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Geldabheben, Überweisungen, EC-Karten: Kontogebühren? Ja, bitte!
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Kontoführung, Überweisungen, Geldabheben: Viele Banken und Sparkassen bieten ihre Dienste nicht mehr kostenlos an. Das ist verständlich - und sollte der Anfang einer neuen Ehrlichkeit sein.

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H.W.München 17.04.2017, 18:46
320. Dau

Zitat von nikon2000
Als Kunde muss ich selbst onlinebanking durchführen, selbst Überweisungen schreiben, selbst Kontoauszüge drucken am heimischen PCs und Drucker, alles mache ich als Kunde selber und das kostet nochmals richtig Geld? Nein, dafür habe ich kein Verständnis.
Wovon Sie in erster Linie keinerlei "Verständnis" haben ist der Umfang und die Anforderungen für die IT-Serviceleistungen, welche Sie nutzen.

Nur weil Sie etwas nicht sehen, bzw nicht wissen das etwas existiert bedeutet es nicht das die Nutzung bestimmter Services durch Sie keine Kosten verursacht!

Ich bin mir sicher in einigen Monaten/Jahren wird es wieder "kostenlose" Kontomodelle geben;
bezahlen werden die Nutzer dann mit ihren Daten.
Kleine Änderung der AGBs hier und da, ein bischen Lobbyismus in Brüssel, ein anderer Serverstandort hier oder da und der ach so schlaue Deutsche "Sparfuxx" rennt der entsprechenden Bank die Türe ein: Ist ja schließlich "kostenlos" "so wie damals".
(Eventuell sollte ich das mal der ein oder anderen Firma vorschlagen, wenn ich mir nicht so sicher wäre das daran längst gearbeitet wird.
"Wir stellen vor: Die neue Paypal-Onlinebank, jetzt auch mit kostenloser GiroFunktion....")

Geiz ist eben Geil.
Und die menschliche Dummheit/Unwissenheit ist quasi grenzenlos!

H.W.
München

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jay.boehner 17.04.2017, 19:26
321.

Zitat von Hans58
Zahlen Sie Ihrer Stromrechnungen, Ihre Versicherungsbeiträge, Ihre Kfz-Steuer mit PayPal?
Würde ich machen, wenn diese Gläubiger den Zahlungsweg akzeptieren würden. Offenbar bietet meine Direktbank denen aber (noch) günstigere Konditionen.

Gegenfrage: Zahlen Sie App-Käufe auf dem Handy, Warenbestellungen über ausländische Websites, Downloads von Musik und Software usw. mit Überweisungen Ihrer Sparkasse? Und sind Sie bereit, dafür auch noch Entgelte zu zahlen?

Und: Tippen Sie immer noch ihre PIN ein oder bietet Ihre Sparkasse kontaktloses Zahlen an? Oder mobile payment mit dem Smartphone?

Banken müssen IT-Unternehmen sein, wenn sie mit dem eigentlichen Bankgeschäft nichts mehr verdienen und eine Zukunft als Zahlungsdienstleister haben wollen. Amazon, Apple, Paypal usw. wissen das. Ob das auch der Kreissparkasse Tuttlingen klar ist, da habe ich meine Zweifel.

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H.W.München 17.04.2017, 19:29
322.

Zitat von Hans58
Ich habe Ihren gesamten Beitrag gelesen. Ich schrieb auf Ihren Beitrag: "Nachdem hier immer wieder diese Forderung erhoben wird, möchte ich gerne wissen, wie man mit Bargeld bestimmte Rechnungen zahlen kann, z.B. Strom, Gas, Versicherungen?" Ihre Antwort sehe ich unverändert mit Interesse entgegen.
Das geht in jedem Fall, in dem die Kontodaten des Empfängers bekannt sind!

Nennt sich Zahlschein und diesen Service bietet jede Bankfiliale an.
Dafür gibt es sogar ein europaweit einheitliches Formular; eben besagter Zahlschein.
Die Nutzung ist jedoch mit den entsprechenden (hohen!) Kosten verbunden.
Zahlungen bis 1000 Euro (oder 2500 Euro in fremder Währung) sind im übrigen ohne Legitimation der Person möglich.
Nur um eventuell weiterer Fragen vorzubeugen.

