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Gehaltsexzesse in Vorständen: Abkassieren zu Machtpreisen

Deutschlands Top-Managern kennen bei ihren Gehältern kein Halten: Der Abstand zum Einkommen gewöhnlicher Arbeitnehmer wird immer größer. Mit Marktwirtschaft hat das nichts zu tun. Grund für die Bonusexzesse sind äußerst fragwürdige Machtverhältnisse.

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Tolotos 05.04.2011, 21:31
190. Diese extremen Gehaltsexzesse fördern weniger Leistung als Sucht nach mehr!

Zitat von sysop
Deutschlands Top-Managern kennen bei ihren Gehältern kein Halten: Der Abstand zum Einkommen gewöhnlicher Arbeitnehmer wird immer größer. Mit Marktwirtschaft hat das nichts zu tun. Grund für die Bonusexzesse sind äußerst fragwürdige Machtverhältnisse.
Man muss sich doch nur im Leistungssport umsehen, um zu sehen, wie extreme Belohnung wirkt. Sie führt schlicht und ergreifend zu einem extremen Wettbewerb, dem sich nur diejenigen unterwerfen, die zu allem bereit sind, dass nötig ist, um ihre Sucht nach mehr Belohnung zu befriedigen.

Im Sport führen die hohen Siegprämien (Bonuszahlungen für Sieg) dazu, dass rigorose Kontrollen notwendig werden, um Exzesse wie Doping einzudämmen. Die Gier nach Belohnung in Form von Siegprämien und Anerkennung ist so hoch, dass viele Sportler dafür sogar bereit sind, ihren Körper zu ruinieren.

Bei den Top-Managern laufen ähnlich Prozesse ab. Sie müssen nicht einmal ihren Körper ruinieren sondern können stellvertretend ihre Firma plündern. Die letzte Finanzkriese war nichts anderes als betriebswirtschaftliches Doping, um im Wettbewerb um maximale Rendite maximale Siegprämien und >Anerkennung zu erlösen. Im Unterschied zu Sportlern, können Manager sogar von ihren ausgemergelten Firmenkörper abstoßen. Da sie selbst an der Spitze der Machtpyramide stehen, könne sie sich normalerweise auch jeglicher Verantwortung entziehen, -und stattdessen sogar die Fortzahlung ihrer Bezüge einfordern!

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gutefisch 05.04.2011, 21:36
191. ?!

Zitat von Parisien
Ich gehe mal davon aus, dass das ironisch gemeint war . Für mich gibt es nur ein vernünftiges Mittel, Gehaltssteigerungen vernünftig zu regeln : Ausgehend in etwa von einem Ausgangssatz von 500TEU bekommen die Manager genau den Prozentsatz, den sie den Mitarbeitern als Lohnzuschlag zubilligen. Das bedeutet für sie relativ mehr Geld ,und der Massstab orientiert sich am wirtschaftlichen Erfolg.
Also da arbeiten unsere Spitzenmanager täglich schon vormittags 25 Stunden, nachmittags nochmals 30 Stunden und nehmen abends noch Arbeit mit nach Hause, da ist doch wohl das Hundertfache gehalt eines Arbeiters grade mal das mindeste!!! Was sie glauben nicht das die soviel arbeiten?
Ja, glauben sie den das man im handumdrehen soviel Schaden anrichten kann!

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gutefisch 05.04.2011, 21:55
192. !!!

Zitat von karl76
Meinen Sie mit "Leistungsträgern" die sog. Top-Manager? Oder verstehen Sie unter Leistungsträgern Menschen, die Leistung erbringen? Wenn erstere gehen, geht gar nichts den Bach 'runter...
Meine Bundeskanzlerin hat gesagt der Ackermann ist ein leistungsträger und die Weis alles! Und der Guido, weiste der guido der immer soviel vaseline braucht, der hat das auch gesagt, da muß das doch stimmen, also Karl hör endlich auf so zu lügen sonst kommste nicht in den Himmel!!! dann kommste in die Hölle wo die ganzen bösen Kommunisten sitzen!

