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GdL-Chef Weselsky: Volle Fahrt aufs Abstellgleis
DPA

Die Lokführer von der GdL verlangen ein risikofreies Leben. Der Wunsch nach guten Arbeitsbedingungen ist legitim, doch im aktuellen Tarifstreit mit der Bahn geriert sich Gewerkschaftsboss Weselsky völlig wirklichkeitsfremd. Das könnte das Ende seiner Organisation bedeuten.

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intschutschuna 16.01.2014, 09:05
40. Offensichtlich haben

Zitat von ihawk
Die Arbeitsbedingungen für die meisten Lokführer spiegeln Menschenverachtung wider und sind letztendlich verantwortungslos von der Bahn gegenüber dem Fahrgast. Dieser Kommentar von Janko Tietz ist kein Kommentar sondern Hetze vom Feinsten. Dass ich so etwas in Deutschland noch einmal erleben muss, ist erschreckend und grausam.
Sie keine Ahnung. Lokführer auf Strecke gehen sozusagen "auf Montage", wie zig Tausende andere Arbeitnehmer auch. Sie arbeiten im Schichtdienst, wie zig Tausende andere Arbeitnehmer auch. Lokführer haben ganz normale Arbeitsbedingungen. Und schlecht bezahlt werden sie auch nicht. Und am aller Wichtigsten: sie wussten bereits vorher, dass sie Schicht- und Feiertagsarbeit leisten müssen und auch mal länger unterwegs sind. Denn das gehört, ach was, zum Berufsbild eines Lokführers. *kopfschüttel*

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grafkoks2002 16.01.2014, 09:06
41. Guter Einwand

Zitat von muster.schieber
Der Autor spricht in seiner Polemik ein Gesetz "gegen die Spartengewerkschaften" an. Das steht in der Tat im Koalitionsvertrag. CDU und SPD haben sich verabredet, in einem "Lex DGB" die Vorherrschaft der DGB Gewerkschaften gesetzlich festzuschreiben. Sie nennen das verharmlosend und irreführend "Tarifeinheit". Diese faktische Abschaffung der freien Gewerkschaftswahl per Gesetz (ansonsten eher ein Merkmal autoritärer Regime) dürfte allerdings vom europäischen Gerichtshof sofort wieder kassiert werden. Der hatte vor wenigen Jahren erst die Rechte der kleineren Gewerkschaften durch mehrere Urteile u.a. bzgl. der Kleingewerkschaft FAU gestärkt.
Zitat von muster.schieber
Der Autor spricht in seiner Polemik ein Gesetz "gegen die Spartengewerkschaften" an. Das steht in der Tat im Koalitionsvertrag. CDU und SPD haben sich verabredet, in einem "Lex DGB" die Vorherrschaft der DGB Gewerkschaften gesetzlich festzuschreiben. Sie nennen das verharmlosend und irreführend "Tarifeinheit". Diese faktische Abschaffung der freien Gewerkschaftswahl per Gesetz (ansonsten eher ein Merkmal autoritärer Regime) dürfte allerdings vom europäischen Gerichtshof sofort wieder kassiert werden. Der hatte vor wenigen Jahren erst die Rechte der kleineren Gewerkschaften durch mehrere Urteile u.a. bzgl. der Kleingewerkschaft FAU gestärkt.

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henryb_de 16.01.2014, 09:06
42. Natürlich droht er ...

den Bahnfahrern. Einen Industriebetrieb zu bestreiken schadet erstmal genau diesem und nicht vielen anderen Menschen, da ja in unserer Überflussgesellschaft erstmal alles ausreichen da ist, einen längeren Streik "zu überstehen".

Anders bei der Bahn. Auch diese erleidet einen gewissen materiellen Schaden, wenn Kunden ihre Rechte/Entschädigungen einfordern. Aber vom ersten Moment des Streiks an, greift er in das private und berufliche Leben von Millonen Bürgern ein, die nicht die geringste Möglichkeit haben, an den Bedingungen der Lokführer etwas zu ändern. Von den Effekten zweiter Ordnung auf mittelbar Betroffene, die ebenfalls nichts für die Lokführer tun können fange ich garnicht erst an.

Und ja, gegen verbeamtete Lokfüherer hätte ich garnichts ... besser als verbeamtete Lehrer, Hochschullehrer oder Mitarbeiter in Verwaltungen etc. Die Leistung der Lokführer ist auch sehr leicht kontrollierbar womit die üblichen Meinungen zur Arbeitsleistung der Beamten hier nicht so passen.

