Forum: Wirtschaft
GDL-Chef Weselsky: Der Verfassungsrechthaber
DPA

Der Chef der Lokführer-Gewerkschaft lehnt eine Schlichtung ab - und bemüht zur Begründung gleich das Grundgesetz. Geht's nicht eine Nummer kleiner? Nein, denn die GDL muss tatsächlich um ihr Überleben fürchten.

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retterdernation 06.05.2015, 08:04
70. Aus Sorge um den Machterhalt...

darf also Herr Weselsky ein ganzes Land terrorisieren - also - ob das die Väter des GG das so vorgesehen haben. Aus Sorge um seine Gewerkschaft darf ihr Führer nach Meinung des Autors - dann auch einen volkswirtschaftlichen Schaden im dreistelligen Millionenbereich anrichten! Wir reden hier über eine durchgedrehte Sparten-Gewerkschaft - nicht über eine Massenbewegung -die aber die Massen aus der Bewegung bringt. Und wie sagte der Autor doch so fein: es fehlen nur Millimeter... zur Einigung - und genau deshalb ist es eine an Dreistigkeit kaum zu übertreffende Unverschämtheit sich dann auf das GG zu berufen ...

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herbert 06.05.2015, 08:04
71. na CSU Dobrindt noch immer keine Idee?

man hört ihn labern und kluge Sprüche sprechen, aber was macht denn unser Verkehrs - Maut - Minister !

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besonders_wachsam 06.05.2015, 08:05
72. Grundrechte sind nicht verhandelbar

Sie sind auch nicht schlichtbar oder Brüche stillschweigend tollerierbar. Wer dennoch darauf baut wie der Vorstand der Bahn AG zeigt wieviel es ihm an Wahrhaftigkeit in diesem Land gelegen ist-nichts. Erschreckend ist mit wieviel Unwissen ja Hass denjenigen entgegenschlägt die ihr verfassungsmässig geschütztes Recht beanspruchen. Noch schlimmer ist die Tatsache dass die SPD sich nun aufmacht, durch ein sog. Tarifeinheitsgesetz die Gleichschaltung und einen (erneuten) Verfassungsbruch durch die Hintertüre vornehmen zu wollen. Intelligent ist das nicht denn DAS dürfte die Enttäuschung der letzten Sozialdemokraten nach sich ziehen. Abgesehen davon dass jetzt schon mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann dass dieses Gesetz vom BVerfG gekippt werden wird. Sicher, der Streik ist lästig und auch teuer für die Kunden. Aber es ist NICHT Aufgabe einer Gewerkschaft in erster Linie das Kundeninteresse zu vertreten. Wohl aber ist das Aufgabe des Vorstands. Wil der Haupteigentümer Streiks vermeiden dann muss er bitte schön Unternehmen wieder verstaatlichen. Wenn die GDL einer Schlichtung zustimmen würde dann stimmt sie ihrer eigenen Entmachtung zu. Wer das allen Ernstes glaubt der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

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bodo@3t.ie 06.05.2015, 08:05
73. Tarifrecht ist kein Grundgesetz

Dieser Artikel sagt es noch mal klar und deutlich : Das Grundrecht zu streiken ist kein Tarifrecht. Oder anders.....die GDL kann so lange streiken wie diese möchte - nur die Bahn muss NICHT einen Tarifvertrag für andere Berufsgruppen unterschreiben wenn Sie dies nicht will. Die GDL vetritt tarifrechtlich die Lokführe - BASTA !

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vwievendetta 06.05.2015, 08:05
74. Was solls

Die Gewerkschaften werden jedoch in jedem Fall erhalten bleiben. Nur dass durch das neue Gesetz der Arbeitgeber zukünftig mit einem mehrheitsfähigen Mandatsführer seitens der Gewerkschaft verhandeln wird und ebendiese heutige Situation zu Recht unmöglich gemacht wird: wirtschaftlichen Schaden unter dem Deckmantel minderheitsgestützter Forderungen anzurichten. Das ist doch im Grundgesetz bestimmt auch irgendwo verboten. Ich überlege, in Karlsruhe gegen die GDL zu klagen, die mich mit ihren Forderungen in meiner Bewegungsfreiheit einschränkt.

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dermitder 06.05.2015, 08:05
75. Ist natürlich blöd

wenn die Heilsbringer Wettbewerb und Konkurrenzdruck mal zugunsten des Arbeitnehmers funktionieren.

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medienhoppel 06.05.2015, 08:06
76. Na endlich

Es geht schon lange und sichtbar für alle Interessierten - außer großen Teilen der Medien - um die Frage, ob alle Arbeitnehmer in Deutschland auch in Zukunft das Recht haben, einer Gewerkschaft ihrer Wahl beizutreten, die auch ihre Interessen wirksam vertritt.

Wer geht schon in einen Gesangverein, der nicht singen darf?

Schon heute gibt es -- nicht nur bei den über 300 rechtlich selbständigen Betrieben der Bahn -- wechselnde "Gewerkschaftsmehrheiten" und unterschiedliche Tarife für Beamte, Angestellte, Arbeiter, Zeitarbeiter, Leiharbeiter, Werkvertragsarbeiter uvam, das hatte bisher niemanden gestört.

Die Politik in Berlin und die Bahn als Privatunternehmen mit dem noch-Anteilseigner BRD verfolgen mit dem Hinauszögern der Verhandlungen und dem sozialistisch nivellierenden unfreien "BetriebsEinheitsGesetz" ganz andere Ziele, nämlich sich überaus bequeme Einheitsgewerkschaften (die für Hartz IV waren!) in ganz Deutschland einzurichten und alles auf Kuschelkurs zu trimmen, zum Wohle der Gewinne und auf Kosten der Arbeitnehmer.

Volle Solidarität mit der GDL!

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Widerstandsgewächs 06.05.2015, 08:07
77. super auf den Punkt gebracht

und wenn die Menschen keinen FDGB oder eine Kraft durch Freude Organisation wollen, sollten sie ihre Wartenzeit auf Bahnhöfen zum Nachdenken verwenden!

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amateur 06.05.2015, 08:07
78. Endlosschleife

Die GDL streikt, um ein paar Mitglieder zu gewinnen. Im Anschluß streikt dann die EVG, um diese Mitglieder zurückzuholen. So gibt es dann eine endlose Kette von Streiks, mit denen der Machtkampf zwischen Gewerkschaften auf dem Rücken der DB, deren Kunden und der ganzen Gesellschaft ausgetragen wird.

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klaus.karl 06.05.2015, 08:07
79. Den Spuk beenden

Diese Gewerkschaft hat bereits Milliardenschäden verursacht. Wer macht diesem Spuk und Streikmissbrauch ein Ende? Das ist sehr schlecht für Deutschlands Imago und wird im Ausland mit ungläubigem Staunen verfolgt.

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