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Gefährlicher Öl-Boom: Amerikas rollende Zeitbomben
DPA

Amerika fördert so viel Öl wie nie. Doch der Boom hat eine tödliche Kehrseite: Immer mehr Rohöl wird auf dem Schienenweg transportiert - viele Güterzüge verunglücken.

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thomas.b 18.06.2014, 15:50
1. optional

Die Gefahrenabwehr der Amerikaner konzentriert sich eben auf den "Terrorismus", da treten solch banale Katastrophen eben gern in den Hintergrund...

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Atheist_Crusader 18.06.2014, 15:55
2.

Zitat von sysop
Amerika fördert so viel Öl wie nie. Doch der Boom hat eine tödliche Kehrseite: Immer mehr Rohöl wird auf dem Schienenweg transportiert - viele Güterzüge verunglücken.
Die Ölindustrie hat damit nur am Rande zu tun. Schuld ist eher die verrottende Infrastruktur, die seit Jahrzehnten nicht mehr im großen Maßstab gewartet und erneuert wurde.
Eine Zugfahrt über Langstrecke in den USA, und man wird die Deutsche Bahn auf Knien anbetteln, doch wieder ihre alten Züge, ewigen Verspätungen und miesen Winterdienst ertragen zu dürfen.

Aber was die amerikanischen Ölzüge angeht, wird man da bestimmt eine kostensparende und zweckmäßige Lösung finden. Vielleicht Pipelines. So durch's eigene Land ist das ja vergleichsweise sicher, außerdem kann man als Ölmulti das bestimmt mit Steuergelder finanzieren lassen.

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david-39 18.06.2014, 15:57
3. Regulierung

Technische und ethische Überprüfung, besonders wenn diese von der Regierung in DC kommt, ist Teufelszeug. Genauso wie Steuern für Großunternehmen und Gesetze zum Schutz des Verbrauchers und der Umwelt.

Die Oligarchen in den USA wollen nicht bei ihrem Tagesgeschäft gestört werden.

Es wird Zeit, dass Europa einen eigenen Weg findet und sich von den USA emanzipiert und zwar moralisch, ökonomisch und militärisch.

Da wir aber weder über die Finanz-manipulations-Industrie und Überwachungsindustrie verfügen und wichtige Reformen verschleppt werden (Frankreich, England) sind wir (Griechenland, Portugal, Spanien -> Frankreich) Manipulationen der US-Großbanken ausgesetzt.

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zerozero123 18.06.2014, 15:58
4. Gier frisst Hirn...

...trifft mal wieder komplett zu. Das die Bürger in den USA das immer mitmachen ist mir unverständlich. Aber was rede ich, der normale Deutsche ist auch zu dumm um irgendwas zu verstehen und wählt den eigenen Totengräber immer und immer wieder....

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spmc-135322777912941 18.06.2014, 16:19
5. Obama und seine linksgruenen Umweltschuetzer

Zitat von sysop
Amerika fördert so viel Öl wie nie. Doch der Boom hat eine tödliche Kehrseite: Immer mehr Rohöl wird auf dem Schienenweg transportiert - viele Güterzüge verunglücken.
verweigern den Bau einer Pipeline. Was hier der Spiegel berichtet ging mir schon im Februar nach dem grossen Unglueck in ND durch den Kopf.

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chwe 18.06.2014, 16:31
6. Unterschied zu frueher ?

Frueher kam das Oel aus dem nahen Osten per Schiff und wurde im Suedosten
der USA entladen und v mit LKWs ueber's Land verteilt an Tankstellen
und See- / Flughaefen. Jetzt wird das Oel eben aus Kanda verteilt. Wird dabei wirklich mehr Strecke zurueckgelegt ?

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exHotelmanager 18.06.2014, 16:34
7. Und sie rasen und rasen...

Zitat von sysop
Amerika fördert so viel Öl wie nie. Doch der Boom hat eine tödliche Kehrseite: Immer mehr Rohöl wird auf dem Schienenweg transportiert - viele Güterzüge verunglücken.
Der "Runaway Train" ist ja schon ein Kino-Klassiker und ein gesamtamerikanischer Volksalbtraum.
Tastächlich stimmt an der Story bahntechnisch nichts.

Die Züge "rasen nicht durch Amerika", sondern sie fahren mit weniger als 80km/h recht gemütlich mit vielen Aufenthalten durch die Lande.

Hierzulande fahren ebenfalls viele Öl-, Kerosin- und Benzin-Züge oder Züge mit anderen hochgefährlichen Chemikalien durch das Land, oft deutlich schneller als in USA.
Der Unterschied liegt im wesentlichen in der Qualität der Gleise und deren Betriebssicherheit sowie in der gegenüber Europa deutlich größeren Ladekapazität der Güterzüge. Zudem ist die Ausbildung der Bahnarbeiter sehr viel schlechter und die Technik schlecht gewartet.

Ein ordnungsgemäß bedienter Zug kann nicht "weglaufen", ein Abriss von ordnungsgemäß verbundenen Wagen führt bremstechnisch sofort zu einer Bremsung bis zum Stillstand. Öl explodiert auch nicht, es sind zusätzliche Hitzequellen erforderlich, z.B. Heissläufer am Fahrwerk.

Der Öl-Boom hat damit nichts zu tun. Die Bahn ist und bleibt das sicherste Transportmittel, wenn sie pflichtgemäß betrieben wird.

Nachteilig wird sich bei solchen Unglücken auch aus, dass in USA die Siedlungen stets bis dicht an die Gleise gehen und weitestgehen aus Holz bestehen. Da bleibt dann auch bei kleineren Feuerchen gerne mal von einem Ort nichts übrig.

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#9vegalta 18.06.2014, 16:40
8. @2

Und die Infrastruktur verkommt weil dir Betreiber - die nämlich alle privat sind - kein Geld ausgeben wollen. In dem Zusammenhang kann von "rasen", wie es im Bericht heisst, keine Rede sein. Die langen Kolonnen der verschiedenen Gesellschaften sind nicht sehr schnell unterwegs. Allerdings reicht schon ein defektes Gleis bei Tempo 50.

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michaelXXLF 18.06.2014, 16:43
9.

Zitat von spmc-135322777912941
verweigern den Bau einer Pipeline. Was hier der Spiegel berichtet ging mir schon im Februar nach dem grossen Unglueck in ND durch den Kopf.
Solten Sie auf die Keystone Pipeline anspielen, die verläuft von Norden nach Süden, von Alberta nach Texas. Die Zügen fahren aber von Westen (North Dakota) nach Osten (New York)

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