Forum: Wirtschaft
Geldabheben, Überweisungen, EC-Karten: Kontogebühren? Ja, bitte!
DPA

Kontoführung, Überweisungen, Geldabheben: Viele Banken und Sparkassen bieten ihre Dienste nicht mehr kostenlos an. Das ist verständlich - und sollte der Anfang einer neuen Ehrlichkeit sein.

Seite 27 von 35
Kradfahrer 15.04.2017, 16:49
260. #258 und #259

Sie kapieren es einfach nicht. Was ich wie mit meinem Geld anstelle, möchte ich bitte vollständig selbst entscheiden. Und wenn ich meine, dass mit der Geldtransfer das 1000fache irgendwelcher Bankgebühren wert ist, dann möchte ich bitte auch die Freihheit haben einen reitenden Boten zu schicken.

Übrigens, als meine Oma 1979 einen Immobilienverkauf über einen Makler abgewickelt hat, war es gar kein Problem, dass ich mit dem Moped in die 11 km entfernte Kreisstadt zum Makler fuhr, dort die 70.000 DM entgegen nahm und sie meiner Oma überbrachte. Sowas machen zu dürfen, auch wenn die Spritpreise auch damals ein Vielfaches der Bankgebühren ausmachten, ist eine freie Entscheidung, die einem freien Bürger einfach zusteht.

Wenn jedoch mir ein Konto vorgeschrieben wird, dann soll das auch der bezahlen, der es verlangt. Oder lassen Sie es sich im Restaurant gefallen, dass ein beliebiger Gast für Sie ein Getränk bestellt, das Sie bezahlen müssen? Genau diese Situation liegt jedoch im Falle der faktischen Vorschrift ein Konto haben zu müssen vor.

Und sorry, tkdem, das letzte Mal, als ich Daten gekauft habe, waren diese materiell auf einer Diskette gespeichert. Es handelte sich um ein Programm zur Berechnung von Zeigerwerten nach Ellenberg, falls Ihnen das etwas sagt. Alle anderen Daten, mit denen ich es beruflich oder privat zu tun hatte, waren nicht zum Verkauf gedacht, es handelte sich vielmehr um Betriebsgeheimnisse, deren Preisgabe mich den Job gekostet hätte, mindestens. Wir haben Versuche angestellt und die hierbei gewonnenen Daten selbstverständlich selbst ausgewertet. Wer in dem Bereich mit Daten handelt, ist ein ganz gemeiner Lump aber kein seriöser Partner. Und mit Lumpen mache ich keine Geschäfte, davon können Sie sicher ausgehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegelleser987 15.04.2017, 16:58
261.

Zitat von KlausMeucht
Wir schimpfen über die Banken. Das verstehe ich. Aber es geht an das Grundproblem vorbei. Die Banken schaffen es nicht mehr mit dem Geld der Kunden Gewinne zu erzeugen. Das ist das Problem wenn alle sparen und keiner mehr investieren will. Investitionen lohnen sich ja nur wenn Menschen dann auch konsumieren und die neuen Produkte sich leisten.....
Investieren geht heute auch nicht mehr. Wenn jemand eine echt sinnvolle und innovative Idee hat, bekommt er keine Subventionen vom Staat. Kredite kriegt er auch nicht, weil er nicht ausreichend Vermögen als Sicherheit hat. Das einzige wofür man noch Kredite bekommt sind Tante-Emma-Läden oder ähnliches, wo das Geld sofort reinkommt. Wenn er loslegt, etwas produziert und verkauft, muss er sofort Löhne, Gebühren, Versicherungskosten und Steuern vorauszahlen. Dabei sind die Einnahmen noch nicht eingetroffen. Früher wurde das über Kredite finanziert. Das ist heute nicht mehr erlaubt. So hat uns das eine Bank 2005 mitgeteilt. Wir hätten nur einen Kredit für das Material und die Maschinen bekommen. Die Bank nannte auch die Ursache. Das sind die EU und Basel 2 (bzw. die Nachfolger).

Es ist heute auch nicht mehr möglich Firmen im Elektronikbereich für Endkundenprodukte zu gründen. Wegen der extremen Gebühren und Steuervorschriften geht man spätestens nach 2 Jahren pleite. So stand es auch 2013 in der Zeitschrift ct Hacks.

Vieles davon habe ich 1993 bereits erlebt. Die staatlichen Subventionen wurden abgelehnt. Man sagte mir: "so einen Quatsch braucht niemand". Ein Kredit bekam ich aiuch nicht und einen Geldgeber konnte ich auch nicht finden, der sich dafür interessiert. 10 Jahre später hieß das gleiche Ding iPAD und iPhone und kam aus den USA.

Heute ist es noch schwieriger geworden. Klein anzufangen, schrittweise Wachstum zu machen und dann einen Kredit oder Geldgeber zu bekommen, geht auch nicht mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eurusiii 15.04.2017, 17:37
262. Jeder muss ein Konto haben...

