Forum: Wirtschaft
Gebrochenes Versprechen: Hipp verkauft Zuckertees für Kinder über Tochterfirma
foodwatch

Bis zu 96 Prozent Zucker im Instantpulver für Kindertees - das stieß auf heftige Verbraucherkritik. Der Hersteller Hipp nahm die Pulvergetränke daraufhin vom Markt. Doch die Tochterfirma Bebivita verkauft eine ganz ähnliche Zuckerbombe.

Seite 11 von 12
micromiller 02.08.2013, 09:10
100.

Zitat von boeseHelene
genau immer alles schön verbieten und versteuern Hirn einschalten ist nicht. Ich sehe schon die Zuckerschmuggler vor mir. Intelligente Politiker würden klarer drauf schreiben lassen was drin ist und ansonsten die Finger von derartig dämlichen populistischen Vorschlägen lassen und ihre Kraft besser in das Schließen von Steuerschlupflöchern stecken.
auf alkohol, kaffee, zigaretten ist bereits eine steuer. eine zuckersteuer waere nur eine weitere steuer. sicher ist das alles schrecklich daemlich aber uns fehlen die intelligenten politiker , die in der lage sind die probleme durch entsprechende auszeichnungs richtlinien und grenzwerte
einzugrenzen. steuern verstehen die lieben politiker und da sind sie auch bereit das durchzusetzen und der nebeneffekt ist weniger konsum hochzuerhaltiger produkte und eine hoehere lebneserwartung vieler unserer mitbuerger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
soheila.dubai 02.08.2013, 16:25
101. Nursing-Bottle-Sydrom

Ich habe drei Kinder ohne diese Tröster-Tees großgezogen.
Ergebnis: Kinder haben bis jetzt kein Karies. Der älteste Sohn ist bereits 27 Jahre. Ich habe mir schon damals gedacht: Wer Durst hat, trinkt auch Wasser (abgekocht).

Sind die Milchzähne erst einmal mit dem N-B-Sydrom befallen, hat das weitreichende Konsequenzen, wie z.B. Sprachentwicklungsstörungen, unnötige Operationen, Schmerzen+ Narkoserisiko.
Ich glaube, das möchten liebende Eltern nicht für ihre Kinder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shimodax 02.08.2013, 18:00
102. Zucker im Saft

Zitat von marina@spiegel
Genau so ist es! Fruchtsäfte (d.h. 100% unverdünnte Säfte) sind für Kinder und Erwachsene Lebensmitte und keine Durstlöscher. Sie liefern ziemlich viele Kalorien und eine Menge Fruchtzucker, der zusmmen mit der Fruchtsäure den Zähnen nicht gerade was gutes tut.
Ich seh schon deb foodwatch-Aufmacher.

Ein Liter Albi Apfelsaft Naturtrüb enthält umgerechnet 40 Stück Würfelzucker und der Hersteller verschweigt das und erweckt durch den Zusatz "Naturtrüb" den Eindruck, es handle sich um etwas besonders wertvolles!

Oder: Ein Rewe Bio-Apfel enthält den Gegenwert von 6 Stück Würfelzucker, aber es fehlt jegliche(!) Angabe(!!) von Inhaltsstoffen (!!!).

SHOCKING!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
boeseHelene 02.08.2013, 22:45
103.

Zitat von micromiller
auf alkohol, kaffee, zigaretten ist bereits eine steuer. eine zuckersteuer waere nur eine weitere steuer. sicher ist das alles schrecklich daemlich aber uns fehlen die intelligenten politiker , die in der lage sind die probleme durch entsprechende auszeichnungs richtlinien und grenzwerte einzugrenzen. steuern verstehen die lieben politiker und da sind sie auch bereit das durchzusetzen und der nebeneffekt ist weniger konsum hochzuerhaltiger produkte und eine hoehere lebneserwartung vieler unserer mitbuerger.
wenn sie gerne weitere Steuern bezahlen ich nicht und Zucker mit Zigaretten oder Alkohol zu vergleich ist selten dämlich. Zucker braucht ihr Köprer Alkohol und Zigaretten nicht. Für die Auszeichnungspflicht was genau drin ist bin ich auch aber nicht für eine Spezialsteuer auf Zucker.

