Forum: Wirtschaft
Gegen-Sanktionen: Wie Russland die EU wirtschaftlich spalten könnte
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thinking_about 01.08.2014, 19:22
60.

Die Kiewer Armee setzt im Osten der Ukraine ballistische Raketen geringer Reichweite ein, wie CNN am Dienstag unter Berufung auf drei Quellen in der US-Aufklärung berichtete.

„In den letzten zwei Tagen schossen die Militärs mehrere Raketen mit 454-kg-Sprengkörpern und einer Reichweite von rund 90 Kilometer ab. Das ist die bislang zerstörerischste Waffe, die im Ukraine-Konflikt zum Einsatz kam.“

Die CNN-Gesprächspartner wissen nicht, wo die Raketen eingeschlagen sind und welchen Schaden sie angerichtet haben. „Die USA werden Satellitenbilder, die diese Raketenstarts belegen, kaum zeigen, weil sie (ukrainische Militärs) gute Jungs sind“, wurde ein Geheimdienstler von CNN zitiert.

Die Nato hat heute nach Angaben der Deutschen Welle bestätigt, dass die ukrainische Armee im Osten des Landes ballistische Raketen gegen die Volksmilizen eingesetzt hat.

Die ukrainische Armee habe ballistische Raketen geringer Reichweite eingesetzt, teilte ein Bündnissprecher am Freitag DW mit. Dabei berief er sich auf US-amerikanische Spionagedaten, so die Deutsche Welle auf ihrer russischsprachigen Webseite. Das Pentagon habe eine entsprechende Anfrage der DW bislang nicht beantwortet.

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an-i 01.08.2014, 20:06
61.

aus Schweizer Magazin
Ukraine: EU lässt jetzt Krieg mit ballistischen Raketen führen
30/07/2014 07:23:00 Editor
Bei den von der Europäischen Union unterstützten ethnischen Säuberungen im Osten der Ukraine, setzen die Putschisten in Kiew jetzt ballistische Raketen gegen die Bevölkerung ein, das berichtet der amerikanische Nachrichtensender CNN. Ein Militärexperte bezog sich auf Datenquellen in Regierungskreisen.
In den letzten zwei Tagen haben die Putschisten in Kiew mehrere Kurzstreckenraketen abgeschossen. Der Ort an dem sie gestartet wurden, wird nicht erwähnt.
Drei Mitarbeiter der amerikanischen Regierung haben in einem Interview bestätigt, dass die VS-Geheimdienste in den vergangenen zwei Tagen den Abschuss von mehreren ballistischen Kurzstreckenraketen erfasst haben, die aus dem Gebiet der Junta auf die von der Bürgerwehr kontrollierten Gebieten abgeschossen wurden, sagte CNN-Korrespondentin Barbara Starr.
Die Reichweite dieser Raketen beträgt etwa 80 Kilometer und ihre Gefechtsköpfe wiegen ungefähr 450 Kilo. Ihr Einschlag hat eine verheerende Wirkung und tötet dutzende Menschen.
Heute wird berichtet, dass die Bürgerwehr den Sprengkopf einer der ballistischen Raketen gefunden haben will, mit denen die Kiews Junta laut CNN zuvor die Oppositionellen beschossen haben soll.
Der knapp zwei Meter grosse Sprengkopf, der bisher nicht explodiert ist, liegt am Bahnhof Wergunka im Gebiet Lugansk.
Der Einsatz von ballistischen Raketen gegen die Zivilbevölkerung ist ein Kriegsverbrechen.

„Wer das Militär gegen die eigene Bevölkerung einsetzt, hat jede Legitimation verloren.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Februar 2014

...und die EU unterstützt Kriegsverbrecher!!!

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Be.no 01.08.2014, 20:11
62.

Die EU-Sanktionen gegen Russland zeigen bereits Wirkung.
Bedauerlicherweise geht der Schuss nach hinten los:

"Dax setzt Talfahrt ungebremst fort

Frankfurt/Main (dpa-AFX) – Die Talfahrt am deutschen Aktienmarkt hat sich fortgesetzt und den Dax zeitweise unter 9200 Punkte gedrückt. Der Dax ging mit einem Abschlag von 2,10 Prozent auf 9210,08 Punkten aus dem Handel. Der Kurs des Euro stieg bis zum Abend wieder über 1,34 US-Dollar. Zuletzt stand er bei 1,3429 Dollar.

