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Gefahr von Grexit und Brexit: Wir verspielen Europa
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Die Griechen können sich per Referendum aus dem Euro wählen, die Briten über einen EU-Austritt abstimmen: Europa droht auseinanderzubrechen - weil wir alle uns zu wenig dafür einsetzen.

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ErnaEdgarb 29.06.2015, 18:29
50.

Zitat von flieger56
Was für ein Schwachsinn. Europa funktioniert doch nur,wenn Deutschland zahlt. Das ist nicht das Europa wie ich es mir vorstelle. Warum können die Bürger in anderen Mitgliedsländern ein Referendum abhalten und wir Deutschen nicht ? Es wäre besser zurück zur EWG und jedes Land bekommt seine eigene Währung wieder. Dann herrscht wieder Frieden und Eintracht in Europa.
Genau meine Meinung!!!!! Aber NATO/USA lassen das nicht zu!

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anonymous. 29.06.2015, 18:29
51. Bitte mal auf dem Boden bleiben

Hier wird täglich der Untergang der Eurozone (und der EU gleich mit) beschworen. Ein Land wie Griechenland, in Sachen Wirtschaftsleistung kleiner als das Bundesland Hessen, wird sicherlich nicht den Untergang der weltweit grössten Währungsunion herbeiführen. Und was die Briten angeht, würden sich diese bei einem Ausscheiden aus der EU selbst gehörig ins Bein schneiden. Die Schotten könnten gleich das nächste Referendum ausrufen, die Finanzindustrie dürfte ebenfalls "not amused" sein oder gleich ganz abwandern (Paris, Frankfurt und Zürich dürften sich freuen) und was den Zugang zum EU Binnenmarkt angeht, wäre man auf das Entgegenkommen der EU Staaten angewiesen (und was Poltern bringt sieht Cameron grad schön an GR). Sowohl für GB als auch GR gilt, dass diese die EU bei weitem mehr benötigen als umgekehrt. Aber wer gehen will, den soll man gefälligst auch gehen lassen mit allen verbundenen Vor- und Nachteilen für beide Seiten.

Was die Flüchtlingsströme aus Afrika und der arabischen Welt angeht wäre mir zudem sehr daran gelegen, wenn man endlich mal eine ehrliche Diskussion anfangen würde und zwischen tatsächlichen Flüchtlingen und den vielen Wohlstands-/Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden würde. Wer vor Krieg und Verfolgung flüchtet ist ohne wenn und aber aufzunehmen und hat nach Ende des Krieges auch bitte ohne wenn und aber wieder zu gehen. Wer nur wegen des Wohlstandes kommt, darf bitte sofort auf dem Absatz wieder kehrt machen. Gleichzeitig muss man in Europa (und dem Rest der Welt) aber auch so ehrlich sein und erkennen, dass man diese Probleme nur in den Griff bekommen kann, indem man den Menschen in Afrika dabei hilft ihre Lebenssituation zu verbessern und einen gewissen Grad an Wohlstand aufzubauen. Das wird aber nicht dadurch erreicht, dass man beim Umsturz einiger Diktatoren hilft und diese Völker anschliessend sich selbst überlässt mit ihrer schönen Demokratie. Hierfür sind Anstrengungen notwendig, die bisher weder von der EU noch anderen Regierungen weltweit glaubwürdig aufgenommen werden. Insofern ist es zu einfach, hier ausschliesslich auf Europa zu verweisen und von dort mehr Anstrengungen zu verlangen. Die ganzen Öl Milliarden beispielsweise könnte man hier wesentlich besser nutzen als in Militär- und Luxusgüter zu investieren. Auch dort darf man durchaus mehr Anstrengungen verlangen und das meiner Meinung nach auch durchaus mal etwas deutlicher aussprechen.

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dunnhaupt 29.06.2015, 18:29
52. Jeder kleinste Klub und jeder Verein

... hat Satzungen, die den Beitritt und das Ausscheiden eines Mitglieds regeln. Doch die Eurozone hastete ohne Regeln blindlings ins Dunkel, obschon 62 Ökonomen aus der ganzen Welt sie gewarnt hatten, dass dies zwangsläufig zu politischen Spannungen führen muss. Wieder mal ein 100% europäisches Selbsttor, das niemand Putin oder Obama in die Schuhe schieben kann. Seien wir ehrlich, Europa hat keinen De Gaulle oder Bismarck mehr, nur einen Haufen mieser Typen wie den ex-Buchhändler und ex-Alkoholiker Schulz, den ex-Banker Juncker und unsere ex-Chemikerin. Was wissen solche Leute schon vom Regieren?

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Bakturs 29.06.2015, 18:29
53. EU der Handelsfreiheiten ja...

EU der Handelsfreiheiten ja, aber ohne gemeinsame Währung. Ohne echte Zentralregierung mit den ewigen Kleinstaatensteitereien klappt eine geordnete Führung eh nicht.

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Gela2006 29.06.2015, 18:29
54.