Der Staat muss eben festlegen, was zu seinen hoheitlichen Aufgaben zählt und dann auch in voller Konsequenz dazu stehen. Wenn der Transport nicht mehr dazu zählt, dann darf aber auch nicht mehr subventioniert werden.
Woher Sie Ihr Wissen zu den Lokführergehältern und deren Höhe im welt-/europaweiten Vergleich haben können Sie ja mal offenlegen und Zahlen angeben. Dass hier vermutlich weniger Ausländer fahren, hatte da sicher andere Gründe.
Gegen eine Einheitsgewerkschaft bin ich auch, hatten wir schon mal, hiess FDGB.
Viele Grüße


Zitat von c++
Der Sachse droht nicht den Bahnfahrern, sondern der Bahn AG. Für die Bahnfahrer sind solche Streiks sicherlich sehr unangenehm, aber wer am Streikrecht der Lokführer rüttelt, der muss die Lokführer eben wieder verbeamten. Und im internationalen Vergleich zählen die Lokführer in D gewiss nicht zu den Spitzenverdienern. Es ist kein Traumjob, nicht zufällig ist der Andrang gering. Unter diesen Bedingungen kommen auch keine Lokführer aus Polen, Spanien oder Griechenland in das angeblich reichste Land Europas, obwohl es Freizügigkeit gibt. Und im angeblich reichsten Land Europas sollten auch die Gehälter die höchsten in Europa sein. Der Angriff auf Spartengewerkschaften ist ein Angriff auf die Grundrechte. Wer ein Verbot von Spartengewerkschaften fordert, der sollte den DGB konsequenterweise auch in FDGB umbenennen, wieder ein Schritt in Richtung DDR.

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ixfüru 16.01.2014, 09:06
43. Wenn die Bahn den Forderungen nicht

nachkommt und gestreikt wird, werden selbst jene, die einen Angriff auf Spartengewerkschaften "wittern", nach einer Woche, in der sie nicht Bahn fahren oder nur mit viel Verspätung am Arbeitsplatz bzw. zu Hause ankommen, überlegen, ob die Forderungen realistisch sind und ob sie für diese Forderungen in "Geiselhaft" genommen werden wollen. Hier sollen Risiken abgesichert werden, die für "normale" Arbeitnehmer normal und auch nicht absicherbar sind.

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!!!Fovea!!! 16.01.2014, 09:07
44.

Zitat von c++
Der Sachse droht nicht den Bahnfahrern, sondern der Bahn AG. Für die Bahnfahrer sind solche Streiks sicherlich sehr unangenehm, aber wer am Streikrecht der Lokführer rüttelt, der muss die Lokführer eben wieder verbeamten. Und im internationalen Vergleich zählen die Lokführer in D gewiss ......
Durch die heutige Computertechnik braucht man eigentliche keine Lokführer mehr.
Das sollte man auch mal bedenken. Ich frage mich, was daran super intelligent sein soll, Gas zu geben, bremsen und Lichter zu bemerken, ob man fahren darf oder nicht?!
Das macht jeder Straßenbahnfahrer...., ach ja, und dem kann auch eine Person auf die Gleise springen.

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_derhenne 16.01.2014, 09:07
45.

Zitat von 3-plus-1
Kurzum, hier wird zur persönlichen Profilierung - aber so etwas von - direkt der Bahnfahrer bestreikt.
Glaubt ihr eigentlich wirklich, dass die Gewerkschaften nur zur persönlichen "Profilierung" ihrer Chefs streiken, und Arbeitsbedinungen und Löhne keine Rolle spielen? Klar, einfache Feindbilder geben dem Tag Struktur, aber solcherlei Stammtischparolengedresche offenbart sehr einfachen Geist.

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!!!Fovea!!! 16.01.2014, 09:09
46.

Zitat von mug999
Es ist tragisch wieviele Duckmäuser es in diesem Lande gibt die das asoziale Verhalten der Arbeitgeber bereits so verinnerlicht haben, dass jeder der wirklich versucht .....
Wenn Streik dann richtig, dann verlange ich auch, dass ich 20-30 Lokführer vor dem Bahnhof versammeln und Krach machen.

Nicht wie 2007, da standen gerade mal 2 Leute herum und "machten" einen auf Streik. Es fuhren zwar keine Züge, aber so richtig Streikstimmung war auch nicht. Daher, die GdL kann doch keiner mehr Ernst nehmen!

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idealist100 16.01.2014, 09:09
47. Frage

Zitat von sysop
Die Lokführer von der GdL verlangen ein risikofreies Leben. Der Wunsch nach guten Arbeitsbedingungen ist legitim, doch im aktuellen Tarifstreit mit der Bahn geriert sich Gewerkschaftsboss Weselsky völlig wirklichkeitsfremd. Das könnte das Ende seiner Organisation bedeuten.
Meint der Herr Tietz unsere Politiker, Beamte. Alle Anderen sind wohl nur Humankapital zur freien Ausbeuter-Verfügung.

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ihawk 16.01.2014, 09:13
48. Führerlose Züge

Zitat von Niederbayer
Die Bahn sollte einen Wettbewerb zur Entwicklung sicherer, führerloser Züge in´s Leben rufen. Wer gewinnt und es damit der Bahn erlaubt alle Lokführer zu entlassen, bekommt die Personalkosten aller Lokführer für zehn Jahre als Prämie. Dann ist endlich Schluß mit diesem Kasperltheater.
... und wenn der erste "Führerlose Zug" entgleist oder hilflos auf offener Strecke liegen bleibt sind sie mit Sicherheit der erste im Kasperltheater der Kritiker.

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ks82 16.01.2014, 09:13
49. Mag übertrieben sein, aber...

...wer für einen Pofalla eine millionendotierte Stelle einrichten kann, damit man die Telefonnummer des Kanzleramts nicht mehr selbst im Telefonbuch nachschlagen muss, bei dem hätte ich als Gewerkschafter sogar noch goldbesticktes Toilettenpapier in den Regionalzügen gefordert. Das ist meine Meinung.

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