01.08.2014 19:25 Uhr © Rhein-Zeitung"

Gestern loeste Adidas wegen den EU-Sanktionen bereits eine Gewinnwarnung aus welche die Aktie einschliesslich heute auf Talfahrt schickte:

"Adidas shares down more than 10% on profit warning"

Dazu heute die Nachrichtenagentur RIA-Novosti:

„Financial Times“: Sanktionen gegen Russland in Europa bereits spürbar

Die Krise in der Ukraine und die Wirtschaftssanktionen gegen Russland wirken sich negativ auf europäische Unternehmen aus, schreibt die Financial Times unter Berufung auf die Meinung von Vertretern führender Unternehmen der Alten Welt.

Vertreter der Geschäftskreise Europas äußerten ihre Meinung im Zusammenhang mit der Verhängung von Branchensanktionen gegen Russland, die von der Europäischen Union am Donnerstag endgültig bestätigt wurden.

Die Aktien von Adidas, dem zweitgrößten Produzenten der Sportausrüstung der Welt, gingen um 15 Prozent zurück, nachdem das Unternehmen vor dem Gewinnrückgang gewarnt und bekannt gegeben hatte, dass es die Schließung seiner Verkaufsstellen in Russland wegen den Risiken einer Verringerung der Verbraucherausgaben in der Region beschleunigen werde.

Der Autoproduzent Volkswagen teilte mit, dass die Autoverkäufe in Russland in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um acht Prozent zurückgingen.

Die Metro-Gruppe, der zweitgrößte Retailer der Eurozone, gab an, dass die Ereignisse in Russland Risiken für das Unternehmen schaffen. Das Unternehmen registriert bereits einen drastischen Absatzrückgang in der Ukraine.

Ihre Befürchtungen hinsichtlich des Geschäftsklimas in der EU äußerten nach der Verhängung der neuen Sanktionen auch Leiter des Industriekonzerns Siemens, einer der größten mitteleuropäischen Banken Erste Group und des Maschinenbaukonzerns VDMA.

Der EU-Rat hatte am Donnerstag im Namen der Europäischen Union die Wirtschaftssanktionen gegen Russland endgültig bestätigt, die den Zugang der russischen Staatsbanken – Sberbank, VTB , Gazprombank, Vnesheconombank und Rosselchosbank – zu den Mitteln der europäischen Investoren einschränken und den EU-Unternehmen verbieten, die Ausrüstungen für die russische Erdölindustrie zu liefern, sowie ein Embargo für die neuen Waffenhandel- Verträge mit Russland verhängen."

Quelle: http://de.ria.ru/business/20140801/269168012.html

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karlomari 01.08.2014, 20:13
63.

Diese Sanktionen werden von der Presse als großer Erfolg verkauft. Wenn man aber genauer hinsieht(sich informiert) dann sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Die russische Börse jedenfalls hat keine gewünschte Reaktion gezeigt.
Kurzfristige Trends am Markt sind zwar nicht sehr aussagekräftig. Doch die Reaktionen machten deutlich, dass offenbar viele Investoren mit drastischeren Sanktionen durch die EU gerechnet hatten. Dieser Eindruck dürfte sich mit neuen Informationen, die aus Brüssel durchsickerten, nur verstärkt haben.
Aus dem Kleingedruckten geht aber hervor, dass die EU sowohl sich selbst als auch Russland einige Hintertüren offen lässt. Die Sanktionen sind laut Experten eher ein Schuss vor den Bug als schon ein Wirtschaftskrieg.
Bei Spon wurde großartig über die VTB Bank berichtet und Angst bei den Kunden geschürt.
Entweder wusste man es oder es war Absicht.
So gilt das Investmentverbot nicht für Tochtergesellschaften russischer Banken in der EU. Davon profitieren dürfte vor allem die Sberbank und die VTB Austria.
Diese Ausnahmen im Finanzsektor waren auch Österreich ein Anliegen.

