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Geldabheben, Überweisungen, EC-Karten: Kontogebühren? Ja, bitte!
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Kontoführung, Überweisungen, Geldabheben: Viele Banken und Sparkassen bieten ihre Dienste nicht mehr kostenlos an. Das ist verständlich - und sollte der Anfang einer neuen Ehrlichkeit sein.

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niveau_creme 14.04.2017, 18:03
20. Nur weil...

... Sparkasse, Volksbank & Co. jetzt Gebühren erheben, heißt das noch lange nicht dass es da einen "Trend" geben wird. Die Nullzinsphase ist jetzt schon einige Jährchen alt und wird so auch nicht mehr lange andauern. Dann können die Banken auch wieder mehr Geld verdienen. Und in der Zwischenzeit freuen sich ING-DiBa und andere hervorragende Direkt-Banken über all die neuen Kunden die sie durch die lächerliche Gebühren-Politik der Sparkassen hinzugewinnen. Seltsamerweise schaffen diese Banken es nämlich auch in Nullzinsphasen profitabel genug zu sein, um kostenfreie Konten anzubieten...

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alsi 14.04.2017, 18:04
21.

Solange ich darauf angewiesen bin ein Konto zu besitzen um mein arbeitsentgeld oder andere Sozialleistungen zu bekommen sollte dieses auch kostenlos sein.

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schumbitrus 14.04.2017, 18:05
22. Haha, wer hat denn da die Feder geführt?

Sorry, aber nein: Banken und Sparkassen betreiben ein Business, dass allein aufgrund anachronistischer staatlicher Vorgaben noch existiert: Der Staat will auf die Konten den Bürger im Zweifel durch greifen können.

Die Blockchain in Form von Bitcoins oder ähnlich kryptografisch verschränkten und dadurch abgesicherten Transaktionen machen das Bankenwesen "als solches" redundant - im englischen Sinne: Überflüssig.

Eine Bank macht doch nichts anderes als ein handelsüblicher PC und baut auf ein gewisses Vertrauen, dass ein einmal eingezahlter Geldbetrag am Ende auch wieder raus kommt.

Wenn sich eine Transaktion nun auch automatisiert und vertrauenswürdig über eine Blockchain und nicht durch eine stets zweifelhafte Integrität eines Bankers sicher gestellt wird, fliegt die Bank als solche aus der Finanzkette raus. Reine Transaktionen dürfen dann nichts mehr kosten und da die Technik bereits da ist, deren Etablierung aber von Interessierter Seite natürlich bekämpft wird (zumindest solange sie sie nicht für sich monopolisieren können ..), ist im Grunde jetzt schon jeder Cent für gewöhnliche Transaktionen Wucher!

Klar: Für komplexere Finanzierungen bracuht man ein gewisses Finanz-Know How. Aber auch hier muss man sagen, dass die Transparenz der Blockchain einen Haufen an Unsicherheiten und damit Risiken heraus nimmt, die eine Bank mit unverschämtem Aufschlag verwaltet.

Nein, der Artikel ist ein Witz und stammt doch garantiert aus Lobbyistenhand: Die Banken sind rein technisch auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Allein, dass sie Dienstleister für den Staat und der die Bürger darüber kontrollieren und ihnen bei Bedarf auch das Geld weg nehmen kann, sichert ihnen (noch) ihre Existenz. Und ganz ehrlich: Die brauchen ein paar anonyme Rechenzentren die sich gegenseitig spiegeln, um Datenverlust zu verhindern. Deren Hochäuser und Paläste gehören als erstes verkauft, bevor sie auch nur den Hauch einer Legitimität haben, von uns eld haben zu wollen.

Umgekehrt wird übrigens ein Schuh daraus:

Die Banken müssen uns endlich das Geld zurück geben, dass wir ihnen geliehen haben, um den Crash 2008 zu überleben - und das müssen sie so lange zurück geben, so lange es sie noch gibt ..

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bd-303781 14.04.2017, 18:12
23. Vorstufe Bargeldabschaffung

Deutsche Bank schließt sämtliche Filialen, sehr Kundenfreundlich.
Ich bin gezwungen ein Konto zu haben, hätte meine Rente gerne in bar ausbezahlt, dann sehe ich den jämmerlichen Betrag.
Jetzt gibt es eine Hauptfiliale, wo ich mein Geld abheben mußund Überweisungen tätigen kann, dafür haben sie jetzt ein telefonisches Beratungscenter. Alle soll digital gemacht werden. Freie Fahrt für die Bargeldabschaffung.
Wir werden nur noch verarscht und dann erzählt man so einen Müll wie hier.

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swarf 14.04.2017, 18:14
24. Der traut sich was,

der Autor. Mal gegen den Mainstream anzuschreiben ist ungewöhnlich.

