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Gelsenkirchener Oberbürgermeister: "Zahnpflege ist längst nicht mehr selbstverständli
Stadt Gelsenkirchen

In Gelsenkirchen leben die meisten armen Kinder Deutschlands. Im Interview erklärt Oberbürgermeister Frank Baranowski, wie es dazu kommen konnte und weshalb der Staat dort Eltern erziehen muss.

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Pavel Nowottny 13.11.2012, 06:39
1. 60 Mio.

Wieso kostet die "Integration von Behinderten" alleine in Gelsenkirchen im Jahr 60.000.000 Euro? Mich würde interessieren, wie sich diese Zahl zusammensetzt.

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Mach999 13.11.2012, 06:45
2. Früher war alles besser

Ich habe in den 70ern auch erst in der Schule schwimmen gelernt, und mit mir geschätzt über 80% der anderen Schüler. Das war in einer gutsituierten ländlichen Gegend in Baden-Württemberg. Mit Armut oder Vernachlässigung hatte das nichts zu tun. Kann es nicht viel eher sein, dass wir heute viel höhere Ansprüche stellen als früher?

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M.Suckow 13.11.2012, 06:50
3.

...die Bewohner_Innen von Gelsenkirchen können froh sein, einen derartigen Erziehungsexperten als Bürgermeister zu haben. Aber klar, der gemeinsame Tisch löst alle Erziehungsprobleme; am besten wie in den 1950ern, als der Ex-Nazi-Papa am Tisch noch über den Krieg geschwiegen hat - da gab es noch keine kulturellen und sozialen Auflösungserscheinungen... /sarkasmus.

Aber im Ernst, was haben Fernseher und Computer und Sitzgewohnheiten bitte damit zu tun, welche Fähigkeiten Kinder von ihren Eltern erlernen? Die Tendenz zu Lebensgewohnheiten, die Baranowski als Antwort auf die Frage "Können Sie sich erklären, wie diese Kompetenzen verloren gehen konnten?" beschreibt, gibt es in der Mittelschicht genauso; das ist eben Individualisierung, die sich eben auch dadurch ausdrückt, dass "jeder irgendwo sitzt".

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ernstwilhelm2 13.11.2012, 06:52
4. Keine Verantwortung in einer verdorbenen Welt

Die Zechenbarone sind Verantwortlich, vielleicht ein paar Bürgermeister oder gar die SPD. Aber sie Eltern selbst, nein die sind ganz bestimmt nicht verantwortlich. Weshalb sich auch der deutsche sozialdemokratische oder sozialdemokratisierte Bürgermeister erst gar nicht die Mühe macht, an sie zu appellieren und Druck auszuüben:

http://ernstwilhelm.wordpress.com/2009/03/15/keine-verantwortung-in-einer-verdorbenen-welt/

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Hank Hill 13.11.2012, 06:57
5. Eher fallen

allen Gelsenkirchenern die Zaehne raus bevor Schalke Meister wird. Die Stadt ist ein gutes Beispiel wie die SPD den Strukturwandel verschlafen hat. Bruder Johannes war immer unantastbar, hat sich aber nie um die Entwicklung gekuemmert sondern immer nur der sterbenden Kohle auf Druck der Gewerkschaften geholfen. Clement hat in einem Anfall von Groessenwahn geglaubt aus Oberhausen ein Trickfilmzentrum machen zu koennen und dabei ca. 500 Millionen DM verbrannt. Johannes Rau hat immer wieder das Maerchen vom Puett und seinen Malochern verbreitet, auch als diese schon laengst keine Jobs mehr hatten. Dass dort noch jemand SPD waehlt kann man sich nur mit einer Vasallentreue oder einfach mit Dummheit erklaeren.

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fernossi 13.11.2012, 07:17
6. Umgedreht wird ein Schuh draus

Die Zahl der Leute, die von Transferleistungen leben steigt. Die Zahl der vernachlaessigten Kinder und Jugendliche ebenfalls. Also will Herr Baranowski die staatliche Einflussnahme noch mehr verstaerken. Das ist Schwachsinn. Die Leute muessen merken, dass sie sich und ihre Kinder waschen und bilden muessen, um ueberleben zu koennen. Dann wird auch die Vernachlaessigung zurueckgehen, die doch nur ein Auswuchs der staatlichen Rundumbetreuung und des Schmarotzens ohne Reue sind.

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Linksruck 13.11.2012, 07:18
7. Schwimmen

Zitat von sysop
In Gelsenkirchen leben die meisten armen Kinder Deutschlands. Im Interview erklärt Oberbürgermeister Frank Baranowski, wie es dazu kommen konnte und weshalb der Staat dort Eltern erziehen muss. " Eine Zahl: 60 Prozent der Kinder im Gelsenkirchener Stadtteil Schalke können nicht schwimmen, wenn sie in die Schule kommen. Wie kann das sein?"
Gibt es in anderen Städten Schwimmunterricht für Vorschulkinder? Wenn das heißt, dass 40% der Schulanfänger in Schalke schon schwimmen können, halte ich das für sehr erfreulich. Vor 20, 30, 40 und 50 Jahren konnte das nur ein geringer Teil der Grundschüler.

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Benjowi 13.11.2012, 07:25
8. Unglaubliche Zustände beim Kapitaltransfer!

Man muss sich zu diesem Thema einmal vorstellen, dass Gelsenkirchen -eine im Wesentlichen vom Strukturwandel, aber auch durch einige eigene Fehler vollkommen verarmte Stadt im Jahre 2012 und wohl auch noch im Jahre 2019 gezwungen wird, also 30 Jahre ach der sogenannten Wiedervereinigung, erhebliche Mittel in einen völlig überzogenen sogenannten "Solidarpakt Ost" einzuzahlen, der schon jetzt nur noch der Luxussanierung dient. Im Westen -selbst in angeblich reichen Gemeinden in Bayern-verfällt wegen dieses vollkommen überzogenen Konstrukts die Infrastruktur und müssen Studiengebühren gezahlt werden. Es ist mit vollkommen schleierhaft, wieso sich die Ministerpräsidenten West diese Abzocke derartig lange gefallen lassen. Die im Vergleich immer wieder beschworene Marshallplanmittel im Westen waren geradezu im Vergleich Almosen zu dem, was mittlerweile in den Osten geflossen und dabei wohl auch versickert ist!

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Meilemer 13.11.2012, 07:29
9. Armer Ruhrpott

Wenn es den Ruhrgebietskommunen wirklich so schlecht geht, dann
muss man sich fragen, warum
man auf Pump vor wenigen Jahren noch fuer mehrerer 100 Mio. Euro die Mehrheit an der STEAG gekauft hat. Fuer Kindergaerten gibt es kein Geld, aber fuer Kraftwerke u.a. in Asien. Und schon heute diskutiert man, wie man mit noch mehr Schulden die restlichen Anteile an dem Kraftwerksbetreiber kaufen kann. Wer fuer solche Monopoly-Projekte noch Geld hat, sollte nicht auf SPON klagen. Und SPON haette mal nachfragen koennen, wie das zusammen passt.

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