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G20-Gipfel: Intoleranz gegen Intoleranz
DPA

Vor dem G20-Gipfel wird deutlich: Weltweit breitet sich ein antiliberaler Zeitgeist aus. Er zeigt sich auf beiden Seiten - bei den Gipfelteilnehmern und bei den Gegnern.

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i.dietz 02.07.2017, 08:35
1. Der ganze Klimbim

mit seinen nichtssagenden Abschlusserklärungen rechtfertigt die massiven Einschränkungen der Bürger, Polizeiaufgebote, Demos, Krawalle absolut nicht !
Die Hamburger können sich herzlich bei O. Scholz und Frau Merkel bedanken !
Vielleicht das nächste Mal in Form einer Video-Konferenz ?

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schnapporatz 02.07.2017, 08:41
2. Wenn überwiegend Reiche und Mächtige was davon profitieren

...braucht sich keiner zu wundern, dass sie keiner mehr will: Die Anarcho-Liberalität.

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archivdoktor 02.07.2017, 08:46
3. Vorschlag

Würde es begrüßen, wenn der G20 Gipfel abwechselnd in Moskau und in Beijing stattfindet. Unsere 20000 Polizisten könnten dann ihrer wirklichen Arbeit nachgehen!

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ulrich_loose 02.07.2017, 08:49
4. Wohl eher

die Jahrzehnte lange Toleranz den Intoleranten gegenüber. Die "Aktivisten" bzw. "Linksextremisten" waren noch NIE liberal und/oder tolerant. Die waren schon immer eben Extremisten, Ignoranten, Klassenkämpfer, Gewaltbereit, Querulanten, einhergehend mit kriminell und man ist ihnen bis heute ununterbrochen "Wohlwollend" gegenüber... Es wird Zeit nicht nur immer den kleinen Häufchen "Rechten" gegenüber zu treten, rote Linien sollten auch endlich den "Linken" gegenüber gezogen werden!

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mirage122 02.07.2017, 08:55
5. Ausnahme-Zustand

Wisst Ihr eigentlich, was hier los ist? Ich wohne direkt am Stadtpark. Hundertschaften von Bereitschaftspolizisten stehen hier unendlich wichtig herum. Der normale Bürger wird ignoriert. Dafür sind sie nicht zuständig. Da könnte jemand blutend auf der Straße liegen. Das ist dann nicht ihr Ding. Sie sind für "höhere Dinge" da. Darum steht ihnen natürlich auch zu, dass sie in "gehobeneren" Hotels wohnen. Geht es noch schlimmer?

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curiosus_ 02.07.2017, 08:55
6. Ach, wie einfach...

Zitat von Henrik Müller
Welche Ursachen stecken eigentlich hinter dem antiliberalen Zeitgeist? - Die Welt ist unübersichtlich geworden. Die Versuchung, Nichtwissen durch Glauben zu ersetzen, ist deshalb groß. Glauben lässt sich nicht beweisen, aber leicht verabsolutieren. Zweifel stören nur, obwohl sie doch eigentlich Anstoß für neue Erkenntnisse sein könnten - und für tragfähige Lösungen.

...ist dann doch die Welt. Die Gegner sind einfach zu blöd. Allerdings, wie kommen Sie darauf, dass die Nicht-Intoleranten ebenso in ihrer Glaubenssphäre agieren? Bzw., wie die Intoleranten ihnen vorwerfen, interessengeleitet einseitig agieren? Würden Sie wissen und nicht nur glauben - hätten wir dann nicht weniger Probleme?

Klar, blockieren und stören ist nichts was einem offenen Diskurs angemessen ist. Dummerweise werfen die Blockierer und Störer aber dem Diskurs genau das vor, dass er nicht offen sondern interessengeleitet ist. Und wenn dem so wäre müsste das Blockieren und Stören eben anders bewertet werden als dadurch, dass man den Opponenten Dummheit vorwirft.

Herr Müller, Ihre Kolumne bringt uns auf dem Weg zu einer Lösung keinen Schritt weiter. Sie umgeht eine Auseinandersetzung mit den Ursachen der "Intoleranz" aus dem Weg indem sie sie für unbegründet erklärt.

Dann frage ich mich nur, warum es früher derartiges nicht oder nur sehr eingeschränkt gab. Hat die Intoleranz zugenommen oder haben wir hier nur das Symptom dafür, dass etwas mehr schiefläuft als früher? Ich tendiere eher zu zweiterem. Wobei ein argumentationsresistenter Anteil natürlich immer auch eine Rolle spielt. Den gibt es aber auf der anderen Seite ebenso, nur tritt er dort eloquenter auf.

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schnapporatz 02.07.2017, 08:57
7. So lange Volk bei wichtigen Fragen nicht direkt mitbestimmen kann

...so lange wird es zu (auch blindwütigen) Protesten gegen angenommene oder tatsächliche Fehlentwicklungen kommen.

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kodu 02.07.2017, 08:59
8. Wer die beherrschbaren Probleme nicht löst, wird größere bekommen...

Könnte es sein, daß die beschriebenen Auswüchse in der Ablehnung der politischen, medialen und auch ökonomischen Eliten ihre Ursache darin haben, daß sich die vielgepriesenen demokratischen Strukturen als unfähig erweisen, das Auseinanderklaffen der globalen Gesellschaften umzukehren?! Liefern Sie dazu eine rationale Alternative, und - davon bin ich überzeugt - Sie werden keine Probleme mehr haben.

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cosmopolitan75 02.07.2017, 08:59
9. Sehr guter Beitrag

ich beobachte diesen antiliberalen Zeitgeist schon 20 Jahre. Paradoxerweise sind oft diejenigen, die am lautesten Toleranz einfordern diejenigen, die andere Meinungen niederbrüllen. Immer schneller werden Grundüberzeugungen beliebig ausgetauscht; jeweils ist der eigene Momentanstandpunkt das Maß aller Dinge. Leider macht dieser Trend aber auch vor den Autoren dieses Mediums nicht halt (siehe Augstein etc.)

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