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Gebührenflut bei Banken: Kostenloses Girokonto - eine Seltenheit in Deutschland
DPA

Banken sind kreativ - wenn es um die Erhebung neuer Gebühren geht. Viele kassieren für Leistungen, die bisher kostenlos waren. Heute bieten nur noch 24 Institute Gratiskonten an, zeigt eine Studie.

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moev 17.01.2017, 12:35
120.

Zitat von märchenonkelxxl
Also zahle ich bei Online-Überweisungen Gebühren dafür, dass die/der Bankangestellte nichts machen muss ? Genial ! ;-)
Eigentlich zahlen Sie dafür ja extra weniger. Banken mit Gebühren für Onlinebanking haben zu 99% noch höhere Gebühren für "analoges" Filialbanking.

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viceman 17.01.2017, 12:37
121. warum das denn?

Zitat von cabeza_cuadrada
Klar, kann man machen. Hätten sie dann ein gutes Gefühl wenn sie einmal im Monat mit (keine Ahnung) 2,3 oder 4 tausend Euro in der Tasche nach hause gehen? Ich weiß ja nicht wo sie wohnen, aber die Zeiten haben sich geändert. Wenn jeden 30. oder 31. des Monats die U-Bahnen, S-Bahnen, Busse voller Menschen mit mehreren tausend Euro in der Tasche unterwegs wären, so viele Fahndungsaufrufe müssten eine eigene Plattform bekommen. Also vielleicht das daily Aktenzeichen xy ungelöst regional unterteilt.
früher, als es noch wöchentlich das geld in bar gab , haben oft die ehefrauen am samstag mittag gleich den lohn direkt im betrieb abgeholt... also ganz früher ;-)

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peter.herm44 17.01.2017, 12:40
122. Bestandskunden

"104. DKB entspricht nicht den Kriterien
DKB hat einen monatlichen Mindesteingang von 700 Euro als Bedingung. Aber wer hat den denn nicht?"
Das wär mir neu - ich habe jedenfalls (und zwar ohne monatlichen Mindesteingang) ein dkb-Konto. Das könnte äußersten Falles auf Neukunden zutreffen.

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robien 17.01.2017, 12:43
123. Nö, ganz schlechtes Beispiel ...

Zitat von cabeza_cuadrada
Nur mal ein kleines Beispiel von tausenden. Wissen sie was? Ich gehe niemals in Restaurants auf die Toilette, ist einfach nicht meins, also öffentliche Toiletten. Ich sehe deshalb auch nicht ein dass durch die Preise der Gerichte die Toiletten samt deren Reinigung quer subventioniert wird. Es sollte eine zusätzliche Toiletten Nutzungsgebühr erhoben werden die jeder Gast nur dann zahlen muss, wenn er die Toiletten auch genutzt hat. Wäre das auch in ihrem Sinne? Müsste eigentlich.
Speiserestaurants sind ja schon per Gesetz verpflichtet, WC-Räume zur Verfügung zu stellen. Hier stellt sich die Frage also gar nicht ...

Aber auch losgelöst von gesetzlichen Vorschriften ist Ihre Argumentation schief. Die Hauptsache an einem Restaurantbesuch sind zubereitete Speisen und Getränke, alles andere mehr oder weniger Zubehör. Diese Hauptsache wird immer Geld kosten. Natürlich könnte jede gereichte Stoffserviette zusätzlich Geld kosten, der Gastronom kann die Kosten hierfür aber auch in den Preisen für Speisen und Getränke berücksicksichtigen. In der Gastro-Branche hat sich nunmal das "Pauschal-Prinzip" durchgesetzt.
Aber versuchen Sie mal, sich in einem Restaurant auf einen der Stühle einfach nur so auszuruhen oder auf Toilette zu gehen. Wenn der Gastronom Ihnen das nicht aus purer Menschlichkeit gestattet, fliegen Sie hochkant raus. Es gibt nämlich (kostenpflichtigen) Verzehrzwang.

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Ursprung 17.01.2017, 12:43
124.