Ach und wenn die Mitbürger keine Lust haben darauf viel älter zu werden schon jetzt zeigen sich die Nebenwirkungen nicht jeder ist dafür gemacht so alt zu werden, dass kann man an den Demen und Alzheimerkanken sehr gut sehen. Ich sterbe lieber früher genieße Zucker und andere ungesunde Lebensmittel, als dass ich mit fittem Körper dement im Heim sitze und vor mich hindämmere.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 03.08.2013, 09:49
104.

Zitat von nizo b.
Hipp behauptet auch, Bioprodukte zu verwenden. Aber stimmt das? Das Teebeispiel zeigt, dass dieser Konzern radikal auf Margenoptimierung ausgerichtet ist - auf die Kosten der Gesundheit unserer Kinder.
Dann bereiten Sie ihren Kindern doch einfach Fenchel-, Kamillen-, oder Pfefferminztee auf die "klassische" Art zu. Nämlich mit Teebeuteln und heißem Wasser. Die gibt es sogar in Bio-Qualität.

Ich kann dieses Gejammer über die böse Industrie nicht mehr hören.
Jedes Mal wird so getan, als wären die Kunden hilflose Opfer, die gar keine Wahlfreiheit beim Kauf von Produkten hätten.

Niemand zwingt die Kunden dazu bestimmte Produkte zu kaufen, oder hat schon mal jemand im Supermarkt oder anderen Geschäften, gesehen, wie Kunden gezwungen wurden bestimmte Produkte zu kaufen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 03.08.2013, 09:56
105.

Zitat von micromiller
mittlerweile ist das wissenschaftlich erwiesen. eine zuckersteuer und klare richtlinien und grenzen des zusatzes wuerden das problem eingrenzen. intelligente politiker wuerden das durchsetzen.
Hören Sie doch auf. Zucker ist eine Droge!

Sie sind wohl auch auf die Erkenntnis hereingefallen, daß, wenn man Zucker zu sich nimmt, das gleiche Belohnungszentrum im Hirn angesprochen wird, das auch anspringe, wenn man Alkohol, Tabak, Fett, Salz, Kokain und Heroin konsumiert.

Daß das Belohnungszentrum (teilweise schon umbenannt in "Suchtzentrum") anspringt ist tatsächlich so. Es springt aber auch an, wenn Sie großen Durst haben, und dann ein Glas Leitungswasser trinken.

Ebenfalls springt es an, wenn Sie erfolgreich einen Nagel in die Wandschlagen, oder mit Zufriedenheit die selbstgestrichenen Wände in der Wohnung betrachten.

Darüber spricht man aber lieber nicht, und versucht mittels MRT-Technik zu behaupten, daß z.B. Zucker (oder auch Fett und Salz) eine Droge sei.

Und was die Zuckersteuer betrifft, die gab es schon seit Jahrzehnten, ist aber wohl in der jüngeren Vergangenheit abgeschafft worden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 03.08.2013, 10:03
106.

Zitat von dr.joe.66
Ich kann ja auch nicht Audi oder BMW belangen, wenn einer in der Stadt 120 fährt...
Noch nicht, das kommt noch. Es muss doch auch möglich sein, die Autoindustrie ebenfalls zu ruinieren.

Ich warte ja insgeheim schon lange auf einen solchen "Schauprozess" wo Hersteller von schnellen und leistungsstarken Autos vor Gericht gezerrt werden, und mit hohen Millionenstrafen dafür zu büßen haben, daß jemand so ein Auto nicht beherrscht hat, und andere dadurch zu Schaden gekommen sind.

Oder aber der Fahrer selbst, der durch die Benutzung des schnellen und leistungsstarken Gefährts selber einen Schaden erlitten hat: "Ich wusste doch nicht, daß ich mit einem Maserati, Ferrari schneller als 150 in der Spitze sein kann....."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 03.08.2013, 10:11
107.

Zitat von glen13
Wenn tatsächlich aktuell ein anderes Mischungsverhältnis auf den Bebivita Dosen steht, dass nur noch zu 1,9 % Zuckergehalt führt, wo ist dann der Skandal?
Der Skandal ist, daß da überhaupt Zucker drin ist. Gefährlichster Industriezucker, der industriell und chemisch hergestellt wurde.

Zucker und die Produzenten von Zucker werden derzeit mit der gleichen Strategie wie die Tabakproduzenten überzogen.

Es geht darum, den Leuten den Zucker auszutreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 03.08.2013, 10:31
108.

