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Geldpolitik: So verändert Amerikas Zinswende die Welt
AFP

Es ist eine historische Entscheidung: Die US-Notenbank hat erstmals seit fast zehn Jahren den Leitzins erhöht, zu dem sich Banken Geld leihen können. Was bedeutet das für den Alltag in Europa?

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Jay45 17.12.2015, 14:09
1. die Kirche

bitte im Dorf lassen. statt $0.25 gibt es jetzt 0.50 pro Jahr auf eine Einlage von $100

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dunnhaupt 17.12.2015, 14:17
2. Alberned Theater um ein Viertelprozent

0,25% Zinsen, und alles steht auf dem Kopf als ob es das Ende der Welt wäre. Niemand hat sich beschwert, als die Zinsrate um ein Viertelprozent fiel. Nun steht sie wieder genau wie vorher. Was ist daran so toll?

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Heinzi Heinz 17.12.2015, 14:18
3. Es wird Zeit - Erster Schritt in die richtige Richtung

Die Geldflut muss endlich mal ein Ende haben, gerade in Europe hat es mittlerweile groteske Züge angenommen. DIe EZB muss endlich umdenken und begreifen, dass die niedrige Inflation ölgetrieben ist und damit nicht gefährlich. Ich hoffe nur, dass auf die EZB langsam zur Vernunft kommt und die Zinsen wieder hebt auf ein normales Maß.
Die Börsen feiern den Schritt als ein Anfang zur Rückkehr zur Normalität. Genauso wie sie Draghis Schritt abgestraft haben.

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dirk1962 17.12.2015, 14:27
4. Symbolische Anhebung

Ich denke diese Anhebung war marginal und mehr ein symbolischer Akt. Das er irgendwann kommen mußte war doch klar. Auch in Europa kann es nicht ewig weitergehen mit der Geldschwemme. Schließlich werden damit viele Mrd. an Spareinlagen und an Alterssicherung vernichtet, die später zumindest zum Teil durch höhere Sozialleistungen der Staaten ausgeglichen werden müssen.

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Heinzi Heinz 17.12.2015, 14:29
5. Wünschenswerte ÄFolgen

Ich zitiere aus dem Artikel:
"Ein stärkerer Dollar würde Importe aus dem Dollarraum verteuern; die Inflation in Europa könnte dadurch leicht steigen.
Die Benzinpreise dürften leicht zulegen, weil Rohöl in Dollar gehandelt wird.
Produkte aus Europa würden auf dem Weltmarkt günstiger. Das könnte die Exportwirtschaft der EU leicht stimulieren.
Urlauber müssten bei Reisen in die USA mit einem schlechteren Wechselkurs leben."

Das ist dochh gut für uns:
- EZB versucht krampfhaft dei Infaltionsrate zu steigern, das hilft also.
- Das Öl föllt und fällt, durch den starken Doller wird der Verfall abgebremst, also fällt die Inflationsrate nicht mehr so stark - gut.
- EU-Exporte werden stimuliert: sehr gut, vor allem für jene Länder mit extremer Arbeitslosigkeit. Sollte dort den Leuten und dem Haushalt helfen. - perfekt
- Urlauber zahlen mehr - ok, negativ, einfach anderes Reiseziel wählen.

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mansky 17.12.2015, 14:32
6. #1 und #2

Wenn sie kein Wissen über Finnanzwirtschaft haben, sollten sie nicht den Artikel ins Lächerliche ziehen. 0,25% mag für ihre mickrigen Einlagen nichts bedeuten, aber volkswirtschaftlich betrachtet ist dieser kleine Schritt eine grundlegende Änderung.

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muellerthomas 17.12.2015, 14:32
7.

Zitat von Heinzi Heinz
Die Geldflut muss endlich mal ein Ende haben, gerade in Europe hat es mittlerweile groteske Züge angenommen. DIe EZB muss endlich umdenken und begreifen, dass die niedrige Inflation ölgetrieben ist und damit nicht gefährlich. Ich hoffe nur, dass auf die EZB langsam zur Vernunft kommt und die Zinsen wieder hebt auf ein normales Maß. Die Börsen feiern den Schritt als ein Anfang zur Rückkehr zur Normalität. Genauso wie sie Draghis Schritt abgestraft haben.
Nein, die neidrige Inflation ist eben nicht nur vom Ölpreis getrieben. Zudem ist das eh amüsant, dass sich die geldpolitischen Falken bei steigenden Ölpreisen vehement dagegen verwehrt haben, die Energiepreise als vorübergehendes Phänomen auszuklammern- nun aber wo sie fallen, ist es natürlich genau umgekehrt.

Die Inflation ohne Energie liegt in der Eurozone bei 0,9% in den USA bei 1,3% und damit klar unter dem Zielwert. Das Geldmengenwachstum ist zudem in den USA unterdurchschnittlich und in der Eurozone historisch niedrig. Was genau finden Sie daran "grotesk"?

Mit welchen Argumenten plädieren Sie denn für höhere Zinsen in Europa?

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muellerthomas 17.12.2015, 14:36
8.

Zitat von dirk1962
Ich denke diese Anhebung war marginal und mehr ein symbolischer Akt. Das er irgendwann kommen mußte war doch klar. Auch in Europa kann es nicht ewig weitergehen mit der Geldschwemme. Schließlich werden damit viele Mrd. an Spareinlagen und an Alterssicherung vernichtet, die später zumindest zum Teil durch höhere Sozialleistungen der Staaten ausgeglichen werden müssen.
Weshalb möchten Sie denn in der aktuellen Situation in Europa mit hoher Arbeitslosigkeit, unterausgelasteten Kapaziäten, stagnierenden Löhnen und sehr geringem Wachstum die Geldpolitik straffen? Und welche Geldschwemme? Das Geldmengenwachstum ist seit gut 7 Jahren historisch niedrig. Fortgesetzt werden sollte diese Politik also so lange, wie die Gegebenheiten eine expansive Politik erfordern, oder etwa nicht?

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tomxxx 17.12.2015, 14:41
9. Der Wahnsinn hat Methode...

Zitat: "Weil eine Politik des billigen Geldes auf Dauer zu gefährlichen Spekulationsblasen führen kann. Sie verleitet Investoren und Verbraucher dazu, auf Pump hohe Risiken einzugehen." Und genau das versucht Draghi zu erreichen und misst das als Wirtschaftsleistung/-wachstum. Ich denke, dass ist das einzige wichtige für uns. Zinswende? vielleicht, aber es ist ja keine Zinshochphase, im Gegenteil!

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