Forum: Wirtschaft
Für mehr Pünktlichkeit: Bahn soll zusätzliche Milliarden bekommen
DPA

Die Bahn fährt auf Verschleiß, Schienen und Signale sind marode. Nach Willen der Regierung soll sich das nun ändern: Der Konzern bekommt mehr Geld - damit endlich mehr Züge pünktlich sind.

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Dramaturgen-Frau 10.05.2019, 19:11
10. Das wird nichts ändern!

Meine letzte Erfahrung mit dem EC6 von vor ein paar Tagen, aus der Schweiz kommend: In der Schweiz: alles bestens und pünktlich. Kaum war die Grenze nach Deutschland überquert: Zusammenbruch. Resultat: 55 Minuten Verspätung in Köln HBF. Dasselbe Desaster, wenn Züge aus Österreich kommen: in Österreich alles o.k. Sobald der Zug in Deutschland ist: Chaos. Woran das liegt? - Ein Mitarbeiter der ÖBB erklärte es mir vor geraumer Zeit so: In Deutschland kommt es immer sehr darauf an, dass die Mitarbeiter die Kaffeepausen penibel einhalten. Das scheint also das Allerwichtigste. Darauf achtet ja auch die Erpresservereinigung GDL immer ganz akribisch. Nein, die MIlliarden werden verpuffen, wenn an der Grundeinstellung der Mitarbeiter der DB AG in Deutschland nicht geschraubt wird. Und das kann nur heißen, dass jetzt knallharte Sanktionen seitens der DB AG gegen Mitarbeiter geführt werden müssen, die meinen, das Wichtigste an der DB AG seien sie und nicht die Fahrgäste! Der Augiasstall muss radikal, und für jeden (!) Mitarbeiter spürbar, ausgemistet werden - beginnend im CDU-Pofalla-Vorstand dieses Service verachtenden Vereins!

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Oberleerer 10.05.2019, 19:23
11.

Wenn ich ein Bahngleis mit der Autobahn vergleiche ...
Am Gleis kommt alle paar Minuten mal ein Zug vorbei, Auf der Autobahn fahren LKW an LKW und PKW an PKW.

Da ist es nicht verwunderlich, daß obwohl der billigen Schiene und der geringen Kosten für die Lokführer, kaum ein Gewinn gemacht wird.

Die Züge müssen selbstfahrend sein und die Steuerung entsprechend moderisiert werden. Der Güterverkerhr sollte beschleunigt werden. 160km/h wären da mal ein Anfang. Es muß billiger und schneller sein, die Güter aufs Gleis zu stellen, als auf die Autobahn bei 80km/h mit Schlafpause.

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ctrader62 10.05.2019, 19:24
12. Null Digitalisierung und Informationsfluss wie 1890 ?

Was mich immer wieder ungeheuer nervt ist der katastrophale vorsintflutliche Informationsfluss beim Bahnfahren. Die Bahn-App ist in der Regel aktuell, Schaffner und Anzeigen im Bahnhof haben oft einen anderen Informationsstand. Es ist zum Haare raufen und solange man nicht mal einen Informationsfluss hat, der vielleicht sogar dem lästigen Kunden helfen könnte, wird man nicht viel Zuspruch gewinnen.
Moderne Zugsteuerungskonzepte könnten wohl an vielen Stellen 30% mehr Züge fahren lassen, das würde etliche Verspätungen und Kettenreaktionen bei kleinen Störungen vermeiden. Schön wäre es auch, wenn die Industrie mal ihre zugesagten Züge liefern würden.
Neues Personal ist auch schwer zu finden, das wird sich in Zukunft noch deutlich verschärfen.
Also was liegt näher als durch moderne Technik die vorhandenen Ressourcen deutlich besser zu nutzen ?
Und noch ein geradezu revolutionärer und politisch wohl völlig unkorrekter Vorschlag, um völkerrechtlich verbindliche Verträge vielleicht auch mal einzuhalten und unsere Nachbarländer nicht permanent vor den Kopf zu stoßen: macht es möglich, auch mal eine Bahnlinie zu bauen, ganz konkret hier die Oberrheinstrecke. Dann könnte auch der Gotthardtunnel effektiv genutzt werden und die schon ewig angedachte Güterstrecke Rotterdam-Genua mal Wirklichkeit werden. Alle Länder haben ihren Teil getan, Deutschland bekommt es vielleicht mit 20 Jahren Verspätung gebacken. Völkerrechtliche Verträge - ist doch scheinbar völlig egal - wir können ja die Kavallerie schicken (frei nach Finanzminister a.D. Steinbrück mit seiner massiven Drohung gegenüber der Schweiz).

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usa911 10.05.2019, 19:40
13. Volks Verdummung!

Die DB AG ist ein konklomerat um einzelne Beschäftigte Reich zumachen!
Verstaatlichen ist die einzige Lösung!
Oder absoluter Rückzug der Regierung damit es wie in den USA ist oder England!
Aber kann Dich nicht sein das ein Privaribtetnehmen Gfkd vom Staat einstreicht aber auch Dividende an diesen Zahlt! Wo ist dann das Interesse Wirtschaftlich zu arbeiten, wenn es dann noch Abkommen gibt wie: streckenrenivierung zahlt DB, Sanierung weil zu marode der Bund zahlt und somit man als AG die Infrastruktur vergammeln lässt!
100% Staat oder Privat, alles andere geht zur lasten der Struerzahler und zu einer Ignoranz des Unternehmens gegenüber Kunden!

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mina2010 10.05.2019, 19:43
14. Wenn in diesem unserem Land ...

