Forum: Wirtschaft
Geldbuße wegen Datenaffäre: Debeka zahlt 1,3 Millionen Euro
DPA

Im Skandal um dubiose Datengeschäfte muss der Versicherer Debeka 1,3 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Ausgestanden ist die Affäre für das Unternehmen damit noch nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter.

donadoni 29.12.2014, 18:56
1. Das war jahrzehntelang ein offenes Geheimnis...

....dass die DEBEKA guten Kontakt hatte zum öffentlichen Dienst.

Am Tag, als ich vor vielen Jahren zum Beamten auf Widerruf ernannt wurde, stand schon der DEBEKA-Vertreter in der Dienststelle auf der Matte und überzeugte uns von den Vorzügen einer privaten Krankenversicherung.
Der Datenschutz wurde nicht in erster Linie von dem DEBEKA-Mitarbeiter verletzt, sondern von dem Behördenbediensteten. Es erhebt sich auch die Frage, ob er eine Vergünstigung bekam.

Ich hatte mich damals noch gewundert, woher der Mitarbeiter von meiner Ernennung wusste. Damals war man noch so jung, als dass man groß widersprach.

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malesara 29.12.2014, 20:57
2. DEBEKA war früher ...

... die Deutsche Beamten Krankenversicherung. Vielen wird das nicht bekannt sein. Es gab in den Fünfzigern und Sechzigern einen direkten und damals auch legalen Kontakt zwischen der Beamten-Versicherung und den Personalbehörden hinsichtlich der Einstellung von Beamtenanwärtern. Aus dieser Zeit rühren die Kontakte her, wobei man es heute sicherlich anders zu bewerten hat als damals ...

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sandy123 24.01.2015, 13:25
3. Viel zu niedriges Bußgeld, wenn man bedenkt, wie

lange das schon geht.
Ich weiß, dass diese Praktiken schon in den 70´er Jahren üblich waren und ich gehe davon aus, dass das Gericht das auch wußte.
Die Debeka soll bei der Krankenversicherung die meisten Beamten gegenüber anderen Privatversicherungen haben, was sie diesen Praktiken verdankt.
Sie hat daraus in der langen Zeit, wo das so gelaufen ist, sicher Milliardengewinne erzielt, so dass ein Bußgeld von 1,3 Mio Euro lächerlich gering ist.

Ich stimme donadoni in Beitrag 1 zu. So wie er/sie es beschreibt, ist es auch mir bekannt.

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sandy123 24.01.2015, 13:30
4. Legal?

Zitat von malesara
... die Deutsche Beamten Krankenversicherung. Vielen wird das nicht bekannt sein. Es gab in den Fünfzigern und Sechzigern einen direkten und damals auch legalen Kontakt zwischen der Beamten-Versicherung und den Personalbehörden hinsichtlich der Einstellung von Beamtenanwärtern. Aus dieser Zeit rühren die Kontakte her, wobei man es heute sicherlich anders zu bewerten hat als damals ...
Wieso soll der Kontakt in den Fünfzigern und Sechzigern denn legal gewesen sein?
Die Debeka hat gegenüber ihren Mitbewerbern doch aus dieser illegalen Praxis einen nicht zu rechtfertigenden Vorteil erziehlt!
Wieso bekommen junge Beamte von Ihrem neuen Arbeitgeber nicht einfach nur eine Auflistung aller Privatversicherungen in den Hand gedrückt, so dass sich der Beamte dann selbst entscheiden kann?
Dass man versucht, junge Beamte einer Versicherung mit sooo schlechtem Ruf und Geschäftsgebaren zu vermitteln, ist überhaupt nicht mit meinem Rechtsempfinden vereinbar.

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