Forum: Wirtschaft
Gemüseanbau in der Großstadt: Zwölf Stockwerke Salat
AeroFarms

Frisches Gemüse ist Mangelware, zumindest global gesehen. Nun kämpfen Erfinder dagegen an. In den USA entstehen regelrechte Pflanzenfabriken - und selbst Ikea mischt mit.

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Sal.Paradies 11.03.2017, 11:31
30. Natürlich ist das zukunftsfähig!

Dass sich der Autor beim Strom geirrt hat, scheint sicher. Aber auch so kann ich nicht erkennen, warum die Stromkosten diese Idee scheitern lassen sollten? Es wird Growfarms geben, die ihren eigenen Strom herstellen und je nach Herstellungsart, wird der Strom dann nur noch einen Bruchteil von heute kosten. Damit aber bleiben viele sehr viel schwierigere Umweltbelastungen weg, was in Zukunft unumgänglich sein wird. Ich selbst habe schon einige Berichte über diese Anbauweise gesehen und ich hatte nie das Gefühl, dass ich da irgend welchen esoterischen Spinnern aufsitze. Im Gegenteil wurde hier sehr schlüssig erklärt, warum diese Anbauweise die Zukunft sein wird. Unsere Städte wachsen in einem atemberaubenden Tempo und in einigen Jahrzehnten wird es wohl nicht mehr möglich sein eine solche Megastadt mit Lebensmitteln von außen zu versorgen. Wasser wird ein immer kostbareres und sehr knappes Gut und dann wird es nicht mehr möglich sein für ein Kilo Gemüsen X-L-Wasser zu verbrauchen, einfach weil es nicht mehr vorhanden sein wird. Im kleinen gibt es solche Sachen schon in Japan/Südkorea, wo die Kunden faktisch ihr Gemüse direkt aus dem Gewächshaus nehmen, obwohl sie mitten in einem Kaufhaus stehen. Was sagten (fast) alle Menschen vor ca. 100 Jahren zu einer Reise zum Mond? Und heute sind wir bald so weit, dass es nix besonderes mehr ist, oder... ;-)

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Sixpack, Joe 11.03.2017, 11:40
31. Mal in Erinnerung...

Zitat von afrob12
Solche Artikel sind immer wieder sehr interessant! Was ich nicht verstehe ist, warum nicht auch mal berichtetwird was für gute und spannende Ideen hier bei uns lokal entstehen. Ein Bespiel zu genau diesem Thema ein Start-up aus der Nähe von München: http://agrilution.de/ http://www.wiwo.de/technologie/green/biz/climate-kic-gruene-start-up-szene-trifft-sich-in-berlin/14533604.html. Der Start-Up Szene hier würde das definitv gut tun, visionäre Ideen nicht immer nur in den USA zu suchen ;)
Hannover 2000 Weltexpo: ´Holland creates space´. https://www.mvrdv.nl/en/projects/expo
Das war vor 17 (!) Jahren.
Jetzt gibt es den Floating Farm.
http://www.urbangardensweb.com/2016/08/09/floating-dairy-farm/

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tradepro 11.03.2017, 11:51
32. Ohne Erde

Der erste Absatz reicht aus um zu Wissen dass ich das nicht Essen will: Plastikboden anstatt Erde und massive Düngung. Kenn ich schon von Tomaten die auf einer Wasserfolie wachsen und nie mit Erde in Berührung kommen. Nein!! Bin gerade auf dem Bio Trip und will in Erde gepflanzte, ohne chemischen Dünger, ohne Pflanzenschutz und im nicht forcierten Wachstum gewachsene Pflanzen und Tiere Essen.

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taglöhner 11.03.2017, 11:55
33.

Hat SPON hier einen Ladenhüter recycled und lässt nun das technophobieerprobte Forum (auf der Basis falscher Zahlen) über die Sinnlosigkeit derartigen Tuns reflektieren, während in der Realität nicht nur in Asien und den USA, sondern auch im europäischen Ausland natürlich (Urban Crops, UrbanFarmers) bereits Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Ob sich unsere zweifelgeplagten "Naturfreunde" auch Gedanken über die Energieffizienz, den Pestizideinsatz, sowie den Flächen- und Tierverbrauch im konventionellen Bioanbau machen?

