Forum: Wirtschaft
Gaucks Rede zur Rolle Deutschlands: Mehr Mut zu Europa
AFP

Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen: Diese Forderung von Bundespräsident Gauck ist unbequem - aber mit Blick auf Europa richtig. Viel zu lange haben wir uns auf unsere gemütliche Grundhaltung der alten Bundesrepublik zurückgezogen. Gerade in der Euro-Krise ist das ein großer Fehler.

Seite 9 von 16
hhtom 04.10.2013, 05:05
80. @ burgundy2

Träumen Sie ruhig weiter von der Grande Nation. Irgendwann werden auch Sie feststellen, dass man sein Sozialsystem auch am Weltmarkt verdienen muss und darin ist Deutschland seit geraumer Zeit bereits wesentlich erfolgreicher als Frankreich. Das liegt übrigens nicht nur an den niedrigeren Löhnen, sondern auch an den besseren Produkten. Ich würde mir zum Beispiel nie ein französisches Auto kaufen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marny 04.10.2013, 05:07
81. Rechtschreibung ? Setzen ! 5 !

Zitat von sysop
Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen: Diese Forderung von Bundespräsident Gauck ist unbequem - aber mit Blick auf Europa richtig. Viel zu lange haben wir uns auf unsere gemütliche Grundhaltung der alten Bundesrepublik zurückgezogen. Gerade in der Euro-Krise ist das ein großer Fehler.
"zurechtweißt" ??? Neudeutsch ? Neuland ???
"IM kaum einem anderen Land ?" mannomann !

jetzt lese ich das mal zu Ende - ich ane schregliches !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
analyse 04.10.2013, 05:48
82. Die Europäer sollten Deutschland nicht länger als reichen Onkel betrachten,der immer aushilft,aber nichts zu sagen hat !

Auch das muß mal diskutiert werden ! Mit dem Hinweis,dasw Deutschland keine Insel ist hat Herr Gauck recht,viele Kommentare und Lösungsvorschläge berücksichtigen das nicht ! Europa ist aber auch keine Insel,sondern global eingebettet ! d.h.,alle europäischen Länder konkurrieren auch mit China,Südkorea und Indonesien etc.Es hilt also gar nicht,wenn Herr Hollande fordert,die deutsche Industrie solle ihre Exportstärke zurückfahren,damit die französische Industrie mithalten kann.Nach dem sozialistischem Motto:Lieber alle arm, Hauptsache keine Reichen. Wenn die verlangte "wichtige Rolle" Deutschlands darin besteht Gelder zu verteilen ,oder eine bedingungslose Haftung einzugehen,dann ist das falsch und verantwortungslos !Aus jahrelanger verfehlter Entwicklungshilfe wissen wir :Hilfe zur Selbsthilfe ist angesagt !Und das ist auch für Griechenland der beste und mögliche Weg !Vernünftige Griechen etc müßten eigentlich erbost sein über die,die ihnen nicht zutrauen aus eigener Kraft,mit sinnvoller Unterstützung aus der Krise rauszukommen !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lsdeep2000@aol.com 04.10.2013, 05:55
83. ja dann mal los!

also eine führende rolle übernehmen sollen wir. ja dann mal los! damit kann man ersteinmal den betrug (ja, BETRUG! über jahre) einiger €-mitgliedsländer aufrufen. endlich einmal tatsachen setzen (wir zahlen den grossteil, darum jetzt unser veto zu xyz entscheidung der geldverbrenner in brüssel). also im prinzip diese vorreiterrolle endlich einmal wahrnehmen und den unendlich fordernden ländern mal klar ansagen wo schluss ist. europa, ja. euro, ja. aber es bedarf klar ersichtlich einer menge korrekturen in dem bürokatenmorast brüssel.
schritt eins wäre, endlich die einhaltung der (immer noch theoretisch) gültigen verträge durchzusetzen und sich nicht mehrheitsbeschlüssen von rechtsbeugern zu unterwerfen!!!! führen heist nicht zu allem ja und amen zu sagen (das macht nicht einmal der vatikan), sondern auch unbequeme entscheidungen auf grund geltender verträge durchzusetzen. im notfall mit dem veto-faktor... tja wen ihr das anders machen wollt, bitte macht... ohne deutsche finanzmittel (das wäre dann eh das ende dieser diskussion).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mickey111 04.10.2013, 05:59
84. Sehr guter Beitrag. Vollkommen richtig, ein Land das schrumpft und vergreist und zude

