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Gebührenflut bei Banken: Kostenloses Girokonto - eine Seltenheit in Deutschland
DPA

Banken sind kreativ - wenn es um die Erhebung neuer Gebühren geht. Viele kassieren für Leistungen, die bisher kostenlos waren. Heute bieten nur noch 24 Institute Gratiskonten an, zeigt eine Studie.

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Ursprung 17.01.2017, 10:55
90. Wozu

Bankkonten?
Nur Drogenbarone oder Steuerfluechtlinge muessen Ueberweisungen machen, die LKWs fuer den Banknotentransport sind da zu unpraktisch und global unbeweglich.

Girogeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern nur ein privat fragwuerdiger Schuldscheindeal mit irgendwelchen Bangstern.
Ohne jede Handhabe, wenn Banken in die Bredouille geraten: leidvolle Zeitgenossenerfahrungen: Griechen, Iraliener, Spanier, Zyprer u.a. .
Steuerbehoerden, Gema, Kommunendienste: alle muessen Bargeld annehmen, ist gesetzlich geboten! Wers nicht tut, kann erfolgreich verklagt werden.
Wer mit Bargeld zahlt, hinterlaesst auch keine Datenspuren, keine Bewegungsprofile, auch nicht, wo er wohnt (prekaere oder Reichenviertel=unterschiedliche Urlauberpreise, beispielsweise).
Also Leute: bleibt frei und sauber.
Mit Bargeld.
Am besten derzeit (alles ueber den taeglichen Eurodiscountlaeden hinaus): in Schweizer Franken.
Da lauft gerade ein Volksbegehren auf staatlich geregeltes Vollgeld (Anti Bankdruck-Giralgeld, bald also hoffentlich eine massiv solide Bargeld-Strumpfvariante).

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Jucken 17.01.2017, 11:03
92. Nur kostenlos

Eine weitere Einnahme für die Banken wurde bisher zu wenig erwähnt: Die Girokarte (veraltet EC-Karte). Mit jedem Einsatz bekommt die Bank einen kleinen Anteil von der Belastung.
Ich finde ein kostenloses Online-Girokonto sollte Voraussetzung für eine Bankenlizenz sein. Ich bin sicher keine Bank würde sich deswegen auflösen! Ein Konto ist eine die Voraussetzung um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können und daher gibt es seit kurzen auch die Möglichkeit zumindest ein Konto zu erzwingen. Leider "verpasste" der Gesetzgeber dieses als kostenloses Konto festzuschreiben. Ausgerechnet die die wenig Geld zur Verfügung haben, müssen zahlen und wer einen bestimmten Gehaltseingang (natürlich über Hartz IV usw.) muss zahlen. Dabei hört man doch ständig, dass das Guthaben Negativzinsen für Banken verursacht, aber trotzdem brauchen diese dann doch keine Kontoführungsgebühren zahlen, merkwürdig!
Ich werde solange wechseln wie es kostenlose Girokonten gibt, dank Kontowechselservice nicht mehr ganz so aufwendig wie früher!

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robien 17.01.2017, 11:10
93. Alles andere als ein fairer Preis ist unfair

Viele Institute haben bislang ein "kostenloses" Girokonto angeboten.

Das war schon bisher weder nachhaltig noch vernünftig und förderte zudem jene "Geiz-ist-geil"- Mentalität, die unserer Gesellschaft in vielerlei Hinsicht große Probleme bereitet. Nicht zuletzt schwingt in der Forderung auch ein gehöriges Maß an Verlogenheit mit, denn denn kalkulatorisch konnte und kann kein Institut das Produkt Girokonto mit dem Kostenfaktor "NULL" betreiben. Die Zuverfügungstellung der (technischen) Infrastruktur, Sicherheitsmaßnahmen und Service (Call-Center) sind Kostenfaktoren um die keine Bank umhin kommt. Diese Kosten wurden in der Vergangenheit quersubventioniert, vor allem über Zinsdifferenzgewinne.

Eine solche Quersubventionierung ist jedoch zutiefst unfair, bedeutet es doch, es sollen andere für mein (angeblich) kostenloses Girokonto bezahlen. Dass ein solches Modell nicht für alle Zeit Bestand haben kann, liegt doch auf der Hand. Zum einen ist es eben unfair bestimmten Kundengruppen gegenüber, die sich das auch immer weniger gefallen lassen (absolute Top-Zinsen *und* kostenloses Girokonto sind nicht möglich) und dann können auch Änderungen der Marktbedingungen eine Quersubventionierung obsolet machen.

Aus meiner Sicht ist es deshalb aus Banken- wie aus Kundensicht vernünftig und fair, jedes einzelne Finanzprodukt hinsichtlich der Kosten sauber durchzukalkulieren und diese zuzüglich eines angemessenen Gewinnzuschlages an die Kunden weiterzugeben. Ein solches Denken bietet auch die beste Sicherheit, dass Produkte langfristig angeboten bzw. in Anspruch genommen werden können.

