Forum: Wirtschaft
G20-Treffen in Mexiko: Europa redet die Krise klein
dapd

Beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen preisen die Europäer ihr Rettungsmanagement. Die Botschaft dahinter: Alles unter Kontrolle. Der Rest der Welt fragt sich zunehmend, warum er dem Kontinent eigentlich noch helfen soll.

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kantundco 26.02.2012, 18:34
1. Sven Böll aus Mexico. Seven Böll?

War das nicht der Seven Böll, der vor nicht allzu langer Zeit sagte, es gäbe keine Euro-Krise? Oder spielt mir meine Erinnerung hier einen Streich?

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mimas101 26.02.2012, 18:41
2. Die Konsolidierung

und damit die Erreichung der gesteckten Ziele kann nur dann gelingen wenn EWG-Land die eigenen Schulden exportiert bzw. sich bei anderen lustig weiterhin verschuldet.

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Stauxx 26.02.2012, 18:46
3. Nicht nur der Rest der Welt

"Der Rest der Welt fragt sich zunehmend, warum er dem Kontinent eigentlich noch helfen soll."

Dies fragt sich auch jeder, der mal nachrechnet. Nach dem Vergleich mit den Banken-Gläubigern beträgt die griechische Tilgungs- und Zinslast gerade noch mal 16 Mrd. € im Jahr. Damit ist Griechenland in 10 Jahren mit seinen Schulden auf Null. Dies bedeute ca. 20 % des griechischen Staatsetats, was nicht sonderlich hoch ist. Deutschland liegt bei 22 % für Zins und Tilgung.. Hilfe, Deutschland braucht Hilfe.....

Und dafür das ganze Pohei und diese riesen Wichtigtuerei? Europa ist pleite, weil ein Blinddarm eine leichte Reizung hat?

Das kommt, wenn eine solche Dilettante wie Merkel (Physikerin ohne Berufsausübung) und Dilletonkels wie Sarkozy (Jurist) und Schäuble (Jurist) Positionen besetzten, für die sie in keiner Weise ausgebildet sind. und auf jeden intelligenteren Spruch hereinfallen müssen.

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wika 26.02.2012, 18:48
4. Mehr Kohle ist immer eine feine Sache …

… denn desto mehr Kohle da ist über die man gebietet, um so wichtiger ist man für die Welt. IWF, EZB und auch nationale Notenbanken finden das ganz toll. Was Schäuble seinen Zuhörern in Mexiko nicht erzählt hat ist die Tatsache, dass man mit dem ESM auch gleichzeitig effektiven „Demokratieabbau“ betreibt … oder wollte es dort nur niemand hören.

Am ESM selbst ist bislang nichts geändert worden. Die Diskussion dazu wird in Europa so gut es geht, auch mit Hilfe der Medien, ausgeblendet. Der Gouverneursrat ist es am Ende der alle nationale Budgethoheit aushebelt, weil er ganz nach Bedarf oder auch Lust und Laune, den teilnehmenden Ländern auf Zuruf in die Tasche fassen kann. Natürlich alles zum Wohl der Banken und der Finanzindustrie, für hartz IV Vertreter gibt es keine vergleichbaren Instrumente. Und wer immer noch nicht begriffen hat welcher Wahnsinn hinter dem ESM steckt, bitte hier:
ESM – die neue EU-Heilslehre kindgerecht erklärt … aber am Ende hilft es auch dem letzten Michel nichts mehr um das Verderben zu wissen, es wird dank seiner Volksvertreter über ihn hereinbrechen.

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stesch 26.02.2012, 18:53
5. Sven, komm nach Hause!

Zitat von sysop
Beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen preisen die Europäer ihr Rettungsmanagement. Die Botschaft dahinter: Alles unter Kontrolle. Der Rest der Welt fragt sich zunehmend, warum er dem Kontinent eigentlich noch helfen soll.
Vielleicht macht der Zeitunterschied Sven Böll mehr als Wolfgang Schäuble zu schaffen. Aber markige Überschrift und Text passen partout nicht zusammen. Davon einmal abgesehen ist es verständlich, dass Madame Largade den IWF mit zusätzlich 600 Milliarden aufstocken will, solange Europa - v.a. Deutschland - dafür 200 Mrd zahlt. Wie viel davon nach Europa zurück fließt, kann man sich leicht vorstellen: Am zweiten Rettungspaket beteiligt sich der IWF mit voraussichtlich 10 %. Da sollte Frau Lagarde besser leisere Töne anschlagen. Über Sven Bölls Prognosen lohnt es nicht zu diskutieren. Der Ausflug nach Mexiko sei ihm aber gegönnt.

