Forum: Wirtschaft
Geldhaus in Not: Albtraum Deutsche Bank
DPA

Der Aktienkurs fällt, Investoren spekulieren über eine Pleite: Wie schlimm ist die Lage bei der Deutschen Bank? Soll der Staat einspringen? Was müssen Kunden wissen? Drei Fakten.

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marcaurel1957 28.09.2016, 19:50
180.

Zitat von redwed11
Ach, das ist ja niedlich, wenn es diesen Zockern an den Kragen gehen soll wird der kleine Mann mit seiner Lebensversicherung und seinen Spareinlagen zur Stimmungsmache hervorgekramt. Die Wirtschaft nimmt doch sonst auch keine Rücksicht auf den "kleinen Mann". Man sollte die Steuergelder nicht zur Rettung dieser maroden und faulenden Bank einsetzen. Bei einer Pleite sollten Härten bei den kleinen Leuten durch Steuergelder gedämpft werden. Aber weg mit diesem Pleiteladen. Die DB hat es sich verdient
Es ist sinnvoll, die Db, aber natürlich nicht deren Eigentümer zu retten, falls dies notwendig ist. Das ist das beste für die kleine Leute und das Land!

Dabei gehen auch keien Steuergelder verloren!

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realpolitics 28.09.2016, 19:55
181.

Zitat von helmud
Fehler und Betrug aus der Vergangenheit sollten durchaus bestraft werden, aber es muss ein vernünftiges Maß eingehalten werden. Warum aber kommt z.B. aus dem deutschen Finanzministerium keine Forderung gegen diejenigen die damals die faulen Papiere aus Amerika als werthaltig zertifiziert hatten. Die Ratingagenturen sitzen doch in Amerika. Deutsche Anleger, einschließlich Banken, haben durch diese falsche (kriminelle) Zertifizierung ebenfalls Milliarden verloren. Immer aber die selbe Prozedur unserer Kanzlerin, wenn es um Amerika geht herrscht schweigen. Gegen andere Staaten wird der Mund jedoch ziemlich voll genommen. Ich glaube ein Kanzler Schröder hätte anders gehandelt und die Interessen unseres Landes, dem Amtseid entsprechend, wirklich vertreten.
Hier beginnt ja bereits der Schlammassel. Sie schreiben "Warum aber kommt z.B. aus dem deutschen Finanzministerium keine Forderung gegen diejenigen die damals die faulen Papiere aus Amerika als werthaltig zertifiziert hatten." Ist es denn die Aufgabe des Finanzministeriums? Soll das Finanzministerium der DB auch noch die Windeln wechseln? Nein, die DB hat genügend Rechtsanwälte, die solchelei Klagen vorbringen könnten. Machen die aber nicht, denn darüber würden sich die Rating-Agenturen nur totlachen. Selbiges würde passieren, würde unser Finanzministerium das für die DB machen, so nach dem Motto, wir haben hier eine Bank, der ist Unrecht getan worden, sie wurde betrogen. Nun geht es ihr ganz schlecht und wir sind alle empört und wollen unser Geld zurück. Nein nein, wer über die DB spekuliert und gewettet hat, muss diesmal dran glauben, ansonsten geht es steil weiter bergab in Deutschland, in allen Bereichen, vor allem im Bereich des Populismus und gewisser Kräfte, die nur zu gerne das Ruder von Frau Merkel übernehmen wollen und ein Sammelbecken für eine immer größer werdende Anzahl frustrierter (dann zu Recht!) Menschen sind.

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politikus_ii 28.09.2016, 19:59
182.

Zitat von mettwurstlolli
Ach so, Zinssicherungssgeschäfte braucht man nicht, Kursabsicherungen auch nicht, Kauf- und Verkaufsoptionen auch nicht - Sie sind ein echter Finanzexperte, ich hoffe, es gibt irgendwas von dem Sie mehr verstehen.
Es sollte bekannt sein, dass Derivate zur Absicherung realer Geschäfte nur ca. 2 % des Derviate-Volumens ausmachen.
Der kleine Rest von 98% ist sinnfreie Zockerei.

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kayato_kasaki 28.09.2016, 20:00
183.

Zitat von marcaurel1957
....Fakt ist, Derivate können missbraucht werden, sind aber eine elementare Grundlage einer modernen Volkswirtschaft! ..
Schreiben Sie doch nicht um den Brei rum.
Fakt ist, Derivate werden in den meisten Fällen missbraucht, zum Nachteil von ganzen Volkswirtschaften und deren Steuerzahler und zum Wohle von Spekulanten.

