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Gefahren der Niedrigzinsen: Bundesbank warnt vor Immobilienblase
DPA

Der Immobilienmarkt boomt - und die Bundesbank sieht erste Anzeichen einer gefährlichen Preisblase. Die Kreditvergabe sei zuletzt bedenklich gestiegen, warnt Vorstand Andreas Dombret im Interview.

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Korken 30.03.2016, 12:19
1. Wasserkopfargumente

Sämtliche Argumente zeigen auf, dass es besonders Wasserköpfe betrifft, die nun Sorgen habenk, Blutsauger, die sich von Zinsen ernähren. Denn wie jeder (nicht) weiss, arbeitet Geld nicht sondern andere Leute müssen für Zinsen arbeiten. Und dies ist dann auch noch ein echter Wert (also echtes Geld) im Vergleich zum verliehenen Giralgeld.

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joG 30.03.2016, 12:24
2. Was heist

.... Da ist doch schon eine massive Blase in Anleihen und Zinsen, die nur daher nicht platzt, weil die EZB riesige Mengen Zinstitel aufkauft und so eine Blase in von Zinsen abhängigen Märkten erzeugt. Es muss hier und jetzt gesagt sein, dass wir wissen, was die EU über die EZB tut, dass wir wissen, dass unsere Beamten und Politiker das ebenfalls wissen und wie bei Einführung des Euros uns abermals sehenden Auges uns grosser Gefahr aussetzen.

Was tun, wo unsere politisch/bürokratische Elite nicht nur versagt, sondern uns offenbar opfert?

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Spiegelleserin57 30.03.2016, 12:25
3. nicht nur die Niedrigzinsen...

sondern auch die Wohnungsnot in den Städten treibt die Leute zum Immobilienkauf und sie ist auch eine sicherer Geldanlage wenn man diese selbst bewohnt.
Das Problem ist nur die Situation sollten die Zinsen steigen und die Käufer die Raten nicht mehr bezahlen können. Außerdem besteht bei unsicheren Jobs die Gefahr der Arbeitslosigkeit und auch die hohe Scheidungsrate stellt weitere Gefahr für die Verarmung der Bevölkerung dar.

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RRR79 30.03.2016, 12:31
4. Banken ..PLeite gehen?

Da die Politik in unserem Namen unvorstellbar exobitante Schulden bei den Banken macht, wird man die Banken niemals pleite gehen lassen. Wer soll sonst 4% Rentenerhöhung, 5000€ Zuschuss zu E-Mobil und sonstigen Unsinn finanzieren, wenn nicht die Banken. Die Blase ist definitiv da, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass im Fall von massiven Kreditausfällen die Banken, die Bankberater oder die Aktionäre als Bankeninhaber zur Verantwortung gezogen werden, da bekanntlich der Staat ohne das Bankensystem die Finanzierung der Freibier-Leistungen ohne erhebliche Steuererhöhungen nicht möglich wäre.

Also läßt man die Banken wären. Das heißt Riesen-Kredite für Hinz und Kunz ohne Eigenleistung, die sich nie im Leben eine Immobilien würden leisten können im Vertrauen darauf, die Immobilie würde im Preis steigen und man können das Megaminus durch die Kreditzinsen durch die Preissteigerung wettmachen .. wettmachen.. wette... hatten wir das schonmal ?

Ja, hatten wir in den USA, Spanien, Italien, Griechenland, Irland. Wetten auf Preissteigerungen bei Immobilien... und zwar zwischen Bank und Kreditnehmer. Ja, die Kreditvergabestandards sind richtig aufgeweicht. Ich weiß nicht von was der "Experte" da faselt, dass man da immer noch hohe Standard hätte. Meine Lebenserfahrung ist da komplett anders.

In USA noch ein bischen krasser....den hatte der Staat mittel Clinton-Gesetz die Banken dazu verdonnert, JEDEM die Möglichkeit zu geben, eine Immobilie zu finanzieren. Was aus dem Unsinn rausgekommen ist sieht man bis heute.

