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Gebrochenes Versprechen: Hipp verkauft Zuckertees für Kinder über Tochterfirma
foodwatch

Bis zu 96 Prozent Zucker im Instantpulver für Kindertees - das stieß auf heftige Verbraucherkritik. Der Hersteller Hipp nahm die Pulvergetränke daraufhin vom Markt. Doch die Tochterfirma Bebivita verkauft eine ganz ähnliche Zuckerbombe.

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boeseHelene 01.08.2013, 12:42
60.

Zitat von cotigoergosum
irgendwelchen künstlichen scheiß zu kaufen, bloß weil man den verlockungen der werbung erliegt. ich habe meine kinder mit selbstgemachten, ungezuckerten, leicht honigversetzten tees groß bekommen ... nie zahnprobleme gehabt mit ihnen und auch gewicht und figur haben sich normal entwickelt ... es liegt an jedem selbst was er seinen kindern antut
und wurde ganz normal mit Zucker erzogen nicht übertrieben aber eben normal und hatte und habe weder Zahn Probleme noch Gewichtsprobleme ;) Zuviel ist einfach immer nicht gut ich kann auch von selber gekochtem Bio Gerichten ohne Zucker wenn es zuviel ist dick werden.

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spiritof81 01.08.2013, 12:43
61.

Zitat von calypso2012
Ihre beleidigende Art einem nicht unerheblichen Teil der deutschen Bevölkerung gegenüber finde ich reichlich lächerlich und zeugt eher von Selbstverliebtheit und Arroganz. Wer auf den Pfennig schauen muss, der nimmt das was am billigsten ist und das ist nicht zwingend gesund.
Wenn Sie damit auf meine Äußerung zum Prekariat anspielen: Damit meine ich nicht den "Hartzer" an sich (davon kann man schneller betroffen sein, als einem lieb ist), sondern die Mitmenschen, die auch gene als "Asis" bezeichnet werden. Und bei denen ist Hopfen und Malz verloren, weil sie sich weder um Beratung noch um ihre oder die Gesundheit ihrer Kinder scheren.

Und die Mühe, das Kleingedruckte zu lesen, sollte man sich schon machen. Das ist nicht zuviel verlangt und damit wären solche Spendensammelvereine wie Foodwatch überflüssig.

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shimodax 01.08.2013, 12:44
62.

Zitat von calypso2012
Fragen sie mal Kinderärzte oder Diabetologen zu dem Thema "Schorle" und führen sie sich vor Augen, was die meisten Eltern unwissend ihren Kindern antun. Ich persönlich trinke bevorzugt Tee, Kaffee, Wasser, alles ohne Süße und ich weiß, wie hart der Weg dorthin war.
Ihre Vorlieben in allen Ehren, aber wo bleibt dann der #Aufschrei bezüglich Fruchtsäften? Ich sag's mal so: wenn Schorle (Fruchtsaftanteil ca. 40%) schon übel ist, dann müssen Fruchtsäfte der Killer sein (wahrscheinlich ist dagegen sogar Cola gesund).

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xxbigj 01.08.2013, 12:45
63. optional

"Dafür stehe ich mit meinem Namen" Ich bin erschüttert! Ohne Witz habe ich Hipp für einen der letzten anständigen Betriebe gehalten. Schade...

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c.PAF 01.08.2013, 12:46
64.

Zitat von charlybird
dass Hipp und Konsorten produzieren dürften, was sie wollten, schließlich könnten die Eltern ja lesen, was sie kaufen. Außerdem solle Foodwatch sich dort nicht einmischen. Was soll man dazu sagen ? Kopfschütteln, lachen, weinen ? Zunächst einmal ist es nicht verkehrt, dass Foodwatch ein bisschen piekt, weil wir, seit eine bayrische Radio-und Fernsehtechnikerin das Verbraucherschutzministerium mitbekleidet, eigentlich keinen Verbraucherschutz mehr haben. Ich finde es auch notwendig und wichtig, dass Menschen sich darüber informieren, was sie kaufen, aber ich finde es noch notwendiger, dass den Produzenten von Nahrungsmitteln extrem auf die Finger geschaut wird, gerade in der heutigen Zeit, wo es vielfach nur noch um Fooddesign geht. Hipp ist da nur eine von vielen Eisbergspitzen. Die Prämisse darf nicht der Profit der Herstellers sein, wie er es Dank subtiler Lobbyarbeit schon vielfach ist, sondern eben der Schutz des Verbrauchers.
Das finde ich auch - in den Fällen, wo es keine Alternativen (z.B. selbst kochen oder zumindest Inhaltsangeben lesen) gibt.

Zitat von
...sondern eben der Schutz des Verbrauchers. Und die haben leider oft wenig Ahnung, da oft keine Zeit sich zu informieren und vertrauen einfach den Produkten, ...
Das ist einfach nur ein Armutszeugnis ohnegleichen. Keine Zeit sich zu informieren? Da reicht ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe! Ich bleibe dabei, in den meisten (nicht allen) Fällen ist es pure Faulheit der Verbraucher, und die ist definitiv nicht den Herstellern in die Schuhe zu schieben. Und beim Zuckertee kann mir niemand sagen, es wäre nicht problemlos aus den Inhaltsangaben herauszulesen!!!