Kein Unternehmen kann etwas kostenlos auf Dauer anbieten. Niemand hat etwas zu verschenken. Fast alle Geldverdiener verkaufen etwas - oder deren Arbeitgeber. Die Chemiefabrik verkauft chemische Erzeugnisse, der Apothekerhelfer Medizin, die Krankenschwester Gesundheit, der Autobauer Autos, der Stahlwerker Stahl,... Zumindest so lange, wie deren Arbeitgeber seine Waren oder Dienstleistungen mit Gewinn (!!!) verkaufen kann, hat der Angestellte oder der Selbstständige auch ein Einkommen.

Niemand wirft den o.g. Unternehmen vor, dass sie Gewinne machen. Wenn die Gewinne besonders hoch sind, werden sie sogar hochbgelobt.

Nur die Banken und Sparkassen sind eine Branche, die sich dafür Schämen müssen, Gewinne zu machen. Dann sind es Abzocker. Der Porschemitarbeiter, der 9.000,00 EUR Boni bekommt, darf stolz auf seine Arbeit sein - der Banker hat dafür seine Kunden abgezockt.

Hat sich mal jemand wirklich angesehen, was eine Bank tatsächlich leistet? Wie jeder ganz selbstverständlich die Leistungen einer Bank nutzt? Welche Vorteile ein jeder deutsche Bürger durch Sparkassen und Volksbanken genießt?

Ich kenne noch Haukassierer, der Bargeld für die Beiträge einsammelte. Heute unvorstellbar. Wie schnell ist Geld von a nach b geschickt, ohne selber hinzufahren? Dass man heute ohne Bargeld im Geschäft zahlen kann und jeder seine Karte akzeptiert? Dass man sein Geld nicht mehr im Garten vergraben muss und es trotzdem sicher verwahrt ist? Woher bekäme man ohne Bank mal eben Geld für die (Strom)Rechnung, wenn gerade mal Ebbe in der Kasse herrscht oder man einen Termin verpasst hat (Dispo)? Oder wer gibt einem Kredit für das Auto, den Hauskauf, ...? Alles Dinge, die so selbstverständlich sind, dass man sich nicht mehr überlegt, was man ohne sie machen würde.

Warum sind Sparkassen und Volksbanken gut für jeden? Weil wir in Deutschland so viele Banken haben, dass Konkurrenz herrscht. Die Kosten in anderen Ländern sind deutlich höher als in D. Dort gibt es aber auch nur wenige davon, die den Preis "unter sich ausmachen". Zudem bleibt das viele Geld für die Gebühren in der Region der Kunden.

Für ein BroT muss man über 3 EUR bezahlen. Das Brot hat sich in den letzten 40 Jahren nicht verändert, auch der Bäcker ist der selbe. Ich zahlte als Kind keine 2 DM dafür. Es ist ein Grundnahrungsmittel, dass sich zudem kaum verändert hat. Und jetzt muss man sich mal die Preisentwicklung bei den Bankdienstleistungen und die Verbesserungen ansehen ... Und es soll keiner sagen: Früher wurde ich mit einem kostenlosen Konto gelockt. Ja, das stimmt. Das lag aber u.a. daran, dass viele Arbeitgeber dafür zählten, keine eigenen Lohntüten mehr packen zu müssen. Zudem verdienten die Banken mit anderen Bankgeschäften genug, um das Manko auszugleichen.

Also noch einmal die Frage: Welcher Selbstständige oder welches Unternehmen verschenkt tatsächlich irgend eine Ware oder Dienstleistung? Warum wird das von einer Volksbank oder Spakasse verlangt?

Ich schließe mich der Hoffnung an, dass die Beratung immer in der Waage bleibt, was die Interessen des Kunden und die eigenen Interessen angeht.

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parisien 14.04.2017, 18:19
25. Eben

Zitat von jay.boehner
ich gebe meiner Bank ein dauerhaftes und jeden Monat sich um einen mittleren vierstelligen Betrag erhöhendes Darlehen (nichts anderes ist es, dass die Bank mein Gehalt als Buchgeld erhält und nicht ich in bar). Im Gegenzug erhalte ich keine Zinsen, bezahle der Bank noch monatliche Kontoführungsgebühren und soll nun auch noch Gebühren für die Valutierung von teilweisen Darlehensbeträgen bezahlen? Ich denke nicht. Wenn es ach so hart ist, als Bank Geld mit der ureigenen Tätigkeit einer Bank zu verdienen, dann möge der Kapitalismus sein Werk verrichten und seine unnützen Knechte dem Konkurs überantworten. Bis dahin kann ich nur jedem empfehlen, Vermögensanlage ohne Bankberatung zu betreiben und Girokonten bei online-Direktbanken zu führen, die einem diese dreisten Gebühren nicht abverlangen.
Sie haben völlig recht. Das Modell sieht ganz einfach vor, dass die Banken mit dem von mir zinslos zur Verfügung gestellten Geld ihr Kerngeschäft erledigen - und davon leben.
So lief es mE seit der Erfindung von Banken,oder?
Können sie das nicht, müssen wir ein neues System erfinden , in dem alle Kosten auf den Tisch kommen, auch die Gehälter, und dann sehen wir weiter.