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nic 30.03.2016, 12:33
5. Zwar legten die Banken bei der Kreditvergabe weiterhin konservative Kriterien an

Eben nicht. 500.000 Euro Kreditvergabe bei mittlerem Einkommen mit 0% Grundkapital ist nicht konservativ.

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nic 30.03.2016, 12:35
6.

Übrigens dürfte es den Banken egal sein wenn die Blase platzt. Die werden dann einfach wieder gerettet.

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Havel Pavel 30.03.2016, 12:36
7. Warum warnt die Bundesbank, was soll damit bezweckt werden?

Sehr viele Menschen erwerben nun Immobilien die Sie im Grunde genommen gar nicht benötigen, nur um ihr Vermögen vermeintlich sicher anzulegen oder weniger vermögende auch schlicht und ergreifend weil die Kreditzinsen auf einem historischen Tiefstand angelangt sind. "Betongold" ist halt gerade zur Zeit aufgrund fehlender sicherer Alternativen zur Vermögensanlage und Vermögensaufbau sehr gefragt und führt zu einem starken Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt. Begehrte Objekte verkaufen sich gegenwärtig praktisch wie von selbst und das zu stattlichen Preisen, die man vor wenigen Jahren noch kaum für möglich gehalten hätte. Wie lange diese Situation noch anhalten mag, kann wohl kaum einer seriös vorhersagen, bei der gegenwärtig zu beobachtenden Lage ist wohl so schnell mit keiner Änderung zu rechnen. Anders dürfte es dagegen aussehen, wenn der Fiskus in dem Immobilienboom weitere Einnahmequellen erschliesst und dies wird bei nachlassender Konjunktur und sinkender Steuereinnahmen wohl früher oder später der Fall sein. Bei der Grunderwerbssteuer, die übrigens je nach Bundesland (noch) höchst unterschiedlich ist und der Grundsteuer gibt es ja bereits schon Stellschrauben, die man natürlich noch durch weitere ergänzen könnte, Anregungen hierzu könnten Steuergesetze reicher europäischer Staaten liefern. Aber wie bei in der Vergangenheit bei anderen Anlagearten auch, wartet der Fiskus mit solchen Massnahmen immer erst mal solange bis möglichst viele Menschen ihre Invstitionen getätigt haben, um keine Abschreckung zu erzeugen.

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Hajojunge 30.03.2016, 12:39
8. Hier in Berlin ist der Markt völlig überhitzt

Überall werden Wohnbauten hochgezogen oder saniert und die Eigentumswohnungen ab mindestens 4000 €/m^2 verkauft. Billig mit Styropor isoliert, oft ohne abgetrennten Küchenraum, ohne Kücheneinrichtung, Stellplätze fehlen auch häufig.
Bezahlbare Mietwohnungen - Fehlanzeige. Der Senat hat den sozialen Wohnungsbau schon seit längerem sträflich vernachlässigt und die Anschlußförderung vorhandener Wohnungen gestrichen, mit der Folge entsprechender Mieterhöhungen.
Die Niedrigzinsen sind zwar verlockend, aber wer genügend auf der Kante hat, sollte mit dem Kauf in Ruhe abwarten, bis die Zinsen steigen. Dann kommt für viele das böse Erwachen, so manche Finanzierung wird notleidend, und es kommt die Zeit für Schnäppchenjäger.

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nic 30.03.2016, 12:42
9.

Zitat von Spiegelleserin57
sondern auch die Wohnungsnot in den Städten treibt die Leute zum Immobilienkauf und sie ist auch eine sicherer Geldanlage wenn man diese selbst bewohnt. Das Problem ist nur die Situation sollten die Zinsen steigen und die Käufer die Raten nicht mehr bezahlen können. Außerdem besteht bei unsicheren Jobs die Gefahr der Arbeitslosigkeit und auch die hohe Scheidungsrate stellt weitere Gefahr für die Verarmung der Bevölkerung dar.
Sichere Geldanlage? Wenn die Immobilie 20% an Wert verliert ist das keine sichere Geldanlage. Und 20% Wertverlust ist bei einer geplatzten Blase eher noch wenig.

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