Forum: Wirtschaft
Geld ohne Gegenleistung: Jeder zweite Deutsche befürwortet bedingungsloses Grundeinko
Bernd von Jutrczenka/DPA

Die einen schwärmen für das bedingungslose Grundeinkommen, die anderen lehnen es hart ab: Aufschluss darüber bringt eine neue Studie. Demnach unterscheiden sich Jüngere und Ältere in ihrer Meinung deutlich.

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JackGerald 10.04.2019, 14:22
50. @ Nr. 24 KlausP22

Sie haben vollkommen Recht! Es gäbe jede Menge sinnvolle Tätigkeiten, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht gemacht werden. Stattdessen lässt man Arbeitslose auf der Straße herumlungern und bezahlt sie auch noch dafür.

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der-junge-scharwenka 10.04.2019, 14:24
51. Eingliederungshilfe eindämpfen?

Zitat von Suzie
Ich hab irgendwo mal was gelesen, weiß leider nicht mehr wo, aber der O-Ton war das man ein Grundeinkommen ohne weiteres finanzieren könnte wenn man dafür alle anderen Sozialleistungen und Steuererleichterungen eindampft. Da würde ich gerne mal eine belastbare Studie zu sehen… Wenn sich das bewahrheiten sollte, wird es schwierig dagegen zu argumentieren.
Vergessen Sie den Unsinn. So klappt das nicht. Was sind denn "alle anderen Sozialleistungen"? Zur Erinnerung: Sozialleistungen hören nicht bei "Hartz IV" oder Grundsicherung im Alter auf. Sozialleistungen sind auch Eingliederungshilfe, Hilfe zur Pflege, Hilfe in besonderen Lebenslagen und und und. Eingliederungshilfe beispielsweise sind Sozialleistungen für Menschen mit Behinderung (spannende Sache, mal nachlesen: noch steht das in § 53 SGB XII). Haben Sie den Ansatz einer Ahnung, um wie viel Geld es dabei geht? Um weit mehr als bei Hartz IV. Weiß nur keiner. Je nach Behinderungsgrad und Art der Hilfebedürftigkeit ist man schnell im mittleren vierstelligen Bereich - pro Monat. Und wenn der Mensch mit Behinderung dann auch noch nach dem Arbeitgebermodell verfährt, dann sind die Sozialversicherungskosten der beschäftigten Hilfsperson auch vom Sozialleistungsträger zu übernehmen. Dann erreichen wir pro Monat auch fünfstellige Beträge. Kommt vor. Wirklich. Und zwar nicht zu selten. Nochmal: Auch das ist eine Sozialleistung! Wenn Sie das alles "eindampfen" wollen, um das bedingungslose Grundeinkommen gegenzufinanzieren - womit soll dann der Mensch mit Behinderung seine Unterstützung finanzieren?

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syracusa 10.04.2019, 14:26
52. warum nicht erst mal ...

Warum nicht erst mal die steuerfinanzierte Bürgerversicherung einführen, die eine Grundrente für alle beinhaltet? Diese Bürgerversicherung würde die wesentlichen Ungreechtigkeiten unserer Sozialversicherung und v.a. des Rentensystems beseitigen, würde nicht mehr Kosten verursachen als heute, und würde den Bürgern wesentlich größere Freiheitsräume verschaffen, ohne die Risiken des BGE eingehen zu müssen.

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hikage 10.04.2019, 14:27
53.

Zitat von Suzie
Wenn sich das bewahrheiten sollte, wird es schwierig dagegen zu argumentieren.
Dagegen argumentieren war schon immer schwierig. Polemisieren geht aber zum Glück immer, es bleibt also weiterhin spannend...

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ich2010 10.04.2019, 14:29
54.

Zitat von pbpbpb
Mit dem Einkommen hätte ich monatlich noch mehr Geld zur Verfügung als jetzt schon. Was soll ich damit machen? Die Preise werden alle steigen wenn sich mehr Menschen Dinge leisten können - Mieten werden steigen, Nebenkosten werden steigen. Am Ende werde ich wohl genauso viel Kaufkraft haben wie vorher. Es würde vermutlich verpuffen und das Geld sammelt sich wieder bei denen, die eh mehr als genug haben. Was ergibt denn die Gegenrechnung von Arbeitslosengeld und Aufstockung? Und, wird das ganze dann wieder versteuert? Ich wäre eher für zwei Dinge: Mehr Geld für die unteren Einkommensschichten und für Gutverdiener eine steuerliche Entlastung statt Geld in top.
da Geld nicht auf den Bäumen wächst muss das BGE irgendwie finanziert werden. Das geht dann z.B. über höhere Lohnsteuern.
Vom Brutto bleibt dann noch weniger Netto, dass dann durch das BGE ausgeglichen werden soll. Sprich diejenigen, die noch dumm genug sind weiterhin zu arbeiten, erarbeiten den Unterhalt für die soziale Hängematte der nicht arbeitenden Bevölkerung.

Ohne mich.

