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Für Aufschwung in der EU: Frankreichs Wirtschaftsminister fordert mehr deutsche Inves
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Deutschland soll mehr investieren und so das Wirtschaftswachstum in der EU ankurbeln. Das forderte der französische Wirtschaftsminister Macron und kündigte gleichzeitig an, die Reformen im eigenen Land voranzutreiben.

Progressor 06.01.2015, 22:06
1. Wirtschaftswachstum in Gemeinschaftswährungsräumen, wie geht das?

In einem Gemeinschaftswährungsraum übernehmen die Lohnstückkosten die Aufgabe der dann fehlenden Wechselkurse die Leistungsbilanzen zum Ausgleich zu bringen.

Dabei gilt ohne Berücksichtigung etwaiger Produktivitätssteigerungen:

niedrigere Löhne -> Leistungsbilanz wird in Richtung Überschuss gedrückt = mehr Wachstum und Beschäftigung

höhere Löhne -> Leistungsbilanz wird in Richtung Defizit bewegt = niedrigeres Wachstum und mehr Arbeitslose

Da Produktivitätssteigerungen nicht schnell und nicht einfach mal so und nicht in beträchtlichem Umfang realisiert werden können bedeutet also ein Gemeinschaftswährungsraum ein Wettrennen um die niedrigsten Löhne.

Schlauberger wie der französische Wirtschaftsminister möchten das natürlich umgehen, indem sie "Investitionen" fordern, das heisst nichts anderes als staatliche Konjunkturprogramme auf Pump. Und da machen wir natürlich nicht mit, das ist klar. Der Weg Deutschlands heisst Armut auf Arbeitnehmerseite gegen hohe Beschäftigung eintauschen.

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spmc-129372683232763 06.01.2015, 22:47
2. Wie wär`s

mit weiteren wettbewebsschädigenden Wohltaten aus der Schublade "Gleichheit und Gerechtigkeit"!! - ein unauffälliges und wesentlich wirkungsmächtigeres Konjunkturprogramm an Stelle des von Anfang an obsoleten "Stabilitätspaktes!!??

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sfk15021958 06.01.2015, 22:53
3. Welcher Kapitalist investiert dort, wo...

...aufgrund hoher Lohn/Stück-Kosten keine Gewinne zu erwarten sind? Alternativ und provokant: Vielleicht sollte Deutschland in Griechenland investieren, dann hat man später keinen Ärger mehr mit den Gewinnen, denn das Geld ist gleich weg!

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schwarzwaldbauer 07.01.2015, 07:51
4. Monsieur Macon

sollte nicht fragen was andere für Europa tun können.
Monsieur Macon sollte fragen, was er für Europa tun kann.
PS: Und wenn ihm da nichts einfällt, kann er mich fragen..

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freizeitverkaeufer 07.01.2015, 08:05
5. Früher hat fast jeder Deutsche ..

..mindestens einmal im Jahr kräftig im EU- Süden investiert. Dort hat er seinen Urlaub zugebracht. Heute kann sich die breite Mittelschicht diese Investition nicht mehr leisten. Stattdessen bezahlt der Lohnsteuerzahler hierzulande mit seinen sauer verdienten Steuermoneten die EURO-Rettung des Südens. Das ist doch besser für den EU-Süden: Das deutsche Steuergeld wird heutzutage leistungsfrei via EU, Target-II-Salden und EZB dorthin überwiesen. Wer braucht da überhaupt noch Investitionen?

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uvg 07.01.2015, 09:31
6. Herr Macon ...

kann uns gerne höflich darum bitten, Investitionen in seinem Land wohlwollend zu prüfen. Doch uns unhöflich einfach im Kommandiermodus zu Investitionen aufzufordern, geht schon gar nicht. Unser Prinzip lautet: "1 Hand für uns - 1 Hand für Europa". Sein Prinzip lautet: "2 Hände für Frankreich - 0 für Europa". Das kann nicht gut gehen Herr Macon.

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