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ditor 26.02.2012, 18:55
6. Man kann nur hoffen

Zitat von sysop
Der Rest der Welt fragt sich zunehmend, warum er dem Kontinent eigentlich noch helfen soll.
Man kann nur hoffen, dass der Rest der Welt sogenannte "Hilfe" komplett verweigert. Das wäre besser für alle Betroffenen, bitte die Blase nicht weiter aufpumpen!
Staathaushalte ausgleichen, dann gibt es auch billig Geld ohne dass Zentralbanken die Schleusen öffnen müssen.

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Bernd Paysan 26.02.2012, 18:58
7. Euro-Krise? Was?

Zitat von kantundco
War das nicht der Seven Böll, der vor nicht allzu langer Zeit sagte, es gäbe keine Euro-Krise? Oder spielt mir meine Erinnerung hier einen Streich?
Gibt's wirklich eine Euro-Krise? Oder ist das nicht alles nur Sturm im Wasserglas? Griechenland ist pleite, na und? Griechenland ist jetzt wirklich eher winzig, und wir wussten schon bei der Aufnahme in den Euro-Club, dass die Griechen geschummelt haben, um 'reinzukommen. Und für Griechenland gilt: Es ist eben nicht "too big to fail". Das Problem bei Griechenland ist eher die Brüning'sche Sparpolitik, die Schäuble dem Land verordnet. Brüning, das war der, der vor 80 Jahren alles falsch gemacht hat, und damit Hitler ins Amt geholfen hat.

Das größere Problem ist eher: Die USA sind pleite, aber es traut sich keiner, das zu sagen. Denn das ist "too big to fail". Das Geld, das die ganze Welt den USA geliehen hat, wär' ja dann weg. Das macht pro Chinese ungefähr ein dort übliches Jahresgehalt aus. Da muss man schon fragen: Wie geht sich das aus? Sind die Chinesen so reich, dass sie mal eben ein Jahresgehalt für das arme Amerika übrig haben? Natürlich nicht.

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mainstreet 26.02.2012, 19:00
8. Euroraum zur RUhe

Griechenlandkrise des Euro -so oder so ähnlich wird dieses Kapitel in die Geschichte eingehen. "Aus den Augen aus dem Sinn" heißt ein gutes altdeutsches Sprichwort was nicht ganz unpassend ist für die Zukunft des Euros. Wird der Euro die Griechenlandkrise überstehen dann ist dieser die Weltwährung Nr.1 die Frage die offen bleibt ist aber : Wie lange kann sich die Griechenlandkrise noch ziehen und steht am Ende dann doch der Austritt aus dem Euroraum was der Anfang vom Ende eines gewagten Experimentes sein dürfte, denn durch die Krise ist klargeworden nur zu klar - Europa kann nur mit dem Euro alleine nicht bestehen. Europa wird aufhören müssen national weiter zu wursteln nach dem Motto jedes Land macht was will.--
Die Folgen sind mittelfristig das Erkennen der wahren Struktur Europas
auf der einen Seite kleinere schächere Länder mit viel Armut die allenfalls durch Tourismuss noch Einnahmen haben werden und ein stärkeres Nordeuropa in dem die Wirtschaft und Industrie UND Konzerne die Hauptrolle spielen werden. Der wahre Verlust ist das die kleinen möglicherweise Ihre Idendität verlieren werden an der Restriktionskandarre und der Unmut über die Unterschiede zwischen Nord und Süd zu groß werden könnten .- Alle müssten Englisch sprechen lernen dann wäre es viel einfacher und gleich irgendwie gerechter in Europa !

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unmoderiert 26.02.2012, 19:01
9. Wann ?

Zitat von sysop
Beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen preisen die Europäer ihr Rettungsmanagement. Die Botschaft dahinter: Alles unter Kontrolle. Der Rest der Welt fragt sich zunehmend, warum er dem Kontinent eigentlich noch helfen soll.
Die Bürger sind schon längst mehrheitlich gegen diese "Rettungsschirme". Es darf gespannt sein, wann die Regierung das wahrnimmt.

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