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Geldanlage: Früher war alles besser
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Was schon im Auto nicht funktioniert, klappt auch bei der Geldanlage nicht: Mit dem ständigen Blick in den Rückspiegel nach vorne fahren. Wer auf prominente Fondsmanager setzt, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, legt die Basis für miese Renditen.

fd53 02.02.2014, 15:21
1. meine Evelyn

hat da ja auch 9 Jahre (von Mitte 1995 bis Ende 2004) mitgemischt. Ab Beginn an extrem erfolgreich, wodurch Sie recht bald absolut freie Hand hatte. Ihr Rezept? Sie hat es mir so erklärt "entweder man hat es im Blut - oder man hat es nicht". Ihr immer richtiger Riecher blieb auch für Ihre Kollegen ein absolutes Rätsel. Aber alles ist relativ: im Hintergrund erstellten mitunter über 100 Mitarbeiter blitzartig ihr die angeforderten Zuarbeiten. Die Entscheidungen traf sie aber allein. Oftmals war die Entscheidung ein Schockerlebnis für ihre Chefs. Aber wenn sich dann trotzdem wiederum ein absoluter Erfolg einstellte, dann strahlten natürlich ihre Chefs am hellsten.
*
Für mich selbst ist das alles viel zu aufregend.

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kuac 02.02.2014, 15:36
2. optional

Wenn man das Gegenteil von dem macht, was die Analisten empfehlen, fährt man unter dem Strich besser.

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whocaresbutyou 02.02.2014, 16:13
3. Die Crux der gewerblichen Geldvermehrer...

Wenn jemand mir anbietet mein Geld zu vermehren stellt sich doch sofort die Frage:

Warum macht der es nicht mit seinem eigenen Geld?

Warum begnügt der sich mit einem Anteil, wenn er alles haben könnte?

Die Antworten sind simpel...

Weil er Geld dafür bekommt, auch wenn er schlecht arbeitet.
Weil das Hauptrisiko beim Kapitalgeber liegt.
Weil 100% der Gebühren mehr sind als 3% von nichts...

Mit anderer Leute Geld ist eben gut spielen ;o)

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hokie 02.02.2014, 16:16
4.

Zitat von kuac
Wenn man das Gegenteil von dem macht, was die Analisten empfehlen, fährt man unter dem Strich besser.
Wenn man sich selbst um die eigene Geldanlage kuemmert hat man natuerlich andere Vorteile und Nachteile als wenn man sein Geld einem Aktienfond oder Anlageberatern anvertraut.

Keine (Vermittler)Provisionen, hoehere Rendite da eben keine Vermittler vorhanden sind die "ihren Anteil" angreifen;
und man versteht idR (muss verstehen) in was man gerade investiert!
(wer sein Geld zB in Anleihen, Sprintzertifikate oder oder steckt und nicht weiss was er da gerade getan hat, nunja selber schuld...)

Man hat groesseren Freiraum seinen moralischen Kompass zu halten (so den man einen hat);
zB keine Geldanlage in Waffen, Tabak, Nuklearenergie oder Wasser etc pp

Das gaaanz grosse ABER fuer den typischen Deutschen und Hauptargument gegen eine selbstbestimmte Geldanlage ist vermutlich, dass man niemandem hat dem man im Schadensfall die Schuld zuschieben kann!
(abgesehen von sich selbst natuerlich ...)

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kuac 02.02.2014, 17:14
5. Leistung

Zitat von fd53
hat da ja auch 9 Jahre (von Mitte 1995 bis Ende 2004) mitgemischt. Ab Beginn an extrem erfolgreich, wodurch Sie recht bald absolut freie Hand hatte. Ihr Rezept? Sie hat es mir so erklärt "entweder man hat es im Blut - oder man hat es nicht". Ihr immer richtiger Riecher blieb auch für Ihre Kollegen ein absolutes Rätsel. Aber alles ist relativ: im Hintergrund erstellten mitunter über 100 Mitarbeiter blitzartig ihr die angeforderten Zuarbeiten. Die Entscheidungen traf sie aber allein. Oftmals war die Entscheidung ein Schockerlebnis für ihre Chefs. Aber wenn sich dann trotzdem wiederum ein absoluter Erfolg einstellte, dann strahlten natürlich ihre Chefs am hellsten. * Für mich selbst ist das alles viel zu aufregend.
1995 bis 2000 stieg der DAX Performance Index von 2500 auf 8000. während dieser Zeit könnte jeder Depp an der Börse Geld verdienen. Ab 2000 bis 2003 fiel der Index wieder auf 2500. Entscheidend ist was Ihr Evelyn während dieser Zeit geleistet hatte?