Zitat von lindareicher
Sie haben es wohl nicht so ganz verstanden. Ich gebe der Bank MEIN Geld, damit sie damit arbeiten kann. Zum Beispiel Kredite vergeben und durch den Zinssatz selber Gewinne erwirtschaften. Ein kleiner Teil des damit erwirtschafteten Geldes (sollte) an mich (letztendlich den Kreditgeber) zurückfließen. Die Bank nimmt de facto also nur eine Vermittlerrolle ein und verdient daran. Ist es so schwer, das zu erkennen?
Eine Bank vergibt mit Ihrem Geld keine Kredite, nichts davon wird umgebucht oder dient gar als Sicherheit.
Mit einem Kredit an jemandem erschafft sich eine Bank ihr Geld selber neu und gibts dem Kreditnehmer als Schuldschein, der den spaeter wieder einzuloesen hat.
Das neu geschaffene Geld aber bleibt fuer die Bank bestehen, gehoert ihr weiter und geht nicht mehr auf Null, sondern plustert die Finanzblase auf.
Gebuehren wollen die bloss haben, um einen Minibetrag Scheine und Muenzen notgedrungen und ungern bereitzuhalten (Kassierergehalt), weil sie bloederweise fuer ihre staatliche Lizenz, Kapital neu erschaffen zu duerfen, ein paar Noten und Muenzen fuer laestige Bargeldkunden life bereithalten muessen.

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Creedo! 17.01.2017, 12:46
125.

Bedingungslos? Bei der DIBA braucht man regelmäßige Geldeingänge. Bei der Comdirekt sind nur 3 Einzahlungen pro Jahr frei. Klingt nicht nach bedingungslos.
Manchen Banken wird zur Last gelegt, dass beleghafte Überweisungen Geld kosten. Wie sieht's bei beleghaften Überweisungen der Direktbanken aus? Ach, da kann man gar keine beleghaften Überweisungen vornehmen? Klar, dass das dann kostenlos ist.

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cabeza_cuadrada 17.01.2017, 13:12
126. Die Hauptsache an einem Restaurantbesuch sind zubereitete Speisen und Getränke

Zitat von robien
Speiserestaurants sind ja schon per Gesetz verpflichtet, WC-Räume zur Verfügung zu stellen. Hier stellt sich die Frage also gar nicht ... Aber auch losgelöst von gesetzlichen Vorschriften ist Ihre Argumentation schief. Die Hauptsache an einem Restaurantbesuch sind zubereitete Speisen und Getränke, alles andere mehr oder weniger Zubehör. Diese Hauptsache wird immer Geld kosten. Natürlich könnte jede gereichte Stoffserviette zusätzlich Geld kosten, der Gastronom kann die Kosten hierfür aber auch in den Preisen für Speisen und Getränke berücksicksichtigen. In der Gastro-Branche hat sich nunmal das "Pauschal-Prinzip" durchgesetzt. Aber versuchen Sie mal, sich in einem Restaurant auf einen der Stühle einfach nur so auszuruhen oder auf Toilette zu gehen. Wenn der Gastronom Ihnen das nicht aus purer Menschlichkeit gestattet, fliegen Sie hochkant raus. Es gibt nämlich (kostenpflichtigen) Verzehrzwang.
und die Hauptsache einer Bank ist das Führen von Konten? Ich befürchte sie haben da etwas grundsätzlich nicht verstanden. Die "Hauptsache" ist die Haupteinnahmequelle, also das worauf das ganze Business beruht. Und das ist bei Banken nun wirklich nicht die Kontoführungsgebühr. Davon lassen sich keine Glaspaläste und Vorstandsboni verdienen. Sonst würden keine Banken existieren die kostenlose Konten anbieten.

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geode 17.01.2017, 13:54
127. Kontoführungsgebühren

Zitat von clausiusrankine
Kontoführungsgebühren sind so selbstverständlich wie die Kosten eines Haarschnitts bei einem Friseur. Es ist eine Dienstleistung, die bezahlt werden muss. Ich jedenfalls fühle mich bei meinem Kundenberater in der Bank unseres kleinen Ortes, in dem sich so gut wie jeder kennt, bestens aufgehoben und dafür zahle ich gerne. Für Direktbanken ist bei mir kein Platz. Die Beratung und der Service (Kontotransaktionen, Geldautomaten, usw.) müssen nun einmal bezahlt werden. Ergo bei Direktbanken kommt irgendetwas zu kurz oder das Geld wird auf anderer Weise beschafft. Außerdem sind die Banken wie jedes andere Unternehmen auch auf Gewinn aus. Ist das bei Industrieunternehmen anders? Wird nicht deswegen in Asien produziert? Bevor man sich über Kontoführungsgebühren aufhält, sollte man erst einmal andere Dinge hinterfragen. Pfennigfuchser und Kleinkarierte sollten sich ohnehin mal etwas entspannen.
Wenn Sie Kontogebühren gerne zahlen, dann machen Sie das. In dem Dorf, in dem ich wohne, gibt es nur noch ein Servicecenter ohne irgendwelche Mitarbeiter. Wenn ich einen Berater brauche, müsste ich in den Nachbarort fahren. Allerdings habe ich seit etlichen Jahren keinen Bedarf mehr dafür. Bei Geldabhebungen zahlt die Gebühr meine Direktbank, so dass die Betreiber des Automaten daran sicherlich auch noch verdienen.