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Tolotos 05.04.2011, 21:57
193. Bananen-Republik Deutschland, oder wann ratifiziert Deutschland endlich die UNCAC?

Zitat von GeorgAlexander
zahlen, was sie wollen! Aber der Staat könnte durch Steuern steuern, und alles wäre wieder gut.
Dem steht in der Praxis leider entgegen, dass diejenigen, die durch Steuern steuern sollten, sich lieber durch Neben- und Anschlussjobs von denen steuern lassen, die eigentlich sie steuern sollen. :-))

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gutefisch 05.04.2011, 22:06
194. !!!

Zitat von BettyB.
Uff, das habe ich gerade noch geschaft. Ja, ich ich überlebte tatsächlich den Hinweis, das alle Leistungsträger auswandern würden. Nun schmerzen die Lachmuskeln und im Kopf schwirrt es bei so viel Blödheit. Vorgesetztengehälter sollten höchstens so hoch sein, dass die Stellvertreter gerade noch dafür arbeiten wollten. (Nun ja, damit könnten sie auf Grund von Machtwille und Statusdenken sogar niedriger sein als die Vergleichseinkommen, doch davon sei mal abgesehen.) Und falls Ihnen der Kopf beim Schütteln fast abfällt, überlegen sie mal, wo all die Helden hin sollten, zumal viele nicht einmal eine Zweitsprache genügend kennen...
Die fliegen alle zum Mond da gibt ja noch keine Führungskräfte, da muß also noch viel mehr zu verdienen sein und auf dem Mond ist das leistungstragen auch viel leichter wegen der geringen Schwerkraft und so! jetzt lachste wohl nicht mehr, was!!!

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gutefisch 05.04.2011, 22:17
195. ???

Zitat von petros
Selten so gelacht! Peter, ein "Leistungstraeger", der schon lange weg ist (downunder), aber nicht wegen zu niedriger Gehaelter in Dtl. Ich habe als Techniker mehr als einmal Manager erlebt, deren Fachkompetenz gen Null ging, deren Entscheidungsbereitschaft aber umso hoeher war. So manche Firma funktioniert eher trotz Management, da die Leute vernuenftig arbeiten, nicht wegen der Manager, auf deren Millionen-Dollar-Gelaber dieser Powerpoint-animierten Teletubbies wir haeufig gern verzichten wuerden. Viel Spass noch, wobei auch immer Peter
Sie haben nichts verstanden! Grade das destruktive handeln des Managments führt dazu das alle Mitarbeiter genötigt sind das doppelte zu Leisten um die Firma vorm untergang zu bewahren und genau das bringt die Unternehemn hoch! Also müssen die schlechtesten Manager am besten bezahlt werden, da die die Belegschaft zu Höchstleistungen animieren!

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Jordan Sokoł 05.04.2011, 22:42
196. Genehmigungspflicht für Einkommensvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern

Zitat von sysop
Deutschlands Top-Managern kennen bei ihren Gehältern kein Halten: Der Abstand zum Einkommen gewöhnlicher Arbeitnehmer wird immer größer. Mit Marktwirtschaft hat das nichts zu tun. Grund für die Bonusexzesse sind äußerst fragwürdige Machtverhältnisse.
Bevor die Deutsche Bundesbank ihre Währungssicherungskompetenz an die Europäische Zentralbank abgegeben hat, mußten Währungssicherungsklauseln von der Bundesbank genehmigt werden.
Die dahinter stehende Erfahrung war, daß Mindereinnahmen aufgrund inflationärer Tendenzen nach Erreichen einer vertraglich festgelegten Inflationsrate automatisch auszugleichen waren. Diese Art
von Vertragsgestaltungen begünstigt inflationäre Entwicklungen. Mithin war/ist die Genehmigungspflicht derartiger Vertragsklauseln opportun.
Der Artikel vermittelt den Eindruck, daß Aufsichtsräte unter anderem deswegen Gehaltsanhebungen für Vorstandsmitglieder zustimmen, weil damit auch die Aussicht auf Anhebung der eigenen
Aufsichtsratsvergütungen einhergeht. - In das Aktienrecht könnte eine Regelung eingebracht werden, die Gehaltssteigerungen von Vorstandsmitgliedern, die branchenspezifische Tarifabschlüsse um das
x-fache übersteigen, von der Bundesbank genehmigt werden. Als Genehmigungsbehörde kommt ausschließlich die Bundesbank in Frage, weil deren Vorstandsmitglieder das Kriterium der Unabhängigkeit am ehesten erfüllen.

