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Gefahren der Niedrigzinsen: Bundesbank warnt vor Immobilienblase
DPA

Der Immobilienmarkt boomt - und die Bundesbank sieht erste Anzeichen einer gefährlichen Preisblase. Die Kreditvergabe sei zuletzt bedenklich gestiegen, warnt Vorstand Andreas Dombret im Interview.

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gunpot 30.03.2016, 13:53
50. Der Zins ist der Preis

für geliehenes Geld. Er hat eine Signal-und Lenkungsfunktion. Wird Geld knapp, steigt der Zins, ist zu viel davon verfügbar, dann fällt er. Leider hat die EZB durch ihre Nullzinspolitik die Lenkungsfunktion des Zinses außer Kraft gesetzt. Als Volkswirt habe ich mich nun so weit wie möglich mit Krediten eingedeckt selbst wenn ich das Geld nicht unbedingt benötige. So billig war es noch nie. Sollte der Zins wieder steigen, dann kann ich ja nach einer guten Anlage suchen. Nicht nachvollziehen kann ich die Argumentation, dass ein steigender Zins sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung niederschlagen könnte und deshalb einige Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren könnten und deshalb Schwierigkeiten haben könnten, die Billigzinskredite zurückzuzahlen. Sollte nun jemand auf Grund dieser möglichen Entwicklung seinen Hauskauf oder den Erwerb von Immobilien zurückstellen und auf die nächste Hochzinsphase warten? Die Zinsen, sollten sie mal wirklich wieder steigen, werden nicht mehr solche Höhen erreichen wie wir sie in den 90iger Jahren beobachten konnten.

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pom_muc 30.03.2016, 13:53
51.

Zitat von Cardio84
klar baut sich da eine blase auf. die konservativen vergabekriterien, sofern es sie denn tatsächlich noch gibt, werden demnächst fallen wenn die banken dann nämlich gar keine andere gewinnbringende alternative mehr haben als ihr geld zu verleihen. dazu kommt ein immobilienmarkt der in den großstädten schon jetzt maximal überhitzt ist. die blase wird dann platzen wenn die zinsen wieder auf normalniveau steigen. klar das wird nicht nächstes jahr oder in 2 jahren sein, allerdings spricht man bei einer baufinanzierung von einem zeitraum von 20-30 jahren und eine deutliche zinssteigerung in diesem zeitraum ist durchaus realistisch.
Die Banken haben nur ein paar Prozent eigenes Kapital. Wir reden hier immer über Kapital der Sparer. Sobald die Sparer ihr Kapital abziehen haben die Banken nichts mehr das sie verleihen können.

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DarkTranquility 30.03.2016, 13:56
52.

"Wir sehen, dass viele Institute ihre Gebühren bereits erhöht haben oder über solche Erhöhungen nachdenken", sagt er. "Das kann Bargeldabhebungen betreffen, ..."

hierzu:

BGH, Urteil vom 30. November 1993 -Az.: XI ZR 80/93: Gebühren für Bareinzahlung und -abhebung am Bankschalter darf das Geldinstitut nicht erheben, wenn es um das eigene Konto geht. Das Institut erfüllt hierbei lediglich den gesetzlichen Herausgabeanspruch des Kunden. Bei Einzahlungen auf ein fremdes Konto dagegen dürfen Gebühren erhoben werden. Bargeldabhebungen am bankeigenen EC-Automaten dürfen nur dann erhoben werden, wenn die Kunden das Bargeld wenigstens am Schalter kostenlos bekommen.

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supergrobi123 30.03.2016, 13:57
53. Leider nicht korrekt.

Zitat von Spiegelleserin57
...und sie ist auch eine sicherer Geldanlage wenn man diese selbst bewohnt.
Immobilien sind eine hochriskante Geldanlage. Immobilien werden im Laufe der Zeit nur älter und bedürfen Instandhaltung. Ein Wertzuwachs ist die reinste Spekulation. Diverse Faktoren (Beschädigung, Schädlingsbefall, Änderungen im Wohnumfeld, Konjuktur, Zinssätze, demographischer Wandel) können Immobilienpreise senken, teils sogar ins Bodenlose stürzen lassen. Dazu reicht ein Blick auf die geplatzte Immobilienblase in den USA oder in eines der diversen Geisterdörfer in ländlichen Regionen Deutschlands.
Erhöht wird das Risiko drastisch durch die Finanzierungskonditionen. Rund 12% sind allein für die Kaufnebenkosten (Makler, Steuern, Notar) fällig, eine jede "sichere Geldanlage" in Immobilien beginnt also in der Regel mit einem Verlust von mehreren Zehntausend Euro! Die meisten müssen sich für den Immobilienkauf mit mehreren Jahresnettogehältern verschulden, die Zinsen kosten Geld, aber vor allem steigt das Risiko massiv an! Denn wer seine "sichere Geldanlage" doch früher als gedacht verlassen muss (hier reichen so profane Gründe wie Jobverlust, notwendiger Umzug wegen Versetzung oder überraschendem Familienzuwachs (Stichwort Zwillinge), eine Scheidung o.ä.), der darf horrende Vorfälligkeitsentschädigungen zahlen. Immobilien sind wohl die Geldanlage, die mit weitem Abstand am meisten Menschen in den finanziellen Ruin getrieben hat. Selbst im Dschungelcamp findet man ihre Opfer ("Ostimmobilien"). Immobilien können u.U. eine ordentliche Geldanlage darstellen, aber bitte, bitte, hören sie auf, sie als "sicher" zu bezeichnen.

