Forum: Wirtschaft
Geld ohne Gegenleistung: Jeder zweite Deutsche befürwortet bedingungsloses Grundeinko
Bernd von Jutrczenka/DPA

Die einen schwärmen für das bedingungslose Grundeinkommen, die anderen lehnen es hart ab: Aufschluss darüber bringt eine neue Studie. Demnach unterscheiden sich Jüngere und Ältere in ihrer Meinung deutlich.

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hileute 10.04.2019, 14:47
80. Ich habe da nichts gegeb

halte das aber für schwer finanzierbar und sicher nicht vorteilhaft für die Wirtschaft

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Forenhengzt 10.04.2019, 14:47
81. Spätestens...

...wenn alle Arbeiten von Algorithmen und Maschinen erledigt werden führt daran kein Weg mehr vorbei.

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kkarl9024 10.04.2019, 14:48
82.

Zitat von funkstörung
ich habe bis heute nicht verstanden wie das rein praktisch funktionieren soll. ein beispiel : ein selbständiger zahlt im monat ca. 1000 euro einkommenssteuer. das bedingungslose grundeinkommen beträgt ebenfalls ca. 1000 euro im monat. bedeutet das für den selbstständigen das er sich das grundeinkommen finanziert ? dann wäre ich sofort dafür.
Die Finanzierung unseres Sozialsystems über die Einkommenssteuer wird in der Zukunft nicht funktionieren. Noch weniger wird es funktionieren alles über die Besteuerung von Arbeit zu finanzieren.
Realistischer ist die Finanzierung über eine sog. Maschinensteuer, d h wenn bei Amazon in der Lagerhalle statt jetzt 500 Arbeiter bald 5 arbeiten (und alles läuft darauf hinaus) dann zahlt Amazon trotzdem Abgaben und Steuern. Oder eine Steuer auf alle Finanztransaktionen, die z B in der Schweiz 0,00x % betragen müsste.

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merapi22 10.04.2019, 14:49
83. BGE = Erbrechtsanspruch auf den Anteil an Ressourcen, Land, Wissen

Wenn KI-Roboter schon sehr bald über alle menschlichen Fähigkeiten verfügen + mehr Wissen, dann braucht es das bedingungslose Grundeinkommen, damit wir Menschen die vielen Güter auch kaufen können. Die Roboter schenken und ihren Lohn, der gerecht an alle als BGE verteilt wird, denn Roboter brauchen keine Autos.
Es ist längst Zeit für das BGE: Bedenkt man die Zeit vor 30 Jahren, so gab es bei einen nicht mal halb so hohen BIP von heute noch unbürokratisch den halben Sozialhilfesatz für deutsche Staatsbürger im Ausland - heute Null! Konnte eine Alleinerziehende Putzfrau mit 2 Kindern sogar noch Wohneigentum erwerben. Reichte der Lohn eines Verdieners aus die Familie zu ernähren, heute sind dazu 2 Erwachsene nötig und der Erwerb von Wohneigentum, ist selbst wenn beide als Fachkräfte in Vollzeit arbeiten kaum noch möglich. Dagegen kann Obdachlosigkeit heute fast jeden treffen! Eigentlich logisch und verständlich, wenn sich viele enttäuscht von der Demokratie abwenden und Angst vor neuen technischer Umsetzung wie KI-Roboter haben.
Auch logisch: Die Demokratie steht für ein Existenzrecht = UBI-BGE für alle Menschen. Dagegen die Diktatur für Zwang und Gehorsam!

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ruhepuls 10.04.2019, 14:50
84. Warum sollten sie?

Zitat von quidquidagis1
..die es locker bezahlen könnten aber nicht wollen!
Und warum soll die eine Hälfte der Bevölkerung die andere Hälfte alimentieren, wenn die keine Lust hat zu arbeiten? Wo steht geschrieben, dass es ein Recht auf Nichtstun gibt?

