Forum: Wirtschaft
Fusion von Edeka und Tengelmann: Gabriel weist Vorwürfe zurück
DPA

Nach dem Veto des Oberlandesgerichts Düsseldorf verteidigt Wirtschaftsminister Gabriel seine Erlaubnis für die Übernahme Kaiser's Tengelmann durch Edeka. Der Vorwurf es habe Geheimgespräche gegeben sei absurd.

Seite 1 von 9
ptb29 13.07.2016, 08:51
1. Die Vorwürfe der Richter seien absurd?

Jetzt beginnt der Abgesang des Ministers, wenn er aus seinem Lügengestrüpp nicht mehr rauskommt, wird er abtreten müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hochbeet 13.07.2016, 08:55
2. Wer hinterfragt eigentlich

die Macht des Kartellamtes? Wenn die Arbeitsplätze verloren gehen, ist mehr Schaden angerichtet als durch den Zusammenschluss. In der Lebensmittel- Produktion und im Einzelhandel geht vieles schief: zu billige Milch, Lebensmittelvernichtung, Glyphosat-Abhängigkeit... Darüber muss geredet werden. Der Wettbewerb in diesem Bereich ist ein Fluch und kein Segen. Wettbewerb, nur um billige Preise zu erzielen, hat letztlich negative Folgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unixv 13.07.2016, 09:02
3. Der arme Mann!

was passiert jetzt mit dem Koffer der Lobbyisten, muss er den zurück geben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
furorteutonikus 13.07.2016, 09:03
4. Kein Wort

Dem kann man doch kein Wort mehr glauben. Wer sich derart arrogant über Vorgaben des Kartellamtes hinweg setzt, hat verspielt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kajaal 13.07.2016, 09:04
5.

Gut, dass es unabhängige Gerichte gibt, die der allgegenwärtigen Diktatur der Märkte Grenzen setzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rudolf_mendt 13.07.2016, 09:05
6. Counterparts

Zuallererst muss man mal heilfroh sein, dass ein OLG eine sogenannte Ministererlaubnis kassiert. Die Monarchie gibt es bei uns seit knapp einhundert Jahren nicht mehr. Und par ordre du Mufti eben mal die Kartellbehörde auf den Topf setzen, zeigt gelinde gesagt ein äußerst befremdliches Verständnis von Verfahren und Zuständigkeiten. Alternativ bitte nur noch per Ministererlaubnis und zwar in allen Bereichen.

Darüber hinaus sind Zweifel an der Kompetenz im Fach Groß- und Einzelhandel sehr wohl angebracht. Lehrer können eben nicht, wie zum Beispiel Anwälte, per se alles.

Und zum Schluss zeigen Sprachanalysen immer wieder, dass wenn etwas "absurd" ist, es in aller Regel erst mal wahr ist. Darauf einen Absinth...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Duggi 13.07.2016, 09:07
7. Bleibt zu hoffen,

dass E. Haub nun nicht ein besonders krasses Exempel an den Mitarbeitern von Tengelmann statuiert, um zu zeigen, wie das Kapital reagieren kann, wenn Politik oder Gerichte einmal nicht in seinem Sinne funktionieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Na Sigoreng 13.07.2016, 09:08
8. Der Herrgott

Der Herrgott hätte mehr Arbeitsplätze retten können und mehr für das Volk tun können, wenn er mal ehrlich die Marktmacht dieser Handelskonzerne untersucht und entsprechend gehandelt hätte!
Dann wäre er zum Schluss gekommen - wie schon das Bundeskartellamt festgestellt hat - dass diese Handelshäuser Zulieferfirmen kaputt machen, ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen und monopolistische Strukturen anstreben.
Es ist sicherlich keinem Konsumenten klar, dass Artikel, die eine Zulieferfirma für 0,50 EUR an den Handel (wie beispielsweise Rewe) liefert,letztendlich für EUR 1,99 im Regal liegen!
Wenn die Politik diese Strukturen ändert, ist jedem Verbraucher geholfen!
Schön, dass Richter richtig richten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moistvonlipwik 13.07.2016, 09:10
9.

Ich erinnere mich an einen früheren Innenminister, der eine Strafbarkeit der Abgeordnetenbestechung mit den Worten ablehnte, Abgeordnete seien nun mal per definitionem Interessenvertreter. Wenn das so ist, kann von keinem in der Bundesregierung Unbefangenheit erwartet werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9