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rabenkrähe 02.02.2014, 18:28
6. nene

Zitat von sysop
Was schon im Auto nicht funktioniert, klappt auch bei der Geldanlage nicht: Mit dem ständigen Blick in den Rückspiegel nach vorne fahren. Wer auf prominente Fondsmanager setzt, die in der Vergangenheit erfolgreich waren, legt die Basis für miese Renditen.
.........

Die Überschrift ist unsinnig, korrekt müßte sie heißen: "Früher war alles solider".
Denn die derzeitige, hochmanipulative "Geldpolitik" ist vor allem unsolide und sie demonstriert die eigentlichen Ziele, nämlich einmal einen Freibrief für Wirtschft und vor allem Finanzindustrie und eine Fundamentierung der unmöglichen Schuldenpolitik.
Die fortwährende Schwemmung der Märkte mit fast zinslosen virtuellen Kapitalien schustert ja nur die eigentlichen Probleme zu, verschiebt ihre immer schwerer mögliche Lösung ins Irgendwann und macht immer neue Schuldenrekorde möglich, weil Schulden ja kaum was kosten.
Das Marktregulativ der Zinsen fällt damit unter den Tisch und enteignet zudem noch jene, die Geld solide anlegen wollen, beispielsweise zur Altersvorsoge.
Schon die Tatsache, daß diese hahnebüchende Marktmanipulations schon sechs Jahre, in Japan über 20 Jahre, dauert, zeigt wie verfehlt der Unsinn ist.
rabenkrähe

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brunowsky 02.02.2014, 20:43
7. warum Analysten oft falsch liegen

folgendes Szenariao: Die gesamte Finanzwelt sitzt in einem Raum. Alle erwarten, dass der Ölpreis steigt. Alle haben sich deshalb mit Ölwerten eingedeckt. Nun sitzen alle erwartungsvoll da und warten auf das Steigen des Ölpreises. Der steigt aber nicht. Denn weil sich alle eingedeckt haben, kauft keiner mehr. Und irgendwann merkt es der erste und verkauft. Alle folgen und der Ölpreis fällt. Das Gegenteil der Erwartungen ist eingetreten.

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radiantcat 03.02.2014, 08:11
8. Geldvernichter Fonds

Bravo! Endlich die Wahrheit über die miserablen Fondsergebnisse!Schade,dass Sie nicht den grossen Geldvernichter namens DWS,Herrn Kaldermorgen mit eingereiht haben,zu Carmignac,Flossbach etc.Interessant waere eine Ergebnisaufstellung der letzten beiden Jahre (getrennt,pro Jahr, nicht kumuliert) aller deutschen Fonds.Aber das veröffentlicht keine Zeitung-zu gross sind dann die Werbemindereinnahmen .Deswegen gibt es auch in der Zukunft genug Deppen,die Fonds kaufen.

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flowfreigeist 03.02.2014, 18:35
9. Gebühren runter

Wie man bei 0,5% Zinssatz 2% für daxfonds verlangen kann? Weil die Kartellbehörden bei solchen Spielchen nicht einschreiten..telefongespräche kosten wegen der Digitalisierung nur noch ein Bruchteil von früher.. aber die Fondsbranche kassiert ohne Leistuung für Verwaltung und nixtun weiter ein Heidengeld...während in usa Orders für 1000$ oft nur 1$ kosten verlangert man in Europa locker das 3-5fache - für die DepotVerwaltung dieser virtuellen Papiere ist es ähnlich..ganz zu schweigen, wenn man im Ausland was kauft.. über die Transaktionssteuer kannman dagegen nur lachen...aber die Deutschen beschuldigen lieber die Tankstellen oder den €...wer investiert schon in Kapital -wenn alle Schulden machen

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