Forum: Wirtschaft
Geld ohne Gegenleistung: Jeder zweite Deutsche befürwortet bedingungsloses Grundeinko
Bernd von Jutrczenka/DPA

Die einen schwärmen für das bedingungslose Grundeinkommen, die anderen lehnen es hart ab: Aufschluss darüber bringt eine neue Studie. Demnach unterscheiden sich Jüngere und Ältere in ihrer Meinung deutlich.

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Suzie 10.04.2019, 14:08
30. eventuell recht einfach finanzierbar

Ich hab irgendwo mal was gelesen, weiß leider nicht mehr wo, aber der O-Ton war das man ein Grundeinkommen ohne weiteres finanzieren könnte wenn man dafür alle anderen Sozialleistungen und Steuererleichterungen eindampft. Da würde ich gerne mal eine belastbare Studie zu sehen… Wenn sich das bewahrheiten sollte, wird es schwierig dagegen zu argumentieren.

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funkstörung 10.04.2019, 14:09
31. praktisches beispiel und frage.

ich habe bis heute nicht verstanden wie das rein praktisch funktionieren soll.

ein beispiel :

ein selbständiger zahlt im monat ca. 1000 euro einkommenssteuer.

das bedingungslose grundeinkommen beträgt ebenfalls ca. 1000 euro im monat.

bedeutet das für den selbstständigen das er sich das grundeinkommen finanziert ?

dann wäre ich sofort dafür.

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norgejenta 10.04.2019, 14:09
32. Wie ich unsere EU kenne

wird das wieder ganz anders aussehen. Erst wird diese Grundeinkommen nur für Deutsche Staatsbürger eingeführt. Dann kommt die Frage auf, was ist mit EU bürgern die hier leben. Wenn unsere Regierung sagt, "Nee nee, nur für deutsche".. rennen die ersten "Nichtdeutschen" am nächsten Tag zum Anwalt und vor das Europäische Gericht für Menschenrechte , oder wer sonst noch zuständig ist. Aber nein.. das war jetzt bös gedacht von mir.. Es wird sicher alles gut und jeder kann sich dann verwirklichen und endlich ein Nageldesignerstudio aufmachen.. Is ja wie bei Alice im Wunderland hier...

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Newspeak 10.04.2019, 14:09
33. ...

"über 65-Jährige stehen einem solchen Grundeinkommen eher ablehnend gegenüber."

Obwohl die selber ein bedingungsloses Grundeinkommen beziehen...nennt sich Rente oder Pension.

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arr68 10.04.2019, 14:10
34. Wenn man allein diesen riesen

Anteil an Sozialleistungen aufschlüsseln würde nach dem Geld, das direkt rauskommt und dem Geld, das für Verwaltung und Drangsalierung draufgeht, dann wäre das BGE schon viel finanzierbarer. Dazu noch eine Angleichung der Leiharbeiter an die Gastarbeiter plus einen Flexibilitätszuschlag und auch die Beschäftigung wäre gesichert. Aber das wollen die Dieselfahrer und Urlaubsflieger nicht mehr hören. Auch das Hartz 4 gegenüber dem Arbeitslosengeld 2 eine Enteignung und Verlust der Reisefreiheit gleichkommt, will keiner hören. Ich sage nur, probiert es aus,

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venster 10.04.2019, 14:11
35. Staatsbedienstete

Im Prinzip begruesse ich das BGE. Allerdings ist das mit der Finanzierung so eine Sache, denn die Antwort kann nicht sein: alles bleibt wie's ist und wir pressen die Gutverdiener halt mehr aus.

Die "liberale" Version des BGE hebt oft hervor, dass sich ein BGE quasi selbst finanziert, da man im Gegenzug eben keine aufwaendigen Sozialleistungen, mit vielen Einzelfaellen, Pruefungen, Klagen usw. mehr zahlen muss.

Das heisst aber im Umkehrschluss was fuer Millionen Staatsbedienstete in den Aemtern? Arbeitslosigkeit?

