Forum: Wirtschaft
Gehaltsrunde für Erzieher: Schlecht bezahlt, gut gefordert
Privat

Deutschlands Erzieher wollen mehr Geld und Ansehen. Sie fordern durchschnittlich zehn Prozent mehr Lohn. Die Kommunen halten das für absurd. Aber was sollten die Fachkräfte verdienen? Und was ist uns die Betreuung unserer Kinder wert?

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grenoble 18.12.2014, 17:39
280. Wie bitte?

Zitat von Mitti
Was Mathematik und naturwissenschaftliche Fähigkeiten betrifft, stimme ich Ihnen zu, hier jedoch in keinem Fall: "was die Normen und Werte betrifft, da ist immer noch das Elternhaus die einzig zu akzeptierende Instanz." Gerade darin liegt eine der Hauptaufgaben von Kindergärten.
Sie halten also knapp 20 Jährige Mädchen für geeignet den Kleinkindern ihr oftmals krudes Weltbild zu vermitteln. Sie glauben also das die Lebenserfahrung einer Montags bei Pegida demonstrierenden Erzieherin wäre geeignet kleinkindern Werte zu vermitteln.

Glauben sie eine christlich abendländische Weltanschauung wäre die einzig wahre Ideologie, oder wie soll ich verstehen das Werte, Normenvermittlung zur Aufgabe von Kindertagesstätten gehört.

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Herr Hold 18.12.2014, 17:42
281. Hört, hört

Zitat von Koana
... die für die Technik im Zahlungsverkehr zuständig sind, dürften die einzig noch sinnvollen Mitarbeiter einer Bank sein. Das Kreditwesen - Einlage - Auslage - könnte man ebenso problemlos vollautomatisieren - wäre wahrscheinlich sogar wesentlich effektiver - da ohnehin offiziell nach festen Rahmendaten Kreditfähig- und Kreditwürdigkeit ermittelt werden. Einzig - Beziehungseinflüsse machen so manchen Kreditnehmer zum Topkunden, obwohl er ein Ganove ist und glatt betrügt und andere, die sich durch harte Arbeit etwas aufbauen wollen, aber kein Netzwerk in der Bankwelt besitzen, gehen oft leer aus - und müssen sich mühsam um Liquidität bemühen. Das Bankwesen ist völlig zum Verkaufs- und Anlagebetrugswesen verkommen, beginnend beim Sparbuch der Oma und endend bei den Umverteilungsorgien der "Staatsbanker". Aber Betrug und List - das ist schon lange bekannt - sind ja die lohnenden Eigenschaften in unserer Zivilisation - hingegen sind Menschlichkeit, Güte und soziale Intelligenz im Sinne von uneigennütziger Problemlösungskompetenz völlig wertlos - Menschen die so agieren und leben, "leiden" unter einem "Helfersyndrom" - ja - wer gut ist - ist krank, wer ein psychopatischer Egomane ist, der ist erfolgreich und genießt meist auch die Ehrfurcht der Masse vor seiner Beute (das übliche Repertoire an Statussymbolen....). Leute - fröhliche Weihnachten.....
Das kann nur jemand schreiben, der keine Ahnung von Kreditwesen hat. Das halte ich Ihnen zu Gute.

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Herr Hold 18.12.2014, 17:46
282. ?

Zitat von Sal.Paradies
Was ich meinen Kinder niemals beibringen werde, ist ein Sprachgebrauch wir Ihrer. Wirklich lustig, dass gerade Sie eine furchtbare + assoziale Sprache kritisieren, obwohl Ihre eigene genau jenen Kriterien entspricht. Und von ein Erfahrung in einer Kita auf alle anderen zu schließen, ist nicht nur unseriös, sondern nachgerade dumm. Menschen wie Sie sind (auch) der Grund, warum dieser Beruf im Werteranking weit unten steht, mit Aussagen wie ""---den ganzen Tag "Kaffee trinken" und dann auch noch mehr Lohn wollen?""---- Auch darf ich Sie darauf hinweisen, dass ein Erzieher in der Regel tagsüber kaum Zeit fände SPIEGEL-ONLINE nicht nur zu lesen, sondern auch noch zu kommentieren, so wie Sie es gerade machen. Ist Ihrem Chef eigentlich klar, dass er Sie für`s Spiegel lesen bezahlt.?
Was haben Sie denn da auszusetzen? Der Forist hat weder falsch noch assozial geschrieben. Falsch finde ich die Pöbelei zum Schluss Ihres Beitrags.

