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Geldkonzerne unter Verdacht: Banken sollen deutschen Staat um Milliarden betrogen hab
REUTERS

Es geht um fragwürdige Aktiendeals und Betrugsvorwürfe: Dutzende Banken sollen laut "Süddeutscher Zeitung" vom Fiskus mehr Steuern erstattet bekommen haben, als sie zahlten. Der Gesamtschaden könnte bei mehr als zehn Milliarden Euro liegen.

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birdie 06.11.2013, 10:17
100. Wann endlich ....

werden Vorstände und Aufsichtsräte, die für Betrugsvorgänge die gemeinsame Verantwortung tragen, zur Rechenschaft gezogen, ihrer Posten enthoben und zum Schadensersatz herangezogen?

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grafkoks2002 06.11.2013, 10:18
101. Ich verstehe es nicht mehr

Ganz ehrlich: Verstehen Sie dieses ganze Hin- und Hergeschiebe von Steuerrückzahlungen, Aktiendeals und Schummeleien? Als Laie verstehe ich nur noch Bahnhof. Es kommt mir vor, als würde ich eine Spam lesen, bei der mir jemand nur versucht, das Geld aus der Tasche zu ziehen. Neulich fand ich dazu ein sehr schönes Video auf Youtube, das sich genau über eine solche Spam lustig macht (Poetryspam #3 - Aber Sie sind eine Hypothek weil ein Mangel an Kredit - YouTube), allerdings habe ich mehr und mehr das Gefühl, dass die Realität den Wahnsinn, wie er hier noch veralbert wird, längst überholt hat.

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demokratie-troll 06.11.2013, 10:21
102. Und immer wieder die Gesetzeslücke^^

Zitat von sysop
Der Gesamtschaden könnte bei mehr als zehn Milliarden Euro liegen.
Wenn die Superreichen den Staat ausnehmen, handeln sie grundsätzlich immer legal. Denn der Kapitalismus ist ein Ismus wie der Sozialismus und der Faschismus. Die Freiheit des Kapitalismus ist nämlich das Gute an sich und Beglückung der Menscheit per Definition und zwar auf magische Weise, indem der Kapitalist immer seinen egoistischen Interessen huldigt, wie einem Gottesdienst. Die notwendige Verantwortung aber, die sich als Kehrseite aus dieser ökonomischen Freiheit ergibt, ist Sache des Staates. Er hat dafür zu sorgen, wenn die Realitäten nicht die erwünschte Stringenz bei der beglückenden Machtempfaltung des Kapitalismus besorgt, eben durch Gesetz und einseitige Unterlassung eben dieser Beglückung auf die Sprünge zu helfen.
Es ist also nie Zufall, wenn die Gesetzeslücke sich immer da auftut, wo sie allein dem Kapitalisten nützt, so wie ja auch alle Marktwirtschaftsideologie sich den Systembanken unterzuordnen hat, wenn diese sich durch reine Geldgier in den Ruin gewirtschaftet haben. Den sie dürfen so wenig untergehen wie der Kapitalismus an sich.
In diesem Lande zahlt immer nur einer als der Dumme, und er ist es auch der allein schuldig sein kann, wenn das Glück der Reichen angekränkelt wird: der kleine Mann.

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hman2 06.11.2013, 10:21
103. Huch

Zitat von Maya2003
Herr Fitschen wird das am Telefon mit Frau Merkel regeln. Der "Finanzstandort Deutschland" darf auf keinen Fall "belastet" werden. Angie wird dafür sicher Verständnis aufbringen. Schließlich kämpft die Dame Tag und Nacht für "Deutschland".
Zumal ich mir sicher bin, dass Mutti auch jederzeit Gewehr bei Fuß steht, die private Geburtstagsparty vom Fitschen zu schmeißen, so wie damals beim Ackermann. Die Frau weiß, wem sie was schuldet...

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DMenakker 06.11.2013, 10:23
104.

Gäääähn

die Meldung ist doch schon Monate alt. Fakt ist, dass die Banken sich streng an bestehende Gesetze gehalten haben. Jetzt eine schwere Steuerhinterziehung daraus konstruieren zu wollen, dass die Banken es ja hätte wissen müssen ist abgrundtiefer Blödsinn und wenn überhaupt mit der aktuell in Deutschland herrschenden Hysterie gegen alles was mit - auch legaler - Steuerminderung bzw. Banken zu tun hat erklärbar.

Ehrlich gesagt gönne ich jedem legalen Steuerschlupflochnutzer jeden Penny, den er von diesem Staat heraustricksen kann. Solange Finanzprüfer, die ABSICHTLICH zu Lasten der Steuerzahler zu hohe Beträge bei Prüfungen ansetzen nicht zu belangen sind, solange habe ich nicht das allergeringste Mitleid. Und nein, das ist kein Witz, staatlicher Betrug zu Lasten des Steuerzahlers ist legal, dafür gibts Grundsatzurteile. Ohne sehr guten Steuerberater hat man Pech gehabt und darf löhnen, auch wenn es den persönlichen Ruin bedeutet.