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misterknowitall2 10.04.2019, 14:12
36. Können Sie sich vorstellen...

Zitat von KlausP22
Doch, es gibt einige gute Alternativen zu einem völlig Bedingungslosen Grundeinkommen. Erste Möglichkeit ist ganz einfach das Wort "Bedingungslos" zu streichen und die volle Auszahlung eines Grundeinkommens halt doch an Bedingungen zu knüpfen. Das ist halt bei vielen Gegnern der Hauptkritikpunkt, dass das Bedingungslose Grundeinkommen ein Leben ohne Gegenleistung fördern würde. .... zB wer arbeiten kann, der muss auch arbeiten. Gemeindearbeit oder Soziale Arbeiten wie für Mobilitätseingeschränkte einkaufen zu gehen usw. wäre da eine sehr gute Lösung. Damit würde auch gleichzeitig das Problem von zu wenig Pflegkräften behoben, wenn der Anteil ihrer Tätigkeiten die quasi jeder machen kann, dann als Gemeindeleistung erbracht werden. Pflegekräfte haben ja heutzutage kaum Zeit, um Pflegebedürftigen auch einen sozialen Halt zu bieten. Betreuung abseits von Pflegeleistungen könnte auch so eine Gemeinnützige Tätigkeit sein.
das man solche Sachen freiwillig macht? Einfach weil man gerade nichts Besseres zu tun hat? Oder weil man Zeit genug hätte? Oder weil man die Notwendigkeit einsieht? Früher nannte man das Ehrenamt. Und wir hatten viele Ehrenämtler.

Das wird weniger, weil keine Zeit mehr da ist, - von den Ehrenämtern zu viel erwartet wird, - weil man anderweitig Geld verdienen muss, - weil man keine Anerkennung bekommt.

Mit dem BGE könnte jeder mit Muße in ein Ehrenamt gehen. Und genau das würde passieren. Die Menschen könnten ihren Leidenschaften und ihren Vorleiben nachgehen.

Sie gehen davon aus, dass JEDER das BGE missbrauchen würde und sich auf seinen Hintern legen (m.M. nach könnte er auch das tun) und das ist nicht richtig. Der Mensch will arbeiten, will Anerkennung, Aufmerksankeit und er ist von Natur aus hilfsbereit.

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der-junge-scharwenka 10.04.2019, 14:13
37.

Zitat von haiti
die das BGE befürworten, dann Volksabstimmung, einführen, fertig. Politik machen!
Eine Volksabstimmung geht zurzeit nicht. Dafür müsste man zunächst das Grundgesetz ändern....

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Marvel Master 10.04.2019, 14:14
38.

Bei Hr Info haben das mal ein paar fähige Mathematiker durchgerechnet.

Die kamen zu dem Schluss, dass man ca 600 Mrd Euro an Steuereinnahmen
braucht. Das müssen die Leistungsträger der heutigen Gesellschaft
erwirtschaften. Lösung: Man müsste die Steuer auf ca > 70 Prozent anheben.

Sie meinten, dass würde dazu führen, dass sich die Leistungsträger ins Ausland absetzen.

Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen.

Sollte so ein Grundeinkommen eingeführt werden, werde ich meinen hochbezahlten Job direkt kündigen und alles aus dem Staat raus saugen was geht. ;-)
Meinen bisherigen Lebensstil finanziere ich zusätzlich aus dem bisher
zurückgelegten Geld. Sollen doch die anderen buckeln. Ich jedenfalls nicht mehr. :D

VG

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der-junge-scharwenka 10.04.2019, 14:15
39.

Zitat von misterknowitall2
da ist doch nichts anders als bisher, nur das man das jetzt noch als Steuer bezeichnet.
Das ist etwas wesentlich anderes. Zurzeit werden Ihre und meine Steuermittel an Leute ausgezahlt, die bedürftig sind. Das ist OK. Es an Leute auszuzahlen, die nicht bedürftig sind, ist es nicht.

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