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Herr Hold 18.12.2014, 17:49
283. Konservativ

Zitat von WwdW
nicht als Erzieher vorstellen. Sie haben NULL soziale Emphatie und Einfühlvermögen. Wie andere Kommentatoren schon hier erwähnt haben ist der Erzieherberuf in den anderen OECD-Staaten ein Studium. Wie üblich in Dtld. ist aber die Ausbildung und die Anforderung in solchen Schulen so hoch, dass auch Erzieher ohne Studium interanationales Niveau erreichen. Aber wenn ich ihren Post so ansehe, weiß ich woher der Wind weht: Unzufriedener Techniker mit mangelndem Emphatievermögen und Sozialstandards und dazu noch mit unterdurchschnittlichem Verdienst arbeitet sich an Mitarbeitern im Sozialsektor ab, anstatt endlich mal Eier zu zeigen, die Hosen hochzuziehen und in seinem Bereich für ein ordentliches Gehalt einzustehen und einzufordern. Als Techniker müßte man doch in der IGM gut bedient sein? Oder ist man nicht gewerkschaftlich organisiert, weil man Angst hat, der Arbeitgeber goutiert es mit einem bösen Blick? Stehen sie ein für ihre Forderungen und lassen sie die anderen Menschen in anderen Berufen ihre eigenen Forderungen stellen. Bzgl. der Erziehung im Elternhaus. Ja, auch da findet Erziehung statt. Aber sie dürfen davon ausgehen, dass in Grippe und Kindergarten die Kinder mindestens genauso lange untergebracht sind wie Zuhause. Auch dort findet die frühkindliche Erziehung statt. Oder wo glauben sie dass es herkommt, dass jeden Montag die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen den Kindern das Sitzenbleiben beim Essen oder das selbstständige Anziehen wieder erneut beibringen müssen. Mittwochs können sie es dann wieder. Bis Freitag klappt es hervorragend und Montag fängt das Theater wieder von vorne an. Es gibt auch wesentlich subtilere Dinge, die man gar nicht auf den ersten Blick sieht, das die Grippe, Kindergarten, Kita den Kindern beibringt, wozu die Eltern heute nicht mehr in der Lage sind. So viel zu ihrem CSU/CDU Standpunkt in häuslicher Erziehung. Ihr Standpukt ist politisch-konservativ motiviert.
Dann bräuchten wohl alle eine Ausbildung um überhaupt Kinder in die Welt setzen zu dürfen? Meine Güte, Kindererziehung kann man auch verherrlichen.

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Herr Hold 18.12.2014, 17:57
284. Autos

Zitat von mindorb
Was ist denn hier los? Wenn ich so Phrasen lese wie: "Ingenieure... die haben wenigstens richtig was gelernt..." oder "Beruf für den man kein Abitur braucht"... Also erst informieren vor'm Diffamieren. In vielen Bundesländern muss man mittlerweile Abitur haben, oder vorher eine Ausbildung abgeschlossen haben oder 2 Jahre Vorpraktika nachweisen: (http://www.erzieherin-online.de/beruf/ausbildung/zugang.php). Unabhängig davon lese ich hier: http://www.sueddeutsche.de/karriere/gehaelter-in-deutschland-im-durchschnitt-euro-1.461930 "Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich verdiente demnach durchschnittlich 41.509 Euro brutto." Davon sind die meisten Erzieher*innen WEIT entfernt. Und jetzt kommt mir bitte keiner mit "die produzieren halt keine Autos"... nein, das nicht, die kümmern sich "nur" darum Kinder sowohl pflegerisch, kulturell, kognitiv und emotional auf dem Weg in die Schule zu fördern. Und das soll dann ein Leben lang halten... Nur weil soziale Berufe kein produzierendes Gewerbe sind heißt es nicht, daß man diese Leistungen nicht gesellschaftlich/ökonimosch bewerten könnte. Aber klar mit dem Klischee der "kaffeetrinkenden Quasseltante, die ein bisschen Po abwischt, spazieren geht und bunte Bilder ins Muttiheft klebt und sonst so vor sich hinbastelt" kann man sich als "Leistungsträger" prima aufwerten. Mit dieser Einstellung wirds langfristig schwierig werden. Denn Ingenieure sind schlecht zum trösten, kuscheln und Poabwischen zu motivieren...
Autos will jeder, Erzieherinnen nicht. Das ist der Unterschied. Und für den Autobau sin nun mal mehr Kentnisse gefragt. In den Beruf "Erzieher" wird offensichtlich viel hinein interpretiert und Leistungen angeboten, die der Kunde (Eltern) in der gewünschten Höhe nicht bezahlen möchte.