Sollte man also nutzen, wenn man bestimmte Chemikalien oder Elektroteile im www auf Rechnung zahlen will... das hab ich natürlich nur laut gedacht... die die derartiges machen würden kennen die Lücke idR sowieso schon.

H.W.
München

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Hosterdebakel 17.04.2017, 19:39
323. Schön

Zitat von Hans58
Die Bankgebühren in Deutschland sind lächerlich gering im Vergleich zu denen in Südafrika, soviel zu anderen Ländern.
wenn es Ihnen hier zu günstig ist, dann wandern Sie doch nach Südafrika aus.
Aber richtig ist dass (derzeit noch) die meisten Länder höhere Bankgebühren haben als dies in Deutschland der Fall ist. Allerdings ist Deutschland auch erst recht spät (1907) in den bargeldlosen Zahlungsverkehr eingestiegen für die breite Masse noch später
Geschichtlich ist der bargeldlose Zahlungsverkehr bereits im 13. Jahrhundert angesiedelt.
Ab Ende der 50er Jahre begann in Deutschland der Siegeszug der Girokonten. Außer den Forderungen der Unternehmen und Behörden hatte auch die stärker zunehmende Bankenautomation und Computerisierung dazu beigetragen.

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Hosterdebakel 17.04.2017, 19:44
324. Nein,

Zitat von eurusiii
.... wer die Lohntüte fordert der muss dann auch konsequenterweise die Postkutsche, das Mädchen vom Amt und maximal das schwarz-weiß Fernsehen zurückfordern. Die Zukunft ist zum Glück nicht aufzuhalten. Denn heute ist morgen schon gestern ;)
denn Bargeld ist immer noch ein rechtsgültiges Zahlungsmittel, warum sollte man deswegen eine langsame Postkutsche mit Pferden die langsamer sind als die deutsche Bahn Vorlieb nehmen.

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Hosterdebakel 17.04.2017, 19:47
325. Nein,

Zitat von H.W.München
Wovon Sie in erster Linie keinerlei "Verständnis" haben ist der Umfang und die Anforderungen für die IT-Serviceleistungen, welche Sie nutzen. Nur weil Sie etwas nicht sehen, bzw nicht wissen das etwas existiert bedeutet es nicht das die Nutzung bestimmter Services durch Sie keine Kosten verursacht! Ich bin mir sicher in einigen Monaten/Jahren wird es wieder "kostenlose" Kontomodelle geben; bezahlen werden die Nutzer dann mit ihren Daten. Kleine Änderung der AGBs hier und da, ein bischen Lobbyismus in Brüssel, ein anderer Serverstandort hier oder da und der ach so schlaue Deutsche "Sparfuxx" rennt der entsprechenden Bank die Türe ein: Ist ja schließlich "kostenlos" "so wie damals". (Eventuell sollte ich das mal der ein oder anderen Firma vorschlagen, wenn ich mir nicht so sicher wäre das daran längst gearbeitet wird. "Wir stellen vor: Die neue Paypal-Onlinebank, jetzt auch mit kostenloser GiroFunktion....") Geiz ist eben Geil. Und die menschliche Dummheit/Unwissenheit ist quasi grenzenlos! H.W. München
denn die Banken haben sich durch die (bereits in den späten 50er Jahren beginnend) Ausrüstung mit EDV frühzeitig abgesichert und im Laufe der Jahre dadurch viel Personalkosten eingespart.
Das Märchen mit den immensen IT-Kosten lässt sich aber immer wieder gut an den Mann bringen.

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H.W.München 17.04.2017, 20:02
326.

Zitat von jay.boehner
Banken müssen IT-Unternehmen sein, wenn sie mit dem eigentlichen Bankgeschäft nichts mehr verdienen und eine Zukunft als Zahlungsdienstleister haben wollen. Amazon, Apple, Paypal usw. wissen das. Ob das auch der Kreissparkasse Tuttlingen klar ist, da habe ich meine Zweifel.
naja ... ziemlich komische Argumentation!
Ein Kunde der "KSK Tuttlingen" kann schon heute weltweit an allen gebotenen Dienstleistungen teilhaben und diese bezahlen.
Und sei es durch die Nutzung der angebotenen Kreditkarte.
Bei Amazon, Apple und Paypal bekommt man jedenfalls kein Bargeld, keine Devisen, kein Gold und auch keine Wertpapiere!
Das wird auch absehbar so bleiben ...

