Forum: Wirtschaft
Geldanlage: Lebensversicherungen wälzen ihre Probleme auf die Kunden ab
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Bis zu sieben Prozent Verzinsung bei der Lebensversicherung, das war einmal. Eine Auswertung der Bundesregierung zeigt nun, wie Konzerne die Ausschüttungen an Kunden drücken - obwohl ein Gesetz das verhindern soll.

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bs2509 19.03.2018, 08:49
1. Was hatte Warren Buffett

einmal gesagt " Die Politik ist dazu da, die Reichen und die Wirtschaft vor dem Volk zu schützen!"
Und so soll's es sein . . . bis zum nächsten Bankencrash.

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Ökofred 19.03.2018, 09:00
2. gute Nachricht!

Dadurch ist gewährleistet, dass die Unternehmen die Lebensversicherungen nicht an irgendwelche Heuschrecken ausgliedern (Ironie off).

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rudi_ralala 19.03.2018, 09:19
3.

In den 90ern gab es noch 7 %. Vielleicht aber nur auf dem Papier.
Als ich nach 30 Jahren im Jahr 2006 meine Kapitallebensversicherung ausbezahlt bekam, lag der Auszahlungsbetrag ca. 10 % unter den jahrelangen Prognosen.
Das hat bei Lebensversicherungen System, schon seit die existiere.
Die höheren wurden nicht etwa nur am Anfang der Versicherungszeit gemacht, sondern noch bis kurz vor der Auszahlung.
Die übliche Begründung:
Plötzliche und unerwartete wirtschaftliche Einbrüche.
Das kann JEDER Versicherungsnehmer der letzten 60 Jahre singen.

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Nordstadtbewohner 19.03.2018, 09:22
4. Gerhard Schick - der grüne Populist

"Die Versicherer dagegen, so Schick, "streichen ihre Gewinne wie eh und je ein"."

Die Aussagen Schicks sind schlicht und ergreifend Populismus. Er und andere Politiker haben es zu verantworten, dass sich das Modell der kapitalgedeckten Lebensversicherung für Versicherungen und Versicherte schlicht und ergreifend nicht mehr rechnet.

Ich halte die Entscheidung der Versicherungen für richtig, denn die Unternehmensführung hat die Pflicht, die Interessen der Eigentümer zu wahren.

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harald441 19.03.2018, 09:27
5. Wie drückte es ein älterer Kollege mal

so treffend aus: Egal, was man macht und wie man sein Geld anlegt, ob in Aktien, Gold, Sparbuch, Lebensversicherung oder Fonds oder was auch immer. Am Schluß wird der Anleger immer über den Tisch gezogen.

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hannesmann 19.03.2018, 09:40
6.

Alleine schon die Argumentation " Eigentlich hatte die letzte Bundesregierung verhindern wollen, dass diese prekäre Entwicklung allein zu Lasten der Versicherten geht " ist a Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Vertraglich vereinbarte Mindestrenditen müssen ausschließlich von denjenigen, die diese Garantie gegeben haben und hiermit dicke Gewinne eingefahren haben, getragen werden. Heißt es in den Sonntagsreden nicht immer das die Risiken da liegen müssen wo auch die Chancen liegen?

Die Schäden durch die Geldpolitik der EZB werden auch hier, vergleichbar zu dem sogenannten "Betriebsrentenstärkungsgesetz" auf die Kunden bzw. Bürger abgewälzt. Die Unternehmen und der Finanzminister reiben sich die Hände. Ein Blick u.a. in die Bilanz der Allianz zeigt alles.

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noalk 19.03.2018, 09:50
7. Man kann es nicht oft genug wiederholen

Anstatt eine kapitalbildende LV abzuschließen, sollte man eine Risiko-LV abschließen und das Differenzgeld in Aktien von Lebensversicherern (für die Nörgler: es können auch anderer Unternehmen Aktien sein) anlegen.

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JungUndFrei 19.03.2018, 09:52
8.

Die Politik braucht sich nicht zu wundern, ist sie doch selbst Schuld an der Niedrigzinspolitik. Ich verstehe bis heute nicht, warum nicht mehr Menschen Aktien kaufen. Solange der Investitionshorizont lang genug ist, hat sich das bisher immer rentiert. Lieber schimpft man auf die Reichen die ihr Vermögen vermehren und lässt sein Geld auf dem Sparbuch.

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fredotorpedo 19.03.2018, 09:53
9. Hoffentlich lernen die Anleger daraus

Banken, Versicherungen und Bausparkassen sind keine verlässlichen und glaubwürdigen Partner mehr.
Meine vor fast 20 Jahren abgeschlossene Kapitallebensversicherung wird bei Auszahlung ca. 30% weniger bringen, als bei Abschluß vorausgeschätzt wurde.
Meine die gleiche Zeit laufenden Aktienanlagen brachten jährlich zwischen 1 und 2% Dividendenausschüttung und einen zusätzlichen Wertzuwachsvon über 200%. Und das, weil die Anlage noch vor 2009 erfolgte zu 100% steuerfrei.
Wichtig ist, sich selbst um seine Anlagen zu kümmern - alle sogenannten "Berater" beraten nur zu ihren eigenen Gunsten.
Für Anleger, die sich selbst das nicht zutrauen, empfehle ich die Verbraucherzeitschrift Finanztest. Die Ratschläge dort sind schon über viele Jahre sehr solide.

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