Forum: Wirtschaft
Geldpolitik in der Krise: Deutschland braucht die Inflation
dapd

EZB-Chef Mario Draghi steht wegen seiner Rolle in der Euro-Krise in der Kritik. Vor allem bei den Deutschen wächst die Angst vor der großen Inflation - zu Unrecht, wie das Beispiel Japan zeigt. Eine Teuerung von vier Prozent wäre durchaus sinnvoll.

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toskana2 05.09.2012, 14:14
180. im Nebel

Zitat von sysop
EZB-Chef Mario Draghi steht wegen seiner Rolle in der Euro-Krise in der Kritik. Vor allem bei den Deutschen wächst die Angst vor der großen Inflation - zu Unrecht, wie das Beispiel Japan zeigt. Eine Teuerung von vier Prozent wäre durchaus sinnvoll.
Da auch diese Thesen sich auf Hypothesen stützen,
bleibt der Eindruck bestehen:
Wir stochern weiter im Nebel.
Möge uns Fortuna gnädig sein.

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CompressorBoy 05.09.2012, 14:15
181.

Zitat von faistmeister
Wes' Geistes Kind sind Sie ?!? Erbärmlich so einen Vergleich anzustellen.
Es ist der Geist der feinen Ironie...

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Sackaboner 05.09.2012, 14:16
182.

Inflation ist das beste Mittel gegen hohe Geldberge, die einige Leute anhäufen, nur um darauf zu sitzen. Inflation lässt nämlich Geld schmilzen. Dadurch sind die Besitzer von Geld gezwungen, dieses in den Wirtschaftskreislauf einzubringen. Die Arbeitgeber sind gezwungen, regelmäßig die Löhne anzugleichen, und der Staat, die Renten anzugleichen. Wenn nicht, dann rappelt's im Karton. Die Armen haben keine Ersparnisse, verlieren also nichts. Und jemand mit hohen Schulden sieht seinen Schuldenberg ebenfalls schmilzen. Nur darf nicht wieder zu stark an der Zinsschraube gedreht werden.

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moby dick 05.09.2012, 14:16
183. Nur keine Sorge, keine Ungeduld....

Zitat von b.oreilly
wo er recht hat, hat er recht. Es gibt halt keine andere Möglichkeit von den hohen Schulden, egal ob nun in Europa oder USA, herunter zukommen. Das sieht man doch gerade jetzt an Griechenland oder Spanien. Meiner Meinung nach sind da 4 Prozent zu wenig. Was wir brauchen ist eine schnelle kontrollierte Hyperinflation, damit dann jeder wieder bei Null anfangen kann. Mit 4 bis 5 Prozent müssten die Menschen mehr als 30 Jahre darben, so wie gerade jetzt in den Südländern. Wer will das schon den Menschen zumuten!
.... die Aussage 4% bis 5% dient zunächst nur der Meinungsanimation.
Sozusagen ein Vortasten um den Bürger vorzuwärmen. Wofür sind
Medien heute sonst noch da, ausser den Meinungsbildungprozess
in die gewünschte Richtung zu lenken?

Wer sich nicht jedes Jahr seine TV`s und Handys erneuert, alle zwei
Jahre seine Luxuslimousine austauscht der hat im Grundbedarf:
Lebensmittel, Kleidung, Miete, die 4-5% schon längst hinter sich
gelassen.

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richard-kendel 05.09.2012, 14:16
184. ORF und arte (Sendung von gestern 5-9-12): Draghi ist Erfüller von Goldman Sachs

Vielleicht sollte hierauf hingewiesen werden. Viel mehr ist auch nicht zu sagen.
Wenn das stimmt, was gestrig Abend um 20.15 gesendet wurde, dann gute Nacht Amerika! Gute Nacht Europa!

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wibo2 05.09.2012, 14:16
185. Die Banker und die Exporteure brauchen systemrelevant die Inflation ...

Zitat von fortion
Bei der heutigen Lohndrückerei, dem Lohnbetrug und den fortwährenden Nullrunden wäre eine Inflation von 4 Prozent jährlich das Ende der deutschen Arbeitsmoral. Denn Sozialleistungen müßten halbwegs realistisch an die Inflationsentwicklung angepaßt werden .... Welcher Normalverdiener, der ohnehin nur eine Kleinrente zu erwarten hätte würde da noch regulär arbeiten wollen?
Seit Einführung des Teuro kostet nach meinem Empfinden
alles mehr als doppelt so viel. Eine Inflation von dem
Dreifachen der offiziell angegebenen 2% Teuerung gibt es
faktisch für die Konsumartikel des täglichen Bedarfs.
Auch wenn wir längst wissen, dass heute alles doppelt so teuer ist
wie einst bei der Einführung des Euro , behaupten die Politiker ständig das Gegenteil. Wie teuer uns der Euro am Ende zu stehen kommt,
werden wir erst wissen, wenn wir das Ende des Euro mit
Schrecken erlebt haben werden.