Zitat von charlybird
dass Hipp und Konsorten produzieren dürften, was sie wollten, schließlich könnten die Eltern ja lesen, was sie kaufen. Außerdem solle Foodwatch sich dort nicht einmischen. Was soll man dazu sagen ? Kopfschütteln, lachen, weinen ? Zunächst einmal ist es nicht verkehrt, dass Foodwatch ein bisschen piekt, weil wir, seit eine bayrische Radio-und Fernsehtechnikerin das Verbraucherschutzministerium mitbekleidet, eigentlich keinen Verbraucherschutz mehr haben. Ich finde es auch notwendig und wichtig, dass Menschen sich darüber informieren, was sie kaufen, aber ich finde es noch notwendiger, dass den Produzenten von Nahrungsmitteln extrem auf die Finger geschaut wird, gerade in der heutigen Zeit, wo es vielfach nur noch um Fooddesign geht. Hipp ist da nur eine von vielen Eisbergspitzen. Die Prämisse darf nicht der Profit der Herstellers sein, wie er es Dank subtiler Lobbyarbeit schon vielfach ist, sondern eben der Schutz des Verbrauchers. Und die haben leider oft wenig Ahnung, da oft keine Zeit sich zu informieren und vertrauen einfach den Produkten, und genau das wird ausgenutzt. MfG
Eine der Vorgängerinnen von Frau Aigner war Renate Künast.
Was hat die denn so großartiges in dem Amt geleistet? Nichts, wenn ich mich recht erinnere. Aber für einen ihrer Kollegen scheinen die Connections gereicht zu haben, schließlich ging er später dann zu Mars als Lobbyist.

Was nun das "auf die Finger schauen" betrifft, das ist schon richtig. Aber schaut eigentlich Foodwatch (und anderen NGOs) auf die Finger.
Die werfen nämlich immer mit Behauptungen um sich, die meines Wissens noch nie von einer neutralen Stelle überprüft wurden.

Einfach die Behauptung in den Raum gestellt und gut ist's. Der Taler in den Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt. Foodwatch betreibt modernen Ablasshandel. Nicht mehr und nicht weniger.

Und den größten Batzen dürfte sich der Foodwatch-Pabst selbst einstecken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inci2 03.08.2013, 10:40
109.

Zitat von Siluriel
Bei mir kommt da eher die Frage auf: Kann man Tee nicht ohne Teegranulat herstellen? Ich habe 2 Kinder, der Große ist dreieinhalb Jahre, der Kleine 19 Monate alt. Keiner der beiden hat bis heute jemals Tee aus Granulat bekommen. Am liebsten trinken sie ohnehin Wasser, ab und an auch mal Milch oder Tee (aus Beuteln gekocht). Und wenn sie dann hin und wieder mal Limo, Capri Sonne oder ein anderes süßes Getränk wollen, bekommen sie das auch. Allerdings in dem Bewusstsein, dass es etwas Besonderes ist, genauso eine Süßigkeit wie zwischendurch mal ein paar Gummibärchen oder ein Stück Schokolade. Ich finde es traurig, dass viele Eltern die Verantwortung für die Fehlernährung ihrer Kinder auf die Herstellerfirmen abschieben. Mir ist nicht egal, was meine Kinder essen, daher habe ich von Anfang an mit dem Start der Beikost immer nachgelesen, was eigentlich drin ist und Nahrungsmittel mit Zucker weitesgehend vermieden. Sicherlich ist es anstrengend, beim Einkaufen immer wieder nein zu sagen, wenn das Kind eine dieser Zuckerbomben haben will, weil es ja "extra was für Kinder" ist. Trotzdem muss ich doch als Erwachsener in der Lage sein, mich in diesen Dingen durchzusetzen und mein Kind nicht mit Zucker vollzustopfen, weil ich mich mit quengelndem Kind im Einkaufswagen nicht vor den anderen Kunden blamieren will...
Diese Tees gibt es ja schon viel länger, das gab es schon Anfang der 80er Jahre, als meine Tochter geboren wurde. Ich habe das ein paar Mal gekauft, aber nur für zwischendurch mal was anderes zu haben.

Denn ehrlich gesagt, waren mir diese Tees immer viel zu teuer. Meistens habe ich normalen Tee gekocht, und den im Sommer dann im Kühlschrank gelagert. Aber meistens haben wir Wasser getrunken, als meine Tochter noch sehr klein war, habe ich das Leitungswasser für sie allerdings abgekocht und kalt werden lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 12