Forum: Wirtschaft
GDL-Chef Weselsky: Der Verfassungsrechthaber
DPA

Der Chef der Lokführer-Gewerkschaft lehnt eine Schlichtung ab - und bemüht zur Begründung gleich das Grundgesetz. Geht's nicht eine Nummer kleiner? Nein, denn die GDL muss tatsächlich um ihr Überleben fürchten.

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kris82 06.05.2015, 06:18
1. Na und?

Dann "stirbt" die gdl halt, und? Es gibt ja eine Gewerkschaft in der sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren können. Verstehe das Problem nicht...?

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eunegin 06.05.2015, 06:24
2. schändlicher Mißbrauch des Streikrechts!

Im institutionellem Interesse des Eigenerhalts der GDL werden hunderttausende Menschen bzw. ganz Deutschland in Mithaftung genommen. SOOO verstehe ich das Streikrecht als Nichtverfassungsrechtler nicht. Mir fehlt jedes Verständnis für die GDL und deren Sonnenkönig - und das bei allem Verständnis für unser Tarifsystem und das Streikrecht per se. Eine Schande! Und jetzt versuche ich zur Arbeit zu kommen. Leider braucht meine Frau das Auto, steht dann aber sowieso im Streikstau.

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joG 06.05.2015, 06:28
3. jemanden dafür zu kritisieren, der um die. ...

....Rechte der von ihm Vertreten kämpft, ist wenig zielführend. Es ist sogar ein wenig epsch. Und mit dem Tarifeinheitsgesetz vom Eigentümer der Bahn bedroht zu werden ist sicher ein Interessenkonflikt, vermutlich verfassungswidrig und erfüllt vorstellbar den Tatbestand der Nötigung aus dem Amt.
Ich bin einigermaßen entsetzt.

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stepanus34 06.05.2015, 06:28
4. Erhellend!

Danke! Das war doch der erste wirklich die Hintergründe beleuchtende Artikel zum Thema! Musste das so lange dauern?! Bis jetzt immer der kleine dumme Weselsky der aus lauter Dummheit und falschem Ehrgeiz die Leute ärgert, ganz überflüssigerweise. Und auf einmal, siehe da: Es geht um eine Aufweichung des Grundgesetzes! Allein dafür, dass die ahnungslosen Bürger nun doch etwas mehr erfahren ist es doch fast lobenswert dass Weselsky nicht so schnell klein bei gibt.

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pecx 06.05.2015, 06:29
5.

Völlig richtig!

Guter, stringenter Gedankengang.
Es geht hier nicht - wie in einigen Medien und mit großzügiger Unterstützung der DB + Eigentümer Bund unterstützt - um einen persönlichen Konflikt WeselskyEgo gegen die Republik.
Es geht um Grundrechte, um hart erkämpfte Privilegien aller Arbeiter. Die GDL kämpft - auch - für alle anderen Arbeitnehmer und potentiell Entmachteten.

Ich wundere mich, weshalb die ach so kritischen "Lügenpresse"-Schimpfer nicht durchschaut haben, dass die Strategie der Bahn nicht die ehrliche Verhandlung ist, sondern eine großangelegte PR-Kampagne.
Meinen besten Dank und alle guten Wünsche richten sich an Herrn Weselsky!

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dondon 06.05.2015, 06:29
6. Demokratie

Derzeit gibt es auffällig viele Gesetzesvorhaben (einige sind in den letzten Jahren schon durchgegangen), die demokratische Grundrechte kürzen (wollen/wollten). Meist mit dem Argument "xy ist besser für die Wirtschaft/ Xy schadet der Wirtschaft. 0,1% mehr Wachstaum, dafür wieder ein klein bischen weniger Demokratie umd Freiheit". TTIP lässt grüßen. Sieht so unsere Zukunft aus? Bitte Karlsruhe, Verfassungsgericht, bleib hart! Der letzte Anker unserer Demokratie, wenn die Politiker scharenweise versagen.

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Mach999 06.05.2015, 06:31
7. Das habe ich jetzt nicht verstanden

Ein langer Artikel, der gegen Schlichtung argumentiert, aber kein Argument gegen Schlichtung bringt.

Wieso sollte eine Schlichtung denn bedeuten, dass die GDL ihre Ziele aufgibt? Eine Schlichtung ist eine Form der Verhandlung, kein Verhandlungsergebnis. Keine Ahnung, wie der Autor auf das schmale Brett kommt, dass Verhandlungen Grundrechte gefährden.

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Klaus.Freitag 06.05.2015, 06:38
8. Gleicher Lohn

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit-war das nicht immer ein gewerkschaftlicher Grundsatz?

Insofern bleibt es dabei-der Streik ist unangebracht,er spaltet die Belegschaft. Die GDL ist dabei,den Betriebsfrieden und die Akzeptanz von Gewerkschaften in der Gesellschaft zu ruinieren

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tkedm 06.05.2015, 06:39
9.

Ich bin nun kein Fan der Bahn, aber ich hoffe, sie bleibt standhaft, bis das Gesetz durch ist.

Das so eine Mini-Gewerkschaftsattrappe mit einem machthungrigen Vorsitzenden an der Spitze die Infrastruktur eines ganzen Landes lahmlegen kann, ist doch ein bisschen zuviel der Arbeitnehmerrechte.

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