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Gehälter von Frauen: Das Ausbildungssystem ist das Problem
DPA

Frauen verdienen durchschnittlich ein Fünftel weniger als Männer. Experten sagen: Die Gehaltslücke schließt sich, wenn mehr Frauen typische "Männerberufe" übernehmen. Es ist aber anders.

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Arminiafan 18.03.2016, 10:31
60.

Zitat von licorne
Frauenberufe sollen besser bezahlt werden und nicht, Frauen sollen in Männerberufen arbeiten.
Sowohl als auch und nicht nur eine einseitige Lösung wäre besser nicht wahr.
Da gehören aber auch die Unternehmen in die Pflicht genommen gleich zu zahlen.
Gleichzeitig gibt es ja auch noch ein anderes Problem. In meinem Beruf sind 50:50 Männer und Frauen beschäftigt. Das erste Gehalt ist aber eher Ergebnis der Verhandlung bei Einstellung (Männer fordern beim Gehalt eher Geld ein als Frauen - man könnte auch dreister sagen). Männer und Frauen verhandeln anders, was letztlich darin resultiert, dass die Personalabteilungen das ausnutzen. Tendenziell gleicht sich das nachher bei Beförderungen wieder aus. Aber der Nachteil der ersten Verhandlung zieht sich sehr lange durch.
Das gilt für jeden Berufswechsel.

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kunibertus 18.03.2016, 10:33
61. Wenn Frauen wie Männer für die

gleiche Arbeit gleich bezahlt werden, ist das ja wie in der DDR. Diese Art von Gleichberechtigung wollten die Frauen aber doch nicht mehr. Dafür sind sie ja 1989 auf die Straße gegangen. Sie wollten, dass der Mann "ihr Herr ist", wie es in der Genesis geschrieben steht. Da muss schon ein Unterschied zwischen Mann und Männin sein, und wenn es bei der Bezahlung ist.

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Hanz Gruber 18.03.2016, 10:35
62. Die Frauen sind selber schuld

Gerade im Büro kann man gut beobachten warum Männer mehr verdienen als Frauen. Die Zahl derer die für mehr Gehalt über Leichen gehen, ist bei den Frauen deutlich geringer als bei den Männern. Ein geringeres Gehalt wird bei Frauen öfters zugunsten von Arbeitsklima und Co. akzeptiert. Dagegen ist der Mann wesentlich wechsel freudiger und lehnt öfter ein Jobangebot knall hart ab wenn das Geld nicht stimmt.

Gerade im Büro ist die Gehaltsobergrenze recht schnell erreicht, solange man keine leitende Tätigkeiten übernimmt. Wer mehr Geld will, muss zwangsläufig mehr Verantwortung übernehmen, mehr arbeiten, dauerhaft erreichbar sein und den Mist von anderen ausbaden. Frauen ordnen seltener ihr Leben der Karriere unter und werden somit zwangläufig von Karrieregeilen Männern ausgebootet.

Eben die selben Gründe spiegeln sich auch in der Selbstständigkeit wieder.

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Awesomeness 18.03.2016, 10:36
63. 20 Prozent ist Mumpitz

Irgendein feministisches Blatt hat diese Zahl mal erfolgreich in Umlauf gebracht, aber sie stimmt nicht.
Die Gehaltsschere ist nur aus einem Grund vorhanden: weil Frauen eher bereit sind, solche Verträge zu unterschreiben!

Stellen bekommen nicht weniger Budget, wenn ich eine Frau darauf einstelle. Im Gegenteil, ich bekomme sogar einen Bonus, wenn ich das tue oder eine Frau befördere (an sich schon ein Unding!).
Aber ich sage auch nicht: "Ach, Sie bekommen mehr.", wenn frau unter dem Maximalwert nicht weiter verhandelt.

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acitapple 18.03.2016, 10:36
64.

Zitat von EntsetzteBürgerin
Als ich vor mehreren Jahrzehnten in meinen bis heute ausgeübten Beruf einstieg, war der Anteil an Frauen geringer als der der Männer. Noch vor zwei Jahrzehnten konnte man, weil händeringend Fachkräfte gesucht wurden, gleiche Gehälter wie ein vergleichbarer Kollege fordern. Man ......
Liebe Bürgerin, Sie können Ihr Entsetzen zügeln. Als Mann kann ich Ihnen versichern, dass immer versucht wird, das Gehalt zu drücken, egal ob Männlein oder Weiblein. Es steht Ihnen auch als Frau zu hier zu verhandeln. Ich habe immer die passenden Argumente parat. Übrigens wollen die dann nur testen, ob man bereit ist für seinen eigenen Wert einzustehen. Das macht mehr Eindruck als jeden Hungerlohn zu akzeptieren.