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politikus_ii 28.09.2016, 20:07
184.

Zitat von mettwurstlolli
Ach so, wenn Sie eine Werft betreiben und Schiffe bauen, hat ein Derivat, dass Ihnen den Stahlpreis zum bei Auftragsannahme kalkulierten Wert sichert, keinen Wert sondern ist nur heiße Luft.... Keine weiteren Fragen Euer Ehren....
Es sollte bekannt sein, dass solche sinnvollen Derviate-Geschäfte nur ca. 2% des Volumens ausmachen.

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oidahund 28.09.2016, 20:08
185.

Zitat von bibberbutzke
kaum ist ein Engländer Chef geht die Deutsche Bank pleite. Ich werde langsam doch Verschwörungstheoretiker.
Cryan hat nur die undankbare Aufgabe den Mist den seine Vorgänger - vor allem den vom Schweizer Ackermann und dem Inder Jain - wegzuräuemn. - Zur Verschwörungstheorie: die Schweizer Banken sind nicht mehr so wichtig wie früher und Indien ist nicht als große Finanmacht bekannt.

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Ukko257 28.09.2016, 20:11
186. Verstaatlichung der Banken ja - Sozialisierung der Verluste NEIN

Ich erinnere an die Bankenkrise von 2007. Die Rettungen haben Verluste verstaatlicht und jedem Steuerzahler, der normal arbeitet und kein Vermögen besitzt, noch mehr Probleme beschert. Griechenland - trotz ihrer verfehlten Finanzpolitik in den Jahren zuvor - leidet immer noch darunter. Der freie Markt ist mittlerweile ein Haifischbecken, dass die Politik entmündigt, die Bürger nach Strich und Faden hinter das Licht führt und die Reichen noch reicher macht, die wiederum wegen ihrer Gier verantwortlich für Krieg, Hunger, Leid und sozialen Missständen sind.

Schluss damit! Lasst diese Zocker, Banker und Wirtschaftsbosse kaputt gehen. Der Markt muss strengstens kontrolliert werden, um die soziale Marktwirtschaft und vorallem auch die Umwelt zu heilen.

Leider sind die Lobbyisten so mächtig, dass sie das verhindern werden. Und das einfache Volk beschäftigt sich mit illusorischen Ängsten und Symptomenbekämpfung, ohne die Ursachen zu beheben.

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schlimmo 28.09.2016, 20:12
187. Systemrelevanz

Die Spezialisten hier merken ja immer die Wichtigkeit von Banken für eine Volkswirtschaft an. Ich gebe Ihnen hier mal was zum Lesen, was tatsächlich relevant ist für eine Gesellschaft: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/britische-studie-oekonomen-preisen-die-putzfrauen-a-666917.html - da sind Branchen dabei, die tatsächlich etwas leisten. Und die sollen nun für ein paar Anzugträger und Schlipsträger noch drauf zahlen, weil sie selbst sowieso kaum etwas verdienen? Nein danke. Für den Fall einer staatlichen Bankenrettung lege ich Hämmer und Sicheln an der Taunusanlage aus, damit die Geretteten in Handarbeit die Türme abtragen können.

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kayato_kasaki 28.09.2016, 20:12
188.

Zitat von marcaurel1957
...Ähnlich liegt der Fall bei der Bündelung und Tranchierung von Hypotheken, Sie verteilen damit Risiken und derjenige, der ein höheres Risiko akzeptiert,bekommt höher Zinsen...
Im Prinzip sind wir uns ja einige, dass Absicherungen notwendig sind.
Der Unterschied ist nur, dass Sie den Derivatenhandel verharmlosen.
Ich hallet es lieber mit Warren Buffet, der Derivate mit Massenvernichtungswaffen verglichen hatte und mit der BIZ in Basel, die ständig die Auswüchse beklagt und das Risiko entsprechend hoch einschätzt.

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joerg.braenner 28.09.2016, 20:12
189. Rettung? Ich glaub, mein Schwein pfeift...

Die Deutsche Bank ist eine Zockerbude, die keinen Cent an Steuergeldern kriegen darf. Wer ernsthaft immer noch denkt, dass dieses Bankhaus gerettet werden muss, der soll sich mal das Buch "The Big Short" kaufen. Darin wird die Geschichte der Entstehung der Krise auf dem US-Immobilienmarkt beschrieben und auch explizit auf die Rolle der Deutschen Bank bei dieser Entwicklung eingegangen. Das wirkt sehr erhellend...

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