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freidimensional 06.11.2013, 10:23
105. Das Dumme an dieser Sache

Zitat von Wunderläufer
Worum geht es denn nun wirklich? Laut Artikel wird eine bestehende Gesetzeslücke ausgenutzt. Diese Lücke kann durchaus das Werk emsiger Lobbyisten sein, die dies bewusst so konstruiert haben. Wer eine solche Lücke ausnutzt ist nicht unbedingt kriminell, auf jeden Fall jedoch asozial; denn wenn der Fiskus betrogen wird, handelt es sich im Endeffekt um den einzelnen Steuerzahler. Das sind die wahren Schmarotzer des Systems
und vielen anderen Erscheinungsformen in unserer tollen Sozialwelt ist, dass Schmarotzertum kein Delikt darstellt, zumindest nach den Regularien unserer Systeme.
Lediglich bestimmte einzelne Formen von Sozialbetrug werden per Gesetz verfolgt und bestraft.
Hier wird es wohl auf "Versehen" oder "Irrtum" oder gar "Interpretation" von gesetzlichen Bestimmungen hinauslaufen.
Wäre aber trotzdem toll, wenn die Verantwortlichen zB. in einer Talkshow oder per Interview in renommierten Magazinen darauf angesprochen werden, mit welchem "moralischen Recht" sie solche Abzocke betrieben haben.

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hman2 06.11.2013, 10:24
106. Steuer

Zitat von maximillian64
das Thema ist so alt wie die Republik, aber wenn wir eine Kirchhofsche oder ähnliche einfache Steuerregelung ohne Ausnahmen hätten wie z.B. Lettland koennten von den knapp 100000 Fachbetrieben fuer Steuerberatung die Hälfte Volkswirtschaftlich sinnvollere Betätigungsfelder suchen, ein paar Hundertausend Finanzbeamte koennten auch auf Lehramt umschulen oder sonst in die Produktion gehen:)...
Und Millionen Menschen müssen sich einen Dritt- oder Viertjob zulegen, nur für die Steuer, währen die Reichen sich über die massivsten Steuersenkungen der Geschichte freuen könnten. Nein, so asozialen Dummfug wie den von Kirchhoff brauchen wir wirklich nicht.

Übrigens, die Steuerberater sind gar nicht scharf auf diese Arbeiten, denn sie rechnen sich meist nicht. Die wären die ersten, die applaudieren würden, wenn Ausnahmetatbestände wegfallen würden.

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meinung2013 06.11.2013, 10:27
107. politisch gewollt

war und ist politisch so gewollt. Ich kann mich erinnern, daß sogar der Bankenverband den Finanzminister Peer Steinbrück auf die Gesetzeslücke aufmerksam machte. Das Gesetz wurde vom Finanzminister lange Zeit nicht geändert. Also haben die Banken dies genutzt, sprich sie handelten im Rahmen des Gesetzes.

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koios 06.11.2013, 10:28
108. Hand in Hand...

Nach Darstellung der betroffenen Banken handelt es sich sicher wieder nur
um die Machenschaften einzelner Mitarbeiter bzw. "handwerkliche Unge-
schicklichkeiten".

Offensichtlich sind die verantwortlichen Vorstände in keiner Bank zu
keinem Zeitpunkt darüber informiert, aus welchen Geschäftstätigkeiten
hohe Millionen- und Milliardenumsätze und -gewinne kommen. Das ist
schon bedenklich, um nicht zu sagen wenig glaubwürdig.

Aber wenn in jedem dieser Fälle auf die rechtswidrigen Handlungen
einzelner Mitarbeiter hingewiesen wird, so vermittelt das dem Bank-
kunden, daß in diesen Häusern uninformierte Vorstände und kriminelle
Mitarbeiter tätig sind. Will man da Kunde sein?

Und zumindest genauso fragwürdig ist der Umstand, daß die Politik
trotz ihres Wissens um diese "Ungeschicklichkeiten" Jahre benötigt, um
diese Praxis abzustellen. Zumal diese Praxis auf ihrer lückenhaften
Gesetzgebung basiert!

_____________________

Man sollte nie Dummheit unterstellen, wenn Heimtücke als Erklärung
völlig ausreicht.

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smart1 06.11.2013, 10:29
109. Wer kontrolliert die Banken?

Es ist klar: die Kontrollgremien haben mal wieder versagt - die Banken sind außerhalb jeglicher Kontrolle. Wer beendet all diese Gaunereien mit echter Konsequenz?

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