Eben weil die deutschen Sparkassen und Volksbanken keine "Dienstleister" von Schlage Amazon, Apple und Co werden wollen (und meiner Meinung nach auch nicht sollen) müssen eben entsprechende Gebühren erhoben werden um die Infrastruktur dieser Unternehmen zu finanzieren. Wer das nicht zahlen kann oder zahlen will muss eben zu einem anderen Dienstleister gehen.

Es steht außer Frage dass gerade die Sparkassen sich bundesweit neu aufstellen, konsolidieren und gehörig Personal und Standorte abbauen müssen um ihre Kostenstruktur effizienter zu gestalten.
Zugleich werden aber auch sehr, sehr viele soziale Organisationen und Vereine in den nächsten Jahren leider ihr sprichwörtlich "blaues Wunder" erleben. Wer einmal mit offenen Augen durch das Kultur und Vereinsleben seiner Region streift, wird verblüfft feststellen wie viele Dinge zumindest teilweise noch immer von den regionalen Sparkassen mit finanziert werden!
Jetzt stellt sich berechtigter Weise wieder die Frage ob das Sinn und Zweck einer Bank ist ...
Diese Dinge werden jedenfalls sehr schnell ein Einde finden, falls die Kunden tatsächlich scharenweise die Sparkassen verlassen sollten.
(Mir soll es egal sein, ich bin schon lange kein Sparkassenkunde mehr und könnte mir höhere Eintrittsgelder bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen und Gebühren per se leisten.)

Ob man nun auf Heller und Pfennig sichtbar Gebühren bei seiner Bank entrichtet oder aber "unsichtbar" über die Preisgabe der eigenen Kontobewegungen und Daten bei (fragwürdigen) "Finanzdienstleistern" bezahlt, dass muss jeder Kunde für sich selbst entscheiden!
Sind alle alt genug, wenn sie ein Konto eröffnen dürfen...
(Ich kann leider nur zu gut erahnen wohin die meisten Deutschen sich bei der entsprechenden Gelegenheit drehen werden.)

H.W.
München

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H.W.München 17.04.2017, 20:16
327.

Zitat von Hosterdebakel
Ab Ende der 50er Jahre begann in Deutschland der Siegeszug der Girokonten. Außer den Forderungen der Unternehmen und Behörden hatte auch die stärker zunehmende Bankenautomation und Computerisierung dazu beigetragen.
jaja die pöhsen Unternehmer mal wieder.

Ganz sicher sind sie kein Angehöriger dieser Generation, fragen Sie mal ihre Großmutter wie sehr die sich gefreut (gedrängt) haben, dass der Mann nicht mehr ungesehen die Lohnerhöhung versaufen/verhuren konnte ...

Im übrigen war das "Girokonto" in (west)deutschen Haushalten längst Standart, da gab es noch gar keine Geldautomaten!
Folglich können die Geldautomaten nicht zum Siegeszug des Girokonto beigetragen haben!

H.W.
München

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H.W.München 17.04.2017, 20:23
328.

Zitat von Hosterdebakel
denn die Banken haben sich durch die (bereits in den späten 50er Jahren beginnend) Ausrüstung mit EDV frühzeitig abgesichert und im Laufe der Jahre dadurch viel Personalkosten eingespart. Das Märchen mit den immensen IT-Kosten lässt sich aber immer wieder gut an den Mann bringen.
"abgesichert" mit EDV Ausrüstung aus den 50ern?!
Das ist ihr Argument?

Sie sind wie der komische Vogel hier der behauptet in den 50ern gab es in Deutschland schon flächendecken Geldautomaten!

Und die sind vermutlich immer noch betrieb...
Träumen sie mal weiter ihren "Kostenlosfilm"!

btw ich würde nur zu gerne ihr gesamtes Vermögen mit "EDV aus den 50er Jahren" "verwalten"!
Ob sie das jedoch so lustig finden werden, steht auf einem anderen Blatt!

H.W.
München

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spiegelleser987 17.04.2017, 21:30
329.

Zitat von Hans58
Monatlich 1000 Euro?
Ja, weil z.B. auch bei bei vielen Softwareversionen die Updates auf Mietversionen umgestellt wird. Die Versicherungskosten haben sich auch erhöht usw. Das macht in Summe fast 1000 Euro zusätzlich pro Monat. .

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