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JackGerald 10.04.2019, 14:29
55. Mal eine bescheidene Frage:

Was hat es denn mit der von Links-Rot-Grün immerzu geforderten "Gerechtigkeit" zu tun, wenn sich eine Hälfte der Bevölkerung auf Kosten der anderen Hälfte durchfüttern lassen will? Ist das ein erneutes Beispiel links-rot-grüner Logik? Oder sind nach links-rot-grünem Verständnis alle Menschen gleich - und nur manche sind gleicher?

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Rentenkassierer 10.04.2019, 14:29
56. Es wird Zeit über neue Gesellschaftsformen nachzudenken

In den nächsten 10 bis 15 Jahren werden einige Millionen Jobs durch Automatisierungen diverser Art wegfallen.

Die neu entstehenden Jobs werden einerseits schlecht bezahlte Hilfsjobs sein, die es geben wird, bis sich deren Automatisierung lohnt, andererseits spezialisierte Tätigkeiten, die überwiegend Abitur und Studium voraussetzen. Es wird aber auch insgesamt immer weniger Jobs geben.

Es werden also eine zunehmende Zahl von Menschen nicht mehr im Wirtschaftsprozess benötigt werden.

Es wird langsam wirklich Zeit an Ideen zu dieser unzweifelhaft bevorstehenden Zukunft zu arbeiten und dann auch eine umzusetzen.

10 bis 15 Jahre sind keine lange Zeit, wenn es um Dinge geht, die das Zusammenleben in einer Gesellschaft fundamental umkrempeln.

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nach-mir-die-springflut 10.04.2019, 14:29
57. Wie viel Energie steckt im Ding?

Zitat von k.schnikow
Warum nicht anstatt eines geldlichen Grundeinkommens eine Grundversorgung - mit Essensmarken und einem garantierten Schlafplatz der irgendwo in Deutschland zugeteilt wird. - So dass es genug ist um zu existieren, aber eben nicht um "zu leben". - Dann würde der Anreiz arbeiten zu gehen, um Geld zu verdienen, um sich besseres Essen,eine schönere Wohnung, Auto etc. zu leisten, erhalten bleiben und zugleich würde denen die wirtschaftlich nicht verwertbare Ideen haben und sich damit kreativ/konstruktiv einbringen wollen, eine existenzielle Absicherung gegeben w aufgrund derer sie Ihre Ideen verwirklichen können.
Ja, so ähnlich (These) wird es kommen, nur anders formuliert.

Der private Binnenmarktteilnehmer bekommt die Energie, die er zum Leben braucht, und in jedem Ding steckt Energie, geschenkt. Es muss hierzu ein Sozialstandard definiert werden, ein Warenkorb in Hinblick auf die Energie. Er bekommt Joule bzw. Kilowattstunden geschenkt. Sagen wir, für 7.000 km im Jahr die Energie für ein Verbrenner-Auto, das 7 Liter auf 100 km verbraucht - also 4.900 Kilowattstunden. Die Kilowattstunden fürs Warmwasser, Kochen, Heizen, die, die im gerösteten Kaffee stecken, in der Tasse aufgebrühtem Tee, im gebackenem Brot, im vollen Mobiltelefonakku. Wenn ihm alle zehn Jahre ein neues Porzellangeschirr zusteht, dann die Energie, die im Geschirr steckt. Die Energie, die die Waschmaschine für ihre Produktion braucht, die Kehrschippe aus Blech, einfach alles, was dem Sozialstandard zugerechnet werden kann; die Grundbedürfnisse. Die Summe macht das Grundeinkommen in der durch das Joule (oder die Energie) gedeckten Währung.

Mit dem Modell kann man sofort anfangen. Ein Komplex im Wert von vielleicht 400 Mrd. Euro jährlich, eine mehr oder weniger konstante Größe.

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ruhepuls 10.04.2019, 14:29
58. Umfragen - und ihre Schwachsinns-Ergebnisse

Klar, wenn mich einer fragt, ob ich 2.000 EUR im Monat bekommen will, ohne was dafür zu tun, dann bin ich auch dafür. Nur leider fällt Geld nicht vom Himmel - und die Finanzierung dürfte - langfristig - schwierig werden, weil sich dann immer mehr von denen, die es finanzieren sollen, ebenfalls in die BGE verabschieden würden oder ihr Einkommen so einstellen, dass sie möglichst wenig abgeben müssen. Ist doch keiner so dumm und arbeitet dafür, dass ein anderer nichts tun muss.
Und ein BGE, das so niedrig ist, dass man nicht davon leben kann, macht keinen Sinn. Das wird dann ein schönes Thema für jeden zukünftigen Wahlkampf, weil sich die Parteien mit "BGE-Erhöhungen" gegenseitig übertreffen werden. Noch leichter kann man Wählerstimmen nicht bekommen.

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ruhepuls 10.04.2019, 14:31
59. Arbeitsfähig - aber auch arbeitswillig?

Zitat von jim_rewop
Zumindest wäre das ein Lösungsansatz für die drohende "20-zu-80-Gesellschaft", sofern der deutsche bzw. europäische Arbeitsmarkt sich tatsächlich dahingehend entwickelt (20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung würden ausreichen, um die Wirtschaft in Schwung zu halten).
Es stellt sich nur die Frage, ob die 20% noch arbeitswillig sind, wenn sie die 80% finanzieren sollen...?

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