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nachmieter101 30.03.2016, 14:01
54. Mit welchen Argumenten

man unbedingt die Umverteilung von unten nach oben beschleunigen will, ist schon erstaunlich. Erst der Euro, der dem treuen, ja leider naiven deutschen Sparer mal eben das Vermögenhalbiert hat, dann die Zinspolitik, allein mit dem Ziel, mehr Risikokapital zu haben, dass dann wesentlich leichter verteilt werden kann als Spareinlagen, an die man nicht kommt. Hat ja auch schon geklappt, wesentlich mehr Sparerkapitalist mittlerweile in Fonds und Aktien gegangen. Und nun der neueste Trick, die Immobilienblase. Alle Welt schreit nach Wohnraum, der Bausektor boomt, wie nie zuvor, alles andere kann man sich denken.

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ikarus2015 30.03.2016, 14:01
55. Es muss trotzdem erst wieder knallen..

...bis sich die lediglich von billigem Geld getriebenen Preise auf Marktniveau regulieren. Aktuelle Preise sind nicht nachhaltig, auch wenn uns Wohnungsmakler gerne etwas anderes erzählen möchten. Hier geht es fast schon fast genauso ab wie in den Niederlanden vor ein paar Jahren. Da gingen viele Immobilienkredite an die Banken zurück, Preise sanken rapide! Also aufpassen !

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ikarus2015 30.03.2016, 14:06
56. @5

Ich kenne im Umfeld Leute die finanzieren 600k ohne EK zu 2% Tilgung. Viele Paare if Familien sind Ende 30 Mitte vierzig beim Kauf! Das ist grob fahrlässig von Kunden und Banken! Die Immobilien werden in 20 Jahren auch nicht 800k wert sein. Das geht also alles nicht auf!

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MatthiasPetersbach 30.03.2016, 14:07
57.

Zitat von acitapple
Warum sollte die Küche mit drin sein ? Das treibt den Preis nach oben und damit die Maklerprovision und auf jeden fall auch die Grunderwerbsteuer !
Die Grunderwerbsteuer wird für Nicht-Immobilienteile wie eingebaute Möbel usw. NICHT fällig. Wenn Sie sich mit Ihrem Verkäufer richtig kurzsschließen, dann zahlen Sie fürs Haus 50 000 Euro und für den Einbauschrank 200 000. Spart Steuer - glaubt aber niemand :)

In der Schweiz z.B. ist in der Wohnung ne Einbauküche - zumindest die Hauptzeile- und meist auch ein paar Einbauschränke drin. Beim Mieten und Kaufen.

WIR hier ziehen es vor, daß der, der auszieht, die Küche mitnimmt, die dann wenig bis garnicht in die neue Raumsituation passt - genauso wie die mitgebrachte Küche des Nachbeziehers.
Das macht nur die Küchenfirmen reich. Und ist teurer als jede Maklerprovision.

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diggson 30.03.2016, 14:08
58. Diese üble Panik mache...

...ausgerechnet von jemand, der es ändern könnte.

Die Menschen kaufen und bauen, weil sie es jetzt können! D hat die geringste Eigenheimquote in ganz Europa. Mehrwertsteuer, Grunderwerbssteuer, Grundsteuer, Handwerkerlöhne, Notarkosten und und und. Es ist erfrischend, wenn dann doch wenigstens die Zinsen erträglich sind. Ich empfinde es als extrem heuchlerisch und anmaßend darüber zu urteilen. 1200€ Miete oder 1300€ Baufinanzierung?
Baut Leute! Baut! Übernehmt euch nicht! Bindet euch lang an die Laufzeit (25 Jahre zu 2,3% ist ein Witz) und verwirklicht euch. Last euch nicht von den Herren Panik einreden. Sonst wohnt ihr noch in 30 Jahren im Wohnklo und habt ein Vermögen euren Vermieter in den Rachen geworfen.

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unixv 30.03.2016, 14:09
59. und nach wie vor .....

werden in den SPD regierten Ländern " Berlin z.B.!" Sozial-Wohnungen verkauft! Muss man nicht verstehen oder?
Wir haben zum Glück 2017 mal wieder die Wahl, hoffentlich fliegen da die Etablierten RAUS!

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