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andree_nalin 14.04.2017, 18:19
26. Sehr blauäugig, Herr Kaiser;

also, wenn wir brav die (überflüssigen) Gebühren zahlen, werden (zum Dank) die Kreditinstitute wieder ehrlicher. Eine mehr als gewagte Hypothese !!
Der deutsche Steuerzahler hat seinerzeit ein total marodes System gerettet. Und was ist passiert: Boni werden auch weiterhin in unverschämter Weise - auch an Versager - millionenfach gezahlt. Cum- Ex-Geschäfte gehörten zum " Guten Ton". Verwaltungsvorstände sacken noch immer kräftigst ein. Und nun soll der Kunde wieder herhalten ! Schafft eure Prachtbauten ab, entlässt unfähige Manager, bezahlt eure Vorstände anständig, aber nicht unanständig hoch und setzt euch nicht auch noch auf's Hohe Ross.
Alleine dieses Jammern der reichsten Institutionen geht mir unendlich auf...
Ich werde solange zu Instituten mit Gebührenfreiheit wechseln wie es noch irgendeine Möglichkeit gibt.
Und wir werden sehen, diese staatlich subventionierte Geldverleiher-Clique wird auch noch ihren letzten Kunden überleben.

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Dorabella 14.04.2017, 18:20
27. Was ist ein Einbruch in eine Bank

gen die Gründung einer Bank? Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie?
Sicher versuchen Banken alles, um ihre Gewinne zu maximieren. Es bleibt allerdings jedem Kunden unbenommen, die Geldinstitute zu vergleichen und auf überflüssige Leistungen zu verzichten. Wer etwa Online Banking macht, braucht keine Kontoauszüge, die er/sie sich u.U. zuschicken lässt, was zu verständlichen Portokosten führt.
Aber auch die Banken sollten flexibler auf Kundenwünsche eingehen: In meinen Augen ist es überflüssig, eine Kreditkartenabrechnung in Papierform zu erhalten, die ebenfalls Portokosten verursacht. Diese Abrechnung wäre problemlos in die Umsatzübersicht einzubetten.
Zur Zeit versuche ich, meine Hausbank davon zu überzeugen (eine, die den Rettungsschirm in Anspruch genommen hat).
Wenn in absehbarer Zeit Dragi sei Dank die Zinsen wieder steigen, sollten wir alle sehr wachsam sein und die Entwicklung der Zinsen für Spareinlagen beobachten und uns schlau machen, welche Pflichten Banken bei der Weitergabe veränderter Zinsen haben. Auch wenn wir Kunden natürlich immer die Schwächeren zu sein scheinen.
Trotz allem halte ich mein Bankinstitut zur Zeit für kundenfreundlicher als die Bänkster der Bausparkassen. Da wird zur Zeit mit ganz harten Bandagen eingeprügelt, vor allem natürlich auf Inhaber gutverzinster Altverträge.

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dieter-ploetze 14.04.2017, 18:21
28. waren bisher die banken gezwungen unsaubere geschaefte zu machen?

gezwungen vom konkurrenzkampf um kostenlose girokonten? damit diese subventioniert werden konnten?
nun wissen wir endlich, dass also die bankkunden schuld sind an den unseriosen praktiken der banken.
die bankkunden haben mit ihrer gier die banken quasi in die kriminalitaet getrieben. dann ist es ja richtig die banken auf steeurzahlerkosten zu retten. mir kommen die traenen. all das wusste ich doch nicht. gut, das es endlich mal gesagt wurde.

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zudummzumzum 14.04.2017, 18:21
29. Umgekehrt wird ein Schuh draus

Zitat von jay.boehner
ich gebe meiner Bank ein dauerhaftes und jeden Monat sich um einen mittleren vierstelligen Betrag erhöhendes Darlehen (...)
Nein, ein Darlehen würde eine entsprechende Willenserklärung seitens des Darlehensnehmers voraussetzen. Wie aber kann sich die Bank dagegen wehren, Ihr Geld aufheben zu sollen?

Leider (!) ist es so, dass die Bank (derzeit) gar nicht so viel Geld braucht, wie die Kunden gerne bei ihr parken möchten, weil das Gleichgewicht zwischen Sparen und Kreditnachfrage nachhaltig gestört ist.

Die Alternative wäre also, dass die Bank die Annahme Ihrer Gehaltszahlung mit dem Vermerk "Konto voll" verweigert. Aber das will wohl auch niemand.

Trotzdem stört mich diese Einzelgebührenmentalität. Wenn schon Kontogebühren, dann als "Flatrate". Wenn meine Bank mit so einem Unfug anfängt, bin ich dort weg. Denn mir kann niemand erklären, dass diese Einzelmodelle wirtschaftlich sind. Da geht es nur darum, den Kunden zu erziehen ...

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