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Gegen Etikettenschwindel: EU verabschiedet strengere Regeln für Bio-Lebensmittel
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Käufer von Bioprodukten geben den Herstellern einen großen Vertrauensvorschuss. Damit der auch in Zukunft gerechtfertigt bleibt, will die EU nun strenger prüfen.

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GSYBE 19.04.2018, 14:08
1. 5 Jahre?

Warum 5 Jahre?
0 Jahre!

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treime 19.04.2018, 14:25
2. Immerhin.

Ein Weg zur Verbesserung.
Elementar würde ich eine Verpflichtung finden, die Bauern/Hersteller entweder zwingt einen Prozentsatz ihres Umsatzes/Agrarland mit der Produktion von Bio zu betreiben - oder alternativ Subventionen streicht oder Strafen einfordert.

Was nutzt mir Bio-Broccoli, wenn der aus Ecuador verschifft wird? Dann ist Bio mal Bio gewesen und hat den Vorteil der natürlicheren Landwirtschaft durch den CO2 Ausstoß wieder verloren. Bio Lebensmittel dürften auch zB keinen längeren Transportweg als 1-2TKM haben.

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derleibhaftige 19.04.2018, 14:31
3. Mehr Aufklärung und Bildung würde auch helfen.

Wir alle sind doch Bio, genauso wie Bio-Chickenwings oder Bio-Hamburger. Ich finde es immer wieder sehr spannend zu beobachten, dass es in einer Gesellschaft, die sich für aufgeklärt und gebildet hält, immernoch viele Leute gibt, die bei bestimmten Reizwörtern oder Etiketten bereitwillig ihr Portemonnaie zücken und freiwillig mehr Geld für identische Produkte bezahlen.

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hisch88 19.04.2018, 14:32
4.

Wer an korrekte Herstellung der Biolebensmittel glaubt, lebt meiner Meinung nach in einer Traumwelt.
Wenn es ums Geld geht wird bei den Biobauern doch genauso betrogen wie überall,
Wer mit Pestiziden arbeitet, hat Vorschriften ein zu halten die zum Teil strenger geregelt und GEPRÜFT werden, wie beim für mich "verlogenen" Biobauern.

Etikettenschwindel der Biobauern ist aus meiner Sicht Standard.
Sollen die Reichen die das Geld für "Bioprodukte" haben es doch ausgeben. Stört mich nicht.

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John McC!ane 19.04.2018, 14:54
5. Wenn ich sehe...

...dass sich in der Ökobilanz völlig schwachsinnige Importprodukte aus China und Indien "Bio" nennen dürfen, ist das ganze ohnehin nur eine Farce! Und es geht weiß Gott nicht nur um exotische Obst oder Gemüsesorten. Beispiel: simpler Leinsamen! Ich fragte mich, wieso die Edeka Bio Hausmarke bei gleicher Menge deutlich teurer war als das "Allnatura" Pendant. Bei genauem Hinsehen war der Edeka-Leinsamen aus ökologischem Landbau in Österreich und das "Allnatura" Produkt aus Indien. Wie "Bio" kann so etwas bitte sein???

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7eggert 19.04.2018, 15:01
6.

"Bauern für Pestizidbelastung haften? Wo kämen wir denn da hin, wenn man das nicht trotzdem dem Kunden als Giftfrei verkaufen dürfte, auf daß er das zu sich nehme!"

Wegen solcher Menschen brauchen wir immer mehr Gesetze.

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furorteutonikus 19.04.2018, 15:10
7. Unglaubwürdig

Die EU oder auch die Nationalen Staaten können mittlerweile einführen was sie wollen. Ich habe jegliches Vertrauen in Kontrollen und beliebiger Biolabel verloren.

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fotoman 19.04.2018, 15:14
8. @hirsch88 und andere Biohasser

Wieviele Biobauern kennen Sie, dass Sie sagen können, die seien alle verlogen? Biobauern werden regelmäßig kontrolliert, "normale" Bauern nicht.
Biobananen haben einen genauso weiten Weg hinter sich, wie andere Bananen. Sie sind für mich nicht unbedingt gesünder, haben aber den Vorteil, dass die Arbeiter auf den Feldern nicht dem Gift ausgesetzt werden. Ich habe persönlich auf Bio-Teeplantagen von Fairtrade in Indien und Sri Lanka fotografiert und konnte sehen, um wie viel besser und gesünder die Anbaumethoden waren - für Arbeiter, Boden und am Ende den Teetrinker auch noch. Nicht alles was Bio am anderen Ende der Welt angebaut wird ist sinnvoll. So nehme ich lieber die Gurke oder Tomate aus der Nachbarschaft. Doch Bananen, Zitronen, Tee, Kaffee etc. gedeihen hier zu Lande nun mal nicht besonders gut... ;-))
Ernsthafte Biolandwirtschaft nützt in erster Linie dem Boden, den Tieren und am ende auch noch dem Verbraucher. Natürlich gibt es auch schwarze Schafe und Betrug - doch wer das als Vorwand nimmt alles abzulehnen, ist nur nicht bereit einen angemessenen Preis für nachhaltige Landwirtschaft zu bezahlen.

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rst2010 19.04.2018, 15:23
9. "...geben den Herstellern einen großen Vertrauensvorschuss"

das mag für die Hersteller gelten; aber die verarbeitende Industrie und der Handel genießen dieses Vertrauen keinesfalls, oder nur sehr eingeschränkt. Eben aufgrund der bisherigen Erfahrungen, der vielen selbstgemachten Umweltlabel (Tierschutz a la Aldi).
Da ist es egal, wieviele Labels und Zertifizierungen der Handel noch aus dem Hut hervorzaubert: der Kunde weiß, dass er belogen und betrogen wird.

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