Dass diese ganz Diskussion jedoch überhaupt aufkommt, haben sich die Banken selbst zuzuschreiben. Sie haben eben mit unsauberen Kalkulationen entsprechende Erwartungshaltungen der Kunden überhaupt erst gefördert. Das musste ihnen irgendwann auf die Füße fallen. Immerhin, der kritische Kunde hätte selbst darauf kommen können, denn so blöd kann doch keiner sein, zu glauben, ein Konto würde nichts kosten. Und dem unkritischen Kunden sei gesagt, nein, Geiz ist nicht geil.

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Roadrunner 17.01.2017, 11:15
94. Unseriös

Wieder mal ein typisches Beispiel für einen dieser unsäglich schlampigen Tests der Stiftung Warentest.

Nicht nur fehlen einige wichtige Banken (u.a. DKB, Fidor, N26), auch wird völlig ignoriert, dass es dort auch eine Menge Abstufungen gibt: was hat ein Konto, das lediglich eine im Ausland quasi nutzlose, im Inland hochbedenkliche Girocard bietet mit einem Konto, dass eine vollwertige Maestro oder gar eine Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr bietet, zu tun?

Da war wohl mal wieder das Ergebnis vor dem Test fertig...

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lindareicher 17.01.2017, 11:15
95. @ich2010

Sie haben es wohl nicht so ganz verstanden. Ich gebe der Bank MEIN Geld, damit sie damit arbeiten kann. Zum Beispiel Kredite vergeben und durch den Zinssatz selber Gewinne erwirtschaften. Ein kleiner Teil des damit erwirtschafteten Geldes (sollte) an mich (letztendlich den Kreditgeber) zurückfließen. Die Bank nimmt de facto also nur eine Vermittlerrolle ein und verdient daran. Ist es so schwer, das zu erkennen?

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Flappen 17.01.2017, 11:16
96. selber schuld

Heutzutage ist es halt so, und nicht nur bei Banken: Wer den vollen Preis zahlt, ist selber schuld. Stromanbieter z.B. vergeben 100 EUR und mehr Bonus, wenn man schön jedes Jahr wechselt. Und wer Kontoführungsgebühr bezahlt, ist auch selbst schuld. Die HypoVereinsbank hat auch welche eingeführt - weg war ich.

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kk_lein 17.01.2017, 11:21
97.

Zitat von _citizen_
Quatsch!! Gehen sie doch mal zu ihrer Bank und verlangen einen Kredit, den werden sie nicht für umsonst bekommen. Und wessen Geld ist das was die Bank verleiht? Genau es ist ihres!!! Die Bank verleiht Giralgeld im Verhältnis 1:7 (Bar als 1:1). Das heisst 100 Euro die sie Bar einzahlen gehen mit 700 Euro Dispozins oder Bausparkredit an einen anderen weiter. Na und wer ist jetzt bei dem Geschäft der Gewinner??
Achso, nachdem die Zunsen so gefallen sind, leben die Banken jetzt vom Dispozins?
Die Bösen ...

Nochmal. Meine Sparkasse hat FRÜHER vom Geldverleihen gelebt. Zwischen Sparzins auf Einlagen und Sollzins auf vergebene Kredite verblieb denen eine Marge von 1-3%/a. Diese Marge ist nun so gut wie weggefallen. Um ihren Betrieb, z.B. die Filiale in meiner Nähe, aufrecht zu erhalten, erheben sie jetzt höher Kontogebühren.

Ist mir immer noch lieber, als dass es künftig keine Sparkassen mehr gibt.

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kk_lein 17.01.2017, 11:24
98.

Zitat von _citizen_
Quatsch!! Gehen sie doch mal zu ihrer Bank und verlangen einen Kredit, den werden sie nicht für umsonst bekommen. Und wessen Geld ist das was die Bank verleiht? Genau es ist ihres!!! Die Bank verleiht Giralgeld im Verhältnis 1:7 (Bar als 1:1). Das heisst 100 Euro die sie Bar einzahlen gehen mit 700 Euro Dispozins oder Bausparkredit an einen anderen weiter. Na und wer ist jetzt bei dem Geschäft der Gewinner??
und außerdem:

Würden Sie selbst nun umsonst arbeiten oder nicht?

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krautrockfreak 17.01.2017, 11:25
99. Bin schon ewig bei der PSD-Bank

Super Service und ich kann an fast allen VB-Automaten in Deutschland Geld kostenlos abheben. Da sie aber den Mindesumsatz für die Kreditkarte um 500% erhöht haben, habe ich mir eine bei der Postbank kostenlos geholt (habe dort auch ein kostenloses Konto). Die Sparkassen und Volksbanken bei uns langen dagegen richtig zu bei den Gebühren.

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