Auch im Energiesektor fallen die Sanktionen weniger als gedacht aus. So ist etwa der Gassektor dem Vernehmen nach völlig ausgenommen. Einzig beschränkt werden soll die Ausfuhr "sensitiver Technologien" nach Russland, die für Ölbohrungen in der Arktis und für Erdölgewinnung mittels der umstrittenen Fördermethode Fracking gebraucht werden.

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sebfran 01.08.2014, 20:57
64.

Zitat von sysop
Deutschland bzw. die EU sind die Wirtschaftsbeziehungen zu Russland eingegangen, weil Deutschland bzw. die EU es gerade nicht mehr wollen, dass Russland auf der einen und der Rest der Welt auf der anderen Seite steht, so wie es jetzt doch wieder ist.

Die EU bzw. Europa soll ein Gebilde sein, indem weder Russland noch ein anderes Land über andere herrscht, sondern indem die Ukraine, Polen usw. eigenständig sind und indem es demokratische Strukturen gibt.

Das ist die Vorstellung Deutschlands bzw. der EU.

Russland bzw. Herr Putin müssen nur zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückkehren, um einen Dialog mit der EU bzw. dem Westen zu führen.

Dann wiederholt sich auch nicht der erste Weltkrieg, weil die wirtschaftliche Zusammenarbeit das beste Mittel ist, damit Staaten bzw. damit Russland und die EU bzw. der Westen sich annähern.

Aber die Wahrheit ist, dass Herr Putin sich nicht annähern will, sondern Russland groß und stark machen will. Dafür will Herr Putin vor allem über die osteuropäischen Länder herrschen.

Herr Putin will ein Widerling bzw. ein Ekel sein, unter dem Menschen leiden, so wie zu Zeiten der Sowjetunion.

Die Antwort auf einen solchen Charakter kann nur sein, die Wirtschaftsbeziehungen der EU bzw. des Westens und der Welt zu Russland abzubrechen und Russland bzw. Herrn Putin langsam, aber sicher in Grund und Boden versinken zu lassen.

Insofern sollte Herr Putin seinen widerlichen Kurs ändern, bevor die Welt Russland bzw. Herrn Putin mit viel Motivation, Tag für Tag ein Stück kleiner macht und damit letztendlich richtig handelt.

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mastertill 01.08.2014, 23:56
65. Ostukraine zu Russland

Bitte liebe Freunde wieso kann die Ostukraine nicht einfach zu Russland gehören ? Wäre nichts dabei und die Bevölkerung wünscht es ! Dann könnten wir uns den ganzen Schlamassel ersparen

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kalinski 02.08.2014, 12:15
66.

Die USA begründen ihre Maßnahmen gegen Russland mit Märchen und die EU spurt. Nach kurzer Zeit wird man die Massenvernichtungswaffen bei Putin vermuten, die man vergeblich im Irak gesucht hatte.
Sie Sanktionen nützen allein den USA, schädigen die europäischen Wirtschaftskonkurrenten.
Großbritannien schützt mit allen Mitteln den Finanzstandort "Londongrad". Siehe hierzu ARD und YouTube "Mittagsmagazin" vom 29. 7. 2014

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michael.nowak 02.08.2014, 12:46
67. Ca. 1900 Mrd Euro Handelsvolumen DE?

Meines Erachtens sind alle Zahlen falsch. Mrd Euro ?

Beispiel: Meines Erachtens ist das Bruttosozialprodukt der BRD ca. 4000 Mrd Euro, da kann 1900 Mrd Euro Handelsvolumen mit Russland kaum stimmen. Dasselbe für Bulgarien, Spanien, etc..

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mmontag 02.08.2014, 13:30
68. @ticino49

Ja, das stimmt. Aber am profitabelsten ist es, woanders Kriege anzuzetteln, Länder zu destabilisieren und Waffen dorthin zu verkaufen. Somit braucht man sich auch nicht mit den Kosten für Veteranen und Versehrten herumzuschlagen.

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mmontag 02.08.2014, 13:39
69. @ticino49

Ja, das stimmt. Aber am profitabelsten ist es, woanders Kriege anzuzetteln, Länder zu destabilisieren und Waffen dorthin zu verkaufen. Somit braucht man sich auch nicht mit den Kosten für Veteranen und Versehrten herumzuschlagen.

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