Es wurde auch schon bemängelt, dass gerade MINT-Fächer Frauen nicht ansprechen würden, weil sie zu technisch sind. Sorry, aber das ist eben das Wesen dieser Fächer. Wenn Frauen das Richtige studieren verdienen sie durchaus nicht weniger als Männer. In Schweden haben die Frauen ja nun wirklich alle Chancen und trotzdem ist der Anteil an Frauen in Frauenberufen sogar noch höher. Frauen wollen also diese Berufe ausüben obwohl sie schlechter bezahlt werden.

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moneysac123 18.03.2016, 10:36
65. Ein Witz!

Heute verlassen mehr Frauen als Männer die Uni, in den MINT Fächern weniger. In technologiefirmen werden die aber überzufällig häufig Chef, ist ja logisch, ein Ingenieur zb. Für die Frauen selbst ist es meistens kein Problem weniger zu verdienen, sonst würden sie ja verhandeln, das Problem entsteht, wenn Feministinnen den Frauen einreden, sie müssten auf den Euro gleich verdienen, und zwar die Psychologin genausoviel wie der Ingenieur. So schürt man nur Unzufriedenheit. Gehaltsunterschiede - auch zwischen Männern - hat es schon immer gegeben und wird es immer geben.

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jhea 18.03.2016, 10:38
66.

Zitat von Freundschafter
Meine Partnerin arbeitet viel und hart in ihrem sozialen Beruf und erhält - aus meiner Sicht - ein schämenswertes Gehalt. Obwohl Sie aus meiner Sicht mehr für die Gesellschaft macht, als ein hochbezahlter MINT Arbeitnehmer die i.d.R. nur helfen kurzweilige.....
Aber wenn der MINT-Studierte Gegenstände herstellt die die ganze Welt haben will, dann bezahlt die ganze Welt dafür.

Wenn wir Kindergärtnerinnen mehr zahlen wollen, dann muss auch die Gebühr für Kindergärten erhöht werden.
So funktioniert das.

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harmlos01 18.03.2016, 10:39
67. Verhandeln Frauen vielleicht nicht hart genug?

Gerade in hochbezahlten Bereichen wird das Gehalt verhandelt. Haben viele Frauen da vielleicht nicht genug Biss, um genug zu feilschen? Das sind natürlich nicht alle, aber genug, um eine Statistik zu beeinflussen. Einige Studien besagen, dass vielen Frauen die Aufgabe und das Umfeld wichtiger sind, als das Gehalt.

Also liebe Frauen: Lernt Verhandeln (das nimmt euch keinesfalls die Weiblichkeit, sondern zeugt von Selbstbewusstsein)! Und lasst euch nicht abspeisen.

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CommonSense2006 18.03.2016, 10:40
68.

Zitat von alexanderschleissinger
Ich arbeite in einem Frauenberuf. Dieser wird ebenfalls nach Tarif bezahlt, im Vergleich zu den Kollegen in der Verwaltung sogar etwas besser. Ich möchte den Beruf keinesfalls gegen einen anderen tauschen. Soweit... So gut........
Um die Wahrheit zu sagen: Das tut der blöde, unbarmherzige Markt. Und leider ist es eben so, dass viele Frauen nicht so konsequent aufs Geld schauen, sondern eher Erfüllung im Beruf suchen und daher im Gehalt leicht gedrückt werden können, weshalb eben die klassishcen Frauenberufe im Durtchschnitt schlechter bezahlt werden als die Männerberufe.

Nebenbei: Wenn man mit der Kompetenz "dauerhaft und einfühlsam auf Indiduen einzugehen" viel Geld verdienen möchte, kann man (oder frau) es gerne mal im Großkundenvertrieb versuchen, da wird genau das gefordert und die Bezahlung ist erstklassig.
Aber die meisten Frauen, denen ich das vorgeschlagen habe, meinten dann so etwas wie "Vertrieb? Da bin ich dann sowas wie ein Verkufer? Nein, igitt..."

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pelayo1 18.03.2016, 10:41
69.

"21 Prozent verdienten Frauen 2015 weniger als Männer, wenn man Teilzeit, schlechter bezahlte Berufe und anderes nicht herausrechnet."

Ja warum tut man das denn nicht? Vielleicht weil dann nur noch 7% übrig bleiben und das ganze nicht mehr si eindrucksvoll aussieht?

Ein Automechankier bei VW verdient auch mehr als einer in einer Werkstatt auf dem Lande, ganz unabhängig vom Geschlecht.

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