Zitat von burgundy2
Deutschland ist gut beraten, sich zurückzuhalten. Es hat diesem Land in der Mitte Europas, das nur zu leicht zur Beute werden kann, nie gut getan, sich in den Vordergrund zu spielen, selbst wenn dies unter einigen Aspekten gerechtfertigt war. Strategisch gibt die Lage Deutschlands eine solche Rolle einfach nicht her, und der Bundespräsident stellt sich, in Verkennung dieser Lage, durchaus ein geistiges Armutszeugnis aus. Hinzu kommt, man kann es im Sinne einer realistischen Einschätzung der deutschen Rolle nicht genug betonen, dass Deutschland auf Grund zweier komplett verlorener Weltkriege - bedingungslos eben - ohne jede politische Bedeutung ist, es sei denn es wird ihm von anderer Seite zugestanden. Deutschland ist aus eigener Kraft keinesfalls - und das wohl auf Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte hinaus - Politik eigenständig zu gestalten. Dies geht nur im Einklang mit den anderen europäischen Staaten. Die Harmonisierung der deutschen Bedürfnisse mit denen seiner Nachbarn war noch nie einfach und wird es auch in Zukunft nicht sein, allen Sonntagsreden zum Trotz. Deutschland kann sich aber in diesen Kontext nur behutsam einfügen, seine Bedürfnisse artikulierend, keinesfalls dominierend. Mehr ist einfach nicht drin. Auch die deutsche "Elite" sollte das einsehen und nicht die Fehler vergangener Zeiten wiederholen. Wer so schlecht über Deutschland spricht (tu ich aber in Wirklichkeit gar nicht), kann nur ein Ausländer sein? Ja, in der Tat, ich bin Franzose. Aber wohlmeinend. In diesem Zusammenhang doch noch einige Anmerkungen zum oft von den deutschen Medien und einigen deutschen Wirtschaftlern kritisierten, bisweilen beleidigten Frankreich. Wir sind nicht so schwach, wie zum Beispiel der Artikel im SPON suggerieren möchte. Um mit dem Primitivsten zu beginnen: Militärisch sind wir Deutschland haushoch überlegen. Politisch spielen wir im Kontext der Völkergemeinschaft eine ungleich bedeutendere Rolle. Wirtschaftlich gehen wir unseren eigenen Weg, sind der deutschen Wirtschaft an Umfang unterlegen, haben aber auch nicht deren Zwänge. Und, viel kritisiert, wir leisten uns ein Sozialsystem, das diesen Namen noch verdient. Deutschland wurde wegen seiner Austeritätspolitik von uns eine Zeitlang viel bewundert, auf dem Weg zur wahrhaft modernen Wirtschaftsmacht. Dies ist doch eher nüchterner Betrachtung gewichen angesichts eines Deutschlands, das mit Dumpinglöhnen die eigenen Bürger - erstaunlicherweise mit deren Zustimmung - zum grossen Teil zu Tagelöhnern macht. Der wirtschaftliche Vorteil, der Deutschland hieraus erwächst, wird nur von kurzer Dauer sein. Weder lässt er sich in politische Stärke ummünzen (siehe oben), noch bringt er Deutschland eine gesicherte Zukunft. Wäre ich Deutscher, würde ich vor allem über die Unsicherheit der Renten erschrecken, die durch eine kinderfeindliche Familienpolitik geradezu provoziert wird. Hierin liegt, "Le Monde" hat es bereits thematisiert, eine Zeitbombe für Deutschland, deren Lunte bereits brennt, deren Explosion in nicht allzu ferner Zukunft zwingend bevorsteht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
staubtuch 04.10.2013, 06:12
85. Internationale Denkweise

Zu dieser Denkweise passt aber gar nicht, was ein anderes "Familienoberhaupt" in Deutschland propagiert: dass es eine Maut für Ausländer geben müsse, natürlich "nur solange dies mit den Vorgaben der EU ..." ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dodo2110 04.10.2013, 06:21
86. Ach, wissen Sie,

