Forum: Wirtschaft
Gefährdeter EZB-Anleihenkauf: Banken wollen Staatsanleihen lieber bunkern
DPA

Die Europäische Zentralbank will Staatsanleihen im Wert von 920 Milliarden Euro kaufen und so die Wirtschaft der Eurozone beleben. Doch laut einem Zeitungsbericht wollen manche Banken ihre Bonds gar nicht so gern verkaufen.

redbayer 19.02.2015, 12:35
1. Typisch für den

die deutsche EU/EURO-Politik. In einer Zeit, in der politisch gewollt, Geld keinen Zins mehr wert ist, sollen ausgerechnet die Banken "Staatsanleihen" - für die sogar noch Zinsen gezahlt werden - abgeben, um mit dem Geld - das heute kein Investor mehr braucht - selbst zu "investieren". Für wie blöd haltet ihr eigentlich das Kapital?

Die Staatsanleihen werden nur dann von den Banken sofot abgegeben, wenn absehbar ist, dass sie weder Zins bringen noch zurückgezahlt werden (was sehr wahrscheinlich ist, siehe Euro-Griechenland).

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marthaimschnee 19.02.2015, 12:41
2.

Na klar sind die Dinger wertvoll, wenn die Eurozone vor die Wand fährt (und die Chancen stehen gut, solange eine totale Null wie Schäuble seine geisteskranke und längst gescheiterte Ideologie weiter durchprügeln darf) und die Werte dieser Teile gegen Null fallen, wird man sie denen wieder für Mondpreise abnehmen müssen, damit nicht schon wieder alle Banken gleichzeitig vor die Wand fahren.

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freespeech1 19.02.2015, 13:19
3.

Das wundert mich nicht, ich hatte mich schon längst gefragt, wie das funktionieren soll.

Einerseits fehlt es den Banken doch nicht an Geld zur Kreditvergabe, sondern an guten Schuldnern, die Kredit beantragen.
Zweitens muss für Staatsanleihen kein Eigenkapital hinterlegt werden.

An die EZB verkauft würden also vor allem Staatsanleihen und Anleihen an private Schuldner mit schlechtem Rating. Da wird die EZB vermutlich erfolgreich sein, schließlich ist sie auch bereit, Finanzschrott anzukaufen.

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skorpianne 19.02.2015, 14:20
4. Banken?

Zitat von freespeech1
Das wundert mich nicht, ich hatte mich schon längst gefragt, wie das funktionieren soll. Einerseits fehlt es den Banken doch nicht an Geld zur Kreditvergabe, sondern an guten Schuldnern, die Kredit beantragen. Zweitens muss für Staatsanleihen kein Eigenkapital hinterlegt werden. An die EZB verkauft würden also vor allem Staatsanleihen und Anleihen an private Schuldner mit schlechtem Rating. Da wird die EZB vermutlich erfolgreich sein, schließlich ist sie auch bereit, Finanzschrott anzukaufen.
Es geht nicht nur um Banken, sondern auch um Versicherer und andere professionelle Anleger.
Der Verkauf macht ja nur dann Sinn, wenn es bessere Alternativen gibt. Und die gibt es derzeit nicht.
Die Banken und anderen Anleger können mit der Liquidität nichts anfangen, zumal die EZB (und damit die Banken) Strafzins haben möchte. Logisch, dass das nicht funktioniert.

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Thomas Ernst 20.02.2015, 08:16
5. Wen wundert es?

"... Banken und andere Investoren wenig interessiert, ihre Anleihen an die EZB zu verkaufen." Was sollen die Banken und anderen Finanzintermediäre auch schon mit dem Geld von Draghi anfangen? Es gibt kaum rentable Anlagemöglichkeiten mit überschaubaren Risiken.

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