Mit Blick auf die Größenordnung der Vergütungen kommt den
Gehaltsvereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern von Aktiengesellschaften währungssichernde Relevanz zu. Die von
unangemessen hoch ausfallenden Gehaltsvereinbarungen ausgehenden Nachahmereffekte bis in Tarifvereinbarungen hinein wirken sich auch auf den Außenwert des EURO aus. Solche Zusammenhänge rechtfertigen
heute einen Genehmigungszwang durch die EZB.

Jordan Sokoł

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gutefisch 05.04.2011, 23:00
197. ?

Zitat von schwarzer Schmetterling
Ach ja - wieviel bekommen Sie denn so pro Zeile?
lassen sie mich mal überlegen.. also der Ackermann gibt mir 2 Euro weil der Schriftsteller fördern will, der Winterkorn gibt mir 50 Cent (na ja der baut ja auch nur Autos für's Volk) und der Westerwelle gibt immer 30 Cent weil es ihm gefällt das wenigstens einer seiner meinung ist (aber die 30 Cent kann ich ja jetzt wohl knicken) ja und da ist noch der Gisy der gibt mir 1 Euro weil ich ihm immer ein schönes feindbild liefere dat hält dem seine Blutdruck hoch, der braucht dat. Also wie de siehst, da muß ich ganz schön ackern!

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mitbestimmender wähler 05.04.2011, 23:43
198. Was ist den in Ihren Augen viel teurer in der Schweiz?

Zitat von sponner_hoch2
Absolut korrekt. Als ziemlich passende Faustformel hat sich die "mal zwei"-Regel erwiesen: Deutsches Gehalt mal zwei in Schweizer Franken ist von der Kaufkraft her ungefähr das gleiche (also wer in DE 40.000 EUR brutto verdient braucht in CH ca. 80.000 CHF brutto, um auf dem gleichen Lebensstandard zu sein).
Absoluter Quatsch !
Fairer ist es allemal in der Schweiz oder im Norden für den Normalbürger und mit Sicherheit mind. eine Stufe höher in Sachen Lebenstandard.

Ein Bauhandwerker Mitte 30ig hat hier 13 mal 5200Euro brutto oder 4300Euro netto ausbezahlt (Sozialvers. Rentenvers. Unfallvers. sind schon weg). Mit Berücksichtigung das ein durchschnittlicher Einkaufskorb nur etwa 10-20% teurer ist als in Deutschland, bei Elektronik und PC s hier die billigsten Preise in Europa herrschen. Haushalt/Autoversicherungen gleich teuer wie in D. sind.

Man zahlt noch 1-1.5 Monatsgehalt Steuern auf Ende Jahr

Etwa 145Euro Krankenkasse monatlich

Zahlt einiges unter 10% Mehrwertsteuern

Geniesst günstigen Treibstoff

Braucht etwa 1/3 des Nettogehalts für die Wohnung



Na wie sieht die Rechnung den für den Deutschen Bauandwerker aus ?

Die Schweizer und Nordischen Handwerker hätte gerne mehr Handwerker um sich rum bei Ihren Ferien auf den Seychellen und weniger D. Rektoren und Ingenieure...... soviel zum Thema Lebensstandard.

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masc672 06.04.2011, 09:03
199. Sie wollen also

Zitat von Arktuss
Also ich hab hier in der Region Stuttgart ein Bruttojahreslohn von 25200,- € und komme damit recht gut klar. Sicher sind da keine großen Sprünge drin, aber ich habe auch meine zwei Zimmer Wohnung und wenn ich sparsam einkaufe .....
mit einem Kind in einer 2 Zimmer Wohnung leben? Na dann viel Spaß.

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