Forum: Wirtschaft
Fuhrpark der Deutschen Bahn: 34.600 Lastwagen gegen 2700 Güterzüge
Lindenthaler/imago images

Die Bahn-Tochter Schenker betreibt eine Flotte von Zehntausenden Diesel-Lkw, die zusammen Waren über Hunderte Millionen Kilometer transportieren. Zum Konzern-Image als Klimaschutz-Vorreiter passt das kaum.

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bartsuisse 26.04.2019, 19:22
1. Jeden Tag

ein Bericht zur DB? Die DB ist nach privatwirtschaftlichen Massstäben schlicht pleite, verfügt über keine Eigenmittel und hat die Schuldengrenze von 20 Milliarden erreicht. Pleite eben. Güter mit der Bahn? Auch hier bietet die DB schlechte Leistung. Proportional knapp 30% der Güter der SBB.....aber es ist wie bei der Namensschwester DeBa....das deutsche Debakel

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Hamberliner 26.04.2019, 19:25
2. nicht verkaufen, sondern LNG

Dann wird es für Schenker allerhöchste Zeit, eine Vorreiter-Rolle bei der Umstellung des LKW-Fernverkehrs auf LNG einzunehmen.

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Einhorn 26.04.2019, 19:26
3.

Die Bahn soll als "Klimaschutz-Vorreiter" wahrgenommen werden? Von wem denn? Von den Menschen im Land sicher nicht. Aus welchem Jahrzehnt stammt der Werbeslogan "Güter gehören auf die Bahn"? Daran erinnert sich doch heute niemand mehr. Und Verkehrspolitiker fördern ja auch lieber Gigaliner statt Bahnverkehr - scheint für sie einfach lukrativer zu sein.

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aletheia53 26.04.2019, 19:27
4. Da wird es von den Grünen ...

... dann hoffentlich die Unterstützung in den Regionen geben, wenn die Bahntrassen 4-gleisig ausgebaut werden, um Personen- und Güterverkehr zu entkoppeln. Die gefällten Bäume kann man ja zuhause auch nicht im Komfort-Kamin verheizen, wg. Feinstaub und so.

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Athlonpower 26.04.2019, 19:36
5. Nur noch die Hälfte des Gütervekehrs auf der Schiene durch die Bahn AG

Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße ist ja offenkundig seit Jahrzehnten - DB-Privatisierung - das dahinterstehende Ziel deutscher Verkehrspolitik, insbesondere der zahlreichen CDU/CSU Verkehrsminister, deshalb beträgt der Anteil der Bahn AG am Schienenverkehr in Deutschland nur noch blamable ca. 50% im Gut-und-Gerne-Land, die andere Hälfte wird bereits von wirkich privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen auf die Schiene gebracht,

kein Wunder, schließlich muß bzw. soll die Bahn ja auch ihre Zehntausenden von Lastzügen auslasten und setzt deshalb immer weiter auf die Schließung und den sofortigen Rückbau von zahlreichen Gütertarifpunkten und den dazugehörigen Strecken,

was mal weg ist, kommt auch nicht wieder, dafür kann man dann der Politik wieder den so dringenden Aus- und Neubau des Straßennetzes ans Herz legen, wozu die Damen und Herren Volksverräter äh -vertreter ja nie nein sagen können.

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Smarty- 26.04.2019, 19:47
6. Verkloppen

Die Bahn braucht keine Logistik Tochter, die primär LKWs betreibt. Alles Fehler des Herrn Mehdorn, der die DB unbedingt zum Global Player aufblasen wollte. Raus damit und mit der eingenommenen Kohle massiv in die Schienen-Infrastruktur investieren. Nebenbei noch S21 sofort einstampfen und die Preise für die Fahrgäste senken. Dann wird es auch wieder was mit der Akzeptanz und denn Image der DB

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bluebill 26.04.2019, 20:08
7. Folgen der Privatisierung

Die Bahn musste ja auf Biegen und Brechen zum Global-Player-Logistikkonzern aufgerüscht werden. Möglichst viel dazukaufen, Kosten einsparen, auf Profite achten. Das verträgt sich halt nicht mit der Rolle des Umwelterretters. Bzw. schon, manchmal, da wo es sich rentiert. Aber es ist natürlich das schnellere Geld, eigene Leistungen auszudünnen und dafür eine Tochtergesellschaft mit ihrer Lastwagenflotte einzusetzen. - Just-in-time, die Lagerhaltung auf der Straße, wird ja von der Allgemeinheit bezahlt. Wenn man dafür Züge einsetzen würde, müsste die Bahn die Kosten für die Infrastruktur selbst tragen. So kann man die abbauen, wo sie nicht genug einbringt. - Vor diesem Hintergrund kommt es besonders gut, wenn man dem arbeitenden Bürger einredet, sein Auto würde den Weltuntergang auslösen, und er soll gefälligst Fahrrad oder Pferdekutsche fahren. Oder die Bahn nehmen, egal ob die fährt oder nicht.

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Igelnatz 26.04.2019, 20:21
8. #5 Athlonpower

Zitat:"wozu die Damen und Herren Volksverräter äh -vertreter ja nie nein sagen können" - was für ein dümmlicher Kommentar, wo Sie doch in einer Demokratie leben, wählen können oder selbst politisch aktiv werden können, wenn Ihnen etwas gegen den Strich geht. Informieren Sie sich Mal über Meinungsäußerungen in totalitären Systemen!

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Elwettitsch89 26.04.2019, 20:22
9. Teuer, unflexibel, langsam

Die Eisenbahn passt einfach nicht in unsere moderne, flexible und schnellebige Zeit.
Ein Güterzug bewegt sich im Schnitt mit 18 km/h fort. Ständig anhalten, Personenzüge vorlassen, rangieren, etc. Zuzüglich Transport zur Bahn und von dort zum Endziel.
Lkw schafft dagegen fast 80 km/h im Schnitt. Habe ich was zu transportieren rufe ich kurz beim Spediteur an und über Nacht wird zugestellt. Versuchen Sie das mal bei der Bahn. Ohne monatelanges Buchen geht da gar nix. Eisenbahn ist höchstens was für Massengüter wie Kohle, Stahl oder Autos. Bei alllen drei wird das Transportvolumen zukünftig sinken. Für die Bahn bleibt da nicht mehr viel...

Allen Grün*Innen empfehle ich einfach den nächsten Umzug mit der Bahn abzuwickeln.

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