h.hass 18.06.2019, 15:48
31.

Zitat von peterpeterweise
Je länger der Mietendeckel Bestand hat, um so mehr wird sich das Aussehen und die Verfügbarkeit der Mietwohnungen an die DDR Vergangenheit angleichen. Dort gab es das doch alles schon einmal: Niedrige Mieten ohne Chancen für Vermieter kostendeckend zu arbeiten, extrem hohe Quote von Wohnungen im kommunalen Eigentum, kaum eine Möglichkeit Mieter bei Mietrückständen zu sanktionieren .....
Es war klar, dass sofort eine Rote-Socken-Argumentation kommen würde. Von den DDR-Verhältnissen in den 80er Jahren ist der aktuelle Wohnungsmarkt noch mindestens 50 Jahre entfernt. Ganz abgesehen davon sind die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen in keinster Weise vergleichbar. Aber Hauptsache Panik verbreiten...

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enforca 18.06.2019, 15:50
32. Warum nicht?

Zitat von gehteuchnichtsan
Wollen wir in ganz Deutschland demnächst die Mieten gesetzlich vereinheitlichen? Dann ein schönes Gremium einsetzen, welches jedes Jahr die Inflation einberechnet und dann die Preise für die Neuvermietungen festlegt?
Klingt sehr gut und gerecht. Wo kann ich unterschreiben?

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Acer99 18.06.2019, 15:51
33. Nicht kosequent genug

Der Berliner Senat möge bitte auch beschliessen, um Berlin eine Mauer zu bauen. Wäre ja doof, wenn die Vermieter, mehrheitlich immer noch Privatleute, nun das Land verlassen würden. Aber niemand beabsichtigt, einen solchen Beschluß zu fassen.

Ob das Berliner "Hausrecht" einer gerichtlichen Überprüfung stand hält, bleibt abzuwarten. Ist schon zweifelhaft, ob eine Stadtverwaltung die Kompetenz hat, solche Regelungen, zumal rückwirkend, zu treffen. Auch erfolgen massive Eingriffe durch den Staat in die Rechte Berufsfreiheit und Eigentum.

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rossie 18.06.2019, 15:51
34. Bisher schwache Argumente dagegen

Alle Kommentare im Forum, die gegen den Mietdecken sind, find ich ziemlich schwach. Oder überhaupt nicht fundiert. Sie wiegen jedenfalls überhaupt nicht stark im Vergleich zu der immer schlimmeren Situation für viele Mieter in Berlin. Und was bringt es für überstrapazierte Mieter in Berlin, wenn Immobilieninvestoren denken "Tolle Investitionslage hier in der Stadt, wir bauen weiter (um) und machen gute Rendite"...?? Es kommt zwar auf diese Weise etwas mehr Wohnraum in die Hauptstadt aber für die meisten Mieter ist dieser absolut unbezahlbar. Und die "alten" Mieten steigen dann auch weiter parallel dazu. Der Mietendeckel ist sicherlich nicht das perfekte Instrument aber er ist mehr gut als schlecht!!

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Patenting 18.06.2019, 15:51
35. Wohnungsbau-Deckel zu !

Der Senat mag nun (wieder) selbst die fehlenden Wohnungen bauen oder kaufen.

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uk2011 18.06.2019, 15:52
36.

Zitat von wolflangecker
Die guten Vermieter trifft das weniger und die schlechten wie Vonvia, machen ihre Gewinne eh über die Nebenkosten mit ihrem leider ziemlich genialen Konzept. Zumal Neubauten ausgenommen sind, so dass sich Investitionen schon lohnen, aber halt nicht so in den Bestand. Die Mietkaufidee wäre bei Großen Wohnungsfirmen gar nicht so schlecht, aber dann muss man auch den Vermieter Entgegenkommen, z.B. in dem die Kaufrechte bei einem freiwilligen Auszug vor x-Jahren verfallen. Sonst ists zu sozialistisch.
Wie genau soll der Mietkauf denn gehen?
Wenn die Wohnung/Haus verkauft wird, hat dann nicht eh der Mieter ein Vorkaufsrecht (ich kann mich täuschen, dass dem nicht so ist).
Wenn der Vermieter dann die Wohnung für 100.000 Euro verkaufen will, darf der Mieter ja oder nein sagen.
Sagt er "nein", dann darf der Vermieter nicht verkaufen, weil ja der Mieter in einem Mietkaufvertrag steht, der noch x Jahre geht?
Wer soll dann die Reparaturen bezahlen. Der Mieter? Der vielleicht irgendwann mal auszieht und das Haus nicht übernimmt? Oder der Vermieter, der keinen Bock drauf hat, irgendwas zu machen, weil er die Bude eh los ist?
Wer Mietkauf machen möchte, hat auch heute schon dazu eine Gelegenheit - wenn nicht besonders häufig. Andernfalls einfach einen Bankkredit nehmen, nennt sich zwar anders, ist aber im Endeffekt genau das gleiche.

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sfx2145e 18.06.2019, 15:52
37. @10.

"Nun, dann werden in Berlin eben keine Wohnungen mehr gebaut, und die bestehenden lässt man verrotten. Die Mieten steigen weil immer mehr Menschen in Berlin wohnen wollen, warum ziehen die nicht in die Einöde? Dort verrottet alles weil keiner in den fast Gratis Häusern wohnen will."
Die Menschen gehen dahin, wo die Arbeitplätze sind und die sind halt in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und in anderen Großstädten, nicht in der Pampa. Was nützt mir die billigste Wohnung im Nirgendwo wenn ich dann einen der täglich zwei oder drei Busse zum nächsten Jobcenter nutzen muss?

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helro56 18.06.2019, 15:52
38. Wohnungen in öffentlicher Hand ....

wurden Bundesweit zuhauf verkauft ( vor allem in Bayern ) und damit dem Run der Imobilienhaie breisgegeben !!
die haben sich natürlich freudig über die Beute hergemacht ! die CSU, ja Söder sind dafür verantwortlich, dass vor allem
der Zynismus aus der Politik dem Wähler gegenüber NICHT mehr zu übertreffen ist und Politikverdrossenheit
fördert !! Ein weiter so und wir schaffen das, wird und will hoffentlich kein normaler Mensch/Wähler mehr akzeptieren !!

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Solid 18.06.2019, 15:53
39.

Das wird dazu führen, dass immer mehr Wohnungen in Eigentum umgewandelt und sodann mit Eigenbedarf gekündigt werden. Diese Wohnungen sind dann dem Mietwohnungsmarkt auf Dauer entzogen. Letztlich wird es dazu führen, dass man Wohnungen nicht mehr mieten sondern nur noch kaufen kann. Der Luxus des Mietens wird verschwinden und man hat alle Nachteile des Wohneigentums am Hals von Kosten bis Unflexibilität.

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