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robien 17.01.2017, 13:56
128. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten

Zitat von cabeza_cuadrada
und die Hauptsache einer Bank ist das Führen von Konten? Ich befürchte sie haben da etwas grundsätzlich nicht verstanden. Die "Hauptsache" ist die Haupteinnahmequelle, also das worauf das ganze Business beruht. Und das ist bei Banken nun wirklich nicht die Kontoführungsgebühr. Davon lassen sich keine Glaspaläste und Vorstandsboni verdienen. Sonst würden keine Banken existieren die kostenlose Konten anbieten.
Eben. Und deshalb muss das Girokonto etwas kosten, wenn sich mit dem Kunden kein Geld verdienen lässt, dass diese Kosten mitdeckt. Und in jedem Fall gehen die Kosten des subventionierten Kontos dann zu Lasten des besseren Zinses. An immer mehr Kunden lässt sich so gar nichts verdienen, denn die picken sich nur nie Rosinen raus. Bei Bank A wird dann das kostenlose Girokonto genutzt und bei Bank B der höchste Tagesgeldsatz in Anspruch genommen.

So gerät auch die Gesamtkalkulation in Schieflage und die Produktmanager "Girokonto" werden dann darüber nachdenken müssen, wie sie die Leistungen und damit die Kosten des Girokontos beschneiden können, dass es nicht so arg defizitär ist.

Nachhaltig ist das nicht. Da zahle ich doch lieber meinen Kostenanteil und gönne der Bank eine kleine Marge. So weiß ich, dieses Geschäftsmodell wird auch für mich als Kunden Bestand haben und brauche nicht alle sechs Monate die Bank wechseln. Ohne schlechtes Gewissen kann ich meinen Kredit dann auch bei der günstigeren Konkurrenz aufnehmen.

Ein Grundsatz bei Finanzprodukten lautet ja auch, "unterschreibe nichts, was du nicht wirklich verstehst". Und wie die Bank an kostenlosen Girokonten verdienen will, bleibt mir schleierhaft. Ich will das aber Wissen, wie und was die Bank an mir verdient. Transparenz ist mir da schon wichtig.

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Ursprung 17.01.2017, 13:57
129. Wozu Kontenfuehrungspeanuts?

Zitat von cabeza_cuadrada
und die Hauptsache einer Bank ist das Führen von Konten? Ich befürchte sie haben da etwas grundsätzlich nicht verstanden. Die "Hauptsache" ist die Haupteinnahmequelle, also das worauf das ganze Business beruht. Und das ist bei Banken nun wirklich nicht die Kontoführungsgebühr. Davon lassen sich keine Glaspaläste und Vorstandsboni verdienen. Sonst würden keine Banken existieren die kostenlose Konten anbieten.
So geht`s:
Bank A baut sich einen Glaspalast von ihrem selbstgeschaffenen Viralgeld aus vergebenen Krediten und zahlt an den General-Unternehmer HT, der seine Konten bei Bank B hat, ueberweist die Bausumme 1 Mrd. vom Viralgeld.

Bank B baut sich einen Glaspalast von ihrem selbstgeschaffenen Viralgeld aus vergebenen Krediten und zahlt an den General-Unternehmer TH, der seine Konten bei Bank A hat, ueberweist die Bausumme 1 Mrd. vom Viralgeld.

Beide erhalten also simultan je 1 Mrd. Viralgeld, welches sie vollkommen weitergeben, die Arbeiter der beiden General-Unternehmer und Unterlieferanten ihr Geld, die Banken sind gegenseitig ausgeglichen und brauchen nicht dazu als Kontenausgleich untereinander was von einer Zentralbank.

Es stehen dann zwei neue schoene Buerotuerme in der Landschaft, jede der beiden Banken hat ihr Vermoegen um 1 Mrd. vergroessert, ausgegeben haben sie unterm Strich nichts, nur die Geldmenge in der Blase um 2 Mrd. gemeinsam vergroessert aber dazu haben sie ja ihre staatliche Geldmachlizenz (fuer Viralgeld).
So kaufen die natuerlich auch ihre Audis und Benz fuer das Fuehrungspersonal. Oder andere Banken. Oder Aktien. Oder Staatsanleihen auch des Staates, dessen Viralgeld sie zu machen die Lizenz haben.

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