Forum: Wirtschaft
Gefahren für deutsche Konjunktur: China, Chips und Trump
Oliver Berg/dpa

Deutsche Bank, Bayer, BASF, Siemens, Ford oder Miele und Schaeffler streichen Jobs. Läuft es gut, werden die Deutschen den notwendigen Strukturwandel kaum spüren. Aber drei Faktoren sprechen dagegen.

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Smarty- 07.07.2019, 13:34
1. Prima

Dann danken wir Gott oder sonstigem, dass ein geldpolitischer Falke wie Herr Weidmann für die Spitze der EZB verhindert wurde (noch?). Der würde seine Geldpolitik der Preisstabilität gnadenlos durchboxen auch wenn die Konjunkturzahlen tiefrot sind.

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delta120 07.07.2019, 13:38
2. Der Brexit ist der Wunde Punkt

Ein harter Brexit und eine weitere Uneinigkeit der EU und USA bedroht die Wirtschaft. Sollte es zu einem harten Brexit kommen, dann bietet sich für die USA ein show down mit der EU an zum Jahresende an.

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heikhen 07.07.2019, 13:39
3. Erhöhung der Binnennachfrage

wäre eine Möglichkeit die reduzierte Exportleistung zu kompensieren. Investitionen in vernachlässigte Infrastruktur sind neben der BSP Wirksamkeit eine Möglichkeit die ZUkunftsfähig zu verbessern. Es gäbe Ansätze. Weg von konsumtiven Programm hin zu investiven.

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dirkozoid 07.07.2019, 13:41
4. Deutsche Bank streicht Jobs?

Das liegt ja wohl an hausgemachten Problemen und hat wenig mit einem auf Deutschland begrenzten Strukturwandel zu tun.

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Thomas Schröter 07.07.2019, 13:43
5. Schlüsselkompetenzen outgesourced

Eine weitere Herausforderung ist, daß Deutschland bei der Erstellung proprietärer Informationstechnologien völlig abgehängt ist. Bei Software und elektronischer Hardware sind immer noch die USA dominant.
Das und die Selbstüberforderung bei dem Versuch diesen Mangel auszugleichen, war schon der eigentliche Grund für den Untergang der DDR (Stichwort: Wettlauf um den Megachip, der am Ende nahezu alle Prioritäten der sterbenden DDR bestimmte).
Schon damals war die Unfähigkeit die für den Export produzierten Maschinen mit wettbewerbsfähiger Digitaltechnik ausstatten zu können ein wesentlicher Grund für den alle Reserven aufzehrenden Aufholversuch der letzllich im ökonomischen Zusammenbruch mündete.
Das droht so auch nun wieder dem vereinigiten Deutschland, dessen Digitalisierung überwiegend auf ausländischer und zu einem nicht unerheblichen Teil komprimitierter Informationstechnik beruht, deren Risiken und etwaige militärische Mißbrauchsfähigkeit immer weniger Kunden bereit sind zu akzeptieren.

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olivk 07.07.2019, 13:44
6. 4. Risiko

Aus meiner Sicht wurde das 4. Risiko ausgeblendet. Das ist eine völlig überforderte Regierung, die seit Jahren Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert. Allein, es steht zu befürchten, dass die nächste Regierung noch schlimmer werden wird.

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juppge 07.07.2019, 13:56
7.

Es muss aber dennoch betont werden, dass wir weiterhin Zuwanderung aus dem Nahen Osten und Schwarzafrika benötigen, damit sich ein bestimmtes Milieu gut fühlt, langfristige Entwicklungen sind so wie so egal, wegen dem menschengemachten Klimawandel.

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PolitBarometer 07.07.2019, 13:57
8.

Die Entwicklung verwundert mich keineswegs, waren doch Buzz-Words wie Industrie 2.0 und Industrie 4.0 großer Teil des Bullshit-Bingos in den Geschäftsführungsetagen und innerhalb der Belegschaft der letzten Jahre. Viele Unternehmen plappern einfach irgendetwas nach und impfen vollkommen unreflektiert damit ihre unbedarften Mitarbeiter. Dabei wissen viele überhaupt nicht, worum es hier wirklich geht. Und so langsam müßte es doch auch den weniger Klugen auffallen, dass man so nur am eigenen Ast sägt!

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Patrik74 07.07.2019, 14:01
9. Ernsthaft?

Zitat von
Unter der statistischen Benutzeroberfläche entfaltet sich manches Drama: Menschen verlieren ihre Jobs, finden neue, verlassen ihren Wohnort, ziehen anderswohin.
Genau das ist es doch, was die neoliberalen Vorbeter als "Flexibilität" und "Mobilität" gepriesen haben, und das soll jetzt ein "Drama" sein? Ach was...

Der Mensch - außer die systemrelevanten Superreichen, natürlich - ist doch nur ein biologischer Produktionsfaktor und muss anspruchslos dorthin fließen, wo "die Wirtschaft” ihn braucht. Nach der Heilslehre werden so alle reich und glücklich (über 85% sind es wohl schon; laut der quellenlosen Umfragen...). Wie könnte das ein Drama sein?

Die Menschen müssen noch viel flexibler und mobiler werden, dann sinkt die strukturelle und friktionale Arbeitslosigkeit immer weiter und die Einkommen steigen (also "im Durchschnitt"...) - so steht's im Lehrbuch aka Glaubensbekenntnis....

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