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shimodax 01.08.2013, 12:47
65.

Zitat von Hugh
Haben Sie schon mal eine Apfelschorle gekauft, die zu 98% aus Zucker bestand?
Die besteht zu 98 aus Wasser. So wie das Endprodukt bei einem Instant-Tee auch, schätze ich.

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spiritof81 01.08.2013, 12:47
66.

Zitat von fatherted98
...schon im Kleinkindalter werden die Kinder von der Lebensmittelindustrie mit zuckerhaltigem "angefixt"...
Echt? Die Lebensmittelindustrie rennt mit Zuckerspritzen duch die Gegend und fixt die Kinder an, oder wie soll man sich das vorstellen?
letztendlich liegt es an den Eltern, was sie ihren Kindern verabreichen und nicht an der Industrie.

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steelman 01.08.2013, 12:50
67. optional

für meinen Bruder und mich gab es (in den Siebzigern) immer eine große Kanne Malventee in der Küche. Der wurde eben mehrmals am Tag frisch aufgebrüht und dann gekühlt.
Die gleichaltrigen Kinder bei mir in der Schule kommen mit 1,5l-Flaschen Zzckerpisse im Rucksack an und bohren eine solche Menge problemlos in einer Doppelstunde ab. Da heißt es dann bestenfalls "da ist doch nur Süßstoff drin, kein Zucker". Wenn die Eltern gleichgültig, sorglos oder einfach doof sind, werden die Kinder eben mit solchen Dreck aufwachsen. Pech gehabt.

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c.PAF 01.08.2013, 12:55
68.

Zitat von Gluehweintrinker
Na, es scheinen sich zwei Lager abzuzeichnen. Das eine, welches zurecht Zuckerbomben für Kleinkinder ansprangert und das andere, welches an die Mündigkeit und das Selbstbestimmungsrecht des aufgeklärten Verbrauchers appelliert, der doch bitteschön das Kleingedruckte lesen sollte. Wie weltfremd ist denn die letztere Position? Etiketten lügen wie gedruckt, stellt Foodwatch immer wieder fest.
Ja, "vorne" lügen sie (Milchschnitte, das gesunde aus der Milch), aber nicht "hinten". Dort steht z.B. bei der Milchschnitte, daß 100g rd. 30g Zucker und rd. 28g Fett enthalten. Da muß ich keine Intelligenzbestie zu sein, um zu wissen, daß das alles ist, nur nicht gesund. Aber selbst das scheint die "mündigen" Verbraucher ja schon zu überfordern, die das lesen dieser zwei Zeilen als weltfremd bezeichnen.

Sicher gibt es Beschiß ("Analogkäse"), aber der überwiegende Teil läßt sich durch das Lesen der Inhalsstoffe klären. Warum das weltfremd sein soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Das vor allen, wo doch bekannt ist, daß man den Sprüchen der Hersteller nicht trauen kann.

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Siluriel 01.08.2013, 12:55
69.

Zitat von chefrationalist
Was soll das!? Kann man Teegranulat nicht ohne Zucker herstellen?
Bei mir kommt da eher die Frage auf: Kann man Tee nicht ohne Teegranulat herstellen?
Ich habe 2 Kinder, der Große ist dreieinhalb Jahre, der Kleine 19 Monate alt. Keiner der beiden hat bis heute jemals Tee aus Granulat bekommen. Am liebsten trinken sie ohnehin Wasser, ab und an auch mal Milch oder Tee (aus Beuteln gekocht). Und wenn sie dann hin und wieder mal Limo, Capri Sonne oder ein anderes süßes Getränk wollen, bekommen sie das auch. Allerdings in dem Bewusstsein, dass es etwas Besonderes ist, genauso eine Süßigkeit wie zwischendurch mal ein paar Gummibärchen oder ein Stück Schokolade.
Ich finde es traurig, dass viele Eltern die Verantwortung für die Fehlernährung ihrer Kinder auf die Herstellerfirmen abschieben. Mir ist nicht egal, was meine Kinder essen, daher habe ich von Anfang an mit dem Start der Beikost immer nachgelesen, was eigentlich drin ist und Nahrungsmittel mit Zucker weitesgehend vermieden.
Sicherlich ist es anstrengend, beim Einkaufen immer wieder nein zu sagen, wenn das Kind eine dieser Zuckerbomben haben will, weil es ja "extra was für Kinder" ist. Trotzdem muss ich doch als Erwachsener in der Lage sein, mich in diesen Dingen durchzusetzen und mein Kind nicht mit Zucker vollzustopfen, weil ich mich mit quengelndem Kind im Einkaufswagen nicht vor den anderen Kunden blamieren will...

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