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Fusion von Tengelmann und Edeka: Die Folgen für Angestellte, Lieferanten und Kunden
DPA

Das Kartellamt verbot die Fusion, doch Sigmar Gabriel schert das nicht: Per Ministererlaubnis gestattet er Edeka die Übernahme von Tengelmann. Was sind die Folgen? Der Überblick.

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harwin 17.03.2016, 17:46
1. Doppelmoral

Betriebsbedingte Kündigungen gibt es halt dann in 5 Jahren. Da ist es für die Betroffenen nicht weniger schlimm. Ich hoffe die Politik lässt sich mal etwas einfallen um die Willkür der Unternehmen was betriebsbedingte Kündigungen angeht, ohne vor der Insolvenz zu stehen einhalt zu gebieten.

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condor99 17.03.2016, 17:46
2.

so geht also Demokratie. Der Herr Minister macht was er will, wozu gibt es da noch ein Kartellamt wenn das der Allmächtige auch gleich selbst regeln kann.
Hatte die SPD bei der letzten Wahl noch zu viele Stimmen oder wo liegt hier der Grund.

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iffelsine 17.03.2016, 17:47
3. Gabriel ist wie Merkel - beinahe Geschwister...

Der Wettbewerb ist im Markt so wichtig wie die Demokratie in Deutschland. Beide, Gabriel und Merkel treten das mit Füßen ! Es ist ihnen egal, was das Volk denkt, wichtig ist für sie, heraus zu ragen mit besonderen sozialen Taten (Arbeitsplätze & Flüchtlinge). Beide vergessen nur, was sie tun, hat nur kurzfristig Erfolg für die Beschenkten (s.o.), langfristig leidet Deutschland an beiden Entscheidungen. In fünf Jahren werden die Arbeitsplätze in beiden Gruppen abgebaut und wir haben fünf Millionen Flüchtlinge im Land, von denen 30% irgendwie arbeiten und 70% von den Bundesbürgern ausgehalten werden.

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a-deg 17.03.2016, 17:48
4.

Ich bekomme mehr und mehr den Eindruck, dass Herr Gabriel jedes Mal gereizt und zickig reagiert, wenn man "wagt" anderer Meinung zu sein als er bzw. ihn kritisiert. Erst kürzlich im "Was nun" nach der Landtagswahl. Sympathie gewinnt man so nicht.

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eckawol 17.03.2016, 17:48
5. Für den Verbraucher :

Die Angebotsvielfalt wird für den Verbraucher kleiner.
Andere Marken ( Reichelt, Netto) gehören m.W, schon zum EDEKA-Verbund

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mrca 17.03.2016, 17:52
6. Mal sehen wo Herr Gabriel....

in Zukunft arbeitet. Es gab doch mal einen Kanzler, der erst eine Pipeline genehmigte, dann das Handtuch warf um zu genau diesem Konzern zu gehen, der die Leitung bauen durfte. Geschichte wiederholt sich!?

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Wolfgang Heubach 17.03.2016, 17:54
7. Worte und Taten ...

Worte und Taten klaffen beim SPD-Vorsitzenden und Bundeswirtschaftsminister Gabriel weit auseinander. Einerseits Sozialpakt für die rapid wachsende Zahl der Schwachen dieser Gesellschaft und andererseits "Genosse der Bosse". Beim Sozialpakt geschieht ausser Worten nichts, bei fragwürdigen Übernahmen gibt es "grünes Licht" vom "roten" Wirtschaftsminister. Eine Fusion gerade auf Kosten der sozial Schwächeren, von Arbeitsplätzen und menschlichen Schicksalen. Herrn Gabriel scheint dies nicht zu bekümmern. Wie schon bei den Waffenexporten praktiziert. Worte und Taten klaffen bei ihm meilenweit auseinander. Weiter so auf dem Weg in einstellige Wahlergebnisse.

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Das Pferd 17.03.2016, 17:55
8.

Gabriel selbst verspricht, dass der Deal für Verbraucher keine Folgen haben wird. Kunden müssten keine höheren Preisen fürchten, sagt der Minister. Edeka werde seine dazugewonnene Marktmacht eher bei den Lieferanten ausspielen, das heißt: die Einkaufspreise drücken.


so so. Natürlich wird sich an den Preisen für Verbraucher wenig verändern. Darum habe ich mir auch gar keine Sorgen gemacht, wir haben doch sowieso sehr niedrige Supermarktpreise. Aber auf der Einkaufsseite ist es ein Nachfrager weniger, und genau da funktioniert der Wettbewerb jetzt schon schlecht. Die großen Handelsketten haben zu viel Marktmacht gegenüber den Herstellern. Das wird sich verschärfen, ich glaube nicht das das zur Sicherung bäuerlicher Existenzen oder zu achtsamerer Erzeugung von Lebensmitteln führt.

Was ich noch nicht verstanden habe, worin besteht das überragende Wirtschaftspolitische Interesse?

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Barxxo 17.03.2016, 17:56
9. Richtig so!

In meiner Heimatstadt breitet sich REWE aggressiv aus. Etliche andere Läden mussten deswegen schon verschwinden, unter Anderem Netto und Kaisers.
Auch einen Edeka hier um die Ecke hat REWE ins Visier genommen.
Ich kann kaum noch einkaufen, ohne ein Geschäft der REWE-Gruppe zu betreten. Eine Stärkung von EDEKA finde ich deswegen gut.

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