Forum: Wirtschaft
Furcht vor Pleitewellen und Staatsbankrotten: Starker Dollar bedroht die Weltwirtscha
AFP

Die zunehmende Kraft des Dollars ist riskant für den Rest der Welt. Wenn der Kurs weiter steigt, drohen Währungsturbulenzen, Pleitewellen, Staatsbankrotte. Auch Deutschland bekommt massive Probleme.

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dosmundos 14.12.2014, 18:45
10.

Ah, ist es mal wieder Zeit, über den starken Dollar zu jammern? Vor kurzem noch wurde vom Ende der Dollahegemonie getönt, und wie der starke Euro Arbeitsplätze in der Exportwirtschaft kostet.

Jetzt also mal wieder aus aktuellem Anlass in die andere Richtung. Stand heute gewinnt der Dollar nach EInschätzung der Volkswirte der Dekabank 20% gegenüber dem Euro. Klar, Stand morgen kann diese Einschätzung natürlich wieder anders aussehen...

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cburgdorff 14.12.2014, 18:45
11. Ist schon lustig

Immer bedroht irgendwo irgendwas irgendwie auf irgendeinem Grund die Weltwirtschaft - egal, was es ist, Hauptsache, die Panikmache ist Programm. Mann o Mann!

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tailspin 14.12.2014, 18:45
12. Nicht ganz so, Herr Mueller

Das Argument mit der Verbindung von Fracking Boom und (relativ) starkem $ ist von letzter Woche. Inzwischen ist der Oelpreis auf unter $ 60 / Barrel gefallen mit Tendenz auf $ 40.


www.zerohedge.com/news/2014-12-14/crude-crash-set-continue-after-arab-emirates-hint-40-oil-coming-next

Auch die amerikanischen, generell kapitalintensiven Oelbohrer und deren Finanziere, die angesichts der verantwortungslosen Schulden- und Nullzinsenpolitik aller Zentralbanken mit Rueckendeckung der Politikos auf der verzweifelten Suche nach einem Haeppchen Rendite alle Risikoerwaegungen ausser acht gelassen haben, werden jetzt geschoren. Eine Nullzinzenpolitik fuehrt zwangslaeufig zur Misallokation von Kapital und heftigen Boom und Bust Zyklen. Who would have known?

Nach den zwangslauefigen Firmenzusammenbruechen, werden einige RessourcenAssets fur Pennies auf den Dollar zu haben sein. Fuer diejenigenen, die dann noch Geld haben, und jung genug sind, um die naechste Blase erwarten zu koennen.

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Progressor 14.12.2014, 18:46
13. Erstens ist es anders und zweitens als man denkt (c)

Der eh schon überbewertete US-Dollar stärkt sich noch mehr.

Prima! Damit wird das US-amerikanische Leistungsbilanzdefizit vermutlich wieder altgewohnte Höhen erreichen und ist damit _der_ Wachstumsmotor für die ganze Welt. Vorübergehend zumindest, bis zum nächsten absehbaren Crash.

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goldenstate 14.12.2014, 18:49
14.

Steigt der Euro ist das schlecht für die deutschen Exporteure, da die Herstellungskosten im Vergleich steigen und jetzt, wenn der Euro sinkt ist es wieder schlecht für die deutschen Exporteure, da das die Kunden schwächt?
Man kann natürlich auch alles negativ sehen. Schwellenländer werden sicher ein Problem bekommen, wenn der Dollar stark zulegt, aber für die Eurozone ist das wohl alles andere als schlecht.

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ambergris 14.12.2014, 18:52
15.

Die USA haben viel richtig gemacht, nach der Krise. Zuerst lockere Geldpolitik um die Wirtschaft anzukurbeln, dann wird der Geldhahn zugedreht. So muss man es machen. Alles andere als eine Aufwertung des Dollars wäre bei der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung falsch und es gibt keinen Grund sich darüber zu beschweren. Vielleicht hätte der Euro dem Dollar kontra geben können, wenn nicht die Bundesbank immer quer geschossen hätte. Statt dessen blieb quantitative easing verboten, und die Zinsen blieben viel zu lange hoch. Damit wurde dieses langsame Siechtum eingeleitet, weswegen wir hier jetzt immer noch von Krise sprechen und sogar negative Zinsen erwägen.

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axcoatl 14.12.2014, 18:53
16. Die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird?

Komisch: der niedrige Dollar war nicht der Weltuntergang, ABER der hohe Euro? Und nun ist nicht etwa der niedrige Euro die Rettung, sondern der Dollar der Untergang?

Leute: wenn ihr keine Ahnung habt, was passiert ... dann schweigt doch mal. Es gibt so viele Geschichten, die erzählt werden wollen - und die sind meistens fundierter. ;-)

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prefec2 14.12.2014, 18:54
17. Handelspartner USA

Wenn die USA ein solides Wirtschaftswachstum hinlegen, werden sie auch wieder mehr importieren. Davon werden wir entsprechend profitieren. Da die USA schon heute der größte nicht EU-Handelspartner sind wird sich das nun noch steigern. Bei steigendem Dollar bedeutet das, dass unsere Löhne im Verhältnis zu den USA günstiger werden und somit werden wir noch attraktivere Preise anbieten können. Das wird die Effekte aus dem Rückgang mit den Schwellenländern sicher locker kompensieren.

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mariowario 14.12.2014, 18:54
18. Für Deutschland gibt auch eine Menge Pluspunkte

Die Exporte von Anlagegütern werden erleichtert je stärker der Dollar steigt (Problem ist nur der drohende Handelskrieg gegen die Eurostaaten - die anderseits auch gute Konsumenten sind; daher ist schon die Frage wer Gewinner sein würde berechtigt). Die Türkei und andere Schwellenländer können durch die teuren Dollarschulden tatsächlich verelenden - das Problem bei den USA ist die geringer werdende Bindung dieser Staaten (Anbindung der Türkei an BRIC und GUS). Solange der Ölpreis durch die USA nach unten gedrückt wird ist die Welt in Deutschland, auch mit hohem Dollar, in Ordnung. Die Euro-Abwertung könnte nichtdeutsche, konkurrierende Volkswirtschaften immense Probleme bringen (England, Schweiz) und kleine Länder wie Kroatien und Serbien weiter in die Krise stürzen.

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archivdoktor 14.12.2014, 18:55
19. Genau

Zitat von cburgdorff
Ist schon lustig. Immer bedroht irgendwo irgendwas irgendwie auf irgendeinem Grund die Weltwirtschaft - egal, was es ist, Hauptsache, die Panikmache ist Programm.
Man muss doch was schreiben, die Seiten können doch nicht leer bleiben!!! Und die USA tragen immer die Schuld.....

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