Forum: Wirtschaft
Gemeinsamer Aufruf: Ökonomen warnen vor Soli-Abschaffung
DPA

Nicht nur die SPD hadert mit den Sondierungsergebnissen. Ein Bündnis von Wirtschaftsprofessoren fordert, das von der GroKo geplante Soli-Aus zu überdenken. Die Reform sei ungerecht und bedrohe Investitionen.

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mm12345 17.01.2018, 12:07
110. Soli beibehalten

Die jetzigen Überschüsse sind komplett zwei eher seltenen Dingen zu verdanken: Nahezu die gesamte Weltwirtschaft brummt (was uns als Exportnation besonders zugute kommt und nicht ewig währen wird) und vor allem sind die Zinsen historisch niedrig (was sich gerade zu ändern beginnt). Jetzt den Soli abschaffen bedeutet, die Einkommens- und Vermögensschere weiter zu öffnen, vor allem die Gutverdiener profitieren. Sobald der Haushalt dann wieder ins Minus kippt, werden vermutlich Mehrwertsteuer und Spritsteuer erhöht, trifft dann die Kleinen.

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Aquifex 17.01.2018, 12:11
111.

Zitat von polosg
... wäre es, ihn beizubehalten, um damit den Rentenfaktor für jene kräftig zu erhöhen, die sich für Kinder entschieden und großgezogen haben. Denn es sind diese Eltern, die mit ihrer Entscheidung einen großen persönlichen und auch finanziellen Beitrag zum Funktionieren des Generationenvertrags unseres Rentensystems leisten oder bereits geleistet haben!
...es sei denn, diese Kinder sind nachher Hartz IV Empfänger, werden straffällig oder wandern aus. Wenn Sie sowas schon vorschlagen, dann bitte mir Kopplung an den inländischen, beruflichen Erfolg der Kinder, denn sonst haben Sie der Gesellschaft nur zusätzliche Bezieher auf die Tasche gelegt. Schließlich gibt es in kaum einem Land soviele Hilfen, Erleichterungen und Vorteile für Kindererziehung.

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biesi61 17.01.2018, 12:15
112. Völlig richtig!

Aber leider werden viel zu viele den Artikel wieder nicht bis zu Ende lesen und damit die Superreichen noch viel reicher, unser Land aber ärmer machen!

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lawlord 17.01.2018, 12:15
113. zu geringe Staatseinnahmen ?

Wenn sich der Staat leisten kann, Milliarden beim BER und bei cum-ex Geschäften zu verplempern (bekanntlich hat das BMF Jahre (!) gebraucht, um das bekannte cum-ex Schlupfloch zu schließen), dann hat der Staat nicht zu wenig, sondern eindeutig zu viel Geld. Noch nie waren die Staatseinnahmen so hoch wie jetzt. Die Herren Professoren mögen mal bei der Effektivität ansetzen und sich außerdem überlegen, welche verheerende politische Wirkung in diesem Umfeld beim Mittelstand die Forderung auslöst, den seit Jahren überfälligen Soli entgegen der ursprünglichen Forderung nicht abzuschaffen bzw. über einen höheren Spitzensteuersatz "gegenzufinanzieren". Wie wäre es denn neben dieser Herumwurstelei mal mit einer echten Steuerreform, in der all das abgeschafft wird, was durch immense Bürokratie nur behindert. Ein einheitlicher Umsatzsteuersatz von 12% auf alles ohne hundert Ausnahmen und Rückausnahmen, die kein Mensch versteht, wäre ein Anfang. Und welche Investitionen sind wohl wirtschaftlich sinnvoller - die des Staates oder die der Privaten, die von Steuern befreit werden ? Es zeigt sich doch immer wieder, dass der Staat nur höchst ineffektiv investiert und dabei vor allem Geld versenkt ... Bei den meisten Investitionen (Autobahn, Neubauten ...) wäre es durchaus mal ratsam zu überprüfen, ob mit einem etwas geringeren Standard (es muss nicht immer gebürsteter Edelstahl sein ..) mit denselben Mitteln deutlich mehr zu machen wäre. Wer einmal von einer Kommune (oder einer von dieser vorgeschriebenen Firma) die Rechnung für eine Gehwegüberfahrt erhalten hat, weiß, wovon ich rede. Dieselbe Leistung kann man in der Regel für die Hälfte bis 2/3 des Preises erhalten, wenn man nur will. Vom Autobahn- oder Eisenbahnkilometer ganz zu schweigen. Aber solange Geld da ist, spielt das ja keine Rolle ...