Die Strategie von Merkel und Schäuble bedient die Banken und die
Interessen der Großindustrie. Das sind die mächtigsten
wirtschaftlichen Lobby- und Interessengruppen im Land.

Die Deutsche Großindustrie will die Eurozone um jeden Preis
so wie sie jetzt ist erhalten. Die unveränderbaren Wechselkurse
zu den € Defizitländern nutzen ihr. Die deutsche Lohnzurückhaltung
bei Einsparung von Investitionen in Innovationen bringt
ständige Exportüberschüsse ohne große Anstrengungen.

Wenn die Geld Eliten ehrlich wären, würden sie es endlich zugeben:
Deutschland muss für die Schulden anderer haften.
Was nützt denn ein Export, den das exportierende Land selbst
bezahlen muss.
Und wäre es dann nicht sinnvoller und zweckmäßiger, das,
was sonst exportiert wird, den Bürgern des eigenen Landes
zu schenken statt denen fremder, weit entfernter Länder?

Aber Münchau hat recht, deflationäre Tendenzen sind
unübersehbar und werden wahrscheinlich in der sich
abzeichnenden Rezession für einige Zeit (etwa die nächsten
1-2 Jahre) für die Konjunktur bestimmend sein.

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Apophis99942 05.09.2012, 14:16
186. Der 12. September.

Zitat von dabinichjetzt
den Lesern Inflation als eine Beglückung des Volkes verkauft. Morgen dann wieder den Euro als Rettung des Abendlandes anpreisen. So kann es weiter gehen.
Da kommt das Iphone5 oder sowas ... ;) Da werden Die News aber voll mit Apple sein, mal was Anderes. Seltsam, seltsam.

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Ylex 05.09.2012, 14:17
187. Der Euro ist galopperiende Inflation

Mehr Inflation? Ich frage mich, ob und was Herr Münchau in den letzten 10 Jahren eingekauft hat. Der Euro ist galopperiende Inflation - ein Brot umgerechnet 7 Mark, vor dem Euro 3 Mark, ein Golf 50.000 Mark, vor dem Euro 25.000 Mark. Und darauf jetzt noch eine saftige Inflation von 4 Prozent im Jahr, damit wäre der Zusammenbruch vorprogrammiert... welch ein schwachsinniger Wunsch, welch ein Realitätsverlust, welch eine soziale Verantwortungslosigkeit.

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Dumpfmuff3000 05.09.2012, 14:17
188. xxx

Zitat von fortion
Bei der heutigen Lohndrückerei, dem Lohnbetrug und den fortwährenden Nullrunden wäre eine Inflation von 4 Prozent jährlich das Ende der deutschen Arbeitsmoral. Denn Sozialleistungen müßten halbwegs realistisch an die Inflationsentwicklung angepaßt werden, auf dem Arbeitsmarkt wären weiterhin Betrug und Ausbeutung wie bisher möglich. Welcher Normalverdiener, der ohnehin nur eine Kleinrente zu erwarten hätte würde da noch regulär arbeiten wollen.
Sehe ich ähnlich. Es gibt keine einheitliche Inflationsrate, sondern bestimmte Waren(gruppen) unterliegen viel stärkere Inflation als andere. Wer, wie ich als Geringverdiener, sein gesamtes Budget verkonsumieren muß und zwar einen Großteil davon für Lebensmittel, heizung, Strom (alles Waren, die seit vielen Jahren sehr viel stärkeren Inflationsraten unterliegen als z.B. Flugreisen und Unterhaltungselektronik), den trifft die Inflationsrate jetzt schon mit deutlich mehr als 4 Prozent im Jahr.

Bei einer Gesamtinflationsrate von 4 Prozent wären Haushalte wie meiner (und das heißt, in etwa 20 Prozent der deutschen Haushalte) mit locker 10 oder 15 Prozent Inflation pro Jahr betroffen.

Die Folge sind: Mrhr Armut, mehr soziale Spannungen, höhere Kriminalität. Genau das was ein Wolfgang Münchau so geil findet, weil er es bei einem guten Drink auf der dicken Veranda seines schicken Anwesens im Fernsehen genießen kann.

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Erfurt1812 05.09.2012, 14:19
189. Der Hintergrund ist doch der

wenn Südländer es nicht schaffen Ihre Schulden in den Griff zu bekommen, ist der Schuldentranspher notwendig. Dieser kann viele Namen haben, einer davon dieser Umverteilung ist Ihr Artikel - die Inflation, die die Nordländer nicht wollen. Eigene Werte aufgeben, für einen Euro der sowieso nicht funktioniert. Ich fordere den Nordeuro, ohne wenn und Aber, aber das will die herrschende Schicht nicht, die Folge wäre Machtverlust einer Macht, wie sie durch den ESM auf undemokratische Weise eben gerade geschaffen werden soll. Im Übrigen: Ungleiches kann man man auf Dauer nicht mit Zwang verbinden, früher oder später wird das Allen klar sein. Und mit Geldtranspher, Eurobonds, Inflation, ESM und wie sie alle heißen, schon garnicht.

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