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i.dietz 11.03.2017, 12:19
34. naturferner gehts wohl nicht mehr ....

Zitat von wahrscheinlichwahr3
Der Mensch macht mir immer mehr Angst. Alles wird naturfern, alles muss durch den Menschen kontrolliert werden.
Gemüse, das nur noch das Gemüse aussieht -
Obst, das auch nur noch nach Obst aussieht -
Fleischerzeugnisse - ein Minimum an Platz für Tiere - dafür mit allen "erlaubten" Chemikalien verseucht .... !
usw. ...
Soll das wirklich die vielgepriesene Zukunft sein ?

Für mich nur ein abartiger Gedanke !

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Freidenker10 11.03.2017, 12:20
35.

Der Mensch entfremdet sich immer mehr von der Natur! Das sind wieder mal typisch weltentfremdete Silicon Valley - Vorschläge zur Ernährung! Weitergesponnen könnte ich dann per App meinen kleinen Teil der Anlage steuern und mir dann meine automatisch Erfolgte Ernte per Drohne nach hause schicken lassen...Wir sollten aus meiner Sicht die Landwirte viel mehr würdigen, denn die ernähren uns schon seit jahrtausenden mit ihrer Hände Arbeit und haben gar keine Zeit für derartige Hirngespinste.

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mussoudo 11.03.2017, 12:22
36. Gabelstapler

und im 'growhouse' der Zukunft transportiert man bestimmt nicht mehr mit solch einem antiken Gabelstapler. No manpower required!

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tradepro 11.03.2017, 12:23
37. @33 Taglöhner

Sorry, aber was ist ein koventioneller BIOanbau und seit wann haben Bio und Pestizide etwas miteinander zu tun? Guten Appetit mit ihren konventionellen Agrarprodukten die im Wasser schwimmen, eine massive Düngungslösung als Nahrung erhalteb und mit Pestiziden geschützt werden. Ich will Bio. Keine chemischen Dünger, keine Pestizide, natürliches Wachstum, alte Sorten. Flächen haben wir genug...

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tradepro 11.03.2017, 12:30
38. Bio & Pflanzenschutzmittel

Hier verstehen wohl einige nicht was Bio bedeutet. Bio bedeutet keinen chemischen Dünger, keine Pflanzenschutzmittel ausser nützliche Insekten, Auswahl alter, resistenter Sorten etc etc Oder versteht ihr in Deutschland unter BIO etwas andere als wir in Österreich? Alleine wenn ich an dad konventionelle Hühnerfleisch denke wird mir übel. Das hat mot Natur nichts mehr zu tun.

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herbert.maierhuber 11.03.2017, 12:49
39. Oh SPON,

klar, dass eure Artikel nicht von Redakteuren mit technischem Hintergrund geschrieben werden.

Aber mal wieder derart daneben zu liegen. Muss das sein?

Isar 2 hat laut Wikipedia eine elektrische Leistung von 1,485GW = 1485 MW = 1485000 kW. Das ergibt in in 5 Tagen eine Energieabgabe von 1485000 * 5 * 24 = 178200000 kWh. Das Gewächshaus konsumiert laut euren Angaben aber in 365 Tagen nur 400000 kWh - Ihr liegt also um den Faktor 450 daneben. Profitipp: immer wenn Zahlen im Spiel sind jemand fragen, der die Grundrechenarten kann und ein wenig Gespür für realistische Werte hat.

Um den Artikel ein wenig aufzupeppen könnte man noch ausrechnen wie viele Gewächshäuser mit einem solchen KKW betrieben werden könnten: es sind 3700. Und weiter: bei einem Ertrag von 100t Gemüse im Jahr pro Einheit wären das insgesamt 370000000kg. Wenn man einen Pro-Kopf-Verbrauch von 90kg / Jahr zugrunde legt könnte man damit also rund 4 Millionen Menschen mit geschmacksneutralem Einheitsgemüse versorgen. Muss man aber nicht.

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