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jpmontoya 17.01.2018, 12:17
114. Nein

Der Staat spart hunderte Milliarden an Zinsen durch die Marktmanipulation der EZB, das MUSS reichen.
der soli muss weg, komplett.

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Tr1ple 17.01.2018, 12:18
115. Das Problem ist doch das der Staat bei den Unternehmen (zumeist Konzernen) nichts mehr kriegt

Deshalb muss der Staat die Bürger besteuern, denn die können nicht ohne weiteres der Besteuerung entziehen. Das wird sich auch mit der Einführung der Tax Reform in den USA verschärfen. Denn die Bundesregierung steht unter Zugzwang. Problem ist nur das die Unternehmen die Gehälter nicht anheben. Im Endeffekt hat der Bürger verloren.

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fx33 17.01.2018, 12:19
116. Schon mal gesehen, die Raupe Nimmersatt?

Zitat von Odde23
Der Staat ist wie die Raupe Nimmersatt. Dem arbeitenden Bürger wird immer mehr und mehr genommen, während andere, die nicht arbeiten, gepamert werden. Meine Motivation sinkt gefühlt täglich.
Haben Sie die Raupe Nimmersatt, diesen gierigen Staat, schon mal gesehen? Schauen Sie mal in den Spiegel. Da sehen Sie ihn. SIE sind der Staat (frei nach V. Pispers).
Wir alle sind der Staat. Nicht jemand Anonymes. Es is IHRE Polizei, die für Sicherheit sorgt, IHRE Justiz, die den Rechtsstaat garantiert, IHRE Wasserversorgung und Müllabfuhr...
Wenn Sie versuchen, dem Staat etwas vorzuenthalten, nehmen Sie sich selbst etwas weg.
Gepampert werden übrigens die Großverdiener. Nicht die Hartz-IV-Empfänger.

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denk1mal 17.01.2018, 12:22
117. wäre ganz einfach

Soli abschaffen (überfällig seit 1995), MWSt senken, Subventionen radikal streichen, Spitzensteuersatz erhöhen, Sparen lernen. So einfach wäre das.

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sanctum 17.01.2018, 12:24
118. @family guy

Sie machen den gleichen Denkfehler wie viele andere.
Bleiben wir bei den Quandts: Diese sind als Aktionäre Inhaber des Unternehmens.
Sie vergessen allerdings das diese Inhaber bereits den Unternehmensgewinn versteuern müssen, der Restbetrag dar davon an die Aktionäre ausgeschüttet wird als Dividende wir dann nochmal besteuert! Somit beträgt die Steuerlast für die Quandts nicht 25% sondern ist deutlich näher an 50% als Sie denken!
Das war vor der Abgeltungssteuer anders, da gab es das Halbeinkünfteverfahren!
Würde man die Abgeltungssteuer kippen, dann müsste man dieses Verfahren wieder einführen da der Rechnungshof bereits angemahnt hat das es sonst verfassungswidrig wäre.
Die Abschaffung der Abgeltungssteuer bedeut aber keinen Zugewinn für den Staat, im Gegenteil, seitdem die Dividenden pauschal besteuert werden, hat der Staat hohe Einnahmen durch diese Dividendenbesteuerung!
Zudem ist der Aufwand sehr gering, da die Banken pauschal diese Steuern abziehen!
Das vorherige Verfahren war unglaublich aufwendig, bringt nur mehr Bürokratie und bringt nicht mehr Geld für den Staat!

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rathals 17.01.2018, 12:24
119. Diese Forderung nach Beibehaltung

des Soli kann nur aus der linken Ecke kommen, von Personeen bzw. Instituten die bestens von der Politik leben. Denen zur Erinnerung, der Soli sollte ursprünglich nur 3 Jahre gelten und dann wieder verschwinden. Auch diese sog. Experten müssen mal nüchtern feststellen, dass der Staat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem hat. Umso mehr Geld von den fleissigen Steuerzahler erpresst wird, desto mehr wird sinnlos verprasst bzw. für schwachsinne Vorhaben umverteilt. Geld für Investitionen , für eine gerechtere Rentenpolitik, gegen Altersarmut, etc. ist mehr als genug vorhanden bzw. könnte durch Streichung von blödsinnigen Subventionen zusätzlich freigeschaufelt werden. Dazu gehören aber Persönlichkeiten mit Kompetenz und Durchsetzungsvermögen, die weit und breit im Politikerfilz mit Anhang z.Z. nicht zu sehen sind.

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