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yogi65 10.04.2019, 14:51
85. Gut gemeint aber funktioniert nicht

Das BGE mag als gesellschaftspolitische Vision attraktiv sein. Klingt bei steigender Produktivität und damit drohendem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Beschäftigung auf den ersten Blick plausibel. Nur wer macht die Arbeit die nicht vordergründig Sinn-stiftend und selbstverwirklichend ist und noch dazu körperlich anstrengend und stressig und nur mäßig bezahlt wird? Z.B. Reinigungsdienst, Logistik, Pflege, Gastronomie etc. Das würde doch niemand mehr machen wenn er es finanziell nicht nötig hat. Besser bezahlen nutzt volkswirtschaftlich dann auch nichts, man kann Marktmechanismen nicht einfach aushebeln. Das würde nur das Preis- und Lohnniveau und damit die Inflation treiben ohne realwirtschaftlichen Nutzen. Das BGE ist leider nur ein Traum für einige Wenige die die ökonomische Realität vorsätzlich oder unwissend ausblenden. Man kann Müßiggang nicht bezahlen, das Recht auf Faulheit haben nur diejenigen die es sich erarbeitet haben oder zur Generation der glücklichen Erben gehören.

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flopi3 10.04.2019, 14:53
86. BGE ist schlicht Utopie und nicht bezahlbar !!!

In Diskussionen wie diesen vermisse ich stets einen Blick auf die Fakten:
Es leben rund 82 Mio. Menschen in Deutschland. Zahlt man jedem nun 1.000€ BGE im Monat, bedeutet dies im Jahr einen Finanzaufwand i.H.v. 984 Mrd. €. Jedes Smartphone hat einen Taschenrechner, um das nachzurechnen.
Nachzulesen ist, dass die Haushalte von Bund und Ländern in 2018 zusammen Einnahmen i.H.v. rund 715 Mrd.€ hatten. Es fehlen also schon 269 Mrd. €. Nun werden die Einnahmen des Staates ja nicht nur für Soziales ausgegeben, sondern auch für Infrastruktur, Investitionen, Bildung usw usw. Ohne das jetzt alles im Detail nachgelesen zu haben, fehlen also mit Sicherheit mindestens 400 Mrd.€ im Jahr, um ein BGE zu finanzieren. Selbst wenn man jetzt den Linken folgt, die die Steuern für Besserverdiener erhöhen wollen, reicht das nicht: Das Gesamtaufkommen aus Lohn- und Einkommenssteuer lag in 2018 bei rund 326 Mrd.€. Um nun das BGE zu finanzieren, müsste man die Steuerlast mehr als verdoppeln, um den Fehlbetrag auszugleichen. Glaubt ernsthaft jemand, dass das die Besserverdienenden mitmachen?? Ach ja: ich vergas die Besteuerung von Vermögen. Da ist natürlich auch noch etwas zu holen.
Meine Damen und Herren: sorry. Das ist Wunschdenken und eine Umsetzung würde aus Deutschland nicht mal mehr ein Dritte-Welt-Land machen. Jeder, der halbwegs leistungsfähig und -willig ist, wird dieses Land sofort verlassen, anstatt ausschließlich wie im Sozialismus für all diejenigen zu schuften, die sich gerne versorgen lassen. Stattdessen sollte sich mal jeder in diesem Land im Spiegel ansehen und sagen: ich bin zu allererst einmal dafür verantwortlich, für mich selbst zu sorgen. Wenn ich geschafft ist, helfe ich Menschen, die wirklich unverschuldet in Not geraten sind.

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Armutsrentner2032 10.04.2019, 14:56
87. Es wir kein...