...Nein, aber weil einfach nur das eintrifft, was viele ohne Probleme voraus gesehen haben, weil es voraus zu sehen war. Wer sogar Betrügern sein Vertrauen schenkt und davon aus geht, das Gutmütigkeit, Gutmütige Reaktionen zur Folge hat, dem ist heute nicht mehr zu helfen. Was jetzt eingetroffen ist, ist kein Wunder, sondern ein Naturgesetz.

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brux 29.06.2015, 18:30
55. +++++

Es ist ja bekannt, dass Journalisten nicht sehr kenntnisreich sind. Aber diese verschwurbelte Europa-Romantik ist einfach nur doof. Das ist nicht einmal Pennäler-Niveau.

Die EU funktioniert nicht auf der Basis von gutem Willen. Den gibt es nämlich in der Politik nicht.

Sie funktioniert auf der Basis von gemeinsam vereinbarten Regeln. Deshalb ist die EU auch nicht die Organisation des ganzen Kontinents. Einige Länder wie die Schweiz oder Norwegen wollen nicht mitmachen, was ihr gutes Recht ist. Andere, wie Albanien oder die Ukraine, schaffen die Hürde nicht, weil es an der politischen Reife fehlt.

Das europäische Projekt endet nicht, nur weil die Briten keine echte Integration oder weil die Griechen sich nicht an die Regeln halten wollen. Das Projekt wir durch den Abgang dieser Länder nur etwas kleiner, dafür aber fokussierter und wahrscheinlich sogar demokratischer. Denn in einem Klub von Gleichgesinnten muss man nicht ständig faule Kompromisse hinter dem Rücken der Menschen machen.

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booba 29.06.2015, 18:30
56. Es ist nicht

nur Griechenland oder Großbritannien...wir haben mindestens aus 10 EU Mitgliedsstaaten rechte Abgeordnete im EU Parlament sitzen. Einiige Regierungen, gerade im Osten haben rechts natinoalistische Gesinnung und Politik! Das geht sogar soweit, das eine Regierung eine rechte Miliz unterhält. In Deutschland werden die rechtsnationalistischen und dämlich populistische Töne von Tag zu Tag lauter. Es gibt NULL Solidarität in Europa, Mitgliedsstaaten wollen profitieren, aber sind nicht bereit den absolut sinnvollen Vorschlag der Flüchtlingsverteilung zu akzeptieren. Und Deutschland usw arbeitet sogar noch mit diesen Regierungen zusammen, Europa ist es auch egal wer da zu der EU kommt, Hauptsache sie kommen und man kann sich künstlich aufblähen ( womit man dann übrigens auch Russland auf die pelle rückt) Anscheinend haben wir doch nicht so viel aus der Vergangenheit gelernt- oder schon wieder zu viel vergessen. Und dann wird immer so getan als wäre die islamistische Gefahr die größte für uns. Doch die größte Gefahr sind wir selber, unsere Ängste und die die sie instrumentalisieren. Und auch die Medien scheinen oft viel zu blind in diese Richtung sein

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FIFA87 29.06.2015, 18:30
57. Hello

Sehr geehrte Frau Marquart,
Es geht hier nicht darum, "wegen einiger Milliarden" die Europaeische Idee vom Tisch zu wischen. Es geht darum dass die Europaeischen Werte von Verlaesslichkeit, Vertrauen, respektvollem Umgang der Voelker untereinander wiederbelebt warden. Es ist doch so, dass das zwanghafte Festhalten an einer Gemeinschaftswaehrung, die nicht fuer alle gleichermassen "passt", viel mehr Unfrieden in Europa entspanden ist. ich wuerde daher nicht die Eurogegender automatisch als Verraeter der europaeischen Idee ansehen. Im Gegenteil: Fuer etwas mehr Friedenssicherheit sind die Menschen sicher bereit, etwas weniger Stabilitaet (mehr Inflation etc.) zu haben. Weniger Stabilitaet bei gleichzeitigem Unfrieden macht jedoch keinen Sinn. Und genau das ist es, was wir momentan erleben. Also: Weniger Zwangsjacken und Bevormundung durch ´ferne Institutionen, und zur Not auch die Erkenntnis, dass der Euro einfach nicht gut fuer alle Laender und Systeme ist, die wir in Europa haben. Wuerde man das weiterfuehren, was die letzten 5 Monate life, waere wohl bald jeder Europas ueberdruessig.

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kharlamov 29.06.2015, 18:30
58. Egoismus?

Das Problem des Euro liegt doch schon darin, dass er mit dieser unsäglichen Transferunion einhergeht. Wenn ich für das Missmanagement anderer in Haftung genommen werde, lehne ich das natürlich ab. Wenn das der Preis für den Euroerhalt ist, hoffe ich tatsächlich auf ein Scheitern.

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dukatenjunge 29.06.2015, 18:31
59.

Stimmt, denn die Völker Europas sind in Wahrheit noch gar nicht reif für Europa, sondern immer noch nationalstaatlich orientiert. Dies zu ignorieren war der Kardinalfehler der Europa-Ideologen. Real gesehen sind die Völker Europas noch viele Jahrzehnte von einem einigen Europa entfernt.

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