Zitat von TheQuant
Manchmal sind "Milchmädchenrechnungen" ganz illustrativ: Die Neubaustrecke Berlin-München hat insgesamt rund 10 Mrd. EUR gekostet. Derzeit wird mit ca. 1 Mio zusätzlichen Passagieren auf der Strecke gerechnet. Umgerechnet auf 50 Jahre bedeutet das Kosten von 200 EUR pro Passagier (ohne Wartungskosten). Ähnliche Rechnungen kann man sicher auch für das Prestigeprojekt Stuttgart 21 aufmachen. Sicher kann man auf anderem Wege sehr viel mehr erreichen: Ziel: Steigerung der Attraktivität, Erhöhung der Taktraten, Verbesserung der Energieeffizienz 1. Sanierung des Schienennetzes und der Weicheninfrastruktur 2. Modernisierung der Signaltechnik und Steuerung 3. Modernisierung der Flotte im Hinblick auf Komfort und Energieeffizienz (z.B. bessere Rekuperation) 4. Automatisierung und Nutzung von KI zur optimalen Steuerung 5. Optimierung des Netzes im Hinblick auf parallele Nutzung im Güter- und Personenfernverkehr (z.B. mehr Überholpunkte) 6. Überprüfung, ob durch die Reaktivierung von Güterbahnhöfen signifikante Anteile von der Straße auf die Schiene verlagert werden können. Ich denke, dass das inzwischen teilweise sogar auf dem Weg ist. Auf der anderen Seite halte ich es für einen fatalen Fehler, wenn Vorstandsposten - z.B. Pofalla - politisch und ohne vorhandene Expertise besetzt werden.
leitende Posten nicht nach Parteibuch sondern nach Kompetenz besetzt werden würden ... wovon träumen wir eigentlicht nachts

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mina2010 10.05.2019, 19:45
15. Wäre schon sinnvoll ...

Zitat von hegoat
Anstatt neue Prestige-Verbindungen wie den Halbstundentakt von Berlin nach Hamburg zu planen, sollte die Bahn mal ihre grundsätzliches Hauptproblem angehen und das ist der fast lineare Fahrplan, der sowohl zu Spitzenzeiten (Berufspendlerverkehr) als auch zu Flauten (mittags) die gleiche Anzahl an Zügen einsetzt. So sind die Züge zwischen 6 und 9 Uhr total überfüllt und zwischen 10 und 14 Uhr fast leer. Hier bedarf es flexibler Konzepte, mehr Züge und mehr Streckenkapazität durch KI-Steuerung. Wenn die Züge nicht so überfüllt sind, werden sie durch kürzere Ein- und Aussteigezeiten auch wieder pünktlicher. Es kann nicht sein, dass ein Zug bei einem planmäßigen Halt von 1 Minute 3 Minuten am Bahnsteig steht. An JEDEM Bahnsteig auf der Strecke.
würde aber bedeuten, dass ein großer Teil des Zugperonals zwischendurch mal schlicht 6 Stunden überflüssig wäre.

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mina2010 10.05.2019, 19:48
16. Ist doch einfach zu lösen ....

Zitat von Dramaturgen-Frau
Meine letzte Erfahrung mit dem EC6 von vor ein paar Tagen, aus der Schweiz kommend: In der Schweiz: alles bestens und pünktlich. Kaum war die Grenze nach Deutschland überquert: Zusammenbruch. Resultat: 55 Minuten Verspätung in Köln HBF. Dasselbe Desaster, wenn Züge aus Österreich kommen: in Österreich alles o.k. Sobald der Zug in Deutschland ist: Chaos. Woran das liegt? - Ein Mitarbeiter der ÖBB erklärte es mir vor geraumer Zeit so: In Deutschland kommt es immer sehr darauf an, dass die Mitarbeiter die Kaffeepausen penibel einhalten. Das scheint also das Allerwichtigste. Darauf achtet ja auch die Erpresservereinigung GDL immer ganz akribisch. Nein, die MIlliarden werden verpuffen, wenn an der Grundeinstellung der Mitarbeiter der DB AG in Deutschland nicht geschraubt wird. Und das kann nur heißen, dass jetzt knallharte Sanktionen seitens der DB AG gegen Mitarbeiter geführt werden müssen, die meinen, das Wichtigste an der DB AG seien sie und nicht die Fahrgäste! Der Augiasstall muss radikal, und für jeden (!) Mitarbeiter spürbar, ausgemistet werden - beginnend im CDU-Pofalla-Vorstand dieses Service verachtenden Vereins!
wird ein Mitglied der GLD in eine Notaufnahme eingeliefert, sollte sich der Bereitschaftsarzt mal überlegen, ob nicht gerade die vorgeschriebenen Kaffeepause ansteht.

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gesell7890 10.05.2019, 19:49
17. Ob Geld reicht?

So ein paar Fachkräfte im Management wären ganz hübsch. Dafür könnt man die bisherigen Nichtfachtkräfte entlassen. Und die, die Laden geschrotten haben, zu Wiedergutmachungszahlungen verurteilen.

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streckengeher 10.05.2019, 19:52
18.

Zitat von frank1980
Vielleicht sollte man den Einsatz der Technik aus dem vorletzten Jahrhundert überdenken.
Man kann den Autoverkehr nicht über Nacht abschaffen.

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mina2010 10.05.2019, 20:13
19. Die Technik aus dem vorherigen Jahrhundert hatte wirklich ...

Zitat von streckengeher
Man kann den Autoverkehr nicht über Nacht abschaffen.
einen immensen Vorteil ... den plichtbewussten Beamten!
Leider ausgestorben.

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