... das ist richtig, aber auch jeder muss einen Personalausweis haben , jeder muss essen und trinken etc. etc.. ich möchte hier mal ausdrücklich den Kommentar von swarf loben. Denn er hat recht: Immer werden die Banken als Sau durchs Dorf gejagt- boooring und abgenutzt. Richtige Abzocke geschieht doch eher in der Bekleidungsindustrie. Da werden auf die Herstellungskosten teilweise das Zehnfache aufgeschlagen, keinen interessiert s und das Unternehmen muss nicht mal aufzeigen , wieviel an einem Pullover verdient wird . Bei den Banken ist 1:1 zu sehen , was an Entgelten anfällt , was die Bank verdient und was Vermittler bekommen. Ab 1.1.2018 wird es sogar noch transparenter, wenn nämlich die Kosten bspw einer Fondsanlage auf 5-7 Jahre im Voraus angezeigt werden muss! Natürlich ohne Verrechnung der Erträge, die der Kunde erhält, damit die Kosten richtig böse aussehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henry.miller 15.04.2017, 21:11
263.

Der einzige Vorteil der Sparkassen ist die physische Präsenz und Komfort brim Geldabheben.

Fürs Sparbuch gabs dann 1% Zinsen und die Lebensversicherungen von denen hatten die schlechtesten Konditionen. Da haben die gut verdient. Immobilienfinanzierung? 2% über dem Schnitt

Klar können die jetzt für alles Gebühren nehmen. Ich suche mir dann ne neue Bank. Die Kontoführung bezahle ich ja noch, aber das wars

Beitrag melden Antworten / Zitieren
undercover.agent 15.04.2017, 22:19
264. Selbst nachdenken

Dass für eine ordentliche Dienstleistung angemessen gezahlt werden muss, sollte Allgemeingut sein. Ist es aber in unserer Gratiskultur nicht. Übel ist für mich allerdings, wenn Dienstleister, seien es Sparkassen, Banken etc. den Kunden nicht zu dessen Vorteil beraten, sondern zum eigenen Vorteil. Deshalb hilft nur eins: Selbst nachdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
substanzlos12 15.04.2017, 23:09
265.

Zitat von undercover.agent
Dass für eine ordentliche Dienstleistung angemessen gezahlt werden muss, sollte Allgemeingut sein. Ist es aber in unserer Gratiskultur nicht. Übel ist für mich allerdings, wenn Dienstleister, seien es Sparkassen, Banken etc. den Kunden nicht zu dessen Vorteil beraten, sondern zum eigenen Vorteil. Deshalb hilft nur eins: Selbst nachdenken.
Der Ansatz ist prinzipiell richtig. Allerdings zeichnet sich gerade das kapitalistische Wirtschaftsystem durch permanentes "Copy and Paste" aus. Heißt: Einer machts vor, die anderen ziehen nach. Der Kapitalismus - das ist offenbar seine große Schwäche - ist ohne ernst zu nehmenden Gegenpart genauso fantasielos, wie der Rest der vergangenen Systeme. Nächste Versuch scheint der Rückzug. Ich finds nicht so dolle, weil der Mensch ja dazu neigt, im Rückzug gern Mal um sich zu schlagen. Aber da müssen wir wohl jetzt durch. Besser machen beim nächsten Mal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kleines1x1 16.04.2017, 00:34
266.

Girokonto = ich gebe den Banken mein Geld, bekomme dafür aber keine Leistung. Außer das ich zumindest an mein Geld komme wenn ich es brauche. Dafür soll ich jetzt auch noch abdrücken ? Die Verzinsung ist bei der ver*rschung Girokonto doch bereits weggefallen. Dann machen wir es mal so, ich behalte mein Geld zuhause statt es auf die Bank zu bringen, da es mir ja Kosten verursacht, denken ein paar tausend Menschen so verspreche ich das wir bald wieder kostenlose Konten haben ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 16.04.2017, 01:43
267. Endlich befreit :-)

Zitat von Kradfahrer
Wenn jedoch mir ein Konto vorgeschrieben wird, dann soll das auch der bezahlen, der es verlangt.
Wo ist das Problem?
Suchen Sie sich einfach einen Arbeitgeber, der Ihnen ein Konto bezahlt.
Wenn Sie keinen finden, gehen Sie halt "stempeln" und holen sich ihre Grundsicherung bei der Arbeitsagentur ab.
Miete und Energiekosten bezahlen Sie per Barüberweisung, kostet "nur" 5 Euro pro Überweisung. Echt günstig,oder? :-)
Oder Sie tun nichts dergleichen und ziehen gleich unter die Brücke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ansv 16.04.2017, 07:57
268. Bezahlen für Dienstleistungen?

Ja, wenn ich sie beauftrage, nein, wenn ich dazu verpflichtet bin, noch dazu wenn der Staat mich verpflichtet, einem gewinnorientierten Unternehmen Geld zu geben. Ich danke einem Foristen hier für die Erinnerung daran, dass diese "teuren Automaten" Menschen ersetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Siggi_Paschulke 16.04.2017, 08:10
269.

Ich biete der Bank Liquidität (ein Darlehen ist es gerade nicht, weil ich ja theoretisch jederzeit Herausgabe verlangen kann) und soll neben einer Grundgebühr auch noch Transaktionsgebühren zahlen? Es ist zu befürchten, dass der Vorwand niedrige Niedrigzinsen bei Wegfall der Niedrigzinsen verschwimmt und die Gebühren natürlich bleiben. Ich bleibe lieber bei meiner Direktbank, auch wenn sie schon verschiedene Modelle eingeführt hat, die das Leistungspaket unterhalb bestimmter Geldeingänge einschränkt. Das kostenlose Girokonto ist aber immer noch für alle gleich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 27 von 35