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keinquerleser 18.12.2014, 18:21
285. 10%????

... sind viel zu wenig!
Bei den Erziehern ist es doch wie bei allen anderen Berufsgruppen, die sich in großer Verantwortung um Menschen kümmern - total unterbezahlt!!!

Erzieher, Kranken- und Altenpfleger, Pflegefachkräfte für die häusliche Pflege, Krankenhauspersonal und und und ... eigentlich sollten die alle gemeinsam mal streiken!!!

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ingenör79 18.12.2014, 18:24
286. Erst sollte das

Ausbildungsniveau angehoben werden, d.h. Studium an einer FH. Solange Erzieher nur Mittelere Reife und eine Berufsausbildung voraussetzt ist das Gehalt angemessen. Dann wäre der Vergleich mit den Grundschullehren aber immernoch nicht gegeben die werden an Universitäten ausgebildet und man benötigt nicht nur die Fachhochschulreife sonder ein richtiges Abitur.

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Leser1000 18.12.2014, 18:26
287. Es geht auch noch

Kommunale Kindergärtner (innen) können sich ja wenigstens noch an der von Ihnen genannten Tabelle orientieren. Aber es geht noch geringer. Schauen Sie sich einmal das durchschnittliche Gehalt von Rettungsassistenen an. Die haben i.d.R. Schwierigkeiten, überhaupt 3.000 EUR zu erreichen und leisten eine wichtige Aufgabe. Altenpfleger geht es auch nicht besser. M.E. sollte man das ganze Mütter-/ Betreungsgeld u.s.w. lieber in die sozialen Berufe stecken. Diese Mitbürger (die auch Familie haben) leisten einen wichtigen, menschlichen, die Gesellschaft zusammenhaltenden Dienst für Jung und Alt. Finanziell wird dies jedoch nicht richtig gewürdigt. Dafür gibt es dann "warme Worte" und supportet wird das Ganze dann zum Teil auch noch durch Ehrenamtliche. Um nicht mißverstanden zu werden: Das Ehrenamt ist wichtig; auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Absolut dafür. Nur ich habe inzwischen Schwierigkeiten mit der Ausgewogenheit (siehe oben). Wieso müssen Menschen, die sich um Menschen kümmern, in vielen Fällen weniger verdienen als vergleichbare andere? Stimmen unsere Strukturen noch?

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Herr Hold 18.12.2014, 18:26
288. Kurz

Zitat von andreas90
das ist ziemlich kurz gedacht und zeugt davon das sie das System nicht verstanden haben: denn ich als Vater zahle genauso wie sie in das System ein (Steuerklasse 1) und trage noch zusätzlich die Kosten für Kita, Tagesmutter, etc. was durch das Kindergeld etwas abgefedert wird oder anders ausgedrückt: der Staat gibt mir Kindergeld, was er sich aber durch die Hintertür (Kita Beiträge) wieder zum Teil zurückholt.
Kurz gedacht ist Ihre Argumentation. Sie erhalten für den gleichen Steuersatz, Krankenkassenbeitrag viel mehr Leistung. Also, nur die Ruhe. Und das Kinder Geld kosten, wussten Sie hoffentlich vorher. Deswegen unterstützen die Kinderlosen ja auch Eltern. Volle Übernahme kann ja wohl niemand verlangen.

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elees 18.12.2014, 18:53
289.

Wenn ich hier lese das der Job nach 3 Wochen Praktikum bewertet wird, möchte ich die Wände hoch gehen.
Die 5 Jahre Ausbildung sind kein Spaziergang und noch weniger Spaziergang ist der Alltag in einer KiTa!
Ich liebe meinen Job. Ich liebe die Kinder. Aber da wird nicht nur pädagogische Arbeit erwartet. Wir Erzieherinnen sollen die Sprachdefizite ausbügeln, die Inklusion freudestrahlend annehmen (wieso haben Menschen Heilerziehungspfleger gelernt)
Wir sollen alles Dokumentieren (schriftlich und bildlich) wir sollen pflegen und begleiten. Das bitte mit 1,5 Fachkräften für 25 Kinder.
Und wehe einer wird krank, oder wagt es sich Urlaub zu nehmen. Und ich habe noch lange nicht alle Aufgabenfelder aufgezählt.....

Ja, wir Erzieher haben "nur" eine Ausbildung gemacht. Und dass ist ja das wichtigste bei der Gehaltseinstufung, in dieser Gesellschaft!

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