Zitat von burgundy2
Es hat diesem Land in der Mitte Europas, das nur zu leicht zur Beute werden kann, nie gut getan, sich in den Vordergrund zu spielen,.... ... der deutschen Rolle nicht genug betonen, dass Deutschland auf Grund zweier komplett verlorener Weltkriege - bedingungslos eben - ohne jede politische Bedeutung ist, es sei denn es wird ihm von anderer Seite zugestanden. Deutschland ist aus eigener Kraft keinesfalls - und das wohl auf Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte hinaus - Politik eigenständig zu gestalten. ... Um mit dem Primitivsten zu beginnen: Militärisch sind wir Deutschland haushoch überlegen. ... Wirtschaftlich gehen wir unseren eigenen Weg, sind der deutschen Wirtschaft an Umfang unterlegen, haben aber auch nicht deren Zwänge. Und, viel kritisiert, wir leisten uns ein Sozialsystem, das diesen Namen noch verdient. Deutschland wurde wegen seiner Austeritätspolitik von uns eine Zeitlang viel bewundert...
ob es dem frustrierten Franzos nun gefällt oder nicht, Deutschland wird seine Vormachtstellung in Europa behaupten und weiter zementieren. Ich finde es recht bemerkenswert, wie Sie auf naiv-infantile Weise eine mögliche Opferrolle Deutschlands, bei gleichzeitiger subtiler Hervorhebung Frankreichs militärischer Stärke ein Szenario aufbauen, welches den Rückschluss auf einen tief verwurzelten Minderwertigkeitskomplex zulässt. Trifft dieser Sachverhalt nur auf Ihre persönliche Gemütsverfassung zu, oder auch auf jene Ihrer Landsleute?

Der Hinweis auf "die beiden KOMPLETT verlorenen Weltkriege" entlarvt Sie als Ewiggestrigen, dem eine starke Rolle Deutschlands in der Weltpolitik einfach nicht passt. Von dieser, Ihrer Meinung nach noch Jahrhunderte andauernden Rolle wird man sich in diesem Land noch weiter emanzipieren, was nur richtig und konsequent ist. Deutschland ist heutzutage ein weltoffenes, multikulturell geprägtes Land und zugleich wirtschaftliches Zugpferd Europas. Um bei letzterem Punkt zu bleiben: Frankreich hinkt diesbezüglich nicht nur umfänglich, sondern substanziell. Sobald "AAA" bei Ihnen drin ist dürfen Sie wieder über die deutsche Austerität lästern. Wirtschaftskraft bestimmt heutzutage das politische Gewicht. Dementsprechend gestaltet Deutschland sehr wohl auch seine Politik eigenständig und vertritt seine Interessen. Sie sind sich dessen wohl bewusst, jedoch stinkt es Ihnen ;)

Sie legen in Ihrem Post sehr genussvoll die Missstände jenseits der Grenze bezüglich Sozial- und Lohnpolitik offen. Das finde ich durchaus richtig und wichtig. Zeigen Sie aber bitte demnächst auch auf ihr eigenes, ja so perfektes Land, das sich in schöner Regelmäßigkeit mit sozialen Unruhen konfrontiert sieht, wenn mal wieder die von der Gesellschaft abgehängten Massen ganze Straßenzüge in Schutt und Asche legen. Von dieser mediävalen Diskussion um die Homo-Ehe in ihrem vorbildlichen Nationalstaat möchte ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kast3005 04.10.2013, 06:35
87. Was wollen wir denn?

Alle Vorteile und nix zahlen? Schon mal überlegt wie Deutschland von dem EURO und generell Europa profitiert, und zwar nicht unerheblich (keine Wechselkursschwankungen, Reisefreiheit etc.). Es gibt keinen Weg aus Europa ohne dass wir Deutschen auch massiven Schaden haben werden, wirklich wünschenswert kann das auch nicht sein. Zudem dürfen wir auch nicht vergessen, wer geholfen hat unser Land nach 2 Weltkriegen wieder aufzubauen - oder haben wir das alles im Alleingang geschafft?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ganzgeber 04.10.2013, 07:19
88. Gut gegrüßt, August

Gauck hat sich leider als bittere Enttäuschung erwiesen.

Der Satz "Joachim Gauck hat nun wirklich etwas Unbequemes gesagt" liest sich für mich wie Sarkasmus, oder ein Witz. "Unbequem" soll dieses Gleiten auf den Wogen des politischen Mainstreams sein?

Ja ja, Deutschland soll mehr "Verantwortung" übernehmen, dass hören wir aus London, New York und verwandten Kreisen seit Beginn der Krise. Aber, und das wissen wir alle, natürlich nur, insofern sich diese "Verantwortung" in einem noch tieferen Griff in den Geldbeutel äußert.

Das Ausland wünscht uns diese zusätzliche "Verantwortung" von Herzen, ist klar. Hallo Deutschland, Ihr dürft wieder wer sein, wenn auch nur der Zahlonkel. Dafür solltet Ihr dankbar sein, Ihr wisst schon, Zweiter Weltkrieg und überhaupt. Na, wie wär's? Wir haben Euch dann auch ganz dolle lieb, jedenfalls solange noch etwas zu holen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vegefranz 04.10.2013, 07:40
89. Noch mehr zahlen?

Als Klartext heißt das: den arbeitenden Bürgern sollen die Steuern erhöht werden, damit mehr Geld im korrupten Südeuropa versenkt werden kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 16