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Für mehr Pünktlichkeit: Bahn soll zusätzliche Milliarden bekommen
DPA

Die Bahn fährt auf Verschleiß, Schienen und Signale sind marode. Nach Willen der Regierung soll sich das nun ändern: Der Konzern bekommt mehr Geld - damit endlich mehr Züge pünktlich sind.

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herbert 10.05.2019, 18:10
1. Auf den gefragten Strecken die doppelte Anzahl von Züge einsetzen !!

Damit man wie jetzt nicht wie eine Sardine vor der Zugtoilette im Gang stehen muss, weil der Zug ÜBERFÜLLT ist.

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frank1980 10.05.2019, 18:25
2.

zusammen mit den 7,2 Milliarden für den Regionalverkehr ergeben sich > 12 Milliarden.
Vielleicht sollte man den Einsatz der Technik aus dem vorletzten Jahrhundert überdenken.

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ddcoe 10.05.2019, 18:27
3. Na endlich

Wenn wir irgendwann - natürlich nach Scheuer - ein brauchbares Verkehrskonzept bekommen, dann wird es ohne eine tragende Rolle der Bahn dabei einfach nicht gehen. Also ist jeder investierte Euro darin gut angelegt.

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mullertomas989 10.05.2019, 18:41
4. @2

Haben Sie den Artikel nicht gelesen???? Die Bahn wurde über Jahrzehnte massiv kaputtgespart!! Auch die neuen Zahlen sind deutlich zu gering. Die Schweiz zahlt 6, 7mal so viel - pro Kopf!!

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doktorfeinfinger 10.05.2019, 18:41
5. Ich würde mir auch wünschen,

dass die Fahrpreise (Gerade auch kurzfristig) günstiger werden. Wer mal in Hochpreisland Schweiz mit dem Zug gefahren ist, sieht man, wie attraktiv und zugleich günstig das Bahnfahren sein kann!

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Ein_Steuerzahler 10.05.2019, 18:44
6. Nicht Notwendig

Da sind, mit Verlaub, immer noch die gleichen Schnarchnasen unterwegs wir vor 30 Jahren. Das System ist seit den 70er Jahren Schrittweise überflüssig geworden.

Das ganze lässt sich auch mit E-Mobilität von KFZ abdecken, die Bahnstecken geben prima Radwege ab.

Gut, die ein oder anderen Transferleistungsempfänger die es mit dem Arbeiten nicht so haben, können dann keine Reisen mehr machen weil das Geld fehlt. Aber das kann man durch Arbeiten kompensieren.

Wann wird entsprechen gehandelt?

Gruß

Ein Steuerzahler

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TheQuant 10.05.2019, 18:46
7. Mehr Geld und bessere Steuerung

Manchmal sind "Milchmädchenrechnungen" ganz illustrativ:
Die Neubaustrecke Berlin-München hat insgesamt rund 10 Mrd. EUR gekostet. Derzeit wird mit ca. 1 Mio zusätzlichen Passagieren auf der Strecke gerechnet. Umgerechnet auf 50 Jahre bedeutet das Kosten von 200 EUR pro Passagier (ohne Wartungskosten). Ähnliche Rechnungen kann man sicher auch für das Prestigeprojekt Stuttgart 21 aufmachen.

Sicher kann man auf anderem Wege sehr viel mehr erreichen:
Ziel: Steigerung der Attraktivität, Erhöhung der Taktraten, Verbesserung der Energieeffizienz
1. Sanierung des Schienennetzes und der Weicheninfrastruktur
2. Modernisierung der Signaltechnik und Steuerung
3. Modernisierung der Flotte im Hinblick auf Komfort und Energieeffizienz (z.B. bessere Rekuperation)
4. Automatisierung und Nutzung von KI zur optimalen Steuerung
5. Optimierung des Netzes im Hinblick auf parallele Nutzung im Güter- und Personenfernverkehr (z.B. mehr Überholpunkte)
6. Überprüfung, ob durch die Reaktivierung von Güterbahnhöfen signifikante Anteile von der Straße auf die Schiene verlagert werden können.

Ich denke, dass das inzwischen teilweise sogar auf dem Weg ist. Auf der anderen Seite halte ich es für einen fatalen Fehler, wenn Vorstandsposten - z.B. Pofalla - politisch und ohne vorhandene Expertise besetzt werden.

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mirage122 10.05.2019, 18:51
8. Muss ich das verstehen?

Was hat Pünktlichkeit mit Geld zu tun? Da spielen doch noch ganz andere Faktoren eine Rolle. Es ist einfach auch die immer noch wenig zeitgemäße Beamten-Mentalität, die Lustlosigkeit des Personals mit völlig veralteten Strukturen - vielleicht auch die alt-modische Uniformierung, was den Kunden oder Passagieren gegenüber eine gewisse Überheblichkeit demonstriert. Da nutzen solche Pläne wie schneller undn noch mehr Züge auf einzelnen Strecken nicht viel. Einfach mal ansehen, wie es die privaten Anbieter zu günstigeren Tarifen machen.

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hegoat 10.05.2019, 19:03
9.

Anstatt neue Prestige-Verbindungen wie den Halbstundentakt von Berlin nach Hamburg zu planen, sollte die Bahn mal ihre grundsätzliches Hauptproblem angehen und das ist der fast lineare Fahrplan, der sowohl zu Spitzenzeiten (Berufspendlerverkehr) als auch zu Flauten (mittags) die gleiche Anzahl an Zügen einsetzt. So sind die Züge zwischen 6 und 9 Uhr total überfüllt und zwischen 10 und 14 Uhr fast leer. Hier bedarf es flexibler Konzepte, mehr Züge und mehr Streckenkapazität durch KI-Steuerung. Wenn die Züge nicht so überfüllt sind, werden sie durch kürzere Ein- und Aussteigezeiten auch wieder pünktlicher. Es kann nicht sein, dass ein Zug bei einem planmäßigen Halt von 1 Minute 3 Minuten am Bahnsteig steht. An JEDEM Bahnsteig auf der Strecke.

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