..Weg daran vorbeiführen! Das Bedinungslose Basis-Geld (mit dem Wort "Einkommen" verbinden die meißten eine Leistung) wird kommen!
Man darf das Basis-Geld nicht als Geld ohne Gegenleistung sehen, sondern als ein Soziokultureller Beitrag zum Schutz des sozialen und gesellschaftlichen Friedens betrachten.
Als ich schon vor Jahren von dieser Idee begeistert war, gab es noch sehr viele, die sich ein Basis-Geld nicht vorstellen wollten....und jetzt befürwortet jeder zweite Deutsche das bedingungslose Grundeinkommen!
Wir stehen vor einem Wandel in der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt, der so Gravierend sich auf die Gesellschaft auswirken wird, dass das jetzige Unmoralische Hartz 4 sehr wahrscheinlich Unruhen auslösen werden.
Schon jetzt muss unser Sozialstaat 1 Billionen Euro an Sozialtransferleistungen stemmen...und ich glaube nicht dass es auf dauer weniger wird.
Ein bedinungsloses Basis-Geld in höhe von 1500 Euro im Monat kann durch eine Finanztransaktionssteuer die pro Transaktion mit 1 Prozent besteuert wird, locker finanziert werden.
Das Leistungsprinzip, welches unsere Gesellschaft geprägt hat, gibt es nicht mehr - das ist ein Mytos wie die des Tellerwäschers der zum Millionär wurde.
Schon heute reichen die Löhne bei vielen Menschen nicht mehr aus...dass sind eindeutige Warnsignale der Wirtschaft, dass es eben nicht nur stetig Bergauf geht, sondern es geht schon seit jahren Bergab.
Ein Bedinungsloses Basis-Geld wird die Wirtschaft eher retten als hinderlich sein, denn wer ein Basis-Geld bekommt, geht auch für weniger Geld Arbeiten (Lohn + BGE).
Aber es wird nicht für alle Arbeit genug da sein, dass ist jetzt schon Wissenschaftlich belegt, deswegen wäre ein Basis-Geld nicht solch ein Armutsdruckmittel wie es die jetzige soziale Grundsicherung ist.
Auch wenn es derzeit die jüngeren Menschen sind, die es haben wollen...im Grunde aber wollen es mehr Ältere als sie es zugeben.
Kaum jemand wird wegen eines Basis-Geld mit dem Arbeiten aufhören, aber dafür die Löhne steigen lassen, und vor allem den Binnenmarkt zum Explodieren bringen.
Hierbei muss jedoch der Staat aufpassen, dass eine Kiwi nicht dadurch auf einmal 5 €uro kostet...aber auch das geht!

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kkarl9024 10.04.2019, 14:56
88.

Zitat von ich2010
wie soll denn das BGE finanziert werden?? Woher kommt das Geld? Die Einsparungen in der Bürokratie werden da nicht reichen. Achso, Erhöhung der Lohnsteuer, damit diejenigen, die jetzt schon die Hälfte abdrücken noch mehr bezahlen. Schönen Dank auch.
Nein, die Finanzierung über Besteuerung der Erwerbsarbeit wird natürlich nicht funktionieren weil zu viele Arbeitsplätze durch die Automatisierung wegfallen. Die Versicherungen, Banken, Verwaltung werden wohl mindestens die Hälfte der Leute nicht mehr brauchen.
Berufskraftfahrer wird es in Zukunft auch nicht mehr geben (in 51 Bundesstaaten der USA ist LKW Fahrer der häufigste Beruf).
Man wird es über Besteuerung der Maschinen oder eine Finanztransaktionssteuer finanzieren.

Aber der Punkt ist: Wenn die ganzen Leute auf der Straße sitzen wird keiner mehr fragen ob es kommen muss, sondern nur noch wie.

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TedRuler 10.04.2019, 14:56
89.

Zitat von ich2010
wie soll denn das BGE finanziert werden?? Woher kommt das Geld? Die Einsparungen in der Bürokratie werden da nicht reichen. Achso, Erhöhung der Lohnsteuer, damit diejenigen, die jetzt schon die Hälfte abdrücken noch mehr bezahlen. Schönen Dank auch.
1. Dem BGE liegt die Annahme zugrunde, dass wir als Gesellschaft Wachstum und Produktivitätssteigerung nicht über den Ressourceneinsatz Mensch sondern zunehmend den Einsatz von Maschinen erreichen. Entsprechend wäre die Versteuerung der Maschinenarbeit ein Mittel der Finanzierung.
2. Versteuerung von Finanztransaktionen...und zwar aller Transaktionen (ob Hochfrequenzhandel oder auch das Abhebem von Bargeld etc.) mit Steuern im Promillebereich.
3. Richtig, Abbau von Verwaltung und Bürokratie, da neben dem BGE keine weiteren Sozial, oder anderweitigen Leistungen mehr zu administrieren wären.

BTW - die von den Skeptikern angenommene Grundthese, dass das BGE zu einer großen Masse von "auf der faulen Haut liegenden" Menschen führen würde, widerspricht